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Montag, 21. September 2009

Trapplejon von Axel Wetterlund an der Universität in Göteborg


Rechts und links der Treppen zum ältesten Universitätsgebäude Göteborgs an der Vasagatan blicken zwei gigantische Bronzelöwen nach rechts und links. Bereits in geschichtlicher Zeit wurden die Könige der Tiere als Statuen wiedergegeben und drückten Weisheit und Stärke aus, weshalb sie auch in den zahlreichsten Wappen ihren Platz fanden, so auch als Bewacher dieses Gebäudes.

Die Trapplejon, die Löwen an der Treppe der Göteborger Universität haben eine vielfache Bedeutung, denn zum einen zeigt das Göteborger Stadtwappen einen Löwen, zum anderen repräsentiert er ein akademisches Privileg der Vergangenheit der Stadt, denn die Studenten und Professoren der Universität waren jene, die frei denken, groß denken und richtig denken durften und sollten, nicht zuletzt deshalb, weil die erste Fakultät Göteborgs die Fakultät der Philosophie war, eine der bedeutendsten Seiner Zeit.

Der Skulpteur der beiden Löwen, Axel Wetterlund, ist in Västergötland geboren, machte jedoch seine Ausbildung in der Slöjdskolan in Stockholm und vertiefte seine Kenntnisse durch mehrere Reisen in das südliche Europa. Axel Wetterlund arbeitete vor allem an der Ausschmückung von Gebäuden. Seine meist bekannten Skulpturen kann man am königlichen Schloss in Stockholm sehen. Dass er die Löwen an der Göteborger Universität herstellte zeigt, wie bedeutend das Gebäude zu jener Zeit der Stadt und den Bauherren war.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 28. August 2009

Die Löwen an der Göteborger Lejontrappan von Camilla Bergman


Die Lejontrappan, die Löwentreppe, in Göteborg ist allen Besuchern der Stadt bekannt und viele Göteborger saßen schon auf den Treppen zu Füßen der beiden Löwen und betrachten die drei Meter langen Tiere kaum als Kunstwerk, das die schwedische Künstlerin Camilla Bergman 1991 geschaffen hat. Die beiden Bronzelöwen gehören zu den vielleicht am wenigsten beachteten, jedoch deutlich sichtbaren Kunstwerken der Stadt.

Die beiden Löwen von Camilla Bergmann stehen auf der ehemaligen Stora Bron oder Torgbron von der heute nur noch die Fontänbron als letzte Erinnerung steht. Bereits die ursprüngliche Brücke des Jahres 1624 erhielt 1638 vom Bildhauer Hans Swant vier Löwen, die an die Löwen des Göteborger Wappens erinnern sollten. Zum Jahrhundertwechsel musste jedoch eine neue Brücke errichtet werden und Nils Läsberg schuf erneut vier Löwen, die wiederum nur wenige Jahrzehnte überlebten. 1785 wurden daher zum dritten Mal vier Löwen auf der Brücke errichtet. Erst 1914 wurde schließlich die kleinere heutige Brücke erbaut, neben der sich die Lejontrappan befindet, die Anfangs ohne Löwen auskommen musste.

Die heute sichtbaren Löwen wurden von Camilla Bergman in Bronze gegossen, ein Material, das weitaus länger hält als die frühere Holzlöwen. Sie fanden ihren Platz erst im Jahre 1991, auch wenn sie Züge der klassischen Skulptur zeigen. Die in Sundsvall geborene Künstlerin formt in der Regel ihre Skulpturen zuerst in Lehm, um so die entsprechende Form und den gesuchten Ausdruck zu finden.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin