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Freitag, 30. April 2010

Röd granit, roter Granit, von Claes Hake an der Rundradiogatan in Göteborg


Zwischen den Häusern an der Rundradiogatan im Göteborger Stadtteil Högsbo und mit Blick auf Bäume und einen großzügig angelegten Spielplatz steht eine dreiteilige abstrakte Skulptur in rotem Granit, die vor allem bei Sonnenschein dem Betrachter ihre Farbe und ihren Glanz zeigt.

Das Werk erhielt vom Künstler keinen Namen und erinnert an einige andere seine Werke, die Türen und Wege ausdrücken. Der überdimensionale rote Granit kann auch hier eine Art Pforte sein, wobei der polierte Innenteil im Kontrast zu den beiden äußeren, kaum behandelten Außenteilen steht und angedeutete Öffnungen aufweist. Der Teil in der Mitte ist, im Gegensatz zu den äußeren Teilen auch weich und sieht fast geschmeidig aus und erinner dadurch mehr an Ton als an Granit.

Claes Hake, der eigentlich Claes Anders Ragnar Hake heißt, wurde 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren und studierte Malerei an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Ende der 60er Jahre entdeckte er seine Liebe zur Skulptur und begann, mit großem Erfolg, Skulpturen in Plastik zu schaffen. Aus gesundheitlichen Problemen ging Claes Hake später dann auf Gips, Lehm und Bronze über, bis er schließlich bei Granit ankam.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 15. März 2010

Hästen, das Pferd, von Claes Hake an der Sprängkullsgatan in Göteborg


Im Innenhof eines Universitätsgebäudes an der Sprängkullsgatan in Göteborg, gegenüber der Vasagatan, findet man außer der Skulptur Tornet von Britt Ignell eine weitere Skulptur eines bedeutenden Göteborger Künstlers, die als Hästen, das Pferd, bekannt wurde.

Auch wenn der Künstler nie einen Kommentar über die Beweggründe zu einem seiner Kunstwerke abgibt, so kann man bei genauerem Betrachten ohne weiteres ein Pferd (häst) erkennen, das Claes Hake in seiner minimalistischen Art in den Granit aus dem Bohuslän geschlagen hat. Wie alle seine Granitwerke, so wirkt das Pferd auf den ersten Blick grob und wenig bearbeitet. Bei genauerem Betrachten entdeckt man dann die Einheit zwischen Material und Umgebung, ein Gefühl, das der Künstler all seinen Werken vermittelt.

Claes Hake wurde 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren und besuchte die Kunsthochschule Valand. Seine Werke, die oft aus Bogen, Bootformen oder Portalen bestehen, findet man heute in mehreren Ländern Europas und den USA. In Göteborg findet man zahlreiche seiner öffentlichen Werke, die auch seine künstlerische Entwicklung zeigen. Mit zu den bedeutendsten Skulpturen Claes Hakes in Göteborg gehören Näcken, Bohuslän und Arkipelag.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 23. Februar 2010

Arkipelag (Archipel) von Claes Hake in Lindholmen, Göteborg


Mitten im Wissenschaftszentrum, neben Universitätsgebäuden, Bibliothek und Forschungseinrichtungen findet man eine Skulpturengruppe, die der Künstler Arkipelag (Archipel) genannt hat und in seiner Form und Größe typisch für die Arbeiten des Künstlers sind.

Ein Archipel ist eine Inselgruppe, bei der, wie den Schären vor Göteborg, zahlreiche Inseln sehr nahe aneinander liegen und über eine eigene typische Vegetation und Tierwelt verfügen. Auch wenn es sich dabei üblicherweise um größere Inselgruppen handelt, so kann man die Schären als den vielleicht kleinsten "Arkipelag" bezeichnen und das Kunstwerk in Lindholmen damit seiner geographischen Lage zuordnen.

Claes Hake, der 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren wurde und an der Kunsthochschule Valand studierte, hat während der letzten Jahre mehrere ähnliche Bögen aus Granit geschaffen, die immer in eine bestimmte Landschaft eingebettet wurden und die Bewegung von Wasser oder von Schneewehen ausdrücken. Claes Hakes Werk Arkipelag symbolisiert daher auch mehr die Wogen, die die Inseln eines Archipel vom Festland trennen als die Erhebungen selbst.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 22. Januar 2010

Porten mot havet von Claes Hake am Läppstiftet in Göteborg


Zwischen dem Läppstiftet bei Lilla Bommen und dem Göta Älv steht eine symbolische Tür aus Granit, die der Künstler Porten mot havet, die Tür zum Meer, genannt hat. Die Form dieser Granitskulptur gleicht auch einer Tür, die, wenn man durch die Fenster des Gebäudes Richtung Göta Älv blickt, mit der Strömung des Flusses zum Meer führt.

Dieser Eindruck wird noch durch die Form der polierten Öffnung im Granit der Porten mot havet verstärkt und, je nach Sonneneinstrahlung, glänzt der polierte Teil des Granits fast blau wie das Meer. Auch die Tatsache, dass die Skulptur von Wasser umgeben ist, lässt den Betrachter durch eine Tür zum Meer gehen, die den Übergang von einem Hochhaus über seichtes Wasser zu einem Strom und schließlich dem Meer bildet.

Claes Hake wurde 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren und studierte auf der Kunsthochschule Valand in Göteborg Malerei. Im Laufe der Zeit widmete er sich dann mehr und mehr der Skulptur. Anfangs arbeitete er mit Kunststoff, bis ihn gesundheitliche Probleme zwangen mit Granit zu arbeiten. Claes Hake realisierte die Porten mot Havet im Jahre 1991, zwei Jahre nachdem der Läppstiftet fertig gestellt war.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 29. Dezember 2009

Arc von Claes Hake in Klippan, Göteborg


Am Ancarsmedian in Klippan kann man eine Skulpturengruppe entdecken, die im Jahre 1995 dort platziert wurde und eines der typischsten Werke des Göteborger Künstlers Claes Hake ist. Der Künstler nannte die Gruppe Arc, Bogen, und benutzt hier, wie an anderen Stellen der Welt, Granit um eine Wellenbewegung auszudrücken.

Wellen in Granit haben Claes Hake über mehrere Jahre hinweg fasziniert, ohne dass er die Bewegungen bestimmten Wellen zuordnete. Es können sich um Hügel oder Schneewehen handeln wie auch über die Wogen des Meeres. Hake sieht bei seinen Werken keine Botschaft, sondern mehr eine Poesie und die Eingliederung des Werkes in seine Umgebung.

Das Werk Arc wurde 1994 mit 250.000 Kronen vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond unterstützt, wobei das Kunstwerk jedoch leider häufig beschmiert wird und im Sommer eine starke Anziehungskraft auf Obdachlose ausübt.

Malereien von Claes Hake, ein Absolvent der Kunsthochschule Valand in Göteborg, und seine öffentlichen Werke findet man heute in mehreren Ländern der Welt, aber auch Museen haben, vor allem Malereien, des Künstlers erworben. Die Steinskulpturen Claes Hakes sind meist in Granit aus dem Bohuslän geschlagen und wirken oft grob. Der Künstler will damit vor allem die Natürlichkeit des Steines ausdrücken.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 25. Dezember 2009

Hällristingar „Stulen Värld“ von Claes Hake am Världskulturmuseet in Göteborg


Vor dem Eingang zum Världskulturmuseet in Göteborg sieht man auf der rechten Seite eine dreiteilige Skulpturengruppe aus Granit zum Titel „En stulen värld“, einer gleichnamigen Ausstellung des Museums, deren gestohlene Stücke Peru Ende 2009 zurückforderte. Die Skulptur des Göteborger Künstlers Claes Hake wurde jedoch nicht von den Paracas-Textilien der Ausstellung inspiriert, sondern von den Hällristingar, den Steinritzungen, aus Tanum im Bohuslän, die auf die älteste Kultur Schwedens hinweist.

Die originalen Steinritzungen in Tanum kommen aus der Bronzezeit und sind etwa 3000 Jahre alt. Sie gehören mittlerweile zum Weltkulturserbe der Unesco. Diese Abbildungen von Booten, Menschen und Symbolen, die zum Teil heute noch nicht gedeutet werden konnten, waren die Basis für die Skulpturengruppe Stulen Värld und bieten eine „Ergänzung“ zur Bohuslänsk Historia in Lindholmen.

Claes Hake, der 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren wurde und an der Kunsthochschule Valand in Göteborg studierte, arbeitet vor allem mit Granit aus dem Bohuslän, dem er Leben einhauchen kann. Es ist daher auch normal, dass sich Claes Hake für die ersten Kunstdenkmale des Bohuslän interessierte und aus der 3000 Jahre alten Kunstform lernte und sich davon bei manchen seiner Werke inspirieren ließ. In Göteborg findet man mehrere seiner Monumentalskulpturen, so den Näcken, den Geiger, eine Figur aus der Sagenwelt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Näcken, der Geiger, von Claes Hake in der Stadskansliet in Göteborg


Im Innenhof der Göteborger Stadskansliet befindet sich eine der bedeutendsten frühen Skulpturengruppe des Künstlers Claes Hake. Im Gegensatz zur Skulptur Folkvisan in Liseberg, wo der Näcken als Einzelfigur dargestellt wird, findet man im Taktörens gård der Stadskansliet eine Installation, die die gesamte Legende des Näcken darstellt.

Näcken spelar upp, wie die ganze Gruppe heißt, setzt den Näcken, den trollenden Geiger, auf eine Wasserspiel, von wo aus er seine Weisen erklingen lässt. Als tanzender Vater gilt der Künstler Claes Hake selbst, der seinen Sohn an der Hand hält. Der Geigenspieler, der ebenfalls vom Näcken verzaubert wurde ist John Eriksson, ein Geigenvirtuose, der nie ohne sein Instrument gesehen wurde und selbst mit seiner Violine begraben wurde.

Claes Hake, geboren 1945, studierte an der Kunsthochschule Valand in Göteborg und erhielt mehrere Stipendien und Preise für seine Werke. Viele seiner öffentlichen Skulpturen nehmen einen bedeutenden Platz ein und lassen bisweilen die Kunst über die Umgebung dominieren. Claes Hake, der aus Mölndal, einem Nachbarort Göteborgs stammt, hat in Göteborg zahlreiche Monumente geschaffen. Sein Werk Näcken spelar upp gehört zu seinen frühen Arbeiten, das 1980 in der Stadskansliet aufgestellt wurde.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. November 2009

Granit von Claes Hake in Eriksberg, Norra Älvstranden in Göteborg


Auch wenn Claes Hake eigentlich Maler ist, so hat er dennoch seine Liebe zur Steinskulptur entdeckt und seit den 80er Jahren schmücken mehr und mehr seiner Monumentalskulpturen die öffentlichen Plätze dieser Welt. Granit, eines seiner kleineren Werke kann man in Eriksberg, am Norra Älvstranden, einem Stadtteil Göteborgs, entdecken. Wie so oft hat hier der Künstler seinem Werk einen sehr einfachen und relevanten Namen gegeben: Granit.

Bei der Skulptur Granit handelt es sich natürlich nicht um irgendeinen Granit, sondern um Granit aus dem Bohuslän, den der Künstler jeweils selbst vor Ort auswählt. Die Skulptur Granit ist natürlich auch nicht nur irgend ein Granitstück, sondern wird in verarbeiteter Form geboten. Der Betrachter kann am Kunstwerk den Unterschied von unbearbeitetem und bearbeiteten Granit sehen, aber er kann auch die Struktur und die natürliche Maserung des Steines auf das Deutlichste sehen, seinen Formen folgen. Claes Hake lässt dem Stein sein Leben, gibt ihm jedoch einen Ausdruck, der nur in der Gesamtheit zwischen Umgebung und Kunstwerk ihre Erklärung findet.

Claes Hake wurde 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren und studierte an der Kunsthochschule Valand in Göteborg Malerei. Er entdeckte sehr bald seine Neigung für Skulptur und arbeitete die letzten jahre über vor allem mit Granit aus dem Bohuslän. Während der Künstler kaum über seine Kunstwerke und deren Bedeutung reden will, spricht er jedoch gerne über Granit und die Kriterien, die ein guter Granit aufweisen muss, damit er ihn in ein Kunstwerk verwandelt. Eines seiner anderen Werke in Göteborg ist der Solringen und die Wassertreppen daneben.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 26. September 2009

Solringen, der Sonnenring, von Claes Hake am Näckrosdammen in Göteborg


Auf der Rasenfläche vor dem Universitätsgebäude Humanisten, direkt neben dem Näckrosdammen in Göteborg, ragt ein 4,4 Meter hoher Ring zum Himmel, ein monumentales Kunstwerk aus Aluminium, Bronze und Granit. Claes Hake, der Künstler, hat dieses Gebilde Solringen, also Sonnenring genannt.

Der Solringen von Claes Hake ist in seiner Art eine Besonderheit, da Claes Hake meist mit großen Granitblöcken arbeitet, was an mehreren öffentlichen Stellen Göteborgs gesehen werden kann. Sein Ring aus Aluminium und Bronze aus dem Jahre 1993 gehört daher zu den wenigen Arbeiten bei denen der Künstler zu einem anderen Material als Granit gegriffen hat. Wie die meisten Skulpturen an schwedischen Universitäten wurde auch der Solringen vom Statens Konstråd finanziert.

Der Solringen ist jedoch kein Einzelstück, denn Claes Hake hat im gleichen Jahr eine zweite identische Skulptur geschaffen, die sich auf dem Springvandspladsen im dänischen Hjørring befindet.

Claes Hake ist in Mölndal bei Göteborg geboren und hat in Göteborg in der Valand Kunsthochschule Malerei und später auch Skulptur studiert. Aus gesundheitlichen Gründen arbeitet der Künstler heute fast ausschließlich noch mit Stein. Hake ist jedoch auch als Maler bekannt und nicht nur als Skulpteur.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 15. September 2009

Bohuslän von Claes Hake am Hauptbahnhof von Göteborg

Am Fußgängerübergang von Nordstan zum Hauptbahnhof findet man eine Skulptur, die fast beim Alteisenhändler gelandet wäre, weil die Direktion der Schwedischen Eisenbahn in Göteborg wenig mit der von einem Vorgänger erworbenen Skulptur anfangen konnte oder wollte, obwohl der Titel Bohuslän wie gegossen zur Eisenbahn Göteborgs passt.

Claes Hake hatte im Jahre 1982 im Auftrag der Bolaget Jernhusen eine Skulptur aus Bronze und Stein geschaffen, die die Meereswogen des Bohusläns spiegelt, der Region, die an Göteborg direkt angrenzt. Das Monument wurde an einem dafür vorgesehenen Platz neben den Gleisen aufgestellt.

Als die Ankunft des X2000 dann mehr Platz benötigte wurde die Skulptur kurzerhand in einen Lagerraum transportiert bis sie dann teilweise selbst zerlegt wurde um als Schrott verkauft zu werden. Als diese Tatsache an die Öffentlichkeit geriet wurde der Verkauf gestoppt bis die Firma Jernhusen, die die Bahnhöfe Schwedens verwaltet, auf die Idee kam, das Kunstwerk der Stadt Göteborg zu schenken. Die Skulptur Bohuslän wurde wieder repariert und dann an ihrem heutigen Platz aufgestellt.

Claes Hake wurde in Mölndal geboren und wird als Künstler meist als Göteborger und Bohuslänning bezeichnet. Er studierte Kunst in Göteborg und arbeitet seit 1970 als Bildhauer, anfangs mit Plastik, dann mit Gips, Lehm und Bronze bis er immer häufiger zu Stein griff. Claes Hake wurde im Jahre 2002 von der Lokstallet Konsthall in Strömstad zum Künstler des Jahres ernannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin