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Freitag, 8. Januar 2010

Urnor, Urnen, von Sivert Lindblom an der Trädgårdsföreningen in Göteborg


Am Södra Vägen, dort wo man vom Bältesspännareparken zur Trädgårdsföreningen geht stehen zwei Urnen (Urnor), die man sehr schnell für überdimensionale Pflanztöpfe hält und die sich erst auf den zweiten Blick als Kunstwerke entpuppen.

Zum einen sind die beiden Urnor aus Bronze, zum anderen haben sie eine sehr eigene Form, die auch auf die Arbeit des Künstlers Sivert Lindblom hinweist. Die beiden Urnen wurden 1984 am heutigen Platz aufgestellt und bilden einen architektonisch-künstlerischen Übergang von einem Park zur nächsten Parkanlage. Sie bilden gewissermassen ein Toor zwischen den beiden Anlagen, die beide auf einer alten Festung errichtet wurden.

Sivert Lindblom wurde, geboren 1931, wurde in den 80er Jahren vor allem dafür bekannt, dass er ein Vertreter einer Künstlergrupe war, die Plastikmaterial in der Kunst benutzten und deren Anwendung verteidigte. 1968 vertrat er, zusammen mit Arne Jones, Schweden bei der Kunstbiennale in Venedig. Sivert Lindblom arbeitete an zahlreichen Projekten bei denen Architektur und Kunst eine Einheit bilden sollten und unterrichtete zeitweise an der Hochschule für Architektur in Stockholm.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 18. August 2009

Bältesspännare, der Gürtelspanner, von Peter Molin im Bältesspännareparken in Göteborg


Die ursprüngliche Skulptur der Gürtelspanner, der Bältespännare, wurde von Peter Molin in Zink hergestellt und im Brunnsparken aufgestellt. Die heute sichtbare Skulptur in Bronze wurde, nachdem sie im Jahre 1859 in Paris ausgestellt war, im damaligen Kungsparken aufgestellt: Der Teil, der heute die Bältespännare beherbergt wurde später nach der Statue genannt und heißt heute Bältespännareparken.

Die Zinkversion der Gürtelspanner wurde, als die Bronzeskulptur enthüllt wurde nach Vänersborg verkauft und eine dritter, etwas späterer Guss des Originals befindet sich heute in Stockholm.

Die Geschichte der Bältespännare basiert auf einer altnordischen Legende, die in leicht abgewandelter Version in mehreren Landstrichen Norwegens und Schwedens zu finden ist. Johan Peter Molin hat die Geschichte dieses tödlichen Kampfes in vier Bildern erzählt, die auf dem Sockel der Skulptur zu sehen sind und von Runenzeichen ergänzt wurden.

Johan Peter Molin, der die Gürtelspanner im Bältespännareparken in Göteborg geschaffen hat wurde 1814 in Göteborg geboren und erlangte als Skulpteur, Bildhauer und Kunstlehrer einen Ruhm, der weit über die Grenzen Schwedens hinausragt. Seine Studien in Kopenhagen, Paris und Rom verdiente er sich noch als Bäcker und erst als Molin eines seiner Werke an Karl XV. verkaufen konnte, konnte er sich von seiner Kunst ernähren. Die Bältespännare in Göteborg realisierte er während seines Aufenthaltes in Paris.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Juli 2009

Charles Felix Lindberg von Jan Steen am Bältesspännareparken


Charles Felix Lindberg war geboren in Göteborg und machte als Kaufmann ein Vermögen. Den größten Teil dieses Vermögens vermachte er nach seinem Tode 1909, in Form einer Stiftung, der Stadt Göteborg. Auf diese Weise half er bei der Entwicklung des Botanischen Gartens, des Schlosswaldes und, er zeichnet für zahlreiche Skulpturen Göteborgs.

Die Statue, realisiert vom schwedischen Künstler Jan Steen, zeigt Charles Felix Lindberg bei einem seiner typischen Spaziergänge in Göteborg. Außer der typischen Kleidung der Epoche hält Lindberg auch einen kleinen Strauss mit Buschwindröschen in seiner linken Hand. Niemand weiß, wem der Blumenstrauß gewidmet ist, oder ob die Blumen einen Hinweis auf den Botanischen Garten geben, der die Buschwindröschen als Symbol trägt.

Charles Felix Lindberg bedachte Göteborg in seinem Testament aus folgendem Grund: Weil er "tillbragt större delen af sitt lif" in der Stadt und "och för hvars utveckling han städse hyst lifligt intresse". Lindberg zeigte sich damit bis lange nach seinem Tode als wahrer Göteborger.

Copyright: Herbert Kårlin