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Mittwoch, 2. Juni 2010

Lövet, das Laub, von Leo Pettersson an der Smyckegatan in Göteborg


Am Rande des Wohngebiets an der Göteborger Smyckegatan, über einem der kleinen Gebäude, in denen der Abfall sortiert und untergebracht wird, entdeckt man eine Granitskulptur, die der Künstler Lövet, das Laub, genannt hat und ein fiktives Blatt darstellt. Heute mag diese Skulptur vielleicht etwas schlecht platziert scheinen, da das Wohngebiet mittlerweile von Bäumen umgeben ist.

Als der Künstler im Jahre 1992 im Stadtteil Tynnered dieses Werk schuf, gab es kaum Bäume und die Neupflanzungen wirkten eher trist. Leo Pettersson wollte daher den Blick von den kubischen architektonischen Werken ablenken und eine Art Bewegung in der Ziegelwelt schaffen, was ihm mit Lövet, dem Blatt, sehr gut gelungen ist, auch wenn man heute in der Smyckegatan fast das Gefühl bekommt in einem Wald zu wohnen, in dem eben einige Wohnblocks aufgestellt wurden.

Leo Pettersson, der 1952 in Partille bei Göteborg geboren wurde besuchte die Kunsthochschule Valand. Während er zu Beginn seiner Schaffenszeit vor allem großflächige Steinskulpturen schuf, wurden seine Werke in den letzten Jahren immer intimer. Leo Pettersson, der in Schweden auch für seine Gemälde und Zeichnungen bekannt ist, schuf mehrere öffentliche Werke in Göteborg, unter anderem die Klippdockan am Redbergsplatz.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 22. Mai 2010

Klippdockan von Leo Pettersson am Redbergsplats in Göteborg


Im Zentrum des Redbergsplatsen in Göteborg, direkt neben den Gleisen der Straßenbahn steht die sehr eindrucksvolle Granitskulptur Klippdocka, Klippenpuppe. Auch wenn der Künstler nichts über die tatsächliche Bedeutung des Werkes sagte, so kann man dennoch interpretieren, dass er die Granitfigur als eine Art Puppe sieht, wie sie Klippen aus Granit entstehen lassen würden.

Um den Namen jedoch zu verstehen, muss man wissen, dass die im Jahre 1995 geschaffene Klippdockan ursprünglich auf einer Klippe bei Röda Sten stand und nicht mitten unter Häusern wie heute. Mit der Verlagerung der Skulptur Klippdockan wurde ihr die Umgebung und die Aussage genommen. Das Werk wurde vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert.

Leo Pettersson wurde 1953 in Partille bei Göteborg geboren und besuchte von 1973 bis 1978 die Kunsthochschule Valand. Auch wenn Leo Pettersson, der mehrere bedeutende Stipendien erhielt und Mitglied der Bolaget Vardagsbilder ist, vor allem durch seine überdimensionalen Skulpturen bekannt wurde, so zeichnet er sich auch als hervorragender Graphiker aus. Leo Pettersson lebt und arbeitet heute auf der Insel Henån in den nördlichen Schären.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 9. Februar 2010

Kambrium von Leo Pettersson bei Röda Sten in Göteborg


Direkt am Göta Älv, nur wenige Schritte entfernt vom Kulturzentrum Röda Sten in Göteborg, ragt eine überdimensionale Granitskulptur leicht über das Wasser des Flusses. Diese Granitskulptur, die sich ringweise zu verjüngen scheint, wurde 1995 hier geschaffen und erinnert an die lange Entwicklung der Erdgeschichte.

Die Skulptur nennt sich Kambrium und erinnert damit an den Moment als sich die ersten Tiere mit einem Rückrat entwickelten um später aus dem Wasser an Land zu kommen. Kambrium am Röda Sten verbindet die beiden Elemente und schafft gleichzeitig eine Verbindung zur geologischen Erdgeschichte, da ein Teil der Felsen um Göteborg bis zurück ins Kambrium reichen. Die Struktur der Skulptur erinnert ebenfalls an ein knochiges, schwimmendes Tier, das eben erst für kurze Zeit an Land geklettert ist.

Leo Pettersson, geboren 1953 in Partille, besuchte die Kunsthochschule Valand in Göteborg und wohnt heute in Henån auf Orust und in London. Er machte sich vor allem mit seinen überdimensionalen Steinskulpturen einen Namen, die sich in der Natur in ihre Umgebung integrieren. In jüngerer Zeit arbeitet er auch als Maler und gibt seinen kleiner werdenden Skulpturen einen mehr poetischen Ausdruck.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin