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Donnerstag, 1. April 2010

Friskulptur von Per Thorlin am Gathenhielmska Kulturreservat in Göteborg


Wenn man von der Bangatan über eine Parkanlage zum Gathenhielmska Kulturreservat in Göteborg geht, so findet man am Pfeiler, der den Eingang zum Park markiert eine Freiskulptur (Friskulptur), die eine Gruppe von Bronzefiguren darstellt, die den Pfeiler symbolisch erklettern wollen.

Die Skulpturengruppe Kletterer aus dem Jahre 1967 besteht aus insgesamt zwölf Figuren, die durch eine koordinierte Zusammenarbeit den Ziegelpfeiler erklettern. Jede einzelne Figur der Gruppe ist ein Kunstwerk an sich, wobei die Gruppe als Ganzes symbolisch zeigen will, dass nur eine gemeinsame Anstrengung und eine gemeinsame Arbeit auch vorwärts, in diesem Fall nach oben, führt.

Per Thorlin wurde 1923 in Oslo geboren und studierte zwischen 1945 und 1952 an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Der Künstler ließ sich anschließend in Göteborg nieder Auch wenn Per Thorlin vor allem für seine abstrakten Gemälde des Bohuslän bekannt wurde, so schuf er dennoch sehr beeindruckende öffentliche Kunstwerke in verschiedenen Materialien. In Göteborg findet man von Thorlin, unter anderen Werken, auch die Vindarna (Winde) im Pilegården.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 9. Februar 2010

Kambrium von Leo Pettersson bei Röda Sten in Göteborg


Direkt am Göta Älv, nur wenige Schritte entfernt vom Kulturzentrum Röda Sten in Göteborg, ragt eine überdimensionale Granitskulptur leicht über das Wasser des Flusses. Diese Granitskulptur, die sich ringweise zu verjüngen scheint, wurde 1995 hier geschaffen und erinnert an die lange Entwicklung der Erdgeschichte.

Die Skulptur nennt sich Kambrium und erinnert damit an den Moment als sich die ersten Tiere mit einem Rückrat entwickelten um später aus dem Wasser an Land zu kommen. Kambrium am Röda Sten verbindet die beiden Elemente und schafft gleichzeitig eine Verbindung zur geologischen Erdgeschichte, da ein Teil der Felsen um Göteborg bis zurück ins Kambrium reichen. Die Struktur der Skulptur erinnert ebenfalls an ein knochiges, schwimmendes Tier, das eben erst für kurze Zeit an Land geklettert ist.

Leo Pettersson, geboren 1953 in Partille, besuchte die Kunsthochschule Valand in Göteborg und wohnt heute in Henån auf Orust und in London. Er machte sich vor allem mit seinen überdimensionalen Steinskulpturen einen Namen, die sich in der Natur in ihre Umgebung integrieren. In jüngerer Zeit arbeitet er auch als Maler und gibt seinen kleiner werdenden Skulpturen einen mehr poetischen Ausdruck.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 9. Januar 2010

Statisk flykt von Rolf Denman an der Lantmilsgatan in Göteborg


Auch wenn die Lantmilsgatan in Göteborg eine Sackgasse mit nur einigen Häuserblocks ist, so findet man auf einigen hundert Metern jedoch mehrere Kunstwerke. Eines dieser Werke ist die abstrakte Skulptur Statisk flykt von Rolf Denman, die eine der Rasenflächen dominiert.

Das Wasserspiel Statiskt flykt (Statische Flucht) gehört zu den abstrakten Werken des schwedischen Künstlers und wurde 1967 an der Lantmilsgatan aufgestellt um Kunst und Architektur in einen gemeinsamen Rahmen zu setzen. Die 3,50 Meter hohe Kupferskulptur wirkt auf der Wiese fast wie ein verlassenes Raumschiff, das aus zahlreichen Hochsegeln besteht und lässt jede Art von Deutung zu.

Rolf Denman, geboren 1923 in Munkedal, besuchte sowohl die Slöjdförenigens skola als auch die Kunsthochschule Valand in Göteborg. Er verzeichnet etwa 25 Einzelausstellungen, zahlreiche Sammelausstellungen und schuf in Schweden etwa 50 öffentliche Kunstwerke. Rolf Denman erhielt 1996 das Kulturstipendium der Stadt Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Universum von Arne Jones am Frölunda Torg in Göteborg


Im Jahre 1969, ein Jahr nach dem Bau des Frölunda Torg, erhielt der Platz die Skulptur Universum. Die Skulptur sollte auf die moderne Zukunft der Raumfahrt und die Entdeckung ferner Planeten anspielen, was der Künstler Arne Jones in hervorragender Weise löste.

Arne Jones schuf ein sechs Meter hohes Gebilde mit neun ovalen Kupferringen, die die ständige Bewegung der Planeten symbolisieren. Wie so viele andere öffentliche Kunstwerke hat jedoch auch dieses Kunstwerk einige Veränderungen erfahren. Als bei der Erweiterung und dem Umbau des Frölunda Torg die Skulptur Universum abmontiert wurde, entdeckte man, dass die beiden Innenringe und ein halber weiterer Ring gestohlen war und auch die Form eine Veränderung erfahren hatte.

Vor der Neueinweihung am 23. Oktober 2009 wurde daher das Kunstwerk Universum restauriert, was jedoch nicht mehr mit dem Originalmaterial erfolgte. Heute haben daher die inneren Ringe eine etwas andere Farbe und nicht den gleichen Glanz als die äußeren Ringe. In der Hoffnung neue Diebstähle zu verhindern, wurde Universum nun auch oberflächenbehandelt.

Arne Jones (1914 - 1976) studierte an der Kunsthochschule Stockholm, wo er später auch zehn Jahre lang Unterricht gab. Seine Kunstwerke gelten alle als abstrakt, die jedoch auf eine architektonische Form aufbauen. Arne Jones hat nicht nur zahlreiche öffentlichen Werke in Schweden geschaffen und eine eigene Theorie zur Öffentlichen Kunst vertreten, sondern fertigte auch Terrakottabüsten zahlreicher schwedischer Autoren an. 1968 vertrat Arne Jones Schweden bei der Kunstbiennale in Venedig.

Copyright Text: Herbert Kårlin - Foto: Irene Kårlin

Dienstag, 29. Dezember 2009

Arc von Claes Hake in Klippan, Göteborg


Am Ancarsmedian in Klippan kann man eine Skulpturengruppe entdecken, die im Jahre 1995 dort platziert wurde und eines der typischsten Werke des Göteborger Künstlers Claes Hake ist. Der Künstler nannte die Gruppe Arc, Bogen, und benutzt hier, wie an anderen Stellen der Welt, Granit um eine Wellenbewegung auszudrücken.

Wellen in Granit haben Claes Hake über mehrere Jahre hinweg fasziniert, ohne dass er die Bewegungen bestimmten Wellen zuordnete. Es können sich um Hügel oder Schneewehen handeln wie auch über die Wogen des Meeres. Hake sieht bei seinen Werken keine Botschaft, sondern mehr eine Poesie und die Eingliederung des Werkes in seine Umgebung.

Das Werk Arc wurde 1994 mit 250.000 Kronen vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond unterstützt, wobei das Kunstwerk jedoch leider häufig beschmiert wird und im Sommer eine starke Anziehungskraft auf Obdachlose ausübt.

Malereien von Claes Hake, ein Absolvent der Kunsthochschule Valand in Göteborg, und seine öffentlichen Werke findet man heute in mehreren Ländern der Welt, aber auch Museen haben, vor allem Malereien, des Künstlers erworben. Die Steinskulpturen Claes Hakes sind meist in Granit aus dem Bohuslän geschlagen und wirken oft grob. Der Künstler will damit vor allem die Natürlichkeit des Steines ausdrücken.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 3. November 2009

Seglats von Elma Oijens an der Rosenlundsgatan in Göteborg


Die Bronzeskulptur Seglats, was soviel bedeutet wie auf einer Segeltour zu sein als auch von einer längeren Tour zurückzukommen, ist in ihrer Art einzigartig in Göteborg und kann sehr vielschichtig gedeutet werden. Etwas irritierend ist dabei das junge Pärchen auf dem Boot, das mehr einer Gondola gleicht als einem Segelboot. Das Paar scheint für ein unsichtbares Publikum eine Tanzvorstellung zu bieten, was auf einem schwankenden Boot doch sehr ungewöhnlich ist.

Der Ort der Skulptur Seglats ist jedoch gut gewählt, denn nach im letzten Jahrhunderten legten am Kai des Rosenlundskanalen zahlreiche Fischerboote an, die am Platz vor der Feskekôrkan ihren Fang zum Verkauf angeboten. Das Boot mit dem etwas irreführenden Namen Seglats könnte natürlich auch noch auf die jährlichen Ruderregatta auf dem Kanal anspielen, die jedoch im Jahre 1972 noch nicht statt fanden, oder an die wenigen noch verbliebenen Freizeitboote, die hier vor Anker liegen. Segelboote kommen mit Mast leider nicht mehr unter den Brücken hindurch. Vielleicht soll aber die Skulptur auch nur an die Geschichte der Ostindiefarararen erinnern, die einst Reichtum und Wohlstand nach Göteborg brachten.

Elma Oijens, die die Skulptur Seglats im Jahre 1972 geschaffen hat realisierte mehrere Skulpturen die Segelboote zum Thema hatten, wobei sie in der Regel immer eine Bewegung in den entsprechenden Skulpturen ausdrückte. Die in der Kunsthochschule Valand in Göteborg ausgebildete Künstlerin Elma Oijens (1907 - 1992) hat in Göteborg mehrere öffentliche Skulpturen hinterlassen, darunter auch die Arbetarhustru am Kapellplatsen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 1. November 2009

De fyra vindarna von Eric Grate am Gustav Adolf Torg in Göteborg


Die Fassaden der Gebäude am Gustav Adolf Torg werden alle von künstlerischen Werken aufgewertet, so auch der Anbau des Rathauses (noch Tingstätten). Die vier nebeneinander liegenden Reliefe zeigen die vier dominanten klassischen Winde, de fyra vindarna.

Eric Grate verewigte auf der Fassade im Jahre 1940 die vier klassischen Winde mit ihren antiken Göttern Notos, Euros, Boreas und Zephyros. Er hat bei seiner Darstellung von Malereien alter griechischer Vasen inspirieren lassen, die er dann in surrealistischer Form wiedergab. Der Künstler, der auch die Bergslagsurnan in Göteborg realisierte hat in seiner typischen Arbeit griechische Mythologie mit Gegenwartskunst vereint und seinem Werk dadurch eine Art Unsterblichkeit verliehen.

Eric Grate (1896 - 1983) war Skulpteur, Maler, Grafiker und Zeichner in einem, der an der Kunsthochschule in Stockholm seine Ausbildung machte bevor er nach Frankreich ging, wo er sich intensiv mit der klassischen Skulptur beschäftigte. Erik Grate hinterließ zahlreiche öffentliche Werke in Schweden und war über lange Zeit Lehrer an der Stockholmer Kunsthochschule.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 27. Oktober 2009

Tampande pojkar von Stig Blomberg im Slottskogsvallen in Göteborg


Neben den ballspielenden Mädchen findet man im Slottskogsvallen in Göteborg eine weitere Bronzeskulptur, die der Gymnastik und den sportlichen Aktivitäten Jugendlicher gewidmet ist. Zwei Jungen üben sich spielerisch im Ringkampf und zeigen eine Zeit, in der Sport noch spielerisch begann und Erfolge nicht vom Doping abhängig waren.

Die Skulptur Tampande pojkar wurde, wie auch die bollspelande flickor, im Jahre 1951 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond erworben, in einer Zeit als der Slottskogsvallen noch die bedeutendste Sportarena Göteborgs war und Sport eine andere Bedeutung hatte wie heute. Sport sollte gesunde Körper schaffen, wobei in der Kunst Skulpturen nach griechischem Vorbild geschaffen wurden. Bei vielen Künstlern zeigte sicher auch noch der Übermensch Hitlers seine Spuren.

Stig Blomberg (1901 - 1970) studierte in der Kunsthochschule in Stockholm, wo er auch zwischen 1951 und 1961 als Lehrer arbeitete. Einer seiner wichtigsten Lehrer war Carl Milles, dessen Werke ebenfalls die Straßen Göteborgs schmücken. Stig Blombergs Werke findet man in zahlreichen Städten Schwedens und mehreren Kunstmuseen des Landes.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 12. September 2009

RymdConfetti von Pia Hedström auf dem Dämmeplatsen in Göteborg


RymdConfetti ist eine Skulptur, die am Tag beeindruckt, aber erst in der Nacht ihren wahren Ausdruck zeigt, wenn die Struktur aus Stahl, Glas und Licht mit ihren 17 verschiedenen Farben den Weg ins Weltall weist. Die Skulptur von Pia Hedström auf dem Dämmeplatsen weist mit ihrer Spitze, an der höchsten Stelle des rampenähnlichen Gebildes, in den Sternhimmel und das Unekannte.

Den Auftrag für RymdConfetti, einer der fantasievollsten Skulpturen Göteborgs, erteilte die Baufirma Skanska als sie das daneben liegende Gebäude, das Teliahuset, errichtete. RymdConfetti präsentiert daher auch die Telefongesellschaft, deren Daten heute über Satelliten übertragen werden und daher unsichtbar im All verkehren, ausgehend von einer sichtbaren Struktur und Technik.

Die Struktur der im Jahre 2000 enthüllten Skulptur erforderte eine besondere Technik. Die Ornamente, die dem Licht eine Öffnung bieten wurden per Hochdruck und der Anwendung von Wasser und Sand aus dem Stahl geschnitten. Gerade dieses Muster gibt der Skulptur etwas Besonderes.

Die Künstlerin Pia Hedström wurde in Kapstadt, Südafrika, geboren, besuchte mehrere Kunstschulen in Stockholm bevor sie ihre Ausbildung 1990 in der Kunsthochschule Göteborgs anschloss. Pia Hedström lebt und arbeitet in Göteborg, wobei sie sich vor allem auf die Schaffung von Skulpturen spezialisiert hat. Ihre Werke findet man mittlerweile in mehreren Museen und auf zahlreichen öffentlichen Plätzen Schwedens.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin