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Donnerstag, 7. Januar 2010

Tomtar, Zwerge, von Thorvald Rasmussen an der Vasagatan in Göteborg


An der Kreuzung Viktoriagatan und Vasagatan liegt das vermutlich meist fotografierte Haus Göteborgs, das zwischen 1888 und 1890 erbaut wurde, heute unter Denkmalschutz steht, und durch seine Tomtar-Malereien eine Bedeutung erlangte, die weit über Schweden hinausreicht.

Die drei Fassaden des sogenannten Tomtehusets wurden mit den verschiedensten Motiven bemalt, in denen Zwerge (Tomtar) und Tiere die Hauptrolle spielen. Einige der abgebildeten Figuren stellen Mitglieder der Familie Hedlund, die im Haus arbeitete, bei ihrer Tätigkeit dar, andere verweisen auf die Fabelwelt oder zeigen Gebäude der Stadt mit Zwergen. Es dauert mehrere Minuten bis man die ganze Vielfalt der Malerei entdeckt, denn selbst unter dem Dachfirst verstecken sich noch Tiere und Zwerge, die schwedischen Tomtar.

Es wurde jahrelang gerätselt wer die Tomtar am Tomtehus gemalt hat, wobei mehrere bekannte Maler ins Gespräch kamen, bevor man entdeckte, dass es sich um Thorvald Rasmussen handelte, den Bruder eines der Architekten, die das Tomtehus erbauten.

Thorvald Rasmussen (1850 -1919) war ursprünglich Theater- und Dekorationsmaler bevor er sich einen Namen als Postkartenmaler machte. Anfangs malte Rasmussen vor allem historische Motive mit schwedischen Königen. Später wurden es dann allgemeine Ansichtskarten, Weihnachtskarten und schließlich Ansichtskarten mit ironischen Motiven.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 11. Oktober 2009

Viktor Rydberg Monument von Ninnan Santesson am Landsarkivet in Göteborg


Im Jahre 1930 wurde nahe des Landsarkivets in Göteborg eine Erinnerungsmonument an Viktor Rydberg aufgestellt, das aus einem Sockel besteht auf dem eine Plakette des bekannten schwedischen Schriftstellers zu sehen ist. Auf dem Sockel ist der letzte Athener mit seinem Schwert zu sehen, eine Anspielung auf sein letztes Buch.

Viktor Rydberg war einer der bedeutendsten Autoren des 19. Jahrhunderts, der sich oft mit vorchristlicher Mythologie auseinandersetzte. In seiner Zeit konnte er geradezu als Revolutionär betrachtet werden, da er in einer Zeit als noch keine Religionsfreiheit herrschte die Dreifaltigkeit ablehnte und Jesus als idealen Mensch und nicht als Gott betrachtete.

Ab 1847 arbeitete Viktor Rydberg für die Göteborger Handels- und Seefahrtzeitung (Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning). Ab 1870 wohnte er bei S. A. Hedlund, dem Chefredakteur der Zeitung und arbeitete als Auslandsredakteur. Von 1876 bis 1880 unterrichtete er Philosophie und Kulturgeschichte an der Göteborger Universität. Rydberg starb 1895 in Djursholm.

Das Viktor Rydberg Monument wurde von der schwedischen Künstlerin Ninnan Santesson geschaffen, die Kunst in Stockholm und Paris studierte. In Göteborg hat sie auch das Altarbild und das Kruzifix der Masthuggskyrkan realisiert. Obwohl Ninnan Santesson in erster Linie Skulpteur und Maler war, engagierte sie sich während des Zweiten Weltkriegs mehr und mehr in der Politik und half deutschen und norwegischen Flüchtlingen vor der Verfolgung. Sie nahm unter anderem auch Berthold Brecht und seine Familie bei sich auf.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Juli 2009

Sven Adolf Hedlund von Per Hasselberg in Göteborg


S. A. Hedlund (1821 – 1900) gehört zu den Wahlgöteborgern, die in der Vergangenheit eine große Bedeutung für die Entwicklung Göteborgs hatte. Hedlund war Journalist, im Reichstag und Kommunalpolitiker, der sich vor allem für eine soziale Politik und eine soziale Literaturbewegung einsetzte.

Sven Adolf Hedlund war in seinen letzten Lebensjahren Chefredakteur der "Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning. Zahlreiche Bücher der Göteborger Universitätsbibliothek wurden auf seine Anweisung gekauft.

Per Hasselberg, ein schwedischer Skulpteur, der vor allem in Paris arbeitete und sich einen Namen für seine sensuelle Skulpturen machte, schuf um 1906 die Bronzebüste "S. A. Hedlund", die zuerst im Göteborger Museum ausgestellt wurde und schließlich 1924 an seinem heutigen Platz an der Vasagatan fand.

Copyright: Herbert Kårlin