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Dienstag, 26. Januar 2010

Infödingskvinnan, die Eingeborene, von Wilhelm Henning am Packhusplatsen in Göteborg


Wenn man von einer Infödningskvinna spricht, so meint man in Schweden in der Regel eine Eingeborene Afrikas. Vor allem zu Mitte des vorigen Jahrhunderts dachte man dabei vor allem an die nackten Frauen, die große Lasten auf ihren Köpfen trugen und dem Relief am Gebäude Transatlantics entspricht.

Die Infödningskvinna von Wilhelm Henning am Packhusplatsen in Göteborg macht da keine Ausnahme, auch wenn man sich die Frage stellt, welche Rolle sie neben dem Relief von Poseidon spielt. In jedem Fall wollte der Künstler damit die Tätigkeit des Transatlantics-Unternehmen, das seinen Hauptsitz im Gebäude hatte, hervorheben, zumal der Handel mit Afrika in jener Zeit eine große Bedeutung für Skandinavien bekam.

Wilhelm Henning (1899 – 1955), der in Stockholm geboren wurde und Kunst sowohl in Paris, als auch in Nord- und Südamerika studierte, war vor allem als Maler bekannt, hat jedoch in Göteborg, wo er auch starb, auch Skulpturen und Reliefe hinterlassen. Seine Gemälde findet man vor allem im Modernen Museum in Stockholm.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 4. Januar 2010

Fjärran Länder von Fritz Bange am Packhusplatsen in Göteborg


Über dem Eingang zur früheren Transatlantics AB am Packhusplatsen in Göteborg hat der Künstler Fritz Bange im Jahre 1943 vier moderne Reliefe hinterlassen, die die Aktivitäten der Reederein indirekt bebildern sollten. Die Abbildungen der drei Frauen und des Seemanns sind jedoch ziemlich zweideutig, denn links blickt eine Frau mit Kleinkind in die Ferne um die Rückkehr ihres Mannes zu erwarten und lässt an die Frau des Seemanns erinnern. Rechts blickt der Seemann jedoch in die entgegengesetzte Richtung und scheint das Abenteuer zu suchen und auf dem Weg in fremde Länder zu sein. Zwischen den beiden kann man zwei Frauen aus fernen Ländern sehen, die offensichtlich das Ehepaar trennen. Leider kann man heute nicht mehr sagen, ob dies der Auftrag des Architekten war, des Reeders oder die Freiheit des Künstlers, der diesen Eindruck vermitteln wollte.

Fritz Bange (1885 - 1959) ging, wie schon Gerhard Henning (Blomsterflickan und Sittande Flicka) in den Künstlerkreis um Ivar Arosenius ein und war Schüler der Kunsthochschule Valand in Göteborg bevor seine Ausbildung in Paris fortsetzte. Auch wenn Fritz Lange zahlreiche Gebäudeausschmückungen in Göteborg hinterlassen hat, so sah er seine Zukunft doch mehr in der Malerei. Er zeichnete jedoch keines seiner Gemälde und stellte sie Zeit seines Lebens nicht aus. Die eine Seite behauptet, er sei zu selbstkritisch gewesen und die die andere Gruppe meint, dass keines seiner Gemälde als wahre Kunst bezeichnet werden kann. Aber egal was man von seinen Gemälden hält, so sind seine Skulpturen und Reliefe sehr persönliche Arbeiten, die von künstlerischem Können und Ideenreichtum sprechen. Auch nach seinem Tode wurden seine Gemälde nur sehr selten der Öffentlichkeit präsentiert.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 29. November 2009

Poseidon von Wilhelm Henning am Packhusplatsen in Göteborg


Am früheren Gebäude der Göteborger Reederei Transatlantics kann man mehrere Reliefe entdecken, die eine Beziehung zu Seefahrt und fernen Ländern haben. Auf der Seite zum Packhusplatsen kann man, zum Beispiel, das Relief eines modernen und gutmütigen Poseidon entdecken der sein größtes Denkmal am Götaplatsen in Göteborg erhielt.

Das Relief Poseidon von Wilhelm Henning zeigt einen Poseidon, der Göteborg und der früheren Reederei wohlwollend ist. Während die Abbildung des Poseidon dem zahlreicher Stiche und klassischer Skulpturen entspricht wird das Meer durch einen Anker ausgedrückt auf den sich Poseidon stützt während er nicht nur eines der Segelfahrzeuge sicher über der Wasseroberfläche hält, sondern auch ein Gebäude von Überschwemmungen schützt, im Falle des Reliefs am Packhusplatsen jenes der Reederei Transatlantic.

Wilhelm Henning (1899 - 1955) wurde in Stockholm geboren, verbrachte jedoch viele Jahre in Göteborg, wo er auch starb. Der schwedische Künstler studierte in Paris Malerei, bevor er sich in Süd- und Nordamerika auch der Skulptur zuwandte. Sowohl seine Gemälde als auch seine Skulpturen tragen sehr moderne Züge, die vor allem vom Aufenthalt Wilhelm Hennings in Südamerika beeinflusst sind. Das Moderne Museum in Stockholm verfügt über eine Sammlung an Gemälden des Künstlers.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin