Posts mit dem Label Näckrosdammen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Näckrosdammen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 26. September 2009

Solringen, der Sonnenring, von Claes Hake am Näckrosdammen in Göteborg


Auf der Rasenfläche vor dem Universitätsgebäude Humanisten, direkt neben dem Näckrosdammen in Göteborg, ragt ein 4,4 Meter hoher Ring zum Himmel, ein monumentales Kunstwerk aus Aluminium, Bronze und Granit. Claes Hake, der Künstler, hat dieses Gebilde Solringen, also Sonnenring genannt.

Der Solringen von Claes Hake ist in seiner Art eine Besonderheit, da Claes Hake meist mit großen Granitblöcken arbeitet, was an mehreren öffentlichen Stellen Göteborgs gesehen werden kann. Sein Ring aus Aluminium und Bronze aus dem Jahre 1993 gehört daher zu den wenigen Arbeiten bei denen der Künstler zu einem anderen Material als Granit gegriffen hat. Wie die meisten Skulpturen an schwedischen Universitäten wurde auch der Solringen vom Statens Konstråd finanziert.

Der Solringen ist jedoch kein Einzelstück, denn Claes Hake hat im gleichen Jahr eine zweite identische Skulptur geschaffen, die sich auf dem Springvandspladsen im dänischen Hjørring befindet.

Claes Hake ist in Mölndal bei Göteborg geboren und hat in Göteborg in der Valand Kunsthochschule Malerei und später auch Skulptur studiert. Aus gesundheitlichen Gründen arbeitet der Künstler heute fast ausschließlich noch mit Stein. Hake ist jedoch auch als Maler bekannt und nicht nur als Skulpteur.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. September 2009

Incantatio, die Verzauberung, von Roland Borén am Artisten in Göteborg


An der Operahögskolan Artisten in Göteborg, direkt neben dem Nächrosdammen, findet man eine blau schimmernde kubische Skulptur, die sowohl an eine chemische Zusammensetzung wie an verschiedene Würfel erinnert, die schnell zerlegt sind, dann aber Stunden erfordern um sie wieder richtig zusammenzusetzen.

In der Tat handelt es sich jedoch um eine optische Skulptur des in Göteborg arbeitenden Künstlers Roland Borén, die sich je nach Standort und Betrachtungsweise verändert und zwar sowohl in seinem dreidimensionalen Aussehen als in seinen Farben. Wer die Skulptur Incantatio, die Verzauberung, aus den unterschiedlichen Perspektiven gesehen hat erkennt sicher, dass der Künstler dieses seltsamen Gebildes von Künstlern wie Kasimir Malevich oder Piero della Francesca beeinflusst wurde.

Incantatio bedeutet Zauberformel und Verzauberung, die nichts anderes ist als eine mathematische Formel, die Roland Borén bei allen seinen Werken anwendet um mit der Optik zu spielen und den Betrachter zu verwirren, denn drei Personen, die seine Werke von unterschiedlicher Warte betrachten werden drei unterschiedliche Gebilde beschreiben, trotz der mathematischen Exaktheit.

Incantatio wurde vom Statens Konstråd finanziert, wie sehr viele Kunstwerke an öffentlichen Gebäuden, wobei auch der Standort der Skulptur gut gewählt ist, denn wer verzaubert mehr als ein Künstler, der Musik, Theater oder Oper im Artisten studierte. Die Skulptur Incantatio aus bemalten Aluminiumplatten wurde 1992 am Artisten enthüllt, muss jedoch regelmäßig restauriert werden, da das Werk immer wieder von Vandalen beschmiert wird.

Roland Borén wurde in Stockholm geboren, wo er auch zwischen 1978 und 1983 Kunst studierte. Er perfektionierte seine Ausbildung dann in der Valands Konstskola in Göteborg und ließ sich auch in der Stadt nieder. Seine Werke bauen alle auf Kubusse auf, die die optische Betrachtungsweise in den Vordergrund stellen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 17. August 2009

Gustav III. von Johan Tobias Sergel in Göteborg


Versteckt zwischen Büschen, Brennesseln und Bäumen des Näckrosdammen in Göteborg findet jener, der sucht, eine Büste des schwedischen Königs Gustav III. Die Bronzebüste des Königs auf schwarzen Marmorsockel erinnert an einen König, der sehr viel für Kunst und Wissenschaft leistete und im Jahre 1923 vor dem Kunstmuseum aufgestellt wurde. 1926 wurde die Büste dann jedoch zu seinem heutigen Standort transportiert.

Die Büste von König Gustav III. wurde vom schwedischen Bildhauer Johan Tobias Sergel erstellt und Göteborg vom amerikanischen Volk geschenkt, da er der erste war, der nach dem Unabhängigkeitskrieg Beziehungen mit Amerika aufnahm. Auf dem Sockel der Büste kann man folgendes lesen: ”To the first monarch to extend the hand of friendship to the United States of America. At the close of the war of independence”.

Gustav III. war von 1771 bis 1792 schwedischer König und gilt als der begabteste und intelligenteste König Schwedens, jedoch auch der meist umstrittene in der Geschichte. Gustav III. Wurde am 16 März 1792 während eines Maskenballes in der Stockholmer Oper ermordet.

Johan Tobias Sergel, der die Bronzebüste geschaffen hat war Bildhauer, Maler, Skulpteur und Zeichner mit deutschem Ursprung. Der Sergels Torg in Stockholm wurde nach ihm benannt. Gustav III. Ernannte den Künstler 1780 zum Königlichen Bildhauer und Professor an der Kunstakademie.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 22. Juli 2009

Die Bande der Freundschaft von Wäinö Aaltonen am Näckrosdammen


"Bande der Freundschaft" oder "När vänskapsbanden knytes", eine Bronzestatue, die am Näckrosdammen in Göteborg neben dem Kinderspielplatz steht wurde am 8. Mai 1955 eingeweiht. Unter den Gästen befanden sich nicht nur die bedeutendsten Politiker Göteborgs, sondern auch eine Delegation aus dem finnischen Åbo.

Die Skulptur "När vänskapsbanden knytes" war nämlich ein Geschenk des finnischen Ortes Åbo (Turku),der damit den Göteborgern seine Dankbarkeit über die große Hilfe während der Kriegsjahre ausdrücken wollte. Das Werk wurde von keinem geringeren geschaffen als dem finnischen Skulpteur Wäinö Aaltonen, der die Statue "Kun ystävyyssuhteet solmitaan" nannte.

Das junge Paar auf Pferden wird von Aaltonen in trauter Zweisamkeit dargestellt, ein Treffen, das die tiefe Freundschaft zweier Personen ausdrückt. Wäinö Aaltonen, der Mitglied der Finnischen Akademie war und 1966 starb, realisierte einige der bedeutendsten Skulpturen Finnlands. Aaltonen wurde 1969 ein eigenes Museum in Turku gewidmet.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 13. Juli 2009

Die Bande der Freundschaft von Wäinö Aaltonen am Näckrosdammen


"Bande der Freundschaft" oder "När vänskapsbanden knytes", eine Bronzestatue, die am Näckrosdammen in Göteborg neben dem Kinderspielplatz steht wurde am 8. Mai 1955 eingeweiht. Unter den Gästen befanden sich nicht nur die bedeutendsten Politiker Göteborgs, sondern auch eine Delegation aus dem finnischen Åbo.

Die Skulptur "När vänskapsbanden knytes" war nämlich ein Geschenk des finnischen Ortes Åbo (Turku),der damit den Göteborgern seine Dankbarkeit über die große Hilfe während der Kriegsjahre ausdrücken wollte. Das Werk wurde von keinem geringeren geschaffen als dem finnischen Skulpteur Wäinö Aaltonen, der die Statue "Kun ystävyyssuhteet solmitaan" nannte.

Das junge Paar auf Pferden wird von Aaltonen in trauter Zweisamkeit dargestellt, ein Treffen, das die tiefe Freundschaft zweier Personen ausdrückt. Wäinö Aaltonen, der Mitglied der Finnischen Akademie war und 1966 starb, realisierte einige der bedeutendsten Skulpturen Finnlands. Aaltonen wurde 1969 ein eigenes Museum in Turku gewidmet.

Copyright: Herbert Kårlin