Posts mit dem Label Charles Felix Lindbergs Donationsfond werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Charles Felix Lindbergs Donationsfond werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 4. Juni 2010

Susanna von Carl Milles am Kvilletorget in Göteborg


Die Skulptur Susanna oder Flicka med snäcka (Mädchen mit Muschel) wurde vom Künstler nach Susanna i badet geschaffen und stand ursprünglich in einem privaten Garten. 1945 wurde sie dann vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond erworben und am Guldhedstorget aufgestellt, bevor Susanna dann 1948 in den Kvilletorget im Göteborger Stadtteil Lundby kam.

Die Skulptur Susanne stellt die bedeutendste Szene des Werkes „Joakim uti Babylon“ von C. M. Bellman dar: Die schöne Ehefrau Joakims wird von zwei älteren Männern im Bad überrascht. Da sie die beiden jedoch abweist, behaupten diese, sie hätten Susanne mit einem Liebhaber überrascht. Susanne wird daher wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt, aber im letzten Moment noch gerettet.

Man weiß nicht wann Carl Milles (1875 - 1955) das Mädchen mit der Muschel geschaffen hat, aber das Werk in Bronze, Marmor und Beton gehört zu der Reihe seiner Brunnenschöpfungen, die den Künstler weltberühmt machten. Carl Milles begann seine künstlerische Laufbahn im Jahre 1897, als er ein Stipendium über 200 Kronen von der Svenska Slöjdföreningen bekam, die es ihm erlaubten in Paris Holzschnitzerei zur erlernen. Schon bald wechselte Milles jedoch, unter dem Einfluss der Skulpturen von Auguste Rodin, zur Skulptur in Bronze.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 27. Mai 2010

Sjösäkerhet von Lillemor Petersson an der Skräddaregatan in Göteborg


Der schmiedeeiserne Zaun Sjösäkerhet (Sicherheit auf See) um das Gebäude der Seerettungsgesellschaft an der Skräddaregatan in Göteborg ist in seiner Gesamtheit ein einziges Kunstwerk, das ausschließlich Symbole in Zusammenhang mit dem Meer beinhaltet. Das Metall schafft Wogen, beinhaltet Schiffe und Seekennzeichen, aber verfügt auch über die bemalten Symbole der Seerettungsgesellschaft und ist vollständig in die architektonische Umgebung angepasst. Obwohl der fünf Meter lange Zaun erst im Jahre 1994 im Auftrag des Charles Felix Lindbergs Donationsfonds erstellt wurde, hat man das Gefühl er sei für das alte Gebäude, das sich dahinter befindet schon während der Bauzeit des Hauses geschaffen worden. Andererseits passt sich das Kunstwerk Sjösäkerhet auch an die umgebenden Neubauten an.

Der 90 cm hohe Zaun wurde von der Künstlerin Lillemor Petersson geschaffen, die im Grunde auf Keramik spezialisiert ist, jedoch auch Skulpturen in staatlichem Auftrag erstellt. Lillemor Petersson wurde in Göteborg geboren, wo sie auch aufwuchs und die Hochschule für Design und Kunsthandwerk sowie die Kunsthochschule Valand besuchte. DiSjösäkerhete Künstlerin, die heute im Bohuslän wohnt, wird in zahlreichen Museen Schwedens ausgestellt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 22. Mai 2010

Klippdockan von Leo Pettersson am Redbergsplats in Göteborg


Im Zentrum des Redbergsplatsen in Göteborg, direkt neben den Gleisen der Straßenbahn steht die sehr eindrucksvolle Granitskulptur Klippdocka, Klippenpuppe. Auch wenn der Künstler nichts über die tatsächliche Bedeutung des Werkes sagte, so kann man dennoch interpretieren, dass er die Granitfigur als eine Art Puppe sieht, wie sie Klippen aus Granit entstehen lassen würden.

Um den Namen jedoch zu verstehen, muss man wissen, dass die im Jahre 1995 geschaffene Klippdockan ursprünglich auf einer Klippe bei Röda Sten stand und nicht mitten unter Häusern wie heute. Mit der Verlagerung der Skulptur Klippdockan wurde ihr die Umgebung und die Aussage genommen. Das Werk wurde vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert.

Leo Pettersson wurde 1953 in Partille bei Göteborg geboren und besuchte von 1973 bis 1978 die Kunsthochschule Valand. Auch wenn Leo Pettersson, der mehrere bedeutende Stipendien erhielt und Mitglied der Bolaget Vardagsbilder ist, vor allem durch seine überdimensionalen Skulpturen bekannt wurde, so zeichnet er sich auch als hervorragender Graphiker aus. Leo Pettersson lebt und arbeitet heute auf der Insel Henån in den nördlichen Schären.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 9. Mai 2010

Elementens Kamp von Anders Jönsson an der Sankt Pauli Kyrka in Göteborg


Zu Füßen der Sankt Pauli Kyrkan in Göteborg findet man zwei männliche Gestalten, die sich gegenseitig mit einem Stein bedrohen. Während die beiden Körper der Männer, die die Kraft der Elemente ausdrücken sollen, auf den ersten Blick menschlich aussehen, entdeckt man bei genauerer Betrachtung, dass sie statt Füßen Flossen haben.

Man nimmt allgemein an, dass der Elementens Kamp, der Kampf der Elemente, die Kraft und Stärke der Elemente ausdrücken soll, wobei jedoch der Künstler keinerlei Hinweise auf eine Deutung gab. Elementens Kamp wurde bereits 1930 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond in Göteborg erworben und ursprünglich am Olskrokstorget aufgestellt.

Anders Jönsson (1883 -1965), der in Göteborg auch die Skulptur Nalle, Teddy, schuf, wurde in Gärdslöv geboren und starb in Stockholm. Der Künstler studierte vor allem in München und Paris und gehörte den Künstlergruppen „De tolv“ und „Optimisterna“ an. Anders Jönsson wurde vor allem für seine Tierskulpturen, seine Büsten, Brunnen und Taufbecken bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 20. April 2010

Sommar, Sommer, von Nils Sjögren am Guldhedstorget in Göteborg


Sommar (Sommer) oder auch Efter badet (Nach dem Bad) heißt die weibliche Skulptur, die den Teich am Guldhedstorget in Göteborg dominiert. Die Statue steht unter dem Laub hoher Bäume und wurde 1944 am heutigen Platz aufgestellt und passt wie angegossen an die Stelle, wo man auf der einen Seite den Marktplatz, auf der anderen eine Grünfläche mit zahlreichen Frühlingsblumen findet.

Sommar oder Efter Badet gehört mit zu den älteren Skulpturen Göteborgs, die daher noch in klassischem Stil geschaffen wurde und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond der Stadt finanziert wurde, in einer Zeit, als die Bautätigkeit in Guldheden am bedeutendsten war und jeder neu geschaffene Platz Göteborgs mit einer Skulptur versehen wurde. Es handelte sich bei Sommar um keine Neuschaffung eines Werkes, denn die gleiche Skulptur findet man in drei weiteren schwedischen Städten, wo sie bereits ein Jahr vor Göteborg dem Publikum vorgestellt wurden.

Nils Sjögren (1894 - 1952) studierte erst Archäologie und Kunstgeschichte in Uppsala, bevor er sich den Bildhauerei zuwandte. Seine künstlerischen Fähigkeiten erwarb er vor allem bei seinem Studienaufenthalt in Paris. Von 1929 bis 1941 war Nils Sjögren Lehrer an der Konsthögskolan in Stockholm. Er wurde in Schweden vor allem mit seinen Monumentalskulpturen und mehrere Brunnenausschmückungen bekannt, die über das ganze Land verteilt sind.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 19. April 2010

Här, hier, von Ebba Matz am Wavrinskys Plats in Göteborg


Mitten auf dem Wavrinskys Plats in Göteborg, umgeben von Straßenbahnhaltestellen und regen Straßenverkehr steht eine Art übergroße Stecknadel mit rotem Kopf auf einem imaginären Zentrum, eine Markierung auf der Karte Göteborg. Die Künstlerin hat das 4,50 Meter hohe Kunstwerk Här (Hier) genannt um auszudrücken, dass „här“ ein Zentrum ist.

Der Nadelkopf ist aus glasfiberverstärktem Plastik, die weiteren Teilen aus rostfreiem Stahl und gewöhnlichem Stahl. Här oder Hier sollte den Platz von anderen Plätzen Göteborgs unterscheiden und die Wichtigkeit der Stelle innerhalb der Stadt ausdrücken, was mit einer Stecknadel zur Perfektion gelingt. Das Werk Här wurde im Jahre 2006 vom Göteborger Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert.

Ebba Matz wurde 1963 in Leksand geboren und studierte erst an der Konstskolan Idun Lovén und anschließend an der Kungliga Konsthögskolan in Stockholm. Ihre Werke drücken meist eine bestimmte Stelle im Raum oder einer festgelegten Umgebung aus. Ebba Matz lebt und arbeitet in Stockholm. Ihre Werk Här findet man seit 2008 auch an einem öffentlichen Platz in Kumla.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 15. April 2010

Fina Fisken von Palle Pernevi am Doktor Fries Torg in Göteborg


Obwohl der Künstler bereits im Jahre 1952 ein Modell der Skulptur Fina Fisken, der schöne Fisch, am Doktor Fries Torg in Göteborg aufstellte, wurde das Werk erst 1961 an seiner heutigen Stelle im Auftrag des Charles Felix Lindbergs Donationsfonds errichtet.

Fina Fisken ist eine expressionistische Skulpur in rostfreiem Stahl, die gleichzeitig als Springbrunnen dient. Das Werk von fast fünf Meter Länge „schwimmt“ in einem künstlichen Teich von 13 x 12 Meter und ähnelt einem glitzernden Fisch, bei dem jede Schuppe sich im Wasser und dem Sonnenlicht reflektiert. Auch wenn allein schon der Fisch ein Symbol für einen Marktplatz einer Stadt am Meer sein kann, so hat der Ausdruck „Fina Fisk“ auch noch eine Doppelbedeutung, denn im etwas älteren Schwedisch versteht man unter einem fina Fisk auch alles, was schön ist oder einer besonderen Leistung entspricht.

Palle Pernevi (1917 - 1997) wurde in Helsingborg geboren und studierte Kunst in München und Stockholm. Unter Endre Nemes war er dann drei Jahre lang Lehrer an der Kunsthochschule Valand, später dann Professor an der Technischen Hochschule Chalmers und der Konstfackschule in Stockholm. Zu Beginn schuf Palle Pernevi Skulpturen, die von Religion und Mytholgie beeinflusst waren, später ging er auf abstrakte Kunst über. In dieser zweiten Phase entstand auch der Fina Fisken.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 3. April 2010

Ur Väggen von Yvonne T. Larsson im Göteborger Stadtteil Högsbo


Auf dem Axel Dahlströms Torg in Högsbo, nur wenige Meter von den Marmorintarsien entfernt, steht eine Aluminium-Stahl-Skulptur, die fünf Meter in die Höhe reicht und ebenso abstrakt ist wie das Kunstwerk von Endre Nemes. Die Künstlerin nannte das Werk Ur Väggen, aus der Mauer, was jedoch nicht bedeutet, dass die Kunst aus einer Mauer wächst.

Das Werk der schwedischen Künstlerin, das im Jahre 2009 vom Göteborger Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurde, muss in Beziehung zu den Marmorintarsien gesehen werden, denn Ur Väggen bedeutet, dass Yvonne T. Larsson sich davon inspirieren ließ, von der Mauer, und ein Element des bekannten Werkes neu interpretierte und mit anderem Material darstellen wollte, was sich auch am Kontrast der Farben der Materialien, die sie benutzte, ausdrückt. Um dem Werk näher zu kommen müssen daher, von der Mitte des Platzes aus, beide Werke gleichzeitig betrachtet werden.

Über Yvonne T. Larsson, die auf Tjörn lebt und arbeitet, weiß man relativ wenig. Ursprünglich wurde sie für ihre Gemälde bekannt. Heute arbeitet Yvonne T. Larsson häufig mit Gips und komponiert ihre Werke mit Material, das sie in der Natur findet, organische Skulpturen. Ihre Themen holt sie ebenfalls häufig aus der Natur, wobei zahlreiche Werke Yvonne T. Larssons helle Figuren auf dunklen Platten darstellen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 21. März 2010

Långa benet före von Ragnhild Alexandersson am Kyrkbytorget in Göteborg


Långa benet före, das lange Bein zuerst, gehört mit zu den typischsten Werken der Stockholmer Künstlerin Ragnhild Alexandersson, deren Skulpturen sich durch «Magerheit» und Länge auszeichnen und daher immer etwas skurril in ihrer Umgebung wirken.

Das Werk Långa benet före wurde vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert und am Kyrkbytorget im Göteborger Stadtteil Lyndby aufgestellt als der Marktplatz vollständig modernisiert und restauriert wurde.

Ihre Skulpturengruppe Långa benet före am Kyrkbytorget in Göteborg besteht aus einem Menschen, der von einem Hund begleitet wird auf dessen Rücken eine Katze ihren Buckel macht. Man könnte fast annehmen, dass der Schmerz, den ihre Krallen dem Hund dabei zufügen, diesen noch mehr streckt und der Hund daher versucht sich dem Menschen zu nähern, bei dem er Schutz erhofft.. Das Gruppenbild aus Bronze aus dem Jahre 2003 könnte einem der zahlreichen Märchen entstammen, die in den langen schwedischen Nächten entstanden sind, wobei die langgestreckten Figuren Ragnhilds immer ein Streben in die Zukunft ausdrücken.

Die Stockholmer Künstlerin Ragnhild Alexandersson wurde 1947 geboren und studierte Kunst sowohl am Konstfack als auch der Konsthogskolan der schwedischen Hauptstadt. Ragnhild Alexanderssons öffentliche Werke findet man überall in Schweden, wobei man in Göteborg noch ihre Skulptur Älg entdecken kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 17. März 2010

Sjömannen, der Seemann, von Eino Hanski im Gathenhielmska Kulturreservat in Göteborg


Mitten unter den geschützten bunten Holzhäusern des Gathenhielmska Kulturreservats in Göteborg steht ein bronzerner Sjöman, ein Seemann, der seine Matrosenkleidung an hat und den Seesack auf seinen Schultern trägt. Man könnte meinen, er hätte eben erste eines der gemütlich aussehenden Häuschen verlassen und sei nun auf dem Weg zu seinem Boot oder, im Gegensatz, würde sich noch einmal zum Hafen wenden, bevor er eines der Häuser betritt.

Auf dem Seesack kann man deutlich den Namen Stigbergs Lasse erkennen, eine Buchgestalt aus Stigbergs-Lasse visor von Anders Wällhed, die Eino Hansi auch bei seinem Kunstwerk inspirierte. Aber der Sjömannen könnte jeder der Bewohner der unter Kulturschutz gestellten Häuser jener Zeit sein, da hier vor allem Arbeiter und Seeleute wohnten. Heute findet man hier vor allem kulturelle Vereinigungen.

Eino Hanski (1928 - 2000) hat seinen Sjömannen im Jahre 1996 geschaffen, nur vier Jahre vor seinem Tod. Der aus Russland stammende Schriftsteller und Bildhauer wohnte selbst mehrere Jahre lang im Gathenhielmska Kulturreservat und noch heute findet man seinen Namen über einem der Briefkästen. Dies ist auch einer der Gründe, warum die Kulturminnesföreningen Gathenhielm den Sjömannen oder Seemann hier stehen haben wollte. Eini Hanski wurde vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond mit der Schaffung des Kunstwerkes beauftragt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 8. März 2010

Fontänskål, Brunnenschale, am Vasaplatsen in Göteborg


Am Vasaplatsen in Göteborg findet man eine kleinere, fast unscheinbare Fontäne, die jedoch zu den ältesten Göteborgs gehört und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurde, wobei sie die Gatu- o Vägförvaltningen bereits 1897 am Vasaplatsen errichtete. Bei Arbeiten am Platz wurde sie dann im Jahre 1961 etwas verlagert, blieb jedoch Teil des Vasaplatsen.

Die Brunnenschale wurde aus rotem Granit des Bohuslän geschaffen und poliert, damit die Struktur und die Farbe des Granits besser zum Vorschein kommt. Um das Kunstwerk schätzen zu können, muss man es im Sommer bei Sonneneinstrahlung betrachten, während das Wasser über den Granit läuft. Leider ist über den Künstler, der die 140 Zentimeter hohe Brunnenschale geschaffen hat, nichts bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Januar 2010

Flora von Gioacchino Frulli im Botanischen Garten von Göteborg


In der römischen Mythologie war Flora die Göttin der Blüte und sorgte vor allem dafür, dass Getreide eine reiche Ernte brachte. Flora erhielt im alten römischen Reich mehrere Tempel und wurde schließlich als Göttin der Blüte zum Symbol des Frühlings.

Die Marmorskulptur Flora, die sich heute am Eingang der Galerie von Floras Rike im Botanischen Garten Göteborgs steht wurde ursprünglich für den Garten des Schlosses Gunnebo erstellt, aber nach dem Tode Halls machte die Skulptur eine Reise durch mehrere Gärten Göteborgs, bis sie endlich im Jahre 1918 von einem Erben der Familie van Reis an den Charles Felix Lindbergs Donationsfond verkauft wurde und ihren Platz im Botanischen Garten Göteborgs fand. Zu Beginn war die Statue noch im Freien aufgestellt, aber als zu Beginn der 90er Jahre Erosionsschäden an ihr entdeckt wurden, wurde sie erst restauriert und anschließend in Floras Rike aufgestellt.

Gioacchino Frulli (1766 - 1801) war in Italien geboren. Als Frulli jedoch 1786 auf dem Weg nach Sankt Petersburg Göteborg besuchte, blieb er bis zu seinem Tode in der Stadt und heirate auch in Göteborg. Gioacchino Frullis größter Auftrag wurde die Ausschmückung des Schlosses Gunnebu bei Göteborg, das heute noch seine Handzüge aufweist. In diesem Rahmen hat er auch Flora geschaffen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 29. Dezember 2009

Arc von Claes Hake in Klippan, Göteborg


Am Ancarsmedian in Klippan kann man eine Skulpturengruppe entdecken, die im Jahre 1995 dort platziert wurde und eines der typischsten Werke des Göteborger Künstlers Claes Hake ist. Der Künstler nannte die Gruppe Arc, Bogen, und benutzt hier, wie an anderen Stellen der Welt, Granit um eine Wellenbewegung auszudrücken.

Wellen in Granit haben Claes Hake über mehrere Jahre hinweg fasziniert, ohne dass er die Bewegungen bestimmten Wellen zuordnete. Es können sich um Hügel oder Schneewehen handeln wie auch über die Wogen des Meeres. Hake sieht bei seinen Werken keine Botschaft, sondern mehr eine Poesie und die Eingliederung des Werkes in seine Umgebung.

Das Werk Arc wurde 1994 mit 250.000 Kronen vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond unterstützt, wobei das Kunstwerk jedoch leider häufig beschmiert wird und im Sommer eine starke Anziehungskraft auf Obdachlose ausübt.

Malereien von Claes Hake, ein Absolvent der Kunsthochschule Valand in Göteborg, und seine öffentlichen Werke findet man heute in mehreren Ländern der Welt, aber auch Museen haben, vor allem Malereien, des Künstlers erworben. Die Steinskulpturen Claes Hakes sind meist in Granit aus dem Bohuslän geschlagen und wirken oft grob. Der Künstler will damit vor allem die Natürlichkeit des Steines ausdrücken.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 22. November 2009

Till minne av de spanienfrivilliga von Torsten Renqvist am Masthuggstorget in Göteborg


Till minne av de spanienfrivilliga am Göteborger Masthuggstorget ist ein Denkmal, das an all die Schweden erinnern soll, die zwischen 1936 und 1939 nach Spanien gingen um gegen die Truppen Francos zu kämpfen. Rund 500 junge Leute schlossen sich damals dem spanischen Freiheitskampf an. Viele von ihnen waren Mitglied der Ung Vänster (Junge Linke) aus Göteborg und viele von ihnen kehrten nicht mehr nach Schweden zurück.

Das Bronzemonument Till minne av de spanienfrivilliga wurde 1993 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert und ursprünglich am Esperantoplatsen aufgestellt. Beim Bau des Götatunnels wurde das Kunstwerk dann an den Masthuggstorget versetzt, was dazu führte, dass sich hier mittlerweile jeden ersten Mai mehrere links orientierte Gruppen treffen um derer zu gedenken, die in Spanien ihr Leben für die Freiheit gelassen haben.

Der ursprüngliche Name des Denkmals von Torsten Renquist trug den Namen Ett sentida kors und drückte die Form des Werkes in Kreuzform aus, das wir alle in der Gegenwart tragen. Die Skulptur drückt auch alle Gräuel des Krieges aus und lässt eine vielschichtige Deutung zu. Menschen, die an die Mauer gestellt werden, Granaten und all dies unter dem Zeichen des Kreuzes und den Wegweisern, die in alle Richtungen führen.

Torsten Renqvist (1924 - 2007) hat in Stockholm, Kopenhagen und London Kunst studiert bevor er Lehrer an der Kunsthochschule Valand in Göteborg wurde. Während er seine ersten Jahre als Künstler vor allem der Malerei und der Grafik widmete, schuf er in den späteren Jahren vor allem Skulpturen, wovon wir mehrere auch in Göteborg finden können. Das Werk Zur Erinnerung an die Spanienfreiwillige schuf er, wie viele seiner Werke, erst in Holz, das er anschließend als Basis für die Gussarbeit nahm.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 9. November 2009

Diskuskastare, das Diskuswerfer, von Alkamenes am Kunstmuseum in Göteborg


Vor dem Eingang zum Kunstmuseum stehen vier Kopien klassischer Statuen. Außer dem Spjutbäraren, den knidiska Afrodite und der Sårad amazon steht hier auch der Diskuskastare, der Diskuswerfer, auf seinem Sockel, der wie der Speerwerfer, das griechische Ideal eines Sportlers ausdrückt und an die lange Geschichte der Olympiade erinnert.

Wie auch die drei anderen Statuen vor dem Kunstmuseum ist der Diskuskastare eine Kopie des Originales, das man heute im Vatikan findet. Die Skulptur wurde 1931 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond beauftragt und verstärkt an seinem Standort das Klassische des Kunstmuseums. Der Diskuswerfer von Alkamenes wurde im Jahre 1929 von L. Rasmussen in Kopenhagen gegossen und entspricht dem Original in jedem Detail.

Alkamenes lebte im 5. Jahrhundert vor Christus und war Schüler des Bildhauers Phidias. Er entwarf einen Teil des Zeus-Tempels in Olympia und schuf zahlreiche Skulpturen griechischer Götter. Die Darstellung eines Sportlers ist daher eine besondere Arbeit Alkamenes, wobei er auch hier einen Wert auf Details legt. Plinius bezeichnete den Künstler als einen der besten, den Griechenland je hervorbrachte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 5. November 2009

Tulpan, Tulpe von Eva Lange im Botanischen Garten in Göteborg


Am Rande des Perennträdgården des Botanischen Gartens in Göteborg findet man eine Skulptur, die voll in seine Umgebung integriert ist und auf ersten Blick eher wie ein überdimensionaler Pflanzentopf aussieht. Wäre nicht seine Form etwas ungewöhnlich und fehlten nicht die entsprechenden Pflanzen.

In der Tat handelt es sich jedoch um Eva Langes Skulptur Tulpan, Tulpe, die die Perennenabteilung des Botaniska Trädgården begrenzt. Wer das Kunstwerk aus der Nähe betrachtet entdeckt die feine Bearbeitung des roten Vångagranits aus dem Bohuslän, den die schwedische Künstlerin zu einer 128 Zentimeter hohen Tulpe verarbeitet hat. Auch wenn die Skulptur nicht für den Botanischen Garten in Göteborg geschaffen wurde, sondern vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond während der Ausstellung Skulptur - från granit till gelé im Jahre 1995 erworben wurde, ist das Kunstwerk wie geschaffen für die Umgebung des Botaniska Trädgården.

Eva Lange, geboren 1935, studierte am Konstfack in Stockholm und machte sich vor allem einen Namen mit ihren Skulpturen in Alabaster, Granit, Marmor, Zement und Gips, deren Motive sie sehr häufig aus der Pflanzenwelt holt. Ihre öffentlichen Werke findet man heute in ganz Skandinavien. Eva Lange erhielt im Jahre 2001 ein Stipendium des Konstakademinsfond.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 27. Oktober 2009

Tampande pojkar von Stig Blomberg im Slottskogsvallen in Göteborg


Neben den ballspielenden Mädchen findet man im Slottskogsvallen in Göteborg eine weitere Bronzeskulptur, die der Gymnastik und den sportlichen Aktivitäten Jugendlicher gewidmet ist. Zwei Jungen üben sich spielerisch im Ringkampf und zeigen eine Zeit, in der Sport noch spielerisch begann und Erfolge nicht vom Doping abhängig waren.

Die Skulptur Tampande pojkar wurde, wie auch die bollspelande flickor, im Jahre 1951 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond erworben, in einer Zeit als der Slottskogsvallen noch die bedeutendste Sportarena Göteborgs war und Sport eine andere Bedeutung hatte wie heute. Sport sollte gesunde Körper schaffen, wobei in der Kunst Skulpturen nach griechischem Vorbild geschaffen wurden. Bei vielen Künstlern zeigte sicher auch noch der Übermensch Hitlers seine Spuren.

Stig Blomberg (1901 - 1970) studierte in der Kunsthochschule in Stockholm, wo er auch zwischen 1951 und 1961 als Lehrer arbeitete. Einer seiner wichtigsten Lehrer war Carl Milles, dessen Werke ebenfalls die Straßen Göteborgs schmücken. Stig Blombergs Werke findet man in zahlreichen Städten Schwedens und mehreren Kunstmuseen des Landes.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 18. Oktober 2009

Klotet, lejonet och tvillingarna von Inga-Louise Lindgren in Göteborg


Auf dem oberen Teil des Radiotorget in Högsbo, Göteborg, blickt eine Bronzelöwe auf dem zwei Kinder zu reiten scheinen auf den niederer liegenden Teil des Platzes. Der Löwe scheint, auf den ersten Blick, auf der Erdkugel, dem klotet zu sitzen und diesen zu bewachen. Erst wenn man sich der Skulptur Klotet, lejonet och tvillingarna nähert, entdeckt man die Symbolik des Kunstwerkes.

Inga-Louise Lindgren hat bei ihrer Skulptur Klotet, lejonet och tvillingarna den zwölf Sternzeichen eine Art Denkmal aus Bronze gesetzt, das im Jahre 1994 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurde. Die Skulptur repräsentiert die zwölf Sternzeichen, wobei zehn der Zeichen die Kugel zu umrunden scheinen, die daher das Firmament darstellt und nicht die Erde. Zwei der Sternzeichen nehmen eine besondere Stellung ein. Zum einen der Löwe, der dem Volksglauben nach Göteborg verteidigt. Die Zwillinge können eine Anspielung auf Romulus und Remus sein, die Rom gründeten. Die Göteborger Zwillinge wurden jedoch nicht von einem Wolf, sondern einem Löwen groß gezogen und ihr Name bleibt uns verborgen.

Die Kugel, der Löwe und die Zwillinge mussten bereits im Jahre 1995 restauriert werden, da das Kunstwerk vandalisiert wurde. Ein anderes Kunstwerk der Künstlerin wurde wenige Jahre später ebenfalls teilweise zerstört, wobei der jugendliche Täter vorgab sich an nichts erinnern zu können.

Inga-Louise Lindgren ist 1928 in Göteborg geboren, wo sie sowohl den Vorgänger der HDK (Slöjdföreningens skola) besuchte als auch die Kunsthochschule Valand. Die Göteborger Künstlerin erhielt mehrere Stipendien für ihre Leistungen und realisierte einige öffentliche Kunstwerke in Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 17. Oktober 2009

Bergslagsurnan von Eric Grate im Carl Johans kyrkoplan in Göteborg


Auf dem Carl Johans kyrkoplan im Stadtteil Majorna von Göteborg, der ein Ort der Ruhe, des Picknicks und Kindern als Spielplatz dient findet man ein einziges Kunstwerk, das jedoch mit zu den ältesten gehört, die vom Charles Felix Lindbergs Donationsfornd erworben wurden. Bereits im Jahre 1922 wurde hier eine 109 Zentimeter hohe Vasenurne aus Gusseisen aufgestellt auf der man zahlreiche Motive des Bergbaus entdecken kann.

Die Bergslagsurne wurde 1922 in mehreren Exemplaren hergestellt, wobei des Kunstmuseum in Göteborg über eines der Duplikate verfügt. Die Urne wurde in der Nävekvarn Eisengießerei hergestellt, die seit 1623 existiert und vor allem im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche künstlerische Werke herstellte. Für Göteborg wurden unter anderem auch der Järntorgbrunnen Europa und die Snäckfontänen auf dem Egnahemsplatz dort gegossen.

Erik Grate (1896 - 1983), der Künstler , der die Bergsslagsurnan schuf, wurde in Stockholm geboren, wo er auch die Kunsthochschule besuchte. Er verbrachte mehrere Jahre in München, Rom und Paris um seine Kenntnisse zu perfektionieren bevor er 1941 Professor für Skulptur in der Stockholmer Kunstakademie wurde. Erik Grate, der auch als Maler und Grafiker aktiv war, war bei seinen Skulpturen vor allem von der klassischen griechischen Arbeit beeinflusst, was auch bei der Bergslagsurnan deutlich zum Ausdruck kommt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Erik Dahlberg von Ninnan Santesson an den Erik Dahlberg trappor in Göteborg

Justificar a ambos lados
Wer von der Aschebergsgatan aus die Erik Dahlbergs trappor (Steinstufen) zur Erik Dahlbergsgatan hochgeht, sieht auf halber Höhe ein Relief von Erik Dahlberg in schwarzen Marmor gehauen. Links oben entdeckt man seinen Namen und rechts oben sein Wappen. Das Relief wurde im Jahre 1916 an dieser Stelle angebracht und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert.

Erik Dahlberg (1625 - 1703) ist vor allem für sein schwedisches Kartenwerk bekannt, spielt jedoch für Göteborg eine besondere Bedeutung. Dies nicht nur weil seine zahlreichen Zeichnungen historischer Bauten (wie das alte Schloss Älvsborg) die einzigen Dokumente sind, die uns das Göteborg des 17. Jahrhunderts näher bringt, sondern vor allem, weil die Stadt auch nach seinen Plänen befestigt wurde und dadurch uneinnehmbar wurde. Er legte damit den Grundstein für Göteborgs Entwicklung und Reichtum.

Seine bekanntestent Befestigungen in Göteborg sind die Skansen Kronan, der Skansen Lejonet und die neue Älvsborgsfestung. Erik Dahlberg wird in der Regel als der Vauban Schwedens bezeichnet und er kannte mit Sicherheit jede Schwachstelle in der schwedischen Verteidigung jener Zeit und war damit maßgeblich für die Entwicklung ganz Schwedens von Bedeutung. Trotz seiner Bedeutung wurde jedoch erst sehr spät eine Straße Göteborgs nach ihm benannt, denn ursprünglich hieß die Erik Dahlbergsgatan in alten Aufzeichnungen und Karten Brandtalagatan.

Das Relief von Erik Dahlberg wurde von der schwedischen Künstlerin Ninnan Santesson erstellt, die vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche künstlerische Arbeiten in Göteborg erstellte, vor allem das Monument zur Erinnerung an Viktor Rydberg und einige wertvolle Werke in der Masthuggskyrkan. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Ninnan Santesson in der linken Frauenbewegung und im Kampf gegen die Kernkraft aktiv.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin