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Donnerstag, 11. Februar 2010

Snäckfågel, Schneckenvogel, von Eric Grate in Göteborg


An der Kreuzung von Skånegatan und Engelbrektsgatan, direkt vor dem Haupteingang des Hotels Opalen in Göteborg ragt eine abstrakte Skulptur in den Himmel, die der Künstler Snäckfågel oder Schneckenvogel genannt hat.

Niemand kann heute genau sagen, wann Eric Grate seinen Snäckfågel wirklich geschaffen hat, da mehrere Dokumente sehr unterschiedliche Jahre nennen. Mit größter Wahrscheinlichkeit hat der Künstler die 2,50 Meter hohe Bronzeskulptur zwischen 1960 und 1961 geschaffen. Sie wurde dann vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond 1967 an seiner heutigen Stelle aufgestellt. Ein Duplikat der Skulptur befindet sich noch im schwedischen Eslöv. Grate hat mit seinem Snäckfågel eine abstrakte Skulptur der 50er und 60er Jahre geschaffen. Während man den Vogel im Werk noch finden kann, so ist die Schnecke dabei weitaus schwieriger zu entdecken.

Eric Grate (1896 - 1983) studierte an der Konstakademin in Stockholm Kunst bevor er zahlreiche Studienreisen in mehrere europäische Länder unternahm und sich einige Jahre lang in Paris nieder ließ. Während Eric Grate sich anfangs noch der klassischen Skulptur zuwandte, neigten seine späteren Werke mehr und mehr zum Surrealismus.

Eric Grate stellte seine Werke 1945, zusammen mit Hugo Zuhr, erstmals in der Göteborger Konsthalle aus und dann erneut 1955, dieses Mal jedoch als Einzelausstellung. Grate schuf 1945 die Kostüme und schuf die Szenonografie zu Sartres Fliegen im Dramaten in Stockholm und repräsentierte 1955 Schweden auf der Kunstbiennale in Venedig

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 8. November 2009

Mut von Roland Andersson an der Skånegatan in Göteborg


Die Skulptur Mut vor dem Burgårdens Ausbildungszentrum an der Skånegatan in Göteborg besteht aus zwei fast gleichen Skulpturen unterschiedlicher Höhe, wobei die Skulptur außerhalb des Gebäudes weitaus besser bekannt ist als jene, die sich im Innenhof des Ausbildungszentrums befindet. Nur wenige wissen, dass die Skulptur Mut im Innenhof bereits 1995 errichtet wurde, ein Jahr bevor jene vor dem Gebäude enthüllt wurde.

Die Skulptur vor dem Haupteingang des Ausbildungszentrums ist 14 Meter hoch und hat an der Spitze ein quadratisches Kapital von 4,50 Meter Seitenlänge. Während die den ägyptischen Tempeln nachempfundene Säule aus Diabas, einem sehr alten Vulkangestein besteht ist das Kapital ein Glasmosaik aus Venedig. Die dunkelgrüne Säule ragt in den Himmel und trägt an der Spitze eine dem Licht zuströmende Lotusblüte, die nachts wie ein Sternhimmel über den Platz ragt.

Mut, wie Roland Andersson seine Skulptur nannte, hat ihren Ursprung in der ägyptischen Mythologie. Mut herrschte im alten Ägypten über den Himmel und wird häufig als die Mutter aller Pharaonen bezeichnet. Ihr war der Tempel Karnak in Theben geweiht.

Roland Andersson, geboren 1935, zeichnet für zahlreiche öffentliche Kunstwerke in Schweden, wobei Mut jedoch sein einziges Werk an den Straßen Göteborgs ist. Er gewann 1993 eine Ausschreibung zur Ausschmückung des Burgårdens Ausbildungszentrums, was die Skulptur Mut ermöglichte. Roland Andersson hat einen Meisterbrief als Bildhauer und besuchte die Kunsthochschule Valand in Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin