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Freitag, 9. April 2010

Ödlan, die Eidechse, in der Trädgårdsföreningen in Göteborg


Noch hinter den Rosenanlagen der Trädgårdsföreningen (Gartenverein) in Göteborg findet man auf eine kleinen Anhöhe eine der ältesten Skulpturen der Gartenanlage. Der große Ödlan, die Eidechse, aus Granit liegt hier von Frühling bis Herbst eingebettet in einer grün-dominanten Fläche und wird nur von wenigen Besuchern entdeckt.

Der Ödlan in übernatürlicher Größe scheint den Besucher mit seinen großen Augen eingehend zu betrachten und liegt auf der Wacht. Die Details, inklusive der Schuppen, sind kunstvoll in den Stein gehauen. Die Skulptur zeigt alle Eigenschaften der klassischen Bildhauerei und stammt vermutlich aus den 30er Jahren, als die Anlage mehrere Kunstwerke erhielt.

Große Eidechsen gehören eigentlich nicht zu den üblichen Bewohnern Schwedens, aber wie auch verschiedene Blumensorten, die ursprünglich nicht in Schweden beheimatet sind für die Vielfalt der Trädgårdsföreningen stehen, so wäre auch ein lebender Ödla im Grunde ein Tier, das sich mitten in der Anlage sehr wohl fühlen würde.

Da der Künstler des Werke keinerlei Signatur auf seiner Eidechse hinterlassen hat, kann man nicht feststellen wer das Kunstwerk geschaffen hat.

Copyright Text: Herbert Kårlin - Foto: Irene Kårlin

Montag, 1. Februar 2010

Baggen Ullrik von Uwe Kersten in der Trädgårdsföreningen in Göteborg


Manche Kunstwerke haben in Göteborg nicht sehr viel Glück und werden zum falschen Zeitpunkt an den richtigen Stellen aufgestellt. So ging es auch dem Baggen Ullrik, dem Bock Ulrich in der Trädgårdsföreningen in Göteborg. Als er im Jahre 1996 im Gartenverein aufgestellt wurde, dachte der Künstler, dass sein Bock aus Granit für die Ewigkeit bestimmt sei. Aber sehr lange steht er nun, mit anderen halb zerstörten Kunstwerken, in einer Ecke der Trädgårdsföreningen und wartet darauf wieder einen Platz in Göteborg zu finden.

Baggen Ullrik sollte, wie alle Werke des deutschstämmigen Künstlers, eine Beziehung zur Umwelt haben, was gerade bei einem Bock, der von Grasflächen umgeben ist, voll der Fall ist. Außerdem konnten Kinder auf ihm klettern und der Bock konnte selbst zu erzieherische Zwecken dienen. Der Künstler hat den massiven Körperbau und das Fell des Baggen Ullrik in hervorragender Weise wiedergegeben.

Uwe Kersten wurde 1940 im deutschen Merseburg geboren und machte ab 1962 Göteborg zu seiner Wahlheimat. Er studierte von 1963 bsi 1967 an der Konstindustriskolan in Göteborg und studierte anschließend an der Universität Kulturkommunikation. Seine öffentlichen Werke findet man nicht nur in ganz Schweden, sondern selbst in China. Uwe Kersten erhielt mehrere Stipendien für seine Leistungen, unter anderem auch das Kulturstipendium der Stadt Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 4. Oktober 2009

Tummelisa oder Däumelinchen von Stig Blomberg in der Trädgårdsföreningen in Göteborg


Im Wasserhaus (Vattenhuset) des Palmhauses (Palmhuset) in der Trädgårdsföreningen in Göteborg findet man ein kleines Marmormädchen, das auf einem Seerosenblatt zu schlafen scheint. Wer anders könnte dies sein als Tummelisa, das Däumelinchen aus dem Märchen von H. C. Andersen. Die Skulptur hat seinen Platz inmitten des Beckens mit zahlreichen, teils exotischen Wasserpflanzen.

Stig Blomberg hat Tummelisa für diesen Platz geschaffen, in einer Zeit, als Märchen noch wichtig waren für Kinder. Im Jahre 1950 gab es weder Computerspiele noch Fernsehen in jedem Haus. Es waren daher Märchen wie jenes von Däumelinchen, die Kinder träumen ließen, die gerade mit diesem Märchen die Tier- und Pflanzenwelt entdecken konnten und von fremden Ländern erfuhren. Und der Platz im Wasserbecken des Gartenvereins in Göteborg ist wie geschaffen um an dieses Märchen zu erinnern.

Der schwedische Künstler Stig Blomberg, der 1970 in Linköping starb hat mehrere Werke in Göteborg hinterlassen, unter anderem auch die Tampande pojkar und die Bollspelande flickor im Slottsskogsvallen, wobei er am meisten bekannt wurde für Werke wie Tummelisa, seine Skulpturen von Kindern, die er träumend, schlafend und in jeder anderen Position meisterhaft darstellen konnte, was er auch bei seinen zahllosen Buchillustrationen unter dem Pseudonym T. Arvidsson immer wieder unter Beweis stellte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin