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Freitag, 28. Mai 2010

Svea an der Västra Hamngatan in Göteborg


Eine der imposantesten Skulpturen Göteborgs ist mit Sicherheit Svea, die mit ihrem Löwen auf einem Gebäude der Västra Hamngatan thront. Seit 1890 blick die mythische Gründerin Schwedens auf dem Dach des Hauses Nummer 3. Zu ihren Füßen liegt ihr Löwe, wobei der zweite Löwe, der sie oft begleitet, von einem Anker ersetzt wurde. In ihrer linken Hand trägt sie das schwedische Schild mit den drei Kronen.

Svea ist hier nicht nur das Symbol Schwedens, sondern repräsentiert auch die Versicherungsgesellschaft Svea, die hier bis 1974 ihren Sitz hatte und soll somit das ganze Unternehmen unter ihren Schutz nehmen und am Boden Schwedens verankern. Es wurde nicht überliefert welchen Künstler das Bauunternehmen F. O. Peterson & Söner damals beauftragte. Sicher ist jedoch, dass die Idee vom Architekten Adolf Emil Melander kommt.

Moder Svea (Mutter Svea), die einst auch schwedische Geldscheine zierte, ist heute eine sehr umstrittene Figur und wird vor allem von rechtsextremen Gruppen als Symbol verwendet, was ihre frühere rein mythologische Bedeutung überschattet. Die Figur Svea wurde im Jahre 1672 in einem Gedicht von Anders Leijonstedt das erste Mal erwähnt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 26. Dezember 2009

Erinnerungsstein Ebbe Lieberath im Schlosswald in Göteborg


Der Erinnerungsstein Ebbe Lieberath im Göteborger Schlosswald gehört zwar zu den Öffentlichen Werken der Stadt, wird aber in der Regel nicht unter den Öffentlichen Kunstwerken eingeordnet, da der Künsler der Steingravur nicht genannt wird und die Arbeit unter der Aufsicht der Pfadfinderbewegung Göteborgs statt fand.

Beim Erinnerungsstein Ebbe Lieberath handelt es sich um einen Gneisblock von 5000 Kilogramm, der von dessen Geburtsstelle zum Schlosswald (Slottsskogen) transportiert wurde und auf drei kleineren Steinen ruht. Um das Monument herum wurden zahlreiche andere kleine Steine mit den Namen der verschiedenen Pfadfindergruppen Schwedens angebracht.

Ebbe Lieberath (1871 - 1937) wird als der Gründer der schwedischen Pfadfinderbewegung nach dem Modell von Robert Baden-Powell betrachtet. Der Minnessten (Erinnerungsstein) zu seinen Ehren wurde 1959, zum 50-jährigen Bestehen der Pfadfinderbewegung Schwedens, die in Göteborg ihren Ursprung hatte, aufgestellt, obwohl Lieberath zwar bereits 1909 nur die Idee hatte, die er dann am 2. März 1910 offizialisierte.

Lieberath war Gymnastiklehrer in Göteborg als er seine Idee der Gründung einer Pfadfinderbewegung hatte. Genauer genommen war er mit einem der Boote zu den Schären unterwegs als er das Buch Scouting for Boys von Robert Baden-Powell fand und von der Idee so fasziniert war, dass er sich unmittelbar daran machte, Baden-Powels Idee in Göteborg umzusetzen. Innerhalb nur weniger Monate schuf er damit eine Bewegung, die ganz Schweden erreichte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Ägget, das Ei, von Egon Möller-Nielsen im Kungsparken in Göteborg


Auf dem Spielplatz im Göteborger Kungsparken, direkt an der Parkgatan, findet man eine surrealistische Skulptur, die in Göteborg auch als Påskägg, Osterei, bekannt ist, und mehr mit einem Kletterspiel in Bezug gebracht wird als mit einer Skulptur. Ägget, das Ei, war im Jahre 1952, als es im Kungsparken errichtet wurde, jedoch eine Revolution in der künstlerischen Gestaltung, da hier ein Werk zum Anfassen geschaffen wurde und nicht nur zum Betrachten.

Ende der 40er und zu Beginn der 50er Jahre hat Egon Möller-Nielsen mehrere Spielskulpturen und Ausschmückungen für Schulen und öffentliche Spielplätze geschaffen, immer in der für ihn typischen surrealistischen Form der Zeit. Ägget hat er in zwei Exemplaren geschaffen, wobei sich das Gegenstück zum Göteborger Ei in Stockholm befindet. Der Künstler, der auch mehrere Bilderbücher veröffentlichte, hat seine Kunstwerke mit seiner Welt des Imaginären vereint und damit den Weg zu modernen Spielplätzen ermöglicht. Seine Pionierarbeit ist leider nur bei Künstlern bekannt.

Egon Möller-Nielsen (1915 - 1959) wurde in Kopenhagen geboren, wo er auch die Kunstakademie besuchte. Nach seiner Ausbildung arbeitete er in Dänemark als Architekt und Skulpteur. Da er bereits in den 30-er Jahren in der dänischen Widerstandsbewegung aktiv war musste er 1940, nach der dänischen Okkupation, nach Schweden fliehen, wo er sich dann niederließ. Zu Beginn der 50er Jahre war er maßgeblich daran beteiligt Bilderbüchern und Kunst eine neue Richtung zu geben. Die letzten beiden Jahre seines Lebens war er Lehrer beim Stockholmer Konstfack.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 26. Oktober 2009

Muntergök oder Frohnatur im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg


Kurz nachdem man den Vergnügungspark Liseberg durch den Haupteingang betreten hat, findet man in der Skulpturenallee eine Jungen und ein Mädchen, die in ihre Okarina blasen um nicht nur den Betrachter zu erfreuen, sondern sie drücken auch beide eine Lebensfreude aus, die fast schon ansteckend wirkt.

Muntergökar sind Personen, die immer freundlich, immer lustig sind und mit ihrer Art andere erfreuen. Sehr häufig geschieht dies, indem sie Musik spielen. Die Okarina ist eines der ältesten Musikinstrumente der Welt und drückt dadurch aus, dass es schon immer Muntergöks, also Frohnaturen gab und man nicht auf die Komiker der heutigen Tage warten musste. Menschen mussten erfreut und unterhalten werden, aber es gab auch schon immer Personen, die Frohnaturen als solche waren.

David Wretling (1901 - 1986) hat die Muntergökar im Jahre 1952 geschaffen und drückte damit das Ziel des Vergnügungsparks Liseberg aus, seine Besucher zu unterhalten und zu erfreuen. David Wretling wurde in Umeå geboren und wurde später ein Schüler von Carl Milles, was man an seinen Bronzeskulpturen deutlich sieht, sowohl in der Arbeitsweise als auch am Ausdruck der Kunstwerke. Er schuf während seines Lebens zahlreiche öffentliche Kunstwerke, die in verschiedenen Städten Schwedens zu finden sind.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 28. September 2009

Månkäran, die Mondsichel von Eino Hanski an der Ullevi Gatan in Göteborg


Im Jahre 1999 ließen die Göteborger Energiewerke vor ihrem Verwaltungsgebäude in Göteborg, mit Blick auf die Ullevi Gatan, eine Skulptur errichten, die den Namen Månkäran, Mondsichel, trägt. Das Monument soll daher vermutlich an das Licht in den Nachtstunden erinnern und den Kreislauf des Lebens ausdrücken.

Auch wenn diese Deutung eine der Möglichen ist, so bleiben einige Fragen dazu offen, denn die Mondsichel ist auch ein bedeutendes Symbol für die arabische Welt und das Gedicht, das der Künstler am Sockel der Skulptur verewigte ist mehr romantisch gehalten als dass es an elektrisches Licht oder Wärme erinnert. Es beginnt mit den Worten ”I evigt kretslopp från din ban du lyser våra stigar du värmar hjärtat ...”

Aber unabhängig von seiner wahren Bedeutung ist die junge Frau, die sich an den beiden Spitzen der Mondsichel hält ein Kontrast zu den üblichen Aussagen über den Mann im Mond und zeigt eine eigenwillige Deutung des Mondes, was mit Sicherheit auch mit der Geschichte des Künstlers Eino Hanski verknüpft ist.

Eino Hanski, der 1945 nach Schweden kam wählte Göteborg als seine Wahlheimat, wo er auch im Jahre 2000 starb. Månkäran ist daher eines seiner letzten Kunstwerke, die in Göteborg zu finden sind. Eino Hanski war ein vielseitiger Künstler, denn er war Fotograf, Bildhauer und nicht zuletzt auch Autor mehrerer Bücher.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 12. September 2009

RymdConfetti von Pia Hedström auf dem Dämmeplatsen in Göteborg


RymdConfetti ist eine Skulptur, die am Tag beeindruckt, aber erst in der Nacht ihren wahren Ausdruck zeigt, wenn die Struktur aus Stahl, Glas und Licht mit ihren 17 verschiedenen Farben den Weg ins Weltall weist. Die Skulptur von Pia Hedström auf dem Dämmeplatsen weist mit ihrer Spitze, an der höchsten Stelle des rampenähnlichen Gebildes, in den Sternhimmel und das Unekannte.

Den Auftrag für RymdConfetti, einer der fantasievollsten Skulpturen Göteborgs, erteilte die Baufirma Skanska als sie das daneben liegende Gebäude, das Teliahuset, errichtete. RymdConfetti präsentiert daher auch die Telefongesellschaft, deren Daten heute über Satelliten übertragen werden und daher unsichtbar im All verkehren, ausgehend von einer sichtbaren Struktur und Technik.

Die Struktur der im Jahre 2000 enthüllten Skulptur erforderte eine besondere Technik. Die Ornamente, die dem Licht eine Öffnung bieten wurden per Hochdruck und der Anwendung von Wasser und Sand aus dem Stahl geschnitten. Gerade dieses Muster gibt der Skulptur etwas Besonderes.

Die Künstlerin Pia Hedström wurde in Kapstadt, Südafrika, geboren, besuchte mehrere Kunstschulen in Stockholm bevor sie ihre Ausbildung 1990 in der Kunsthochschule Göteborgs anschloss. Pia Hedström lebt und arbeitet in Göteborg, wobei sie sich vor allem auf die Schaffung von Skulpturen spezialisiert hat. Ihre Werke findet man mittlerweile in mehreren Museen und auf zahlreichen öffentlichen Plätzen Schwedens.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. August 2009

Hagas Geschichte (Hagas Historia) von Tord Thamming in Göteborg


Wer die Haga Nygata entlanggeht entdeckt an der Kreuzung zur Kaponjärngatan ein Bronzerelief von Tord Thamming, das auf vier Seiten die bedeutendsten Bauwerke Hagas darstellt wie auch die bedeutendsten Persönlichkeiten, die den Göteborger Stadtteil Haga geschaffen haben. Dies ist auch der Grund, warum diese Skulptur Hagas Historia oder Hagas Geschichte heißt. Die beiden "Götheborger" Löwen auf den Bänken sind begrenzen die Skulptur und sind Teil des Werkes.

Haga war der erste per Karte fixierte Stadtteil Göteborgs außerhalb der befestigten Stadt, die sich innerhalb des Wallgrabens befand. Ausser einer Brauerei hatte der Stadtteil, der ursprünglich auch Masthugget in sich vereinte, nie irgendwelche Industrie. Bis in die 70er Jahre war Haga vor allem von Arbeitern bewohnt, die auch seine Geschichte formte. Nach zahlreichen Renovierungsarbeiten nahm Haga eine bohemischen Charakter an, der in den jüngsten Jahren dem Neureichtum Platz machen muss.

Tord Thamming hat in seinem Bronzewerk Hagas Historia die alte Geschichte Hagas herausgearbeitet. Der schwedische Künstler arbeitet auch als Lehrer für Bildhauerei, wobei er der einzige Künstler Schwedens ist, der über eine eigen Bronzegießerei verfügt, wo er seine Werke von der Idee bis zum fertigen Produkt selbst herstellt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 22. August 2009

Danserkorna, die Tänzerinnen, von Carl Milles am Kunstmuseum in Göteborg


Auf dem Platz vor dem Kunstmuseum in Göteborg befindet sich eine Skulptur, die Carls Milles bereits im Jahre 1915 in Stockholm schuf und typisch für sein Schaffen Anfang des 20. Jahrhunderts war. Es handelt sich um die Danserskorna, die Tänzerinnen. Wie sehr viele andere Skulpturen befinden sich auch die Tänzerinnen nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz, sondern wurden erst im Jahre 1952 vor dem Kunstmuseum aufgestellt.

Danserskorna, die Tänzerinnen, wurden von A. Fagerström erworben, einer Privatperson, die die Skulpur im Jahre 1923, anlässlich einer großen Jubiläumsausstellung Göteborger, dem Kunstmuseums schenkte. Kopien der Tänzerinnen und Variationen der beiden Gestalten befinden an mehreren Orten Schwedens und auch in den USA.

Carl Milles, der zu Beginn vor allem an Porträts und Tiergruppen arbeitete, begann sich ab 1913 für Tanz und Bewegung zu interessieren. Bereits bevor er seine ersten Tänzerinnen schuf besuchte er zahlreiche Vorstellung in Paris und Stockholm um die Bewegungen zu studieren. Er war besonders an den Momenten interessiert, wenn Tänzerinnen den Bodenkontakt verlieren und einen schwebenden Zustand einnehmen. Diesen Moment versuchte Milles auch bei den Tänzerinnen vor dem Kunstmuseum einzufangen.

Carl Milles arbeitete nur wenige Jahre an weiblichen Skulpturen und wurde mehr durch seine später entstandenen Monumentalskulpturen und vor allem seine Brunnen bekannt, die er zum Teil unter seiner Faszination zum Nationalsozialismus in Deutschland schuf.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 18. August 2009

Bältesspännare, der Gürtelspanner, von Peter Molin im Bältesspännareparken in Göteborg


Die ursprüngliche Skulptur der Gürtelspanner, der Bältespännare, wurde von Peter Molin in Zink hergestellt und im Brunnsparken aufgestellt. Die heute sichtbare Skulptur in Bronze wurde, nachdem sie im Jahre 1859 in Paris ausgestellt war, im damaligen Kungsparken aufgestellt: Der Teil, der heute die Bältespännare beherbergt wurde später nach der Statue genannt und heißt heute Bältespännareparken.

Die Zinkversion der Gürtelspanner wurde, als die Bronzeskulptur enthüllt wurde nach Vänersborg verkauft und eine dritter, etwas späterer Guss des Originals befindet sich heute in Stockholm.

Die Geschichte der Bältespännare basiert auf einer altnordischen Legende, die in leicht abgewandelter Version in mehreren Landstrichen Norwegens und Schwedens zu finden ist. Johan Peter Molin hat die Geschichte dieses tödlichen Kampfes in vier Bildern erzählt, die auf dem Sockel der Skulptur zu sehen sind und von Runenzeichen ergänzt wurden.

Johan Peter Molin, der die Gürtelspanner im Bältespännareparken in Göteborg geschaffen hat wurde 1814 in Göteborg geboren und erlangte als Skulpteur, Bildhauer und Kunstlehrer einen Ruhm, der weit über die Grenzen Schwedens hinausragt. Seine Studien in Kopenhagen, Paris und Rom verdiente er sich noch als Bäcker und erst als Molin eines seiner Werke an Karl XV. verkaufen konnte, konnte er sich von seiner Kunst ernähren. Die Bältespännare in Göteborg realisierte er während seines Aufenthaltes in Paris.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 17. August 2009

Gustav III. von Johan Tobias Sergel in Göteborg


Versteckt zwischen Büschen, Brennesseln und Bäumen des Näckrosdammen in Göteborg findet jener, der sucht, eine Büste des schwedischen Königs Gustav III. Die Bronzebüste des Königs auf schwarzen Marmorsockel erinnert an einen König, der sehr viel für Kunst und Wissenschaft leistete und im Jahre 1923 vor dem Kunstmuseum aufgestellt wurde. 1926 wurde die Büste dann jedoch zu seinem heutigen Standort transportiert.

Die Büste von König Gustav III. wurde vom schwedischen Bildhauer Johan Tobias Sergel erstellt und Göteborg vom amerikanischen Volk geschenkt, da er der erste war, der nach dem Unabhängigkeitskrieg Beziehungen mit Amerika aufnahm. Auf dem Sockel der Büste kann man folgendes lesen: ”To the first monarch to extend the hand of friendship to the United States of America. At the close of the war of independence”.

Gustav III. war von 1771 bis 1792 schwedischer König und gilt als der begabteste und intelligenteste König Schwedens, jedoch auch der meist umstrittene in der Geschichte. Gustav III. Wurde am 16 März 1792 während eines Maskenballes in der Stockholmer Oper ermordet.

Johan Tobias Sergel, der die Bronzebüste geschaffen hat war Bildhauer, Maler, Skulpteur und Zeichner mit deutschem Ursprung. Der Sergels Torg in Stockholm wurde nach ihm benannt. Gustav III. Ernannte den Künstler 1780 zum Königlichen Bildhauer und Professor an der Kunstakademie.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 16. August 2009

Potatiskungen Jonas Alströmer von John Börjeson am Lilla torget in Göteborg


Jonas Alströmer, geboren 1685 in Alingsås bei Göteborg, ist wohl mehr bekannt als Potatiskungen, der König der Kartoffeln, als für seine wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Leistungen. Noch heute wird jährlich in Alingsås das Kartoffelfest gefeiert, auch wenn nicht mit absoluter Sicherheit bewiesen ist, dass Jonas Alströmer die Kartoffel auch wirklich nach Schweden gebracht hat. Geschichtlich bewiesen ist nur, dass Alströmer der erste in Schweden war, der Kartoffeln in größerem Ausmaß anbaute.

Die Statue von Jonas Alströmer am Lilla torget, die John Börjeson im Jahre 1905 realisiert hat soll jedoch weniger an den Kartoffelkönig erinnern, als vielmehr an die Leistungen Jonas Alströmers in Göteborg.

Jonas Alströmer gründete in Göteborg eine Zuckerraffinerie und war einer der ersten Direktoren des Schwedischen Ostindien-Kompanie, wobei er im Laufe seines Lebens auch zahlreiche Jungunternehmer mit Wissen und Kapital unterstützte. Allströmer war gleichzeitig ein Pinonier in Industrie und Landwirtschaft und war 1753 Mitbegründer der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften.

John Börjeson, der 1904 die Bronzestatue am Lilla torget schuf wurde erst relativ spät ein Künstler und arbeitete bis 1858 als Seemann, Schneider und begann eine Ausbildung als Goldschmied. Schließlich wurde er in der Kunstakademie angenommen, wo er nach Aufenthalten in Rom und Paris auch Lehrer wurde. Er schuf zahlreiche öffentliche Skulpturen und machte sich einen Ruf mit Skulpturen mit vor-nordischen Motiven.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 9. August 2009

Linné von Walter Runeberg im Botanischen Garten in Göteborg


Carl von Linné, eigentlich Carl Nilsson Linnaeus, wurde 1707 geboren und wurde einer der bedeutendsten Botaniker seiner Zeit. Er bereiste ganz Schweden und beschrieb nahezu jede Pflanze, die zu jener Zeit in Schweden wuchs. Seine Systematik gilt bis heute und wird weltweit in allen Schule gelehrt.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass im Botanischen Gartens Göteborg eine Bronzebüste steht, die an den großen Gelehrten erinnert. Die Skulptur wurde von Walter Runeberg im Jahre 1907 geschaffen und im Jahre 1923 dem Botanischen Garten von der Smålands Gille, die auch eine Museumsstuga im Schlosswald besitzt, geschenkt.

Walter Runeberg, der diese Skulptur geschaffen hat stammte aus Finnland, lernte jedoch die klassische Skulptur vor allem in Rom und Paris. Er machte sich in Schweden vor allem einen Namen mit seinen Porträtbüsten, die sich auf dem Universitätsplatz von Lund befinden. In Göteborg wird Runeberg ausschließlich von seiner Büste von Linné repräsentiert.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 4. August 2009

Dan Andersson von Britt-Marie Jern am Järntorget in Göteborg


Dan Andersson wurde am 6. April 1888 in Skattlösberg geboren und starb ab 16. September 1920 in Stockholm. Daniel Andersson, wie er mit vollem Namen hiess, gilt als der bedeutendste Arbeiterdichter Schwedens, der auch zahlreiche seiner Gedichte vertonte, die heute noch von zahlreichen Künstlern interpretiert werden.

Dass die Büste von Dan Andersson, die von der Göteborger Künstlerin Britt-Marie Jern realisiert wurde, auf dem Järntorget zu finden ist, ist kein Zufall, denn der Järntorget ist zum einen das Symbol der Arbeiterbewegung in Göteborg und, zum anderen, arbeitete Dan Andersson hier von 1917 bis 1918 bei der Zeitung "Ny Tid", die ihre Redaktion am Järntorget hatte.

Auf dem Sockel der Büste kann man lesen "Bed för dem som staden kväver att de länge må bli unga och om troll och högland drömma uppå Tullens svarta krog", wobei Tullens svarta Krug die Kneipe war (heute Gillestugan), wo Dan Andersson häufig mit seinen Freunden anzutreffen war.

Die von Britt-Marie Jern geschaffene Bronzebüste wurde am 18. November 1990 enthüllt. Britt-Marie Jern besuchte die Hovedskous Målarskola in Göteborg und ist vor allem für ihre realistischen Büsten bekannt, die in vielen Teilen Schwedens zu sehen sind, auch wenn sie in zahlreichen künstlerischen Bereichen aktiv ist.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. Juli 2009

Dimman, der Nebel, von Gusten Lindberg in Göteborg


Dimman, der Nebel, ist trotz seines symbolhaltigen Namens ein pures Kunstwerk, das Gusten Lindberg im Jahre 1885 in Paris geschaffen hat und ursprünglich in Gips realisiert wurde. Als Gusten Lindberg seine Skulptur "Dimman" bei der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 präsentierte, wurde sie mit der Goldmedaille prämiert.

Dimman in Göteborg ist jedoch nicht die einzige Version der Statue, denn Gusten Lindberg schuf auch ein Exemplar in Marmor für das Nationalmuseum in Stockholm und mehrere Exemplare in Bronze, wovon sich eine heute in der Trädgårdsföreningen in Göteborg befindet.

Die Skulptur Dimman kam über den Restaurantbesitzer Sophus Peterson nach Göteborg, der die Statue 1914 im Lorensbergspark aufstellen ließ. Erst 1975 wurde Dimman dann vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond erworben und an seiner heutigen Stelle in der Trädgårdsföreningen aufgestellt.

Gusten Lindberg, 1852 in Stockholm geboren, gehörte zu den Künstlern, die sich der französischen Skulptur hingaben. Seine Arbeiten sind bekannt für ihre graziöse, weiche Form. Lindberg gehörte der Bewegung Opponenterna an, die sich für die Modernisierung der Künstlerausbildung in Schweden einsetzte.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 18. Juli 2009

Evert Taube von Eino Hanski am Jussi Björlings Plats in Göteborg


Evert Taube ist in Göteborg geboren und war ein Allroundkünstler. Er schrieb komponierte, spielte Laute und wurde der bedeutendste Troubadour Schwedens. Es gibt keinen Allsång in Schweden, bei dem nicht zumindest ein Lied von Evert Taube gesungen wird.

Eino Hanski, der 1945 aus der Sowjetunion nach Schweden zog schuf 1996 die lebensgroße Skulptur Evert Taubes, die heute am Jussi Björling Plats ihr Zuhause fand.

Die Taubeskulptur wurde von zahlreichen Privatpersonen, Firmen, der Stadt Göteborg und der Taubegesellschaft Västanvind finanziert. Sie wurde am 10. August 1996 im Beisein von Göran Johansson enthüllt. Auf einer Plakette zu Fusse des Troubadours kann man lesen: "Evert Taube född 12/3 1890, Stora Badhusgatan 7, Göteborg. Statyn i skala 1/1 (168 cm hög) utförd av Eino Hanski. Rest den 10/8 1996 av Västanvind, Astri & Evert Taubes vänner. "

Copyright Herbert Kårlin