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Freitag, 19. Februar 2010

Sjöhästar, Seepferde, von Jill Lindström am Sannegårdshamnen in Göteborg


Die künstlerische Erzählung aus den sieben Weltmeeren von Jill Lindström am Sannegårdshamnen in Göteborg besteht aus vier Skulpturen, die jeweils oberhalb eines Bootsstegs angebracht sind. Eine dieser Skulptur nennt sich Sjöhästar, Seepferde.

Seepferde waren seit der Antike mystische Figuren für die Seefahrt. Sie zogen Schiffe durch die Meere und transportierten Zedernholz aus dem Libanon. Kein Wunder daher, dass Sjöhästar auch sehr häufig als Glücksbringer betrachtet wurden und daher als Galionsfiguren die großen Segler vor den Gefahren der Meere schützten, denn welches Unwesen würde ein Schiff angreifen, das von einem Tier beschützt wird, das ebenfalls aus dem Ozean kommt.

Jill Lindström, die die Skulptur Sjöhästar im Jahre 2003 am Sannegården aufstellte, hat mit ihrem vierteiligen Werk einen bedeutenden Beitrag zur Seefahrtgeschichte Göteborgs beigetragen. Die Göteborger Künstlerin, die die Hochschule für Design und Handwerk, sowie die Kunsthochschule Valand besuchte, lässt ihre Skulpturen am Sannegården für sich sprechen und selbst die Symbole geben nur einen Hinweis, denn jedes ihrer Kunstwerke kann mehrere Geschichten erzählen, die alle eng mit der Seefahrt verbunden sind.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 13. Februar 2010

Galionsfigur von Jill Lindström am Sannegårdshamnen in Göteborg


Im Auftrag der Göteborger Baufirmen Riksbyggen, Familjebostäder und HSB hat Jill Lindström am Sannegårdshamnen des Norra Älvstranden vier Skulpturen zum Thema "Erzählungen der sieben Meere" aus Bronze, Zement und Fliesenteilen erstellt. Eines dieser Kunstwerke nannte die Göteborger Künstlerin Galionsfigur.

Sie hat hierzu aus Zement den Bug eines Schiffes gestaltet, der von Fliesenteilen ummantelt ist, die an die letzte Fracht der Ostindiefararen Götheborg erinnern, die an der Einfahrt zum Göta Älv unterging. Bei der Galionsfigur handelt es sich um eine der typischsten Figuren, nämlich eine Seejungfrau, die oft mit Venus gleichgestellt wird. In der Regel hatten nur Segelboote eine Galionsfigur, die als der Schutzpatron eines Schiffes angesehen wurde. Allein eine Beschädigung der Figur war schon ein böses Omen und beschwor ein Unglück bei der nächsten Reise.

Die Göteborger Künstlerin Jill Lindström studierte sowohl an der Hovedskous mälarskolan als auch an der Kunsthochschule Valand bevor sie ein Jahr lang Skulptur im ehemaligen Jugoslawien studierte. Jill Lindström erhielt für ihre Arbeiten zahlreiche Preise und Stipendien, wobei sie sich künstlerisch auch in Grafiken oder Videorealisationen ausdrückt. Die Künstlerin übernimmt auch oft und gerne pädagogische Aufträge im Kunstbereich.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. Januar 2010

Skeppskatt, Schiffskatze, von Jill Lindström am Sannegårdshamn in Göteborg


Jill Lindström schuf am Sannegårdshamn am Norra Älvstranden (Nördlichen Alvstrand) in Göteborg vier Skulpturen zum Thema ”Från de sju haven”. Eine der Skulpturen aus Bronze, Beton und Fliesen nennt sich Skeppskatt, Schiffskatze, und stellt eine schwarze Katze dar, die gerade dabei ist aus ihrem Haus zu kommen. Wie schon der Sälgubbe läd auch diese Skulptur zu einer Reise in die vergangene Seefahrt ein.

Auf den früheren Segelfahrzeugen fand man immer Mäuse und Ratten, die Lebensmittel fraßen oder sie verdarben und damit die Seeleute manchmal in große Bedrängnis brachten. Dies war auch der Grund, warum man immer eine Katze mit auf die Reise nahm, die den Nagern das Garaus machen sollte. Aber es konnte nicht irgendeine Katze sein, denn für Seeleute galt nur eine schwarze Katze als Glücksbringer. Allerdings musste die schwarze Katze, die Skeppskatten, an Bord sein, denn kreuzte ein Seemann eine schwarze Katze während er zum Schiff ging, so bedeutete dies ein Unglück. Und wer die schwarze Skeppskatten während der Fahrt über Bord warf verursachte damit unmittelbar einen Orkan, der das Schiff zum Untergang brachte.

Jill Lindström studierte an der früheren Hovedskous målarskola in Göteborg zuerst Skulptur und anschließend Grafik. Nach ihrem Studium ging sie für ein Jahr nach Belgrad um ihre Ausbildung zu perfektionieren. Die Göteborger Künstlerin Jill Lindström besuchte auch Kurse für Holzskulptur, Bronze gießen, Schweißen, sowie Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik. Ihre Werke finden sich in mehreren schwedischen Museen und zahlreichen öffentlichen Plätzen des Landes. Jill Lindström erhielt für ihre Arbeiten mehrere Stipendien, unter anderem das Kulturstipendium der Stadt Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 17. November 2009

Sälgubbe von Jill Lindström am Sannegårdshamnen in Göteborg


Wer entlang des Sannegårdshamnen in Göteborg bummelt, findet am Kai vier Skulpturen der gleichen Künstlerin, die unter dem Gesamtthema de sju haven bekannt sind und bei der jede Skulptur eine eigene Geschichte erzählt, jedoch keine vorgegebene Erzählung, sondern jene, die der Betrachter selbst empfindet, wenn er das Werk betrachtet.

Die erste der vier Skulpturen aus Bronze, Beton und Kakelteilen nennt sich Sälgubbe und stellt einen sitzenden Seehund mit dem Kopf eines älteren Mannes dar. Die Interpretation dieser Figur kann vielschichtig sein, denn es kann sich um eine Sagenfigur handeln, eine Galionsfigur darstellen oder eine Anspielung auf die ertrunkenen Seeleute sein. Die Künstlerin Jill Lindström will hier der Phantasie des Betrachters keine Grenzen setzen und hat bewusst auf eine Deutung verzichtet.

Während die Vorderseite des Sockels auf dem der Sälgubbe sitzt ein einfaches Mosaik darstellt, findet man unter seinem Rücken die Darstellung eines Ostindienseglers, der an die Götheborg erinnert, die in Eriksberg vor Anker liegt. Der Segler auf dem Sockel liegt jedoch in voller Fahrt im Wind.

Sälgubbe von Jill Lindström wurde im Jahre 2004 enthüllt und von den drei Unternehmen Riksbyggen, Familjebostäder und HSB finanziert. Jill Lindstöm hat sich nach mehreren Ausbildungen der Kunst zugewandt, wobei sie zuerst ein Jahr lang Skulptur im ehemaligen Jugoslawien erlernte und anschließend mehrere Jahre in der Kunsthochschule Valand in Göteborg ihre Fähigkeiten perfektionierte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin