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Sonntag, 22. November 2009

Till minne av de spanienfrivilliga von Torsten Renqvist am Masthuggstorget in Göteborg


Till minne av de spanienfrivilliga am Göteborger Masthuggstorget ist ein Denkmal, das an all die Schweden erinnern soll, die zwischen 1936 und 1939 nach Spanien gingen um gegen die Truppen Francos zu kämpfen. Rund 500 junge Leute schlossen sich damals dem spanischen Freiheitskampf an. Viele von ihnen waren Mitglied der Ung Vänster (Junge Linke) aus Göteborg und viele von ihnen kehrten nicht mehr nach Schweden zurück.

Das Bronzemonument Till minne av de spanienfrivilliga wurde 1993 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert und ursprünglich am Esperantoplatsen aufgestellt. Beim Bau des Götatunnels wurde das Kunstwerk dann an den Masthuggstorget versetzt, was dazu führte, dass sich hier mittlerweile jeden ersten Mai mehrere links orientierte Gruppen treffen um derer zu gedenken, die in Spanien ihr Leben für die Freiheit gelassen haben.

Der ursprüngliche Name des Denkmals von Torsten Renquist trug den Namen Ett sentida kors und drückte die Form des Werkes in Kreuzform aus, das wir alle in der Gegenwart tragen. Die Skulptur drückt auch alle Gräuel des Krieges aus und lässt eine vielschichtige Deutung zu. Menschen, die an die Mauer gestellt werden, Granaten und all dies unter dem Zeichen des Kreuzes und den Wegweisern, die in alle Richtungen führen.

Torsten Renqvist (1924 - 2007) hat in Stockholm, Kopenhagen und London Kunst studiert bevor er Lehrer an der Kunsthochschule Valand in Göteborg wurde. Während er seine ersten Jahre als Künstler vor allem der Malerei und der Grafik widmete, schuf er in den späteren Jahren vor allem Skulpturen, wovon wir mehrere auch in Göteborg finden können. Das Werk Zur Erinnerung an die Spanienfreiwillige schuf er, wie viele seiner Werke, erst in Holz, das er anschließend als Basis für die Gussarbeit nahm.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 21. August 2009

Krigsseglarnas minnesmärke von Lars Kleen am Stenpiren in Göteborg


Am Stenpiren in Göteborg steht eine eigenwillige Skulptur aus Eisen und Holz. Zu ihren Füßen kann man lesen: "Sverige tackar sitt sjöfolk för dess insats under ofärdsåren 1939 – 1945. Havet är stort, evigt och stort – Harr Martinsson". Es handelt sich um die Erinnerungsskulptur Krigsseglare.

Nur wer die Arbeiten des schwedischen Künstlers Lars Kleen bereits kennt, erkennt seine Handschrift an der am 6. September 1997 enthüllten Skulptur am Stenpiren, nur wenige Schritte von Milles Delawaremonument. Und dennoch waren an jenem September 1997 über 800 Seeleute, die während des Zweiten Weltkrieges auf See waren, während der Enthüllung anwesend.

Das Erinnerungsmonument Krigsseglare soll an die rund 2000 Seeleute erinnern, die während des Zweiten Weltkrieges ums Leben kamen als sie die Alliierten mit Lebensmitteln versorgten oder in friedlicher Mission auf See waren. Das Monument soll vor allem daran erinnern, dass schwedische Seeleute starben, weil sie jene versorgten, die dem Nazideutschland ein Ende bereiteten.

Die architektonische Skulptur Krigsseglare am Stenpiren in Göteborg wurde von Lars Kleen geschaffen, einem Künstler, der aus Eisen, Gummi, Ziegeln, Holz und anderem Baumaterial Kunst schafft. Seine Skulpturen fallen auf, allein schon wegen ihrer Größe, aber auch durch ihre Form, die zum Nachdenken anregt. In seiner Skulptur Krigsseglare sind alle Elements vorhanden, die das Werk ohne jedes zusätzliche Wort erklären, unter der Voraussetzung, dass man die Skulptur intensiv betrachtet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. August 2009

Minnesmärke Raoul Wallenberg von Charlotte Gyllenhammar in Göteborg


Raoul Wallenberg wurde am 4. August 1912 in Lidingö geboren und bereiste in seinen jungen Jahren große Teile der Welt. 1944 wurde er von der schwedischen Regierung, in Zusammenarbeit mit dem War Refugee Board, nach Budapest geschickt um dort der jüdischen Bevölkerung zu Hilfe zu kommen, indem er zahlreichen Juden behelfsmäßige schwedische Pässe ausstellte. Bei Kriegsende wurde Raoul Wallenberg von den Sowjets festgenommen. Die Umstände seiner Todes blieben bis heute unaufgeklärt.

Nachdem Göteborg im zweiten Weltkrieg das Hauptquartier der schwedischen Nazis war, wollte die Stadt im Jahre 2001 einen endgültigen Schlussstrich unter diese wenig schmeichelnde geschichtliche Erinnerung setzen und daran erinnern, dass die Mehrheit der Schweden, und auch der Göteborger, gegen das Naziregime waren, oder eben wie Raoul Wallenberg, dagegen arbeiteten. In diesem Rahmen finanzierte der Charles Felix Lindbergs Donationsfond ein Erinnerungsdenkmal für Raoul Wallenberg auf dem Kirchhof der Haga Kyrkan in graphischem Beton und Bronze, das Charlotte Gyllenhammar, nach einer Ausschreibung, realisieren durfte.

Am 25. Mai 2007 wurde das Denkmal mit Bronzeskulptur schließlich von Kofi Annan enthüllt. Das Werk von Charlotte Gyllenhammar besteht aus zwei Teilen. Schon von weitem sichtbar ist das Porträt von Raoul Wallenberg, das die Künstlerin in graphischem Beton realisiert hat. Als Modell diente ein Jugendfoto Wallenbergs, eines Mannes, der noch nichts von den Gräueltaten des Nazideutschlands weiß und daher die Welt noch mit positiven Augen betrachtet. Zu seinen Füßen liegen jedoch schon zwei ausgemergelte Jungenkörper in Bronze, die man in ganz Europa während des zweiten Weltkrieges finden konnte. Charlotte Gyllenhammar will mit diesen beiden Jungen nicht nur eine Erinnerung schaffen, sondern den Betrachter auch zum Nachdenken bringen und ihm ein Bild zeigen, das heute noch in vielen Ländern eine Realität ist und jeden von uns Morgen wieder persönlich treffen kann.

Charlotte Gyllenhammar wurde am 16. Dezember 1963 in Lerum bei Göteborg geboren ist heute eine weit über Schweden hinaus bekannte Künstlerin: Sie studierte Kunst in Göteborg und Stockholm, wobei sie ihre Fähigkeiten schließlich im Royal College of Art in London vervollständigte. Zahlreiche ihrer Werke findet man heute in verschiedenen Museen Europas.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin