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Dienstag, 25. Mai 2010

Växande von Ida Isaksson Sillén an der Bankogatan in Göteborg


Im Park, der sich hinter den Häusern gegenüber der Högsbo kyrkan befindet, steht eine mehrteilige Skulptur in Beton und Bronze, die die Künstlerin Växande, also Wachsend, genannt hat und zwei Kinder mit einer Taube darstellt auf die man von den umliegenden Bänken aus blickt.

Während der Junge, mit einem Buch in der Hand, am Boden sitzt und sich an eine Art hohen Tisch lehnt und von einer Taube beobachtet wird, steht das Mädchen auf ihren Zehenspitzen und schreibt ihre Gedanken in ein Tagebuch. Noch ist sie etwas zu klein, um in dieser Lage bequem schreiben zu können, wodurch der Begriff Växande sehr deutlich ausgedrückt wird, denn sie muss noch 10 cm wachsen um diese Stellung als bequem zu empfinden. Da in den Häusern, die die Skulptur umgeben, vor allem ältere Leute wohnen, wirkt die Skulpturengruppe für die Bewohner fast wie eine Erfrischung, die Erinnerungen weckt.

Ida Isaksson Sillén studierte an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk sowie an der Kunsthochschule Valand in Göteborg Skulptur, Malerei, Graphik und Fotografie. Die Alingsåser Künstlerin Ida Isaksson Sillén interessiert sich bei ihren Werken vor allem für Bewegung und Leben. In Göteborg findet man auch ihre Werke Accelleration im Vasaparken und ihren Hästhuvudet, den Pferdekopf.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 24. Mai 2010

Brädseglare von Bertil Lengstrand an der Högsbogatan in Göteborg


Direkt hinter der Högsbo Kyrka entdeckt man, etwas versteckt hinter Bäumen und Büschen ein Werk, das der Künstler Brädseglare, also Windsurfer, genannt hat. Es mag vielleicht erstaunlich sein an dieser Stelle einen Surfer zu finden, denn es ist kein Wasser in der Nähe, aber andererseits konnte der Künstler selbst auch nie windsurfen.

Der Surfer oder Brädseglare in Kupfer steht elegant auf seinem Brett, auch wenn so manch Kritiker bereits meinte, dass der Segler wegen seiner Haltung nie schnell segeln könne. Das erste Modell des Brädseglare war in Miniaturformat, das der Künstler für seinen Sohn herstellte. Im Jahre 1986 schuf er dann jedoch den Windsurfer in seiner heutigen Form, der dann anlässlich einer Ausstellung in der Trädgårdsföreningen aufgestellt wurde, bevor er anschließend seinen heutigen Platz bekam.

Bertil Lengstrand wurde 1928 geboren und besuchte die Hovedskous Målarskolan (heute Hochschule für Design und Kunsthandwerk) und die Kunsthochschule Valand in Göteborg. Bertil Lengstrand lebt auf der südlichen Schäreninsel Brännö und schafft weiterhin Kunstwerke. Den Brädseglare schuf er im Auftrag der Familjebostäder.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 3. Mai 2010

Rörelse, Bewegung, von Poul Torjusen in Högsbo, Göteborg


Am Gebäude der Tunnlandsgatan 13 im Göteborger Stadtteil Högsbo findet man eine Mosaikarbeit, die Rörelse, also Bewegung ausdrückt. In sieben Bildern hat hier der Künstler jede Art von physikalischer Bewegung in surrealistischer Weise festgehalten. Der Künstler überlässt es jedoch jedem Betrachter selbst, die Geschichte, oder auch die einzelnen Bilder, zu interpretieren.

Poul Torjusen hat vor allem während der 60-er Jahre zahlreiche öffentliche Kunstwerke für einige Baugesellschaften in Göteborg realisiert, wobei alle diese Werke in die architektonische Umgebung eingepasst wurden, um den Bewohnern der Häuser Lebensfreud zu geben.

Ursprünglich war Poul Torjusen Maler und nahm an mehreren Sammelaustellungen teil, unter anderem auch in der Kunsthalle in Göteborg. De der Künstler selbst, der Mitglied im staatlichen Kunstrat war, sehr wenig Öffentlichkeitsarbeit betrieb, ist über ihn leider sehr wenig bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 30. April 2010

Röd granit, roter Granit, von Claes Hake an der Rundradiogatan in Göteborg


Zwischen den Häusern an der Rundradiogatan im Göteborger Stadtteil Högsbo und mit Blick auf Bäume und einen großzügig angelegten Spielplatz steht eine dreiteilige abstrakte Skulptur in rotem Granit, die vor allem bei Sonnenschein dem Betrachter ihre Farbe und ihren Glanz zeigt.

Das Werk erhielt vom Künstler keinen Namen und erinnert an einige andere seine Werke, die Türen und Wege ausdrücken. Der überdimensionale rote Granit kann auch hier eine Art Pforte sein, wobei der polierte Innenteil im Kontrast zu den beiden äußeren, kaum behandelten Außenteilen steht und angedeutete Öffnungen aufweist. Der Teil in der Mitte ist, im Gegensatz zu den äußeren Teilen auch weich und sieht fast geschmeidig aus und erinner dadurch mehr an Ton als an Granit.

Claes Hake, der eigentlich Claes Anders Ragnar Hake heißt, wurde 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren und studierte Malerei an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Ende der 60er Jahre entdeckte er seine Liebe zur Skulptur und begann, mit großem Erfolg, Skulpturen in Plastik zu schaffen. Aus gesundheitlichen Problemen ging Claes Hake später dann auf Gips, Lehm und Bronze über, bis er schließlich bei Granit ankam.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 29. April 2010

Kaktus von D. A. an der Bilradiogatan in Göteborg


An der Bilradiogatan im Göteborger Stadtteil Högsbo findet man eine Skulptur, die aus einem toten Baum geschnitzt wurde und zu einer ganzen Reihe von Holzskulpturen der Stadt gehören, die entweder gar nicht oder mit den Initialen D. A. signiert sind und auf eine künstlerische Ausbildung hinweisen.

Die Skulptur an der Bilradiogatan hat die Form eines Kaktus, was ideal für einen Baumstamm ist, aber im ersten Moment etwas erstaunte Blicke auf sich zieht, zumal der Kaktus von drei Tieren bewohnt wird, die sich üblicherweise nicht in der Nähe von einen Kaktus aufhalten.

Auf der Spitze des etwa sechs Meter hohen Kaktus sitzt ein Adler, der sich eben in die Lüfte schwingen will. Auf einem „Ast“ des stachligen Gewächses sitzt ein Waschbär, der sich vor einer Coyote in Sicherheit gebracht hat. Der einzige Hinweis auf den Künstler, der mehrere Werke in Holz in Göteborg realisierte ist die Signatur D. A.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 27. April 2010

Helikopter von Olle Zetterqvist in Kaverös, Göteborg


Olle Zetterqvist schuf in den 60er Jahren zwei Ziegelreliefe an der Tunnlandsgatan in Kaverös, dem Göteborger Stadtteil Högsbo. Während das erste Gebilde an einen fliegenden Vogel, unter Umständen einer Wildgans ähnelt, zeigt das zweite Gebilde einen Hubschrauber, der von einem Lotsen an seinen endgültigen Platz geleitet wird.

Wie auch bei seiner ersten Ziegelskulptur, greift der Künstler bei seinem Hubschrauber zu einer etwas abstrakte Abbildung, was sicher auch mit der Wahl des Materials zusammenhängt. Der Helikopter wird vom Künstler weitaus kleiner abgebildet als der Fluglotse, was den Betrachter des Werkes zum Nachdenken anregt, da es sich, wenn man die Größenverhältnisse betrachtet, weder um ein Helikoptermodell handeln kann, noch um einen realistischen Hubschrauber.

Olle Zetterqvist (86) wurde im Värmland geboren, siedelte sich jedoch nach seinem Kunststudium an der Kunsthochschule Valand in Göteborg an, wo er heute noch wohnt. Da Olle Zetterqvist vor allem als Grafiker arbeitete, sind seine beiden Ziegelskulpturen an der Tunnlandsgatan von besonderer Bedeutung und zeigen die Vielfalt des Künstlers, der sehr wenig an die Öffentlichkeit tritt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 10. April 2010

Glasmosaik von Rolf Denman in Kaverös, Göteborg


Am Eingang an der Tunnlandgatan 9 in Kaverös, einem Teil des Göteborger Stadtteils Högsbo, findet man ein in Zement eingelassenes Glasmosaik, das von mehrfarbigen Leuchtröhren von hinten beleuchtet wird. Das Kunstwerk ist vollkommen abstrakt gehalten, strahlt jedoch in seiner Gesamtheit eine vollkommene Harmonie aus, die man sonst vor allem bei Kirchenkunst findet.

Die acht Teile des Gesamtwerkes gehen fast nahtlos ineinander über. Selbst wenn man die Bedeutung des Werke kaum erahnen kann, so strahlt es jedoch, vor allem nachts, ein Gefühl der Ruhe und der Sicherheit aus und wird damit zu einem Symbol für die Bewohner, die hier in einer Art Wohngemeinschaft zusammenleben. Das Glasmosaik bettet sich gleichzeitig in die architektonische Struktur des Gebäudes ein, das Mitte der 60er Jahre entstanden ist.

Der im Jahre 1923 geborene Rolf Denman hat mit seinem Glasmosaik in Kaverös ein Werk geschaffen, das zeigt, dass der Künstler sehr unterschiedliche Wege in der Kunst beschreiten kann. Rolf Denman, der in Göteborg die Hochschule für Kunst und Design, sowie die Kunsthochschule Valand besuchte, hat in Göteborg alle seine Werke der architektonischen Umgebung angepasst, was ihm auch mehrere künstlerische Aufträge von Seiten der Göteborger Bauunternehmen einbrachte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 7. April 2010

Die Arche Noah (Noaks Ark) an der Barytongatan in Kaverös, Göteborg


An der Barytongatan 4 in Kaverös, das zum Göteborger Stadtteil Högsbo gehört, findet man am Eingang des Gebäudes eine Skulptur, die das biblische Motiv der Arche Noah (Noaks Ark) aufgreift. Die eine Seite des Eingangs zeigt die Längsseite des Schiffes, während zur anderen Seite des Eingangs das Boot in die Ferne zieht. Leider wird dieses Kunstwerk kaum unterhalten und zeigt bereits die ersten Schäden.

Die mehrere Meter breite Skulptur Noaks Ark, die mit allen ihren Details in starkes Blech geschlagen wurde und die den Längsschnitt des Schiffes zeigt, ist mit den unterschiedlichsten Tieren bevölkert. Etwa zwanzig Tiere und einige Pflanzen hat der Künstler der Arche Noah symbolisch mit auf die Reise gegeben, was man auch so sehen kann, dass das Gebäude selbst als Arche gesehen werden kann in der die Bewohner der verschiedensten Kulturen eine neue Gemeinschaft darstellen, die gemeinsam in ihre Zukunft fahren.

Rolf Denman wurde 1923 in Munkedal geboren und studierte erst an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk (damals Slöjdforeningens Skola) und dann an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Heute findet man von Rolf Denman etwa 50 verschiedene öffentliche Werke in Schweden. In Göteborg zeichnet Rolf Denman für mehrere öffentliche Werke, die er vor allem im Auftrag privater Bauunternehmer erstellte. Mit zu seinen bekanntesten Skulpturen in Göteborg gehören Dimman und Statisk Flykt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 6. April 2010

Fågelberget, der Vogelberg, von Bertil Malmstedt in Julianas Gård in Högsbohöjd, Göteborg


An der Breitseite des Hauses mit der Nummer 1 in Julianas Gård im Göteborger Stadtteil Högsbo entdeckt man eine Ziegel-Zement-Skulptur, die der Künstler Fågelberget, also Vogelberg, nannte. Nahezu die ganze Front des Gebäudes ist mit symbolischen Vogelnestern übersät aus denen jeweils ein Vogel hervorsieht.

Der Vogelberget muss als Ganzes gesehen werden, da es sich zum einen um eine Ziegelskulptur handelt, die der Hauswand eine Struktur verleiht, die einen Berg symbolisiert. In diesem Berg findet man neun Höhlen aus denen die Zementvögel hervorkommen, die mehrere unterschiedliche Positionen einnehmen. Da sich die Skulptur in einem Durchgang und in gewisser Höhe befindet, kann es leicht geschehen, dass man an ihr vorbeigeht ohne sie zu entdecken.

Bertil Malmstedt wurde 1926 in Ökna geboren und studierte an der Slöjdföreningens Skola (heute HDK) und der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Er ist vor allem für seine abstrakten Gemälde in verschiedenen Graustufen bekannt. Bertil Malmstedt ist Mitglied der Gruppe 54, die heute noch in Form einer Galerie weiterlebt und von Schülern der Kunsthochschule Valand gegründet wurde. Die Mitglieder der Gruppe malten alle abstrakt und surrealistisch, was man, in Form einer Skulptur, auch bei Bertil Malmstedts Vogelberg, dem Fågelberget, feststellen kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 5. April 2010

Älg, Elch, von Ragnhild Alexandersson in Annas Gård in Högsbohöjd, Göteborg


Wer den Älg, also den Elch in Annas Gård im Stadtteil Högsbo von Göteborg betrachtet, der unter den Bäumen der Grünanlage ruht, wird unmittelbar an ein anderes Werk in Göteborg denken, an Långa benet före, das die gleiche Künstlerin wenige Jahr nach ihrem Älg, der im Auftrag der Baugesellschaft AB Poseidon 1996 nach Högsbo kam, in Kyrkbyn realisierte.

Der über 2 Meter hohe Elch aus Bronze in Annas Gård verfügt nur über die notwendigsten Elemente, die einen Elch charakterisieren. Wie alle Werke der Künstlerin stimmen dennoch die Proportionen nicht, sondern lassen einen eigennwilligen Elch aus einem Märchenland auftauchen, der majestätisch seinen Blick über die spielenden Kinder wirft, mehr als sei er ein Wächter als ein Waldtier aus dem hohen Norden.

Ragnhild Alexandersson wurde 1947 in Stockholm geboren und hat dort am Konstfack und der Konsthögskolan Kunst studiert. Die öffentlichen Werke der schwedischen Künstlerin findet man heute in ganz Schweden, aber auch im Modernen Museum in Stockholm. Ragnhild Alexandersson hat ihre eigene Formsprache in ihren Skulpturen entwickelt, die sehr deutlich zu erkennen sind. In Annas Gård realisierte die Künstlerin jedoch nicht nur ihren Elch, sondern 14 weitere kleinere Skulpturen, die sich jeweils an den Eingängen zu den einzelnen Häusern befinden.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 4. April 2010

Tegelrelief, Ziegelrelief, von Olle Zetterqvist in Kaverös, Göteborg


Als in den 60er Jahren die Wohnbauten an der Tunnlandsgatan in Kaverös, Stadtteil Högsbo in Göteborg, erbaut wurden, sollten zahlreiche Gebäude eine künstlerische Ausschmücken an der Eingangsfront erhalten. So erhielt der Wahl-Göteborger Künstler Olle Zetterqvist den Auftrag an der Tunnlandsgatant 7 ein Kunstwerk zu realisieren, das sowahl an die Umgebung als auch das Gebäude angepasst sei.

Der Künstler wählte hier die abstrakte Abbildung eines vogelartigen Gebildes, das im Gegenlicht vor der Sonne vorbeifliegt. Als Arbeitsmaterial benutzte er ausschließlich unterschiedlich gefärbte Ziegel, die er dann zu einem Tegelrelief, einem Ziegelrelief, zusammensetzte. Sowohl Arbeitsmaterial als auch Motiv passen sich hier vollkommen der Architektur des Gebäudes an und vereinen daher Baukunst und Architektur auf gekonnte Weise.

Der in Göteborg lebende und im Värmland geborene Künstler Olle Zetterqvist (86) hat relativ wenige öffentliche Werke erstellt, sondern widmete sich mehr der Grafik und der Malerei. Wie sein Bruder Jörgen Zetterqvist, studierte auch Olle an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Über Olle Zetterqvist, der mittlerweile aus Altersgründung kaum noch aktiv ist, ist sehr wenig bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 3. April 2010

Ur Väggen von Yvonne T. Larsson im Göteborger Stadtteil Högsbo


Auf dem Axel Dahlströms Torg in Högsbo, nur wenige Meter von den Marmorintarsien entfernt, steht eine Aluminium-Stahl-Skulptur, die fünf Meter in die Höhe reicht und ebenso abstrakt ist wie das Kunstwerk von Endre Nemes. Die Künstlerin nannte das Werk Ur Väggen, aus der Mauer, was jedoch nicht bedeutet, dass die Kunst aus einer Mauer wächst.

Das Werk der schwedischen Künstlerin, das im Jahre 2009 vom Göteborger Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurde, muss in Beziehung zu den Marmorintarsien gesehen werden, denn Ur Väggen bedeutet, dass Yvonne T. Larsson sich davon inspirieren ließ, von der Mauer, und ein Element des bekannten Werkes neu interpretierte und mit anderem Material darstellen wollte, was sich auch am Kontrast der Farben der Materialien, die sie benutzte, ausdrückt. Um dem Werk näher zu kommen müssen daher, von der Mitte des Platzes aus, beide Werke gleichzeitig betrachtet werden.

Über Yvonne T. Larsson, die auf Tjörn lebt und arbeitet, weiß man relativ wenig. Ursprünglich wurde sie für ihre Gemälde bekannt. Heute arbeitet Yvonne T. Larsson häufig mit Gips und komponiert ihre Werke mit Material, das sie in der Natur findet, organische Skulpturen. Ihre Themen holt sie ebenfalls häufig aus der Natur, wobei zahlreiche Werke Yvonne T. Larssons helle Figuren auf dunklen Platten darstellen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 2. April 2010

Kummel, Seezeichen, von Kent Karlsson am Frederikas Gård in Göteborg


Am Rande von Frederikas Gård im Stadtteil Högsbohöjd (Högsbo) in Göteborg findet man eine Skulptur, die fünf aufeinander liegenden Granitreifen gleicht, wobei sich roter und schwarzer Granit abwechseln. Der Göteborger Künstler nannte das Werk Kummel, also Seezeichen.

Ein Kummel ist im Grunde ein Steinhaufen, der aus weiß bemalten Steinen besteht und an einer Bucht steht, die den Schiffen signalisiert, dass hier die Wassertiefe ausreichend ist um anzulegen. Die Kummel gehören zu den ältesten Seezeichen Skandinaviens und existierten schon lange bevor den Wikingern. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden zwar alte Kummel noch aufrecht erhalten, jedoch keinerlei neue errichtet und haben ihre Bedeutung mehr und mehr verloren. Die Besonderheit des Kummels am Frederikas Gård ist die Tatsache, dass eine Granitgeige auf dem Seezeichen liegt, die bei jedem Regen unter Wasser leigt.

Der Göteborger Künstler Kent Karlsson hat mit seinem Seezeichen Kummel eines seiner typischen Werke der 90er Jahre geschaffen, bei denen er Lebensweisen, Geschichte und Erinnerung oft verknüpft, um den Betrachtern seiner Werke einen Denkanstoß zu geben. Wenn man seine Werke Tempel für Zweifel und Hoffnung und Dunkelheit, der Morgen kommt in Göteborg betrachtet, so kann man seine Entwicklung deutlich verfolgen.

Kent Karlsson wurde 1945 in Göteborg geboren und studierte an der Konstindustriskolan und der Kunsthochschule Valand in Göteborg, sowie ein weiteres Jahr an der Kungliga Konsthögskolan in Stockholm. Von 1991 bis 1997 war er Lehrer für Malerei bei Valand, wobei er ein Jahr davon eine Gastprofessur in Japan einnahm. Kent Karlsson begann seine künstlerische Laufbahn als Maler, wobei er sich später dann vor allem der Monumentalskulptur zuwandte, die ihm zahlreiche öffentliche Aufträge einbrachte. Seine Werke findet man heute in mehreren schwedischen Museen Justifierund an zahlreichen öffentlichen Plätzen Schwedens.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 31. März 2010

Hästhuvud von Ida Isaksson Sillén an Amandas Gård in Högsbohöjd, Göteborg


Am Rande des Amandas Gård in Högsbohöjd, das zum Göteborger Stadtteil Högsbo gehört, wird man von einem Hästhuvud, einem Pferdekopf begrüßt, der daran erinnert, dass dort, wo jetzt die Wohnblocks stehen, früher Landwirtschaft betrieben wurde. Noch in den 30er Jahren pflanzte man hier Kartoffeln und das Getreide wehte im Wind.

Der Hästhuvud setzt sich aus mehreren Materialien zusammen und nur der Hauptteil des Pferdekopfes besteht aus Bronze. Der angedeutete Hals des Pferdes setzt sich aus mehreren dunklen Steinarten zusammen, was man jedoch nur entdeckt, wenn man sich der Skulptur nähert. Auch wenn der Hästhuvud heute im Kontrast zu seiner Umgebung steht, so muss man bedenken, dass auch die bedeutende Wohnsiedlung, die hier beginnt als Gård, also Landgut bezeichnet wird.

Die Künstlerin Ida Isaksson Sillén, die in Göteborg auch das Werk Accelleration im Vasapark realisierte studierte von 1955 bis 1961 an der heutigen Hochschule für Design und Kunsthandwerk (HDK) in Göteborg. Ida Isaksson Sillén, die zahlreiche öffentliche Werke in Schweden schuf und auch als Malerin aktiv ist, lebt und arbeitet in Stallarholmen, im Södermanland. Das Werk Hästhuvud von Ida Isaksson Sillén in Högsbo wurde von der Baugesellschaft Poseidon beauftragt und finanziert.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 30. März 2010

Mosaikportfölj om flyg von Poul Torjusen in Högsbo, Göteborg


Am Eingang des Hauses Nummer 5 an der Tunnlandsgatan im Göteborger Stadtteil Högsbo (Kaverös) findet man eine Serie von Mosaiks in Beton, die der Künstler Mosaikportfölj om flyg, Portfolio ums Fliegen, genannt hat.

Elf verschiedene Mosaiktafeln haben das Thema Fliegen als Ausgangspunkt. Da der Künstler abstrakt arbeitete, ist es nicht immer einfach festzustellen, was ein Bild darstellt, denn er mischt Vögel, Vogelspuren, Flugzeuge und Raketen, die man bisweilen nur bei intensiverem, längeren Betrachten entdecken kann. Poul Torjusen lässt bei seinem Werk Träume und Natur leben, die jeder, der das Haus betritt mit in seine vier Wände nimmt. Das Kunstwerk ist eines der Beispiele, wo Kunst und Architektur Hand in Hand gehen und selbst die Gedankenwelt der Bewohner des Hauses prägen.

Poul Torjusen, über den leider sehr wenig bekannt ist, schuf das Mosaikportfölj om flyg im Jahre 1965 als die Häuser an der Tunnlandsgatan gebaut wurden. Torjusen hatte eine Ausstellung in der Kunsthalle in Göteborg und realisierte in den 60er Jahren mehrere öffentliche Werke in Göteborg, unter anderem die Spielskulptur Myran och ägget an der Lantmilsgatan.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 29. März 2010

Marmorintarsia von Endre Nemes am Axel Dahlströms torg in Göteborg


Am Axel Dahlströms torg im Göteborger Stadtteil Högsbo findet man das größte und wertvollste Mosaik der Stadt. Der Künstler schuf aus Marmorsteinchen ein expressionistisches Gemälde von über neun mal acht Metern, das im Jahre 1955 gemeinsam von den Familjebostäder Göteborg und dem Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurde.

Um dieses überdimensionale Gemälde am Högsboer Medborgarhuset zu schaffen, das aus 60 verschiedenen Marmorarten aus der ganzen Welt besteht, benötigte der Künstler rund 7500 Stunden, wobei er die Marmorteile nicht selbst zusägte, sondern damit die Steinbildhauerei Hermansson beauftragte.

Endre Nemes (1909 - 1985) wurde in Ungarn geboren und lebte später in mehreren Ländern, bevor er sich dann in den 40er Jahren in Schweden ansiedelte. Von 1947 bis 1955 war Endre Nemes Vorstand der Kunsthochschule Valand in Göteborg, was die Ausbildungsrichtung jener Zeit erheblich prägte. Nemes war auch einer der ersten Künstler, die in Schweden Emaille für öffentliche Kunstwerke benutzte. Endre Nemes ist mehr für seine Gemälde, die sich in allen bedeutenden Museen Schwedens befinden, bekannt als für seine öffentlichen Werke.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 17. Januar 2010

Maj von Emil Näsvall in Högsbo in Göteborg


Maj ist ist im Schwedischen der Name des fünften Monats, war aber vor 50 Jahren auch ein üblicher Frauenname und eine Abwandlung des Namens Maria. Der Name der Skulptur Maj in Högsbo aus dem Jahre 1949 hat daher mehrere Bedeutungen, denn zum einen spielt sie auf den Monat Mai an, der den Sommer ankündigt, die Zeit auf die jeder in Schweden wartet, aber zum anderen spielt der Frauenname Maj auch auf den Übergang vom Mädchen zur Frau an.

An der Kreuzung Högsbogatan und Delfingatan in Göteborg schuf Emil Näsvall eine seiner weniger bekannten, frühen Bronzemädchen Maj. Ein junges Mädchen steht erwartungsvoll an der Kreuzung, der Wind bläst durch ihr Haar, während sie ihren Blick erwartungsvoll nach oben richtet. Niemand weiß, ob sie auf etwas wartet oder den Lauten der Natur lauscht. Der Sommer und die Sonne werden durch ihr leichtes Sommerkleid und die sommerlichen Schuhe ausgedrückt.

Emil Näsvall (1908 - 1965) gilt als der Nationalskulpteur des Härjedalen, wo er im größten Museum auch einen eigenen Raum erhielt. Emil Näsvall ging bei mehreren Skulpteuren in die Lehre, bevor er seine Kenntnisse in Skulptur am Konstfack in Stockholm vollendete. Der schwedische Künstler holte seine Ideen aus seiner Umgebung und hatte die Neigung das Bodenständige und Unschuldige auszudrücken, wobei er jedoch auch die Büsten einiger der bedeutendsten schwedischen Persönlichkeiten ausführte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 16. Januar 2010

Panter på trädstam von Einar Luterkort in Högsbo, Göteborg


Auf einem Spielplatz der Späckhuggaregatan in Högsbo, einem Stadtteil Göteborgs findet man seit 1949 einen Bronzepanther auf einem Baumstamm, den Panter på Trädstam. Unzählige Kinder benutzen das Tier zum Klettern, was in gewisser Weise auch das Ziel war als die Baugesellschaft bostadsbolaget den umliegenden Häusern den Panter spendierte.

Kunst, Kind und Architektur spielen in Göteborg eine große Rolle, wobei vor allem in Högsbo zahlreiche Kunstwerke vor allem für die Bewohner aufgestellt wurden, da sich kaum ein Tourist in diese Gegend verirrt. Der Panter på Trädstam ist hier keine Ausnahme, da er von der Straße aus nicht zu sehen ist und das sehr realistisch gestaltete Raubtier der Umgebung sehr gut angepasst ist und gleichzeitig einen erzieherischen Zweck hat.

Einar Luterkort (1905 - 1981), der den Panter på Trädstam schuf, wurde in Stockholm geboren und besuchte die dortige Konsthögskolan, bevor er seine Studien an der Ecole des Beaux-Arts in Paris, der Accademia di Belle Arti in Rom und der Akademie der Künste in München fortsetzte. Auch wenn Einar Luterkort in Göteborg wenig bekannt wurde, so finden sich seine öffentlichen Werke jedoch in ganz Schweden.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 3. Januar 2010

Väntan, das Warten, von Britt Ignell in Högsbo in Göteborg


Als die Stadt Göteborg im Jahre 2001 nach einem Kunstwerk suchte, das an der Straßenbahnhaltestelle Lantmilsgatan stehen sollte, erhielt die Göteborger Künstlerin Britt Ignell den Auftrag für das Werk Väntan, das Warten. Väntan ist eine Frau aus Bronze, die auf ihrer Bank aus Granit wartet, der Lage nach zu urteilen auf die nächste Straßenbahn.

Wie bei vielen ihrer Werken hat Britt Ignell hier nicht versucht ihr Werk zu verschlüsseln, sondern bietet mit der Bronzeskulptur eine klare Aussage, die jeder verstehen kann und damit eine Situation aus der gelebten Welt darstellt. Die einzige Frage, die sich bei Väntan stellen kann ist nur, wie lange die Wartende auf ihrem Granitsockel warten muss.

Britt Ignell wurde 1957 in Göteborg geboren und besuchte unter anderem die Kunsthochschule Valand der Stadt. Die Künstlerin, die heute im Bohuslän wohnt und arbeitet schafft sein 30 Jahren Skulpturen unterschiedlichster Art mit unterschiedlichem Material und ist in zahlreichen Museen des Landes vertreten. Die meisten ihrer öffentlichen Werke findet man jedoch im Västra Götaland.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin