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Donnerstag, 4. März 2010

Rytmisk Lek von Elma Oijens an der Fagottgatan in Göteborg


Eingebettet zwischen den Hochhäuser der Fagottgatan im Göteborger Ruddalen entdeckt man die Skulpturengruppe Rytmisk Lek, Rhythmisches Spiel, das in Bronzeform drei Kinder darstellt, die mit zwei Reifen spielen. Da es sich an der Fagottgatan um Häuser handelt in denen auch viele Kinder leben, drückt diese Skulptur auch das Leben in diesem Gebiet aus, auch wenn heute Reifenspiele nicht mehr so häufig zu sehen sind als 1963, als die Künstlerin die Skulptur schuf.

Rytmisk Lek drückt, wie sehr viele Skulpturen einen Momentsaufnahme aus, ähnlichem einen Foto, das während des Schaffens aktuell ist, aber schon ein Jahr später Geschichte sein kann. Es werden ständig Kinder geboren, aber die Spiele ändern sich. Heute sind es mehr die Eltern, die sich als Abbild des Rhythmischen Spieles sehen, einer Rhythmik, die in Form von Ringen ausgedrückt wird.

Elma Oijens (1907 - 1992) studierte vor allem Malerei an der Kunsthochschule Valand in Göteborg, schuf jedoch nach ihrer Ausbildung auch mehrere Skulpturen in Bronze und Gips, die man in mehreren Städten Schwedens findet. Auch in Göteborg kann man an Hand mehrerer ihrer Werke ihre Arbeitsweise sehr deutlich verfolgen und studieren.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 3. November 2009

Seglats von Elma Oijens an der Rosenlundsgatan in Göteborg


Die Bronzeskulptur Seglats, was soviel bedeutet wie auf einer Segeltour zu sein als auch von einer längeren Tour zurückzukommen, ist in ihrer Art einzigartig in Göteborg und kann sehr vielschichtig gedeutet werden. Etwas irritierend ist dabei das junge Pärchen auf dem Boot, das mehr einer Gondola gleicht als einem Segelboot. Das Paar scheint für ein unsichtbares Publikum eine Tanzvorstellung zu bieten, was auf einem schwankenden Boot doch sehr ungewöhnlich ist.

Der Ort der Skulptur Seglats ist jedoch gut gewählt, denn nach im letzten Jahrhunderten legten am Kai des Rosenlundskanalen zahlreiche Fischerboote an, die am Platz vor der Feskekôrkan ihren Fang zum Verkauf angeboten. Das Boot mit dem etwas irreführenden Namen Seglats könnte natürlich auch noch auf die jährlichen Ruderregatta auf dem Kanal anspielen, die jedoch im Jahre 1972 noch nicht statt fanden, oder an die wenigen noch verbliebenen Freizeitboote, die hier vor Anker liegen. Segelboote kommen mit Mast leider nicht mehr unter den Brücken hindurch. Vielleicht soll aber die Skulptur auch nur an die Geschichte der Ostindiefarararen erinnern, die einst Reichtum und Wohlstand nach Göteborg brachten.

Elma Oijens, die die Skulptur Seglats im Jahre 1972 geschaffen hat realisierte mehrere Skulpturen die Segelboote zum Thema hatten, wobei sie in der Regel immer eine Bewegung in den entsprechenden Skulpturen ausdrückte. Die in der Kunsthochschule Valand in Göteborg ausgebildete Künstlerin Elma Oijens (1907 - 1992) hat in Göteborg mehrere öffentliche Skulpturen hinterlassen, darunter auch die Arbetarhustru am Kapellplatsen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 25. Oktober 2009

Arbetarhustru von Elma Oijens am Kapellplatsen in Göteborg


Der Kapellplatsen im Göteborger Stadtteil Landala war schon immer ein Stadtteil für Arbeiter. Bis heute hat sich hier nur sehr wenig geändert und die Arbeitervereinigung Gamla Landalapojkar spielt hier immer noch eine Rolle im kulturellen Leben dieses Stadtteils. Es ist daher nicht verwunderlich, dass man auf dem Kapellplatsen auch eine Statue findet, die nicht einer Stadtgröße gewidmet ist, sondern an die ganz normale Arbeiterfrau erinnert.

Arbetarhustru, die Frau des Arbeiters, am Kapellplatsen in Göteborg wird in ihrem Alltag und in ihrer Alltagskleidung dargestellt. Die junge Frau hat zwei Kinder bei sich, die nicht nur die Familie ausdrücken, sondern auch das Los jeder Hausfrau eines Arbeiters, die die Erziehung ihrer Kinder nicht Bediensteten übergeben kann, sondern selbst für die Zukunft ihrer Kinder sorgen muss.

Elma Ojens hat am Kapellplatsen eine Skulptur hinterlassen, die ganze Generationen an Frauen ausdrückt, die Arbeit, Erziehung und Haushalt unter einen Nenner bringen musste, was auch das Gedicht von Holger Oijens auf dem Sockel des Kunstwerkes deutlich ausdrückt: Med fast hand sträv av arbete, mjuk av kärlek, höll du samman hemmet.

Elma Oijens (1907 - 1992) schuf die Skulptur Arbetarhustru im Jahre 1980 im Auftrag der Gamla Landalapojkar. Elma Ojens studierte Kunst an der Kunsthochschule Valand in Göteborg und hinterließ mehrere öffentliche Werke in Göteborg. Sie arbeitete auch als Porträtistin und schuf mehrere Bronze- und Gipsporträts.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin