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Donnerstag, 10. September 2009

Sagan om ringen von Pål Svensson am norra Älvstranden in Göteborg


Wer den norra Älvstranden in Göteborg entlang läuft entdeckt mehrere Granitblöcke, die im Zentrum ein geometrisches Symbol in Marmor tragen. Diese Kunstwerke tragen alle die Signatur von Pål Svensson, einem Göteborger Künstler. Eines dieser Granitgebilde trägt den Namen Sagan om ringen, die Sage um den Ring.

Der Künstler Pål Svensson lässt es offen welchen Ring er meint - ob er auf den Herr der Ringe anspielt oder eine geheime Öffnung, die Wasser und Land verbindet, die zwei Geister zueinander finden lässt. Er lässt dem Betrachter seine eigene Definition wie so oft bei seinen Monumentalwerken an denen man nicht einfach vorbeigehen kann.

Pål Svensson ist in Göteborg geboren, wo er auch Kunst studierte und heute noch lebt. Seine Arbeiten sind meist mehr als nur ein Kunstwerk. Jedes Werk ist eine Installation für sich, wie auch seine Sagan om ringen von 2007. Pål Svensson sieht seine Steinskulpturen wie zwei von sich losgelösten Formen, die Ying und Yan ausdrücken. In Göteborg findet man an mehreren Stellen Arbeiten des Künstler, der im Stein eine Aussage sucht und ihm eine Sprache gibt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. August 2009

Vindarnas Tempel von Per Kirkeby in Eriksberg, Göteborg


Am Kai von Eriksberg, dem nördlichen Älvstranden stößt der Wanderer auf dem Wege nach Lindholmen an ein Ziegelbauwerk, das Per Kirkeby Vindarnas Tempel, der Tempel der Winde, genannt hat und das auf den ersten Blick nur wenig an ein Kunstwerk erinnert. Diese rote Skulptur, die Kirkeby aus dänischem Ziegel hergestellt hat ist jedoch eine abstrakte Architektur, die einen poetischen Raum bildet und typisch für den dänischen Künstler Per Kirkeby ist. Er hat 1992 das wohl monumentalste Kunstwerk Göteborgs geschaffen, das den Winden aller Richtung ausgesetzt ist, aber seinen Besuchern gleichzeitig irgendwo Schutz gegen die gleichen Winde gewährt.

Per Kirkeby ist der zur Zeit weltweit best bekannte dänische Skulpteur, der in mehreren Kunstrichtungen tätig ist, aber gerade durch seine abstrakten architektonischen Werke, wie Göteborgs Tempel der Winde, in Ziegel bekannt wurde. Per Kirkeby hat ursprünglich arktische Geologie studiert, was sicher erklärt, warum er gerade architektonische Symbole in seiner Kunst verarbeitet und ein Material benutzt, das aus der Erde kommt.

Viele Betrachter halten seine architektonischen Skulpturen in Göteborg für monströs oder sprechen ihr gar jede Kunst ab, weil er Per Kirkeby in seinem Werk nicht auf die klassischen Materialien der Skulptur zurückgreift, sondern dafür zeitnahes Material wie roten Ziegel benutzt. Aber selbst seine Kritiker beachten und betrachten Vindarnas Tempel, egal ob sie am Älvstranden entlang bummeln, mit den Älvsnabben daran vorbeifahren oder das Monument von einer anderen Stelle aus sehen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 10. August 2009

Bohuslänsk historia von Ivana Machackovas in Lindholmen, Göteborg


Am Älvstranden von Eriksberg und Lindholmen kann man mehrere Skulpturen von Ivana Machackova entdecken, einer Künstlerin, die mit dem Göteborger Kulturpreis ausgezeichnet wurde. Auch ihre größte und aufwendigste Skulptur fand hier seinen Platz: Die bohuslänsk historia, die Geschichte des Bohuslän.

Vier Jahre lang arbeitete Ivana Machackova an der bohuslänsk historia, die sie in 30 Tonnen Granit meißelte. Sechs Granitblöcke schildern am Lindholmplatsen die Geschichte des Bohuslän so wie sie sie als Künstlerin sieht und erlebt.

Jedes Bild hat eine Größe von 2 x 2,50 Meter und beschreibt eine eigene Epoche. Machackova beginnt mit der Bronzezeit, kommt dann zu den Wikingern und dem Mittelalter um schließlich über die Zeit der Fischerei und des Steinbruchs zum heutigen Tourismus zu gelangen. Zahlreiche Details bringen dem Betrachter mehrere Jahrhunderte an Geschichte näher.

Die Geschichte des Bohuslän ist nicht jene von Göteborg, auch wenn die Landschaft des Bohuslän an die Stadt grenzt, denn der Norden Göteborgs ist eng mit der norwegischen Geschichte verknüpft und hatte auch nie den wirtschaftlichen Einfluss, den Göteborg ausübte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin