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Montag, 8. Februar 2010

Feskekörkan von Lars Hysing in Haga in Göteborg


In einem Innenhof der Tredje Langgåtan im Stadtteil Haga in Göteborg entdeckt man einen schmiedeeisernen Zaun auf dem zahlreiche bedeutende Monumente Göteborgs dargestellt werden, jeweils umgeben von Symbolen, die zum entsprechenden Bauwerk am besten passen. Eines dieser Bauwerke ist die Feskekörka, die zu einem der bedeutendsten touristischen Attraktionen Göteborgs gehören.

Der schmiedeeiserne Zaun gehört zu den Grenzfällen bei denen man oft über den Unterschied zwischen Handwerk, Kunsthandwerk und Kunst diskutiert, da technisch gesehen sehr viele Handwerker eine gleiche Leistung bringen. Dieser Zaun mit der Feskekörka ist jedoch in seiner Gesamtheit zu sehen, wobei die Gesamtkonzeption als solches die Kunst ausmacht, denn kaum ein Handwerker ist in der Lage die gesamte Wirkung des Zaunes ohne künstlerische Ausbildung zu planen.

Über Lars Hysing, den Künstler des Zauns, ist leider nichts bekannt, wobei jedoch einiges darauf hindeutet, dass er einer Kunstausbildung in Göteborg folgte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 5. Februar 2010

Poliskonstapel mit Hund in der Tredje Långgatan in Göteborg


Das alte Polizeigebäude im Göteborger Stadtteil Haga wurde international durch den Romankommissar Winter aus den Büchern Åke Edwardsons bekannt, auch wenn dort schon lange keine Polizei mehr stationiert ist und die Zellen zu Büroräumen wurden. In den Filmen mit Kommissar Winter wird immer wieder der Eingang zu diesem Ziegelgebäude aus dem Jahre 1911 eingeblendet und damit ein Kunstwerk, dessen Schöpfer nie ausdrücklich genannt wurde.

Über dem Eingang des Gebäudes in der Tredje Långgatan steht, auf dem Göteborger Wappen, ein Poliskonstapel mit seinem Hund, der an die Arbeit der Polizei zu Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert. Zahlreiche Göteborger Architekten dieser Zeit wollten durch ein Kunstwerk die Bestimmung des Gebäudes kennzeichnen, damit selbst leseunkundige Personen maßgebliche Gebäude der Stadt an einer Ausschmückung des Gebäudes oder einer Skulptur identifizieren konnten. Der Poliskonstapel mit seinem Hund ist hier keine Ausnahme.

Auch wenn die künstlerische Arbeit teils von bedeutenden Künstlern jener Zeit ausgeführt wurden, so zeichnete oft nur der Architekt für das Gesamtwerk, zumal er die Skulptur als Teil des Hauses betrachtet. Beim Poliskonstapel ist daher ebenfalls nur der Architekt Charles Lindholm genannt. Da Charles Lindholm (1870 - 1955) jedoch nicht nur Architektur an der Technischen Hochschule Chalmers studierte, sondern auch die Kunstakademie mit großem Erfolg besuchte und von 1906 bis 1912 Rektor der Slöjdföreningens skola in Göteborg war, ist es möglich, dass er auch selbst die Skulptur des Poliskonstapels schuf ohne dies besonders anzumerken.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. Januar 2010

Galeasen, die Galone, von Bengt Lundin im Göteborger Stadtteil Haga


In einem Innenhof an der Tredje Långgatan im Göteborger Stadtteil Haga, direkt neben einem Kindergarten, findet man eine Galeone (Galeas) durch die Luft segeln, die an die grosse Eroberungsepoche des 16. und 17. Jahrhunderts erinnert, als die Spanier mit Galeonen zur Eroberung Amerikas aufbrachen.

Galeonen wurde nur rund 200 Jahre lang hergestellt. Es handelte sich dabei um Kriegsschiffe, die mit zahlreichen Kanonen bestückt waren und in der Regel für kriegerische Zwecke eingesetzt wurden. Wenn man in Schweden von Galeonen spricht, so meint man meist die letzte in Europa gebaute Galeone, die Vasa. Diese Schiffart wurde in Schweden anschließend von den Seglern Ostindiefararen ersetzt, die Göteborg etwa hundert Jahre lang zu Reichtum verhalfen. Außer der Vasa, an die die Galeasen vermutlich erinnern soll, wurden in Schweden kaum bedeutende Galeasen, also Galeonen, erbaut. Die Vasa wurde im Jahre 1628 erbaut und sank bei ihrer Jungfernfahrt.

Bengt Lundin, der 1924 in Trollhättan geboren wurde und die Kunsthochschule Valand in Göteborg besuchte, schuf zahlreiche Boote, die man heute an öffentlichen Plätzen Schwedens findet. Bengt Lundin ist ebenfalls im Nationalmuseum in Stockholm ausgestellt, wobei er sich vor allem einen Namen mit seinen Spielskulpturen machte, so dem Boot Lekskulptur am Norra Älvstranden in Eriksberg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin