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Dienstag, 28. Juli 2009

Monolith in vier Teilen von Lars Hansson in Göteborg


Ein Monolith ist im Grunde ein Stein aus einem einzigen Guss und drückt die Einheit und die Stärke eines Steines aus. Bei der Skulptur von Lars Hansson handelt es sich jedoch um einen Monolith, der durch seine Trennung in vier Teilen zu einem Kunstwerk wurde, das den Ausdruck Monolith also in Frage stellt.

Lars Hansson hat sich für seine Arbeit dem Bohusgranit gewählt, Granit also, der schon in der Vorgeschichte Schwedens der Steinskulptur diente und uns viel über die Geschichte und Lebensweise der nordischen Vorfahren erzählen konnte. Hansson knüpft daher mit seinem Monolith in vier Teilen (Monolit i fyra delar) einen Sprung von der Urzeit zur Gegenwart.

Der Monolit i fyra delar wurde von Lars Hansson, der mit dem Olssons Skulpturpreis ausgezeichnet ist, im Jahre 1989 realisiert und wurde auf dem Gustav Adolf Torg enthüllt. Erst im Jahre 1992 kam das Kunstwerk an seine heutige Stelle in der Trädgårdsföreningen in Göteborg. Lars Hansson arbeitet heute vor allem in Italien und in Griechenland.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 21. Juli 2009

Flaggenstangen (Flaggmaster) am Gustav Adof Torg in Göteborg


Die Flaggenstangen, Flaggmaster, oder genauer genommen deren Fundamente bleiben oft unbeachtet von den Spaziergängern am Gustav Adolf Torg in Göteborg, obwohl sich hier wahre Kunstwerke befinden. Jedes der drei Fundamente beherbergt einen Teil der Geschichte Göteborgs.

Am Mast, der dem Hamnkanalen am nächsten liegt, findet man die Geschichte der Industrialisierung Göteborgs mit einigen der bekanntesten Motiven der Stadt: Der Skansernas Kronan, dem Lejonet und der Domkyrkan. Auf der Seite, die zum Gustav Adolf Torg zeigt, findet man auch die Inschrift "Mig leder solen, eder skuggan".

Die Bronzereliefs wurden vom schwedischen Künstler Bror Chronander im Jahre 1932 realisiert, der auch einige der bekannteren Skulpturen Göteborgs geschaffen hat. Die Reliefs hat Chronander nach Motiven des damaligen Chefs des Göteborger Kunstmuseums erstellt, die eine Hommage an Charles Felix Lindberg darstellen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Juli 2009

Gustav II. Adolf von Erland Fogelberg auf dem Gustav Adolf Torg in Göteborg


Auf dem Gustav Adolf Torg, vor den Verwaltungsgebäuden Göteborgs, findet man die Monumentalskulptur des Stadtgründers Gustav II. Adolf (1594 - 1632). Am Sockel der Statue kann man folgende lesen: "Åt konung Gustaf Adolf den Store, Götheborgs grundläggare, af Stadens invånare, År 1849". Der Legende nach soll der ausgestreckte Finger Gustav II. Adolfs auf die Stelle zeigen an der die Stadt Göteborg liegen soll.

Auch wenn diese Legende, die sich auf die Stadt innerhalb des Wallgrabens richtet, glaubwürdig ist, so existierte Göteborg jedoch schon vor Gustav II. Adolf und falls die Legende stimmt, so stand er bei seiner Aussage nicht auf dem Gustav Adolf Torg, sondern auf dem Hügel Otterhällan. Die Statue selbst zeigt auch einen König, der weitaus älter ist als Gustav II. Adolf war als er die Stadt gründete.

Im Jahre 1845 bestellte Göteborg bei Erland Fogelberg die Statue Gustav II. Adolfs, wobei das Original leider nie nach Göteborg kam, denn die erste Gussarbeit, die in Rom stattfand, war schlechter Qualität und wurde nie ausgeliefert. Nach diesem ersten Versuch wurde ein Wachsmodell der Skulptur nach München geliefert, wo die zweite Statue Gustav II. Adolfs gegossen wurde. Das Schiff mit dem Kunstwerk sank jedoch in der Nordsee und die Bergungsfirma wollte eine so hohe Summe, dass Göteborg auf die Auslieferung verzichtete. Erst die dritte, ebenfalls in München gegossene Skulptur, wurde dann im Jahre 1854 auf dem Gustav Adolf Torg aufgestellt.

Bengt Erland Fogelberg (1786 - 1854) wurde in Göteborg geboren und machte mehrere Ausbildungen bis er schließlich die Konstakademien in Stockholm besuchte. Anschließend verbrachte er einige Jahre in Paris und vor allem in Rom. 1833 wurde er Lehrer an der Konstakademien und 1848 schließlich königlicher Statuenbildhauer. Erland Fogelberg war stak von den nordischen Gottheiten angetan, deren Statuen man in mehreren Museen Schwedens findet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin