Posts mit dem Label Liseberg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Liseberg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 26. April 2010

Lisebergsclownerna von Astri Bergman Taube in Liseberg, Göteborg


Die Lisebergsclownerna oder die Clowns von Liseberg haben auf dem Göteborger Vergnügungspark eine Ehrenstelle neben den Handabdrücken der zahlreichen Künstler, die Liseberg bereits besucht haben. Die transportierbare Skulptur der vier Clowns wurde im Jahre 1983 zum 60-jährigen Jubiläum der Anlage eingeweiht.

Wenn man die vier Clowns etwas genauer betrachtet, so findet man in allen vieren die Züge eines der größten Clowns des letzten Jahrhunderts, nämlich jene von Charlie Rivel, an den die Künstlerin auch dachte als sie das Werk schuf. Bei der Bronzeskulptur in Liseberg ließ sie sich auch von der bekanntesten Skulptur des katalanischen Clowns in Montjuïc in Barcelona beeinflussen, was dem Göteborger Werk eine gewisse Nähe zum Geburtsort des Künstlers verleiht.

Die Lisebergsclownerna wurden von keiner geringeren als Astri Linnéa Matilda Taube (1898 - 1980), der Ehefrau von Evert Taube, geschaffen. Da die Clowns von Liseberg erst drei Jahre nach dem Tod von Astri Bergman Taube, dem Namen, mit dem sie als Künstlerin bekannt ist, in Liseberg enthüllt wurde, kann man annehmen, dass es sich bei den Clowns um eines ihrer letzten Werke handelt. Die Skulpteurin Astri Bergman Taube studierte zwischen 1920 und 1927 Kunst in Paris, Florenz, Rom und Neapel. Sie heiratete Evert Taube im Jahre 1925.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 23. April 2010

Menschenrechte in Lisebergs Lustgården in Göteborg


Zum 60 Jahrestag der Menschenrechte im Jahre 2008 entwickelte sich ein Kunstprojekt entlang der Wege des Lustgårdens im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg. An verschiedenen Kunstwerken sollten, zu Beginn, zehn der dreißig Artikel dargestellt werden. Während einer Wanderung durch die Grünanlage des Parks sollen mit diesem Werk Besucher auf künstlerische Weise über ihre Grundrechte informiert werden.

Diese permanente Ausstellung, die verschiedene Techniken der verschiedensten Künstler vereint, wurde am 27. Mai 2009 von Jan Eliasson eingeweiht. Die Künstler, die an dieser Ausstellung, die vielmehr eine Installation ist, beteiligt waren, haben an ihren Werken keine Signatur hinterlassen und bleiben damit anonym, was die Bedeutung der Ausstellung allgemeingültiger macht als Einzelwerke, die einer bestimmten Person zugeordnet werden können.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 22. April 2010

Evert Taube von Astri Bergman Taube in Liseberg, Göteborg


Vor dem Evert Taube Café in Liseberg, Göteborg, findet man eine Büste besonderer Art, eine sehr persönliche Arbeit bei der die Künstlerin ihren Mann Evert Taube darstellt. Da eine künstlerische Arbeit eine Person so darstellt wie sie der Künstler mit persönlichen Augen sieht, ist Evert Taube hier ein Mensch, der mit all seinen geheimen Gedanken und seinem ganzen Wesen dargestellt wird.

Evert Taube ist vor allem als Poet, Liederschreiber und dichterische Seele bekannt, obwohl er auch ein großer Abenteurer war, der die ganze Welt umsegelt hat und mehrere Jahre in Südamerika verbrachte, von wo aus er auch die Habaneras mitgebracht hat. Taube war ein Träumer, ein Romantiker, aber auch einer der ersten Personen, die sich für die Umwelt einsetzten. Seine Büste wurde im Jahre 1978 im Göteborger Vergnügungspark Liseberg enthüllt.

Astri Bergman Taube (1898 - 1980) wuchs in Stockholm auf und studierte Kunst in Paris, Florenz, Rom und Neapel. Sie studierte Bildhauerei unter anderem bei Carl Milles, der zahlreiche Skulpturen in Göteborg hinterließ. Astri Bergman Taube war eine vollendete Künstlerin, die zahlreiche Porträts bedeutender Menschen schuf, aber auch als Malerin bekannt war, obwohl sie für die Mehrheit der schwedischen Bevölkerung „nur“ die Frau Evert Taubes war. Astri Bergman Taube war mit Evert Taube von 1925 bis zu seinem Tode verheiratet und starb vier Jahre nach ihrem Mann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 30. Januar 2010

Sten-Åke Cederhök von Eino Hanski im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg


Wer durch den Vergnügungspark Liseberg spaziert, entdeckt mit Sicherheit die lebensgroße Skulptur eines Person, die in Göteborg im höchsten Grad mit Liseberg verknüpft wird, nämlich jene von Sten-Åke Cederhök. Sten-Åke Cederhök (1913 - 1990) arbeitete erst bei SKF und wurde später Inspekteur des Arbeitsamtes. Während seiner beruflichen Tätigkeit schrieb er bereits unzählige Revuen und spielte in zahlreichen von ihnen als Schauspieler mit.

Sten-Åke Cederhök übernahm ab dem Jahre 1958 nebenberuflich die wöchentliche Revue Lisebergs und setzte damit 25 Jahre lang fort. Auch außerhalb Göteborgs wurde Cederhök ab 1963 bekannt, als er im Fernsehen in einer Serie Lisebergs mitspielte, die jeden Samstag ausgestrahlt wurde. Seinen Ruhm, der selbst über Schweden hinaus reicht, errang er dann 1973, als er mit Tomas von Brömssen im Fernseherfolg Albert och Herbert einen Schrotthändler im Göteborger Stadtteil Haga spielte.

Für das Bronzeportrait von Sten-Åke Cederhök aus dem Jahre 1998 zeichnet Eino Hanski (1928 - 2000), der als Schriftsteller, Dramatiker und Bildhauer vor allem in Göteborg aktiv war, wo er auch starb. Eino Hanski starb, bevor er noch den letzten seiner sieben Romane über Masha und seiner russischen Chronologie zu Ende schreiben konnte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 29. Januar 2010

Önskebrunnen, Wunschbrunnen, von Ile Munteanu im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg


Als im Jahre 1977 der Wunschbrunnen (Önskebrunnen) im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg von König Carl XVI Gustav eingeweiht wurde handelte es sich noch um einen einfachen Springbrunnen, der jedoch schon damals die gleiche Bestimmung hatte wie heute. Es sollen sich nicht nur die Wünsche jener erfüllen, die eine Münze ins Wasser werfen, sondern der gesamte Ertrag geht auch an den WWF, der damit aktiven Artenschutz und Naturschutz betreibt.

Im Jahre 1984 bekam dann der Önskebrunnen seine Weltkugel in Eisen, die die weltweite Aktivität des WWF symbolisiert. Wasser, Eisen und Weltkugel sind hier als Einheit zu sehen um die Ressourcen der Erde aufzuzeigen und um gleichzeitig auf das nötige Gleichgewicht der Ressourcen hinzuweisen.

Der Önskebrunnen oder Wunschbrunnen in Liseberg entstand in einer Zusammenarbeit der Architektin Elsa-Brita Stjernberg, die mehrmals mit Liseberg zusammenarbeitete und dem Kunstschmied Ile Munteanu, der der Weltkugel seine Form gab.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 25. Januar 2010

Sjömanshustru, die Frau des Seemanns, von Ivar Johnsson in Liseberg, Göteborg


Während man die Sjömanshustru, die alle Boote begrüßt, die den Göta Älv aufwärts fahren, nicht aus nächster Nähe betrachten kann, hat man die Möglichkeit das früher erstellte Modell dieses Symbols Göteborgs in Liseberg aus nächster Nähe zu betrachten.

Die Sjömanshustru in Liseberg wurde von Ivar Johannsson in Lebensgröße erstellt. Sehr deutlich kann man hier die im Wind fliegenden Haare, die betenden Hände, den in die Ferne gerichteten Blick und das dünne Sommerkleid betrachten und entdeckt in ihren Augen die Hoffnung, dass ihr Seemann doch noch zurückkommt und den Sturm überlebte. Die Skulptur der Frau des Seemannes kann hier in allen Details betrachtet werden und schildert das Schicksal so zahlreicher Sjömannshustrur.

Der schwedische Skulpteur Ivar Johnsson (1885 - 1970) wurde in Schonen geboren, lebte und arbeitete jedoch nahezu sein ganzes Leben lang auf Södermalm bei Stockholm. Ivar Johnsson ist vor allem wegen seiner öffentlichen Monumentalskulpturen bekannt, die man an zahlreichen Plätzen Schwedens finden kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Lekande Barn von Britta Nehrman in Liseberg, Göteborg


Im Skulpturenteil des Vergnügungsparks Liseberg in Göteborg befinden sich zwei Skulpturen, die eine Einheit bieten und die die Künstlerin Britta Nehrman Lekande Barn, Spielende Kinder, genannt hat. Beide Skulpturen wurden bereits 1950 in Liseberg aufgestellt, da der Park damals auch als Freizeitpark zum Entspannen gedacht war und noch nicht den heutigen Charakter besaß.

Die lekande barn müssen daher mehr in Zusammenhang mit den Anfängen von Liseberg gesehen werden, als Kinder auf den Wiesen herumtollten und viele Göteborger hier ihr an Wochenenden ihr Picknick machten. Vergnügen war in den 50er Jahren in Liseberg nicht nur die Benutzung der damals relativ einfachen Attraktionen. Die lekande barn drücken in ihrer Nacktheit das unschuldige Spiel auf einer Wiese aus, das vollkommen ohne Spielzeug oder Ball auskommt und die klassische künstlerische Ausdrucksweise spiegelt.

Britta Nehrman (1901 - 1978) besuchte die Kunstakademie Stockholm und setzte anschließend ihre Studien in Paris und Rom fort. Sie wurde vor allem für ihre intimen Porträts in Bronze und ihre Skulpturengruppen bekannt. Ihre Skulpturen findet man nicht nur an zahlreichen öffentlichen Plätzen in Schweden, sondern auch in mehreren Kunstmuseen des Landes wie auch im Kunstmuseum Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 13. Dezember 2009

Minnesbrunn med Triton von Carl Milles in Liseberg, Göteborg


Als Liseberg gegründet wurde, sollte die Anlage nicht nur ein Vergnügungspark werden, sondern auch ein Ausflugsgebiet für Göteborger, wo sie sich entspannen konnten. Es wurden Gartenanlagen geschaffen und natürlich sollte hier auch die öffentliche Kunst ihren Platz finden. Zu den ersten Skulpturen, die nach Liseberg kamen gehört der Minnesbrunn med Triton von Carl Milles.

Der Gedenkbrunnen oder Minnesbrunn med Triton wurde nach der Jubiläumsausstellung Göteborgs, für die der Brunnen geschaffen wurde, im Jahre 1923 an der Landeriet in Liseberg aufgestellt. Der Minnesbrunn in Liseberg muss daher in Zusammenhang mit dem Poseidonbrunnen am Götaplatsen gesehen werden, da beide zur Jubiläumsausstellung geschaffen wurden. Vater Poseidon blieb an seinem Platz, während dessen Sohn Triton, der sich auch nochmal auf dem Poseidonbrunnen befindet, nach Liseberg umzog.

Triton kommt wie sein Vater Poseidon aus der griechischen Mythologie. Halb Mensch und halb Fisch war er verantwortlich für die Wogen des Meeres, die er schuf indem er in seine Muschelschale blies. Das Geräusch, das dabei entstand war so ohrenbetäubend, dass es die bösen Geister des Meeres erschreckte und somit den Seefahrern eine angenehme Fahrt garantierte.

Carl Milles (1875 - 1955) schuf den Minnesbrunn med Triton nach römischem Vorbild und Brunnenmodellen, die in Rom ab 100 vor Christus an öffentlichen Plätzen und Privatgärten erschienen. Carl Milles wurde vor allem durch seine Brunnenskulpturen berühmt, die jedoch nicht nur in Göteborg einen Protest hervorriefen, sondern auch in Amerika, da Milles nach seinem Lehrer und Vorbild Rodin dazu neigte, seine Skulpturen nackt darzustellen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 7. Dezember 2009

Dans (Tanz) von Axel Wallenberg in Liseberg, Göteborg


Neben zahlreichen anderen Skulpturen am Haupteingang Liseberg findet man auch zwei tanzende Mädchen in Bronze, die mitten in der Bewegung sind. Sie zeigen ihrem Publikum weniger einen Gesellschaftstanz, sondern stehen auf einer Bühne und zeigen ihre Freude an den Bewegungen, aber teilen auch die Begeisterung des Publikums, das ihre Vorstellung zu schätzen weiß. Die Skulptur Dans (Tanz), wurde von Axel Wallenberg in zwei Exemplaren gegossen, wobei sich eine in Göteborg, die andere in Rottneros befindet.

Die Skulptur Dans zweier junger Mädchen, die 1950 im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg aufgestellt wurde zeigt die deutlichen Einflüsse der klassischen Skulptur wie sie Carl Milles schuf, was nicht verwunderlich ist, da Axel Wallenberg, der die beiden Bronzemädchen schuf, nicht nur einer der bedeutendsten Schüler von Carl Milles war, sondern nach dem Tode Milles auch den Millesgarten in Stockholm leitete. Die beiden Künstler verband Zeit ihres Lebens eine enge Freundschaft und einige ihrer Werke entstanden in einer engen Kollaboration.

Axel Wallenberg (1898 - 1996) begann seine Ausbildung im Abendstudium im Vorläufer des heutigen Konstfacks, bevor er die Athins målarskola und die Edward Berggrens målarskolan besuchte, um schließlich seine Ausbildung an der Konstakademien unter Carl Milles zu vervollständigen. Axel Wallenberg realisierte vor allem in den 40er und 50er Jahren zahlreiche öffentliche Kunstwerke in Bronze in ganz Schweden, wobei er sich auch einen Namen als Medaillengraveur machte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 27. November 2009

Lodjur (Luchs) von Arvid Knöppel in Liseberg, Göteborg

Mit zu den beeindruckendsten Skulpturen des Göteborger Vergnügungsparks Liseberg gehört mit Sicherheit der Luchs, Lodjur, das sich nahe dem Haupteingang befindet. Lodjur drückt die Arbeit eines Künstlers aus, der tagelang auf der Lauer liegt um jede Bewegung eines Luchses einzufangen und zu skizzieren bevor er sich an die Schaffung der Bronzeskulptur wagte.

Lodjur oder Luchs wurde von Arvid Köppel im Jahre 1964 in drei Exemplaren, die sich alle in Schweden befinden, ausgeführt. Er hat bei diesem Werk jede Bewegung des Luchses eingefangen, seine Anspannung, die gestreckten Muskeln und seine katzenartige Bewegung. Lodjur in Liseberg ist nicht sein erster und nicht sein letzter Luchs in Bronze gewesen, denn dieses Tier hat ihn sein Leben lang fasziniert und zu mehreren Skulpturen geführt, die die lodjur in unterschiedlicher Pose zeigen.

Der schwedische Künstler Arvid Knöppel (1892 - 1970) studierte Malerei und Skulptur in der Althins målarskola, der Technischen Hochschule, der Kunstakademie in Stockholm sowie seinen Aufenthalten in München und Rom bevor er sich im Wärmland niederließ. Er verbrachte für seine Tierstudien nicht nur unzählige Stunden im Wald, sondern legte auch selbst einen kleinen Zoo an und zog einen kleinen Luchs groß, den er Slobacken nannte. In seiner Umgebung befanden sich auch nicht weniger als 400 Nistkästen für Vögel. Kein Wunder also, dass Arvid Knöppel daher für seine einzigartigen Tierschöpfungen bekannt wurde.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. November 2009

Lasse Dahlqvist Relief von Hjördis Nilsson in Liseberg in Göteborg


Außer der Statue von Lasse Dahlqvist (1910 - 1979) findet man am Hafen in Liseberg auch ein Relief des Künstler, der die Schäreninsel Brännö überall in Schweden bekannt machte. Das Relief zeigt Lasse Dahlqvist als Seemann. Im Hintergrund sieht man ein Boot, das in die Ferne aufbricht und am Hafen nimmt ein Paar voneinander Abschied.

Von der Künstlerin Hjördis Nilsson, die das Relief im Jahre 1946 gestaltete, ist nur wenig bekannt und Lasse Dahlqvist ist ihr einziges Werk in Göteborg. Lasse Dahlqvist, der für immer mit Liseberg und Allsång verknüpft wird, würde 2010 hundert Jahre alt. Dies ist der Anlass für mehrere Aktivitäten um den Künstler und Seemann, dem auch eine Straße der Stadt gewidmet wird.

Seit 1989 vergibt die Lasse Dahlqvist Gesellschaft jedes Jahr ein Stipendium von 10.000 Kronen an eine Person oder eine Gruppe von Personen, die sich besonders verdient um den Künstler machte, der in einem Zug mit Evert Taube genannt wird und rund 500 unvergessliche Melodien geschrieben hat.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 16. November 2009

Folkvisan oder Näcken von Eric Grate in Liseberg, Göteborg


Unter der Statuensammlung in Liseberg findet man auch eine Figur, die einer alten skandinavischen Sage entspringt. Die Statue Folkvisan repräsentiert das übernatürliche Wesen, das in Schweden auch als Näcken, Strömkarlen oder Älven bekannt ist. Näcken wird in der Regel als nackter Mann mit einer Violine abgebildet der meist im Wasser sitzt oder steht. Nach altem Volksglauben lockt er mit seinem Spiel die Zuhörer ins Wasser, wo sie dann ertrinken.

Der Name Folkvisan spielt auf seine Melodien an, wobei die Sagenfigur in den verschiedenen Regionen Schwedens und Finnlands unterschiedliche Namen annimmt und auch eine unterschiedliche Macht ausübt. In Schonen, zum Beispiel, gerät jeder seiner Zuhörer in seinen Bann und jene, die von ihm das Geige spiele erlernen werden so stark in diesem Bann gefangen, dass sie nicht mehr aufhören zu spielen bis sie aus Erschöpfung sterben. Und selbst jene, die nach seinen Volksweisen (Folkvisan) tanzen, müssen bis zu ihrem Tod weiter tanzen. Der Bann kann nur gebrochen werden, wenn ein Betroffener entdeckt was vor sich geht und die Geigenstränge mit einem Messer trennt.

Eric Grate (1896 - 1983), der die Skulptur Folkvisan im Jahre 1946 in drei Exemplaren schuf wurde in Stockholm geboren, wo er auch die Kunsthochschule besuchte. Eric Grate, der bei seinen Arbeiten stark von der griechischen Mythologie und der dortigen Bildhauerkunst beeinflusst war hat mit Folkvisan ein Werk geschaffen, das griechische Skulptur in einen skandinavischen Kontext setzt und damit die Sagenwelt dieser beiden Kulturen verbindet. Der schwedische Künstler Eric Grate hat in Göteborg noch die Bergslagsurnan und die Reliefe De fyra vindarna hinterlassen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 10. November 2009

Ungdom, Jugend, von Carl Eldh in Liseberg in Göteborg


Kurz nachdem man den Haupteingang des Vergnügungsparks Liseberg überschritten hat kann man an der rechten Seite eine der frühen Skulpturen Carl Eldhs entdecken, die der Künstler Ungdom, Jugend, genannt hat. Die Bronzestatue in Liseberg ist jedoch nicht das Original, sondern eine Kopie des Exemplars, das sich heute im Nationalmuseum in Stockholm befindet.

Ungdom in Liseberg wurde im Jahre 1948 im Vergnügungspark aufgestellt und vermutlich 1946 mit einigen anderen Kopien, gegossen, die ebenfalls an öffentlichen Stellen in Schweden zu finden sind. Die Bronzegruppe Ungdom gehört zu seinen frühen Arbeiten, der Zeit, als er vor allem junge, nackte Körper darstellte, denen er eine weiche Form gab. Eines der noch älteren Werke Eldhs sind die Reliefe des Televerkes in Göteborg.

Carl Eldh (1873 - 1954) lernte sein Handwerk am Konstfack in Stockholm (damals Tekniska Skolan) bevor er sich in Paris mit der französischen Skulptur, die von Rodins Werken dominiert war, auseinandersetzte. Er versuchte jedoch, im Gegensatz zu seinem Lehrer, einer nackten Skulptur nach impressionistischer Art Leben einzuhauchen, was auch bei seinem Werk Ungdom in Liseberg deutlich sichtbar ist. Da Carl Eldh zu Beginn seiner Karriere nicht von Skulpturen leben konnte, arbeitete er in diesen Jahren, sowohl in Schweden als in Frankreich, vor allem als Holzschnitzer und fertigte Ausschmückungen von Gebäuden, wie jenes vom Televerket, an.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 6. November 2009

Herman Lindholm im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg


Nahe des Haupteingangs des Vergnügungsparks Liseberg und der Treppen, die zum Lustgården führen, findet man eine Büste, die dem Mann gewidmet ist, dem Göteborg seinen heutigen Vergnügungspark verdankt, der ursprünglich nur für die 300-jährige Feier Göteborgs gedacht war. Herman Lindholms Bronzebüste symbolisiert daher all das, was der Besucher heute in Liseberg findet.

Herman Lindholm wurde in Malmö geboren, wo er eine Ausbildung als Möbelschreiner machte. Im Jahre 1900 kam er als Geselle nach Göteborg, wo sein beruflicher Aufstieg mit großen Schritten voran ging. Er begann als Gewerkschaftssprecher der Holzindustrie und schon 1906 hatte er in der Göteborger Stadtverwaltung eine bedeutende Position, die ihm zahlreiche andere Wege öffneten. Herman Lindholm konnte damit sehr viele Projekte der Stadt entscheidend mit beeinflussen. Er war Vorstand der Göteborger Freihafens AB, der Göteborger Flugplatz AB, hatte eine führende Position des Slottsskogsvallen, der Göteborger Sparbank und nahm bei mehreren Stiftungen eine bedeutende Rolle ein.

Unter seiner Initiative wurde auch der Vergnügungspark Liseberg erhalten, indem die Stadt Göteborg am 24. November 1924 den Park aufkaufte und 1925 die Liseberg AB gründete. Herman Lindholm war bereits vor dieser Entscheidung Direktor des Vergnügungsparks und leitete Liseberg zwischen 1923 und 1942. Lindholm wollte zu jener Zeit Liseberg und seine Kultur jedem Göteborger zugängig machen und erlaubte den Besuchern zu extrem günstigen Preisen Künstlern wie Maurice Chevalier oder Marlene Dietrich zu lauschen. Leider ist nicht bekannt wer die Bronzebüste dieses Mannes geschaffen hat und wann sie in Liseberg aufgestellt wurde.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Lasse Dahlqvist von Eva Berggren in Liseberg in Göteborg


Seit 1998 steht die im Jahre 1986 enthüllte Statue von Lasse Dahlqvist nun an Lisebergs Hafen, wo der Künstler in Bronze die vorbeigehenden Besucher begrüßt. Lasse Dahlqvist (1910 - 1979) gehört zu den bedeutendsten Künstlern Göteborgs. Er entwickelte sich nach seiner Zeit als Seemann zum Kompositeur, Liederschreiber und Schauspieler, wobei er seinen Durchbruch mit dem Lied Jolly Bob från Aberdeen im jahre 1938 hatte.

Lasse Dahlqvist schrieb rund 100 Lieder, die meist um Göteborg, die Schären und das Bohuslän handelten. Einige seiner Lieder werden noch heute regelmäßig im Radio gespielt und gelten als Allsång-Klassiker. Lasse Dahlqvist benutzte für seine rund 500 Einspielungen zahlreiche Pseudonyme, wobei er ab 1932 auch als Schauspieler arbeitete und im Laufe der Jahre mehrere Filmmelodien schrieb. Er erhielt 1977 den bekannten Evert-Taube-Preis.

Die Bronzestatue von Lasse Dahlkvist, der ein ständiger Gast in Liseberg war, wurde von Eva Berggren realisiert. Eva Berggren (1929 - 1998) studierte Kunst und Skulptur in Stockholm und Paris bevor sie ihre Fähigkeiten in der Kunsthochschule Valand in Göteborg vervollständigte. Ihre Werke findet man in nahezu ganz Schweden sowie in Kopenhagen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Kal och Ada von Svenrobert Lundquist vor Liseberg in Göteborg


Kal und Ada sind die Hauptfiguren in zahlreichen humoristischen Erzählungen die den Göteborger Humor angehen. Sie repräsentieren damit den typischen Göteborger, mit seiner Geschichte, seiner Tradition und auch seiner Sprache.

Kal och Ada gehören der typischen Arbeiterschicht Göteborgs an, was auch ihren Erfolg ausmachte, nicht nur in Erzählungen, sondern auch in Revues, die im Liseberg Theater gegeben wurden. Die beiden Figuren Kal und Ada gelten als lokalpatriotische, den Festen zugeneigte Personen, die oft die Bewohner Stockholms, Schonens und anderer schwedischer Regionen auf die Schippe nahmen.

Die Skulptur Kal och Ada wurde 1994 von Svenrobert Lundquist realisiert und vor dem Haupteingang zum Vergnügungspark Liseberg aufgestellt. Svenrobert Lundquist wurde 1940 geboren und bildete sich in der Kunsthochschule Valand und kurze Zeit in der Royal Academy of Fine Art in Stockholm aus, um sich anschließend vor allem der Ausbildung anderer Künstler zu widmen. Seine Werke finden sich in zahlreichen schwedischen Städten, sowohl als öffentliche Kunst als auch in bedeutenden Kunstmuseen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 26. Oktober 2009

Muntergök oder Frohnatur im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg


Kurz nachdem man den Vergnügungspark Liseberg durch den Haupteingang betreten hat, findet man in der Skulpturenallee eine Jungen und ein Mädchen, die in ihre Okarina blasen um nicht nur den Betrachter zu erfreuen, sondern sie drücken auch beide eine Lebensfreude aus, die fast schon ansteckend wirkt.

Muntergökar sind Personen, die immer freundlich, immer lustig sind und mit ihrer Art andere erfreuen. Sehr häufig geschieht dies, indem sie Musik spielen. Die Okarina ist eines der ältesten Musikinstrumente der Welt und drückt dadurch aus, dass es schon immer Muntergöks, also Frohnaturen gab und man nicht auf die Komiker der heutigen Tage warten musste. Menschen mussten erfreut und unterhalten werden, aber es gab auch schon immer Personen, die Frohnaturen als solche waren.

David Wretling (1901 - 1986) hat die Muntergökar im Jahre 1952 geschaffen und drückte damit das Ziel des Vergnügungsparks Liseberg aus, seine Besucher zu unterhalten und zu erfreuen. David Wretling wurde in Umeå geboren und wurde später ein Schüler von Carl Milles, was man an seinen Bronzeskulpturen deutlich sieht, sowohl in der Arbeitsweise als auch am Ausdruck der Kunstwerke. Er schuf während seines Lebens zahlreiche öffentliche Kunstwerke, die in verschiedenen Städten Schwedens zu finden sind.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 12. Oktober 2009

Blomsterflickan, das Blumenmädchen, von Gerhard Henning in Liseberg, Göteborg


Nahe am Haupteingang im Vergnügungspark Liseberg steht seit 1947 die Bronzestatue Blomsterflickan, das Blumenmädchen. In beiden Händen hält sie einen kleinen Blumenstrauß, wobei sie den in ihrer linken Hand genauer zu betrachten scheint und jenen in der rechten Hand etwas nachlässig hält.

Dass sie die Blumen eben erst gepflückt hat scheint deutlich, dass sie dabei nackt ist kann mehrere Gründe haben, worüber Gerhard Henning, der Künstler (1880 - 1967), nichts sagte. Das Mädchen kann eine der Sagenfiguren sein wie Vårens Huldra, sie kann einfach so früh in den Garten geeilt sein, dass sie noch ungesehen die Blumen pflücken konnte, oder aber, was die wahrscheinlichste Aussage ist, der Künstler nahm einfach eine klassische Skulptur als Modell aus der Zeit, als junge Mädchen immer unbekleidet waren, was ihre Jugend verstärken sollte.

Gerhard Henning hat mehrere Kunstschulen besucht, aber keine der Ausbildungen abgeschlossen. Als Autodidakt hat er sich vor allem von den Skulpturen in den Museen Roms beeinflussen lassen. Seine bekanntesten und preisgekrönten Werke waren Keramikarbeiten und nicht Bronzeskulpturen. Gerhard Henning, der abwechseln in Dänemark und Schweden lebte, verbrachte einen großen Teil seines Lebens in Göteborg. Seine Bronzemädchen ähneln sich alle mehr oder weniger, so dass man seine Handschrift unmittelbar erkennen kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin