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Montag, 15. März 2010

Hästen, das Pferd, von Claes Hake an der Sprängkullsgatan in Göteborg


Im Innenhof eines Universitätsgebäudes an der Sprängkullsgatan in Göteborg, gegenüber der Vasagatan, findet man außer der Skulptur Tornet von Britt Ignell eine weitere Skulptur eines bedeutenden Göteborger Künstlers, die als Hästen, das Pferd, bekannt wurde.

Auch wenn der Künstler nie einen Kommentar über die Beweggründe zu einem seiner Kunstwerke abgibt, so kann man bei genauerem Betrachten ohne weiteres ein Pferd (häst) erkennen, das Claes Hake in seiner minimalistischen Art in den Granit aus dem Bohuslän geschlagen hat. Wie alle seine Granitwerke, so wirkt das Pferd auf den ersten Blick grob und wenig bearbeitet. Bei genauerem Betrachten entdeckt man dann die Einheit zwischen Material und Umgebung, ein Gefühl, das der Künstler all seinen Werken vermittelt.

Claes Hake wurde 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren und besuchte die Kunsthochschule Valand. Seine Werke, die oft aus Bogen, Bootformen oder Portalen bestehen, findet man heute in mehreren Ländern Europas und den USA. In Göteborg findet man zahlreiche seiner öffentlichen Werke, die auch seine künstlerische Entwicklung zeigen. Mit zu den bedeutendsten Skulpturen Claes Hakes in Göteborg gehören Näcken, Bohuslän und Arkipelag.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 8. März 2010

Fontänskål, Brunnenschale, am Vasaplatsen in Göteborg


Am Vasaplatsen in Göteborg findet man eine kleinere, fast unscheinbare Fontäne, die jedoch zu den ältesten Göteborgs gehört und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurde, wobei sie die Gatu- o Vägförvaltningen bereits 1897 am Vasaplatsen errichtete. Bei Arbeiten am Platz wurde sie dann im Jahre 1961 etwas verlagert, blieb jedoch Teil des Vasaplatsen.

Die Brunnenschale wurde aus rotem Granit des Bohuslän geschaffen und poliert, damit die Struktur und die Farbe des Granits besser zum Vorschein kommt. Um das Kunstwerk schätzen zu können, muss man es im Sommer bei Sonneneinstrahlung betrachten, während das Wasser über den Granit läuft. Leider ist über den Künstler, der die 140 Zentimeter hohe Brunnenschale geschaffen hat, nichts bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 6. Februar 2010

Labyrint von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg

An der Straße längs des Norra Älvstranden liegt ein großer Granitblock, den die Künstlerin Labyrint genannt hat und nicht nur ein Labyrint darstellt, sondern auch zahllose Steinritzungen aufweist, die an die Vergangenheit des Bohuslän und seine frühen Kulturen erinnern. Die Ritzungen sind rein imaginär und bilden damit eine Brücke aus der Geschichte zu modernen Ritzungen, die auch unsere Gegenwart ausdrücken könnten.

Das Labyrint ist in grauen Granit aus dem Bohuslän geschlagen und wurde, bevor es an den Norra Älvstranden in Eriksberg kam, im Skulpturenpark in Ängelsberg ausgestellt, der vom 20. Mai bis zum 24. September 2006 unter dem Thema Modern Skulpturer i Världsarvsmiljö stand, ausgestellt. Das Labyrint kann daher nach der Suche nach einer Deutung der früheren Steinbilder ausdrücken, die sich, innerhalb des Labyrints, über den gesamten Steinblock verteilen.

Die aus Tjeckoslovakien stammende Künstlerin Ivana Machackova ist bei ihrem Werk Labyrint ihren Weg weitergegangen und zeigt erneut wie tief sie mit dem Bohuslän und seiner Geschichte verknüpft ist. Ivana Machackova drückt ihre Liebe zum Bohuslän nicht nur durch die künstlerische Leistung aus, sondern auch dadurch, dass ihr Vorzugsmaterial für ihre Werke auch Granit aus dem Bohuslän ist.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 25. Dezember 2009

Hällristingar „Stulen Värld“ von Claes Hake am Världskulturmuseet in Göteborg


Vor dem Eingang zum Världskulturmuseet in Göteborg sieht man auf der rechten Seite eine dreiteilige Skulpturengruppe aus Granit zum Titel „En stulen värld“, einer gleichnamigen Ausstellung des Museums, deren gestohlene Stücke Peru Ende 2009 zurückforderte. Die Skulptur des Göteborger Künstlers Claes Hake wurde jedoch nicht von den Paracas-Textilien der Ausstellung inspiriert, sondern von den Hällristingar, den Steinritzungen, aus Tanum im Bohuslän, die auf die älteste Kultur Schwedens hinweist.

Die originalen Steinritzungen in Tanum kommen aus der Bronzezeit und sind etwa 3000 Jahre alt. Sie gehören mittlerweile zum Weltkulturserbe der Unesco. Diese Abbildungen von Booten, Menschen und Symbolen, die zum Teil heute noch nicht gedeutet werden konnten, waren die Basis für die Skulpturengruppe Stulen Värld und bieten eine „Ergänzung“ zur Bohuslänsk Historia in Lindholmen.

Claes Hake, der 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren wurde und an der Kunsthochschule Valand in Göteborg studierte, arbeitet vor allem mit Granit aus dem Bohuslän, dem er Leben einhauchen kann. Es ist daher auch normal, dass sich Claes Hake für die ersten Kunstdenkmale des Bohuslän interessierte und aus der 3000 Jahre alten Kunstform lernte und sich davon bei manchen seiner Werke inspirieren ließ. In Göteborg findet man mehrere seiner Monumentalskulpturen, so den Näcken, den Geiger, eine Figur aus der Sagenwelt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. November 2009

Fisken von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg


Nicht weit entfernt vom Bockkran in Eriksberg, am Norra Älvstranden Göteborgs, findet man die Skulptur Fisken, der Fisch, von Ivana Machackova, die für mehrere Skulpturen entlang des Göta Älv zeichnet. Die Künstlerin hat bei dieser Arbeit einen Fisch aus einem Granitblock geschnitten und dann auf dem Block plaziert. Während der ausgehöhlte Fisch gegen den Strom schwimmt, nimmt der bearbeitete Granitfisch den Weg zum offenen Meer. Fisken oder der Fisch hat keine tiefergehende Bedeutung sonder ist die künstlerische Darstellungsweise, die ihre Beziehung einzig allein zum Fluss und dem nahen Meer hat.

Die in Prag geborene Künstlerin hat bei diesem Kunstwerk, wie bei allen ihren Werken, zu Granit aus dem Bohuslän gegriffen, den sie fühlen kann und dem sie eine Form geben kann, die ihrem Inneren am nächsten kommt. Ihre Themen haben fast immer eine Beziehung zum Meer und den Geheimnissen des Lebens, wie sie auch bei ihrem Monumentalwerk Bohuslänsk Historia am Norra Älvstranden in Lindholmen beweist.

Ivana Machackova lebt seit über 30 Jahren in Schweden und hat ihr Atelier im Bohuslän, das sie als ihre Heimat betrachtet. Seit 13 Jahren schafft sie Skulpturen, die sowohl in ihrer Größe als auch ihrem Ausdruck beeindrucken. Ivana Machackova bildete sich in Göteborg zur Skulpteurin aus und arbeitet außer ihrem Lieblingsmaterial Granit auch mit Bronze, Beton, Holz und Glas. Für ihre Arbeiten erhielt sie mehrere bedeutende Preise.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 15. September 2009

Bohuslän von Claes Hake am Hauptbahnhof von Göteborg

Am Fußgängerübergang von Nordstan zum Hauptbahnhof findet man eine Skulptur, die fast beim Alteisenhändler gelandet wäre, weil die Direktion der Schwedischen Eisenbahn in Göteborg wenig mit der von einem Vorgänger erworbenen Skulptur anfangen konnte oder wollte, obwohl der Titel Bohuslän wie gegossen zur Eisenbahn Göteborgs passt.

Claes Hake hatte im Jahre 1982 im Auftrag der Bolaget Jernhusen eine Skulptur aus Bronze und Stein geschaffen, die die Meereswogen des Bohusläns spiegelt, der Region, die an Göteborg direkt angrenzt. Das Monument wurde an einem dafür vorgesehenen Platz neben den Gleisen aufgestellt.

Als die Ankunft des X2000 dann mehr Platz benötigte wurde die Skulptur kurzerhand in einen Lagerraum transportiert bis sie dann teilweise selbst zerlegt wurde um als Schrott verkauft zu werden. Als diese Tatsache an die Öffentlichkeit geriet wurde der Verkauf gestoppt bis die Firma Jernhusen, die die Bahnhöfe Schwedens verwaltet, auf die Idee kam, das Kunstwerk der Stadt Göteborg zu schenken. Die Skulptur Bohuslän wurde wieder repariert und dann an ihrem heutigen Platz aufgestellt.

Claes Hake wurde in Mölndal geboren und wird als Künstler meist als Göteborger und Bohuslänning bezeichnet. Er studierte Kunst in Göteborg und arbeitet seit 1970 als Bildhauer, anfangs mit Plastik, dann mit Gips, Lehm und Bronze bis er immer häufiger zu Stein griff. Claes Hake wurde im Jahre 2002 von der Lokstallet Konsthall in Strömstad zum Künstler des Jahres ernannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 10. August 2009

Bohuslänsk historia von Ivana Machackovas in Lindholmen, Göteborg


Am Älvstranden von Eriksberg und Lindholmen kann man mehrere Skulpturen von Ivana Machackova entdecken, einer Künstlerin, die mit dem Göteborger Kulturpreis ausgezeichnet wurde. Auch ihre größte und aufwendigste Skulptur fand hier seinen Platz: Die bohuslänsk historia, die Geschichte des Bohuslän.

Vier Jahre lang arbeitete Ivana Machackova an der bohuslänsk historia, die sie in 30 Tonnen Granit meißelte. Sechs Granitblöcke schildern am Lindholmplatsen die Geschichte des Bohuslän so wie sie sie als Künstlerin sieht und erlebt.

Jedes Bild hat eine Größe von 2 x 2,50 Meter und beschreibt eine eigene Epoche. Machackova beginnt mit der Bronzezeit, kommt dann zu den Wikingern und dem Mittelalter um schließlich über die Zeit der Fischerei und des Steinbruchs zum heutigen Tourismus zu gelangen. Zahlreiche Details bringen dem Betrachter mehrere Jahrhunderte an Geschichte näher.

Die Geschichte des Bohuslän ist nicht jene von Göteborg, auch wenn die Landschaft des Bohuslän an die Stadt grenzt, denn der Norden Göteborgs ist eng mit der norwegischen Geschichte verknüpft und hatte auch nie den wirtschaftlichen Einfluss, den Göteborg ausübte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin