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Freitag, 4. Juni 2010

Susanna von Carl Milles am Kvilletorget in Göteborg


Die Skulptur Susanna oder Flicka med snäcka (Mädchen mit Muschel) wurde vom Künstler nach Susanna i badet geschaffen und stand ursprünglich in einem privaten Garten. 1945 wurde sie dann vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond erworben und am Guldhedstorget aufgestellt, bevor Susanna dann 1948 in den Kvilletorget im Göteborger Stadtteil Lundby kam.

Die Skulptur Susanne stellt die bedeutendste Szene des Werkes „Joakim uti Babylon“ von C. M. Bellman dar: Die schöne Ehefrau Joakims wird von zwei älteren Männern im Bad überrascht. Da sie die beiden jedoch abweist, behaupten diese, sie hätten Susanne mit einem Liebhaber überrascht. Susanne wird daher wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt, aber im letzten Moment noch gerettet.

Man weiß nicht wann Carl Milles (1875 - 1955) das Mädchen mit der Muschel geschaffen hat, aber das Werk in Bronze, Marmor und Beton gehört zu der Reihe seiner Brunnenschöpfungen, die den Künstler weltberühmt machten. Carl Milles begann seine künstlerische Laufbahn im Jahre 1897, als er ein Stipendium über 200 Kronen von der Svenska Slöjdföreningen bekam, die es ihm erlaubten in Paris Holzschnitzerei zur erlernen. Schon bald wechselte Milles jedoch, unter dem Einfluss der Skulpturen von Auguste Rodin, zur Skulptur in Bronze.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 20. April 2010

Sommar, Sommer, von Nils Sjögren am Guldhedstorget in Göteborg


Sommar (Sommer) oder auch Efter badet (Nach dem Bad) heißt die weibliche Skulptur, die den Teich am Guldhedstorget in Göteborg dominiert. Die Statue steht unter dem Laub hoher Bäume und wurde 1944 am heutigen Platz aufgestellt und passt wie angegossen an die Stelle, wo man auf der einen Seite den Marktplatz, auf der anderen eine Grünfläche mit zahlreichen Frühlingsblumen findet.

Sommar oder Efter Badet gehört mit zu den älteren Skulpturen Göteborgs, die daher noch in klassischem Stil geschaffen wurde und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond der Stadt finanziert wurde, in einer Zeit, als die Bautätigkeit in Guldheden am bedeutendsten war und jeder neu geschaffene Platz Göteborgs mit einer Skulptur versehen wurde. Es handelte sich bei Sommar um keine Neuschaffung eines Werkes, denn die gleiche Skulptur findet man in drei weiteren schwedischen Städten, wo sie bereits ein Jahr vor Göteborg dem Publikum vorgestellt wurden.

Nils Sjögren (1894 - 1952) studierte erst Archäologie und Kunstgeschichte in Uppsala, bevor er sich den Bildhauerei zuwandte. Seine künstlerischen Fähigkeiten erwarb er vor allem bei seinem Studienaufenthalt in Paris. Von 1929 bis 1941 war Nils Sjögren Lehrer an der Konsthögskolan in Stockholm. Er wurde in Schweden vor allem mit seinen Monumentalskulpturen und mehrere Brunnenausschmückungen bekannt, die über das ganze Land verteilt sind.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin