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Freitag, 22. Januar 2010

Porten mot havet von Claes Hake am Läppstiftet in Göteborg


Zwischen dem Läppstiftet bei Lilla Bommen und dem Göta Älv steht eine symbolische Tür aus Granit, die der Künstler Porten mot havet, die Tür zum Meer, genannt hat. Die Form dieser Granitskulptur gleicht auch einer Tür, die, wenn man durch die Fenster des Gebäudes Richtung Göta Älv blickt, mit der Strömung des Flusses zum Meer führt.

Dieser Eindruck wird noch durch die Form der polierten Öffnung im Granit der Porten mot havet verstärkt und, je nach Sonneneinstrahlung, glänzt der polierte Teil des Granits fast blau wie das Meer. Auch die Tatsache, dass die Skulptur von Wasser umgeben ist, lässt den Betrachter durch eine Tür zum Meer gehen, die den Übergang von einem Hochhaus über seichtes Wasser zu einem Strom und schließlich dem Meer bildet.

Claes Hake wurde 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren und studierte auf der Kunsthochschule Valand in Göteborg Malerei. Im Laufe der Zeit widmete er sich dann mehr und mehr der Skulptur. Anfangs arbeitete er mit Kunststoff, bis ihn gesundheitliche Probleme zwangen mit Granit zu arbeiten. Claes Hake realisierte die Porten mot Havet im Jahre 1991, zwei Jahre nachdem der Läppstiftet fertig gestellt war.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Musikaliska Fragment von Martti Aiha am Haupteingang der Göteborg Oper


Am Haupteingang der Göteborger Oper am Lilla Bommen sieht man eine blaue Wand, die aus zahlreichen Puzzlesteinen zusammengesetzt scheint und der der Künstler den Namen Musikaliska Fragment (Musikalisches Fragment) gegeben habt. Wer diese einzelnen Puzzlesteine etwas genauer ansieht taucht in eine Welt der kalligraphischen Symbolik ein, die nur sehr schwer zu deuten ist.

Das Werk Musikaliska Fragment ist eine der typischsten Arbeiten die der Künstler Martti Aiha in den 90er Jahren schuf. Das kalligraphische Spiel aus dem Jahre 1994 ist in der Sprache des Künstlers geschrieben, in einer seiner Farben und mit den unzähligen Kreisen und geometrischen Formen, die, bei genauerer Betrachtung, zahlreiche Fabelwesen des Meeres darstellen und eine Symphonie des Wassers spielen.

Martti Aiha wurde 1952 in Pihtipudas in Finnland geboren und kam mit 12 Jahren nach Schweden. Der Künstler begann seine Ausbildung in der Läroanstalten för Konstindustrie und setzte sie dann vier Jahre lang in Finlands Konstakademi fort. Martti Aiha erhielt im skandinavischen Raum mehrere bedeutende Preise und seine Werke, die alle ohne jede politische Botschaft sind, kann man in zahlreichen Museen bewundert. Der Künstler arbeitet mit den verschiedensten Materialien, wobei seine Schaffensweise in drei Epochen eingeteilt werden kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 30. Juli 2009

Snäckan, die Muschel, von Lenny Clarhäll an der Oper in Göteborg


Die Göteborger Oper verfügt über drei Skulpturen des schwedischen Künstlers Lenny Clarhäll. Die Skulptur, die vermutlich am meisten auffällt befindet sich zwischen dem Operngebäude und dem Freizeitboothafen Lilla Bommen. Sowohl die Farbe des Kunstwerkes als auch seine Form laden den Betrachter zum Nachdenken ein.

Lenny Clarhäll hat diese Skulptur Snäckan, die Muschel, genannt. Bei genauem Betrachten sieht man schließlich die Ähnlichkeit der 8 Meter langen und 5 Meter hohen Skulptur mit einer pärlbåtssnäcka, eines Perlbootes oder Schiffbootes, die an den Steilhängen der pazifischen Korallenriffe vorkommen.

Lenny Clarhäll hat für diese Skulptur auf Schiffsmetal zurückgegriffen, das der Snäckan ihre typische Farbe verleiht. Clarhäll gehört zu den Gegenwartskünstlern, die mit Holz, Aluminium, Bronze und vor allem auch mit oxydierenden Materialien arbeiten um Kunstwerken eine gewisses Eigenleben zu vermitteln. Die Snäckan hat Clarhäll 1994 realisiert, im selben Jahr, in dem die Göteborger Oper eingeweiht wurde.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 20. Juli 2009

Venus hemlighet oder das Geheimnis der Venus von Lenny Clarhäll in Göteborg


Die Göteborger Oper am Lilla Bommen ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sie bekam auch gleichzeitig mehrere künstlerische Werke mit auf den Weg, die die Verbindung von Schaffenskraft und der Geschichte Göteborgs ermöglichen.

Drei der fünf künstlerischen Arbeiten, die eine Einheit mit der Oper bilden wurden vom schwedischen Skulpteur Lenny Clarhäll geschaffen, der bekannt dafür ist Realität und Kraft mit volkstümlichem Ton verbinden zu können und die Kunst auch jenen nahe bringt, die sich wenig um Kunst kümmern.

Am Eingang der Oper entdeckt man Lenny Clarhälls Werk "Venus hemlighet", das Geheimnis der Venus. Venus kann hier als Ergänzung und Gegenpol zu Poseidon am Götaplats gesehen werden, denn Venus entsteigt der Gischt des Meeres, sie ist die Stammmutter des römischen Volkes, aber auch die Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit.

Niemand kennt das Geheimnis der Venus und die Form, die ihr Lenny Clarheäll gab kann sowohl ein Segel ausdrücken mit dem Venus durch die Welt der Oper segelt als auch ein Requisit, das für die nächste Aufführung nötig ist.

Copyright: Herbert Kårlin