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Mittwoch, 17. März 2010

Sjömannen, der Seemann, von Eino Hanski im Gathenhielmska Kulturreservat in Göteborg


Mitten unter den geschützten bunten Holzhäusern des Gathenhielmska Kulturreservats in Göteborg steht ein bronzerner Sjöman, ein Seemann, der seine Matrosenkleidung an hat und den Seesack auf seinen Schultern trägt. Man könnte meinen, er hätte eben erste eines der gemütlich aussehenden Häuschen verlassen und sei nun auf dem Weg zu seinem Boot oder, im Gegensatz, würde sich noch einmal zum Hafen wenden, bevor er eines der Häuser betritt.

Auf dem Seesack kann man deutlich den Namen Stigbergs Lasse erkennen, eine Buchgestalt aus Stigbergs-Lasse visor von Anders Wällhed, die Eino Hansi auch bei seinem Kunstwerk inspirierte. Aber der Sjömannen könnte jeder der Bewohner der unter Kulturschutz gestellten Häuser jener Zeit sein, da hier vor allem Arbeiter und Seeleute wohnten. Heute findet man hier vor allem kulturelle Vereinigungen.

Eino Hanski (1928 - 2000) hat seinen Sjömannen im Jahre 1996 geschaffen, nur vier Jahre vor seinem Tod. Der aus Russland stammende Schriftsteller und Bildhauer wohnte selbst mehrere Jahre lang im Gathenhielmska Kulturreservat und noch heute findet man seinen Namen über einem der Briefkästen. Dies ist auch einer der Gründe, warum die Kulturminnesföreningen Gathenhielm den Sjömannen oder Seemann hier stehen haben wollte. Eini Hanski wurde vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond mit der Schaffung des Kunstwerkes beauftragt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 17. Februar 2010

Medmänskligheten von Eino Hanski in Lindholmen in Göteborg


Eine der persönlichsten Skulpturen Göteborgs findet man inmitten des Ausbildungszentrums in Lindholmen, am Norra Älvstranden. Aus einem Granitblock streckt sich eine ausgestreckte Hand über die im Sommer das Wasser läuft um sich in ein Bassin zu ergießen. An der Stelle, wo die Hand aus dem Granit kommt glaubt man fast, der Stein hätte sich durch die Hand geöffnet und die spitzen Kanten, die aus dem Stein zeigen begleiten die Bewegung dieser Hand.

Der Künstler Eino Hanski nannte diese Skulptur, die 1992 in Lindholmen aufgestellt wurde, Medmänskligheten, die Mitmenschlichkeit. Medmänskligheten soll, nach Aussagen des Künstlers, an den Moment erinnern, als er 1942 in Schweden ankam und ein schwedischer Soldat ihm seinen Schafpelz über die Schulter hing um ihn von der Kälte zu schützen, eine Erinnerung, die der Künstler in Form einer Skulptur auch symbolisch aufrecht erhalten wollte.

Eino Hanski (1928 - 2000) war vor allem Schriftsteller, auch wenn er einige sehr bedeutende Skulpturen in Göteborg hinterlassen hat. Geboren wurde Eino Hanski in Leningrad, wobei er sich 1945, einige Jahre nach seiner Flucht mit seiner Mutter und seiner Schwester, in Göteborg niederließ, der Stadt, die er dann als seine Heimat empfand. Auch wenn seine Muttersprache Russisch war, so verfasste er seine Bücher jedoch auf Schwedisch.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 30. Januar 2010

Sten-Åke Cederhök von Eino Hanski im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg


Wer durch den Vergnügungspark Liseberg spaziert, entdeckt mit Sicherheit die lebensgroße Skulptur eines Person, die in Göteborg im höchsten Grad mit Liseberg verknüpft wird, nämlich jene von Sten-Åke Cederhök. Sten-Åke Cederhök (1913 - 1990) arbeitete erst bei SKF und wurde später Inspekteur des Arbeitsamtes. Während seiner beruflichen Tätigkeit schrieb er bereits unzählige Revuen und spielte in zahlreichen von ihnen als Schauspieler mit.

Sten-Åke Cederhök übernahm ab dem Jahre 1958 nebenberuflich die wöchentliche Revue Lisebergs und setzte damit 25 Jahre lang fort. Auch außerhalb Göteborgs wurde Cederhök ab 1963 bekannt, als er im Fernsehen in einer Serie Lisebergs mitspielte, die jeden Samstag ausgestrahlt wurde. Seinen Ruhm, der selbst über Schweden hinaus reicht, errang er dann 1973, als er mit Tomas von Brömssen im Fernseherfolg Albert och Herbert einen Schrotthändler im Göteborger Stadtteil Haga spielte.

Für das Bronzeportrait von Sten-Åke Cederhök aus dem Jahre 1998 zeichnet Eino Hanski (1928 - 2000), der als Schriftsteller, Dramatiker und Bildhauer vor allem in Göteborg aktiv war, wo er auch starb. Eino Hanski starb, bevor er noch den letzten seiner sieben Romane über Masha und seiner russischen Chronologie zu Ende schreiben konnte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. Januar 2010

Gränslös Tanke von Eino Hanski am Norra Älvstranden in Göteborg


In Lindholmen, am Norra Älvstranden von Göteborg, findet man eine Skulptur, die vor allem wegen dem symbolischen Gehirn am obersten Teil des Werkes zu denken gibt. In der Tat handelt es sich hier um die Bronzeskulptur Gränslös Tanke, Gedanke ohne Grenzen, von Eino Hanski, der mit diesem Kunstwerk ein Denkmal an alle bekannten und unbekannten Erfinder schaffen wollte.

Lindholmen ist vor allem als Science Park und für eine Abteilung der Technischen Hochschule Chalmers bekannt, was auch die Stelle für diese Skulptur erklärt. Eino Hanski hat bei seiner aus dem Jahre 1997 stammenden Skulptur Gränslös Tanke eine Vielzahl von Symbolen verarbeitet, was mehrere Minuten an Betrachtung und Denkarbeit vom Betrachter fordert. Durch seine Symbolsprache will der Künstler nicht auf die bekanntesten Erfindungen aufmerksam machen, sondern vielmehr darauf hinweisen, dass unsere Gegenwart von hunderten von kleinen Erfindungen profitiert.

Eino Hanski (1928 - 2000) ist karelisch-russischer Herkunft und kam im Jahre 1945 nach Schweden, wobei er sich in Göteborg niederließ, wo er anfangs den unterschiedlichsten Beschäftigungen nachging, bis er sich als Schriftsteller und Skulpteur einen Namen machte. Auch wenn Eino Hanski international mehr als Schriftsteller bekannt ist als als Skulpteur, so findet man in Göteborg mehrere bedeutende öffentliche Werke von ihm, so auch die Statue von Evert Taube an der Göteborger Oper.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 3. Oktober 2009

Victor Hasselblad von Ulf Celén am Götaplatsen in Göteborg


Zu Füßen der Kunsthalle, etwas über dem Götaplatsen, befindet sich die Statue jenes Mannes, der zu seinem Rücken ein eigenes Museum bekam, die Statue von Victor Hasselblad, dem Erfinder der gleichnamigen Kamera. Am 8. März 2006 wäre Victor Hasselblad 100 Jahre alt geworden, weshalb die Hasselblad-Stiftung in Göteborg beschloss, zu diesem Tage eine Statue des Erfinders der Kamera aufzustellen.

Von der ersten Sekunde an war klar, dass Victor Hasselblad mit seiner Kamera abgebildet werden sollte, während er auf der Jagd nach Vogelaufnahmen ist. Den Auftrag für das Kunstwerk erhielt Eino Hanski, der der Statue auch den Namen I am the camera gab, der Antwort, die Victor Hasselblad einst einem amerikanischen Zollbeamten gab als dieser fragte, ob er als Hasselblad etwas mit der Kamera zu tun habe. Die Statue von Victor Hasselblad wurde vom Astronauten Harrison H. Schmitt enthüllt.

Eino Hanski konnte jedoch die Statue nicht mehr realisierten und seine Zeichnungen kamen zu Ulf Celén, der dann die Ausführung der Arbeit weiterführte. Ulf Celén ist weniger bekannt für Bronzeskulpturen, da er als Arbeitsmaterial Holz bevorzugt, dem er jede Form geben kann. Ulf Celén ist unter anderem auch für seine Madonnenkopien bekannt, die man in zahlreichen Kirchen finden kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 28. September 2009

Månkäran, die Mondsichel von Eino Hanski an der Ullevi Gatan in Göteborg


Im Jahre 1999 ließen die Göteborger Energiewerke vor ihrem Verwaltungsgebäude in Göteborg, mit Blick auf die Ullevi Gatan, eine Skulptur errichten, die den Namen Månkäran, Mondsichel, trägt. Das Monument soll daher vermutlich an das Licht in den Nachtstunden erinnern und den Kreislauf des Lebens ausdrücken.

Auch wenn diese Deutung eine der Möglichen ist, so bleiben einige Fragen dazu offen, denn die Mondsichel ist auch ein bedeutendes Symbol für die arabische Welt und das Gedicht, das der Künstler am Sockel der Skulptur verewigte ist mehr romantisch gehalten als dass es an elektrisches Licht oder Wärme erinnert. Es beginnt mit den Worten ”I evigt kretslopp från din ban du lyser våra stigar du värmar hjärtat ...”

Aber unabhängig von seiner wahren Bedeutung ist die junge Frau, die sich an den beiden Spitzen der Mondsichel hält ein Kontrast zu den üblichen Aussagen über den Mann im Mond und zeigt eine eigenwillige Deutung des Mondes, was mit Sicherheit auch mit der Geschichte des Künstlers Eino Hanski verknüpft ist.

Eino Hanski, der 1945 nach Schweden kam wählte Göteborg als seine Wahlheimat, wo er auch im Jahre 2000 starb. Månkäran ist daher eines seiner letzten Kunstwerke, die in Göteborg zu finden sind. Eino Hanski war ein vielseitiger Künstler, denn er war Fotograf, Bildhauer und nicht zuletzt auch Autor mehrerer Bücher.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 18. Juli 2009

Evert Taube von Eino Hanski am Jussi Björlings Plats in Göteborg


Evert Taube ist in Göteborg geboren und war ein Allroundkünstler. Er schrieb komponierte, spielte Laute und wurde der bedeutendste Troubadour Schwedens. Es gibt keinen Allsång in Schweden, bei dem nicht zumindest ein Lied von Evert Taube gesungen wird.

Eino Hanski, der 1945 aus der Sowjetunion nach Schweden zog schuf 1996 die lebensgroße Skulptur Evert Taubes, die heute am Jussi Björling Plats ihr Zuhause fand.

Die Taubeskulptur wurde von zahlreichen Privatpersonen, Firmen, der Stadt Göteborg und der Taubegesellschaft Västanvind finanziert. Sie wurde am 10. August 1996 im Beisein von Göran Johansson enthüllt. Auf einer Plakette zu Fusse des Troubadours kann man lesen: "Evert Taube född 12/3 1890, Stora Badhusgatan 7, Göteborg. Statyn i skala 1/1 (168 cm hög) utförd av Eino Hanski. Rest den 10/8 1996 av Västanvind, Astri & Evert Taubes vänner. "

Copyright Herbert Kårlin