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Sonntag, 2. August 2009

Die Börse am Gustaf Adolfs Torg in Göteborg


Die alte Börse am Gustaf Adolfs Torg in Göteborg wurde vom Stockholmer Architekten Pehr Johan Ekman erbaut, die am 1. Dezember 1849 eingeweiht wurde. Schon lange wird das Gebäude jedoch nicht mehr als Börse benutzt sondern nur noch für besondere Ereignisse und Empfänge der städtischen Regierung benutzt.

Von besonderem künstlerischem Interesse sind die sechs Skulpturen, die die Fassade dominieren und über den Gustaf Adolfs Torg blicken. Jede der in Zink gegossenen Figuren erklärt und symbolisiert den Aufstieg Göteborgs.

Der schwedische Skulpteur Carl Gustaf Qvarnström schuf 1847 (von links nach rechts) die Figuren Idogheten, Lyckan, Handel, Sjöfarten, Rikedomen und Industrien, oder mit anderen Worten Fleiß, Glück, Handel, Seefahrt, Reichtum und Industrie. Einige Skizzen und Gipsmodelle Qvarnströms befinden sich auch im Göteborger Museum.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. Juli 2009

Karyatide am Stadttheater in Göteborg


Eine besondere Art an Skulptur findet man am Haupteingang des Stadttheaters am Götaplatsen in Göteborg. Hier findet man Karyatide und Atlant, also Skulpturen, die in der Architektur als tragende Säule dienen und bei einem Theater bereits den Eingang mit in ein Schauspiel verwandelt.

Karyatide (was soviel wie "Mädchen von Karyäs" heißt) am Stadttheater Göteborgs hat jedoch eine Besonderheit. Sie wurden nämlich nicht von einem Bauarbeiter errichtet, sondern von keinem Geringeren als Ivar Johnsson, der auch für die Kvinna vid Havet und das Flickan och Sjötrollen zeichnet, wobei er Karyatide nach griechischem Vorbild mit einem Kranz auf dem Kopf darstellt.

Ivar Johnsson benutzte für Karyatide und Atlant hellen Granit und schuf die beiden Kunstwerke kurz nachdem er die Frau des Seemannes (1932) vollendet hatte. Ivar Johnsson war am 12. Februar 1885 in Skåne geboren und starb am 16. August 1970 in Stockholm.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 28. Juli 2009

Monolith in vier Teilen von Lars Hansson in Göteborg


Ein Monolith ist im Grunde ein Stein aus einem einzigen Guss und drückt die Einheit und die Stärke eines Steines aus. Bei der Skulptur von Lars Hansson handelt es sich jedoch um einen Monolith, der durch seine Trennung in vier Teilen zu einem Kunstwerk wurde, das den Ausdruck Monolith also in Frage stellt.

Lars Hansson hat sich für seine Arbeit dem Bohusgranit gewählt, Granit also, der schon in der Vorgeschichte Schwedens der Steinskulptur diente und uns viel über die Geschichte und Lebensweise der nordischen Vorfahren erzählen konnte. Hansson knüpft daher mit seinem Monolith in vier Teilen (Monolit i fyra delar) einen Sprung von der Urzeit zur Gegenwart.

Der Monolit i fyra delar wurde von Lars Hansson, der mit dem Olssons Skulpturpreis ausgezeichnet ist, im Jahre 1989 realisiert und wurde auf dem Gustav Adolf Torg enthüllt. Erst im Jahre 1992 kam das Kunstwerk an seine heutige Stelle in der Trädgårdsföreningen in Göteborg. Lars Hansson arbeitet heute vor allem in Italien und in Griechenland.

Copyright: Herbert Kårlin