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Samstag, 23. Januar 2010

Kvinna och skepp, Frau und Schiff von Stig Blomberg an der Östra Hamngatan in Göteborg


Am Gebäude der Broströms AB an der Östra Hamngatan 7 findet man über dem Eingang ein Relief, das eine Seejungfrau mit einem Schiff, Kvinna och Skepp, darstellt. Unter dem Relief befindet sich der Schriftzug Johnsons, der sich auf eine der früheren Werksamheiten des Unternehmens Broström Ab bezieht, nämlich auf die Johnson Line, die einst Europa mit Nordamerika verband.

Während man nicht genau sagen kann was die Frau des Reliefs bedeuten soll und vermutlich nichts anderes ausdrückt als eine Seejungfrau, die ein ruhiges Meer garantiert, hat das Schiff jedoch eine wichtige Rolle, denn es verweist auf die lange Geschichte der Broström Ab, die einst von Axel Broström in Göteborg gegründet wurde. Während die Werfttätigkeit mittlerweile ebenso eingestellt ist wie die Linienschifffahrt, hat sich das Unternehmen nun zu einem der bedeutendsten internationalen *Unternehmen mit Öltankern gewandelt, dessen Hauptstelle sich an der Östra Hamngatan 7 in Göteborg befindet. Die Kvinna och Skepp, die 1958 vom schwedischen Künstler Stig Blomberg geschaffen wurde, symbolisiert daher die mittlerweile 150-jährige Geschichte des Unternehmens bei dem Schiffe immer im Vordergrund waren.

Stig Blomberg (1901 - 1970) besuchte die Kunsthochschule in Stockholm und vervollständigte anschließend seine Ausbildung im Maison Watteau in Paris. Stig Blomberg war als Skulpteur vor allem für seine Skulpturen Jugendlicher bekannt wie Tampande pojkar, Bollspelande Flickor oder Tummelisa, die man ebenfalls in Göteborg findet. Sein Werk Kvinna och Skepp gehört daher zu den relativ seltenen Reliefen, die er schuf. Für das Werk Tampande pojkar erhielt Stig Blomberg bei den Olympischen Speilen in Berlin 1936 eine Bronzemedaille für seine künstlerische Leistung im Sport.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. November 2009

Oscar Kjellberg von Arvid Bryth am Gamla Varvsparken in Göteborg


Eine der Büsten im Gamla Varvsparken in Göteborg stellt den schwedischen Ingenieur und Erfinder Oscar Kjellberg (1870 - 1931) dar, der einst durch die Erfindung des elektrischen Bogenschweißens den Schiffsbau in Göteborg revolutionierte und damit mit am Erfolg der Werften beteiligt war, denn ihm verdanken alle Werften der Welt, dass ein Schiff zusammengeschweißt werden kann.

Oscar Kjellberg entwickelte seine Schweißtechnik in der Lindholmens Werkstadt, wo heute das Wissenschaftszentrum Göteborgs zu finden ist. Lindholmens Werkstadt gründete, unter der Leitung von Oscar Kjellberg, die Firma ESAB AB, die heute noch weltweit für ihre Schweißtechniken bekannt ist. Und noch heute findet man auf zahlreichen Schweißarbeiten die Initialen OK, die die einstigen Arbeiten Kjellbergs kennzeichnen.

Die Büste Oscar Kjellbergs im Gamla Varvsparken, vor dem Seefahrtsmuseum in Göteborg wurde, wie jene von Wilhelm Lundgren, vom schwedischen Künstler Arvid Bryth (1905 - 1997) geschaffen, der in Hakarp geboren wurde und in Hemsjö starb. Arvid Bryth, der die bedeutendsten Jahre seines Lebens in Alingsås bei Göteborg verbrachte, ist vor allem durch seine polychromen Holzskulpturen bekannt, die man in zahlreichen Kirchen Schwedens bewundern kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Wilhelm Lundgren von Arvid Bryth im Gamla Varvsparken in Göteborg


Wo sich früher eine der Göteborger Werften befand steht seit 1933 das Sjöfartsmuseet der Stadt. Richtung Stigbergstorget liegt heute der Gamla Varvsparken mit einigen alten Kanonen und anderen Erinnerungen an die große Zeit der Göteborger Seefahrt. Aber hier findet man auch die Büsten jener, die das Seefahrtsmuseum gründeten und aktiv die industrielle Seefahrt Göteborgs beeinflussten. Eine dieser Personen ist auch Wilhelm Lundgren.

Wilhelm Lundgren war Kapitän, Schiffsreeder, saß im schwedischen Reichstag und ermöglichte den transatlantischen Bootsdienst von Göteborg aus. Er bildete die Transatlanticlinjen (1904), die Svenska Sydafrikalinjen(1904) und die Svenska Australlinjen (1907). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schuf Wilhelm Lindgren in Göteborg die bedeutendste Handelsflotte Skandinaviens. Allein drei Stiftungen in Göteborg tragen ebenfalls seinen Namen, darunter ein Altersheim für mittellose Seeleute und deren Angehörige. Seine Büste steht daher mit vollem Recht seit 1946 im Gamla Varvsparken, um an diesen Wohltäter Göteborgs und den bedeutenden Reeder und Politiker zu erinnern.

Seine Büste wurde vom schwedischen Künstler Arvid Bryth (1905 - 1997) geschaffen, der vor allem für seine polychromen Werke in zahlreichen westschwedischen Kirchen bekannt wurde. Obwohl Arvid Bryth mit zu den bedeutendsten Künstlern Schwedens gehört ist über ihn und sein Leben nur relativ wenig bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 11. August 2009

Hugo Hammar von Erik Rafael-Rådberg im Varvsparken in Göteborg


Im Gamla Varvsparken vor dem Seefahrtmuseum in Göteborg befinden sich fünf Büsten von Persönlichkeiten, die einst einen bedeutenden Einfluss in der Werftgeschichte Göteborgs hatten und auch das heutige Seefahrtsmuseum (Sjöfartsmuseet) ermöglichten.

Eine dieser Persönlichkeiten war Hugo Hammar, der als Schiffsbaumeister und Direktor der Götaverken das moderne Schiff schaffte. Hugo Hammar war ab 1921 auch in der Leitung der heutigen Chalmers Universität, setzte sich für Demokratie und Freiheit ein, wobei er sich während des Zweiten Weltkrieges auch als Gegner des Nationalsozialismus auszeichnete.

Die Büste Hugo Hammars, die heute vor dem Seefahrtmuseum steht wurde von Erik Rafael-Rådberg geschaffen und im Jahre 1949 enthüllt. Rådberg arbeitete als Skulpteur und Innenausstatter, wobei er sich vor allem mit seinen Büsten einen Namen schaffte. Alle Büsten mit Blick auf die Karl Johansgatan wurden von Rådberg geschaffen.

Der gamla Varvsparken wurde an der Stelle einer früheren Werft angelegt. Im Park selbst wurde auch das Seefahrtmuseum errichtet, das im Jahre 1933 fertig gestellt war. Im Varvsparken kan man außer den Granitbüsten auch alte Kanonen und Anker besichtigen, die Teil des Sjöfartsmuseet sind.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin