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Mittwoch, 17. Februar 2010

Medmänskligheten von Eino Hanski in Lindholmen in Göteborg


Eine der persönlichsten Skulpturen Göteborgs findet man inmitten des Ausbildungszentrums in Lindholmen, am Norra Älvstranden. Aus einem Granitblock streckt sich eine ausgestreckte Hand über die im Sommer das Wasser läuft um sich in ein Bassin zu ergießen. An der Stelle, wo die Hand aus dem Granit kommt glaubt man fast, der Stein hätte sich durch die Hand geöffnet und die spitzen Kanten, die aus dem Stein zeigen begleiten die Bewegung dieser Hand.

Der Künstler Eino Hanski nannte diese Skulptur, die 1992 in Lindholmen aufgestellt wurde, Medmänskligheten, die Mitmenschlichkeit. Medmänskligheten soll, nach Aussagen des Künstlers, an den Moment erinnern, als er 1942 in Schweden ankam und ein schwedischer Soldat ihm seinen Schafpelz über die Schulter hing um ihn von der Kälte zu schützen, eine Erinnerung, die der Künstler in Form einer Skulptur auch symbolisch aufrecht erhalten wollte.

Eino Hanski (1928 - 2000) war vor allem Schriftsteller, auch wenn er einige sehr bedeutende Skulpturen in Göteborg hinterlassen hat. Geboren wurde Eino Hanski in Leningrad, wobei er sich 1945, einige Jahre nach seiner Flucht mit seiner Mutter und seiner Schwester, in Göteborg niederließ, der Stadt, die er dann als seine Heimat empfand. Auch wenn seine Muttersprache Russisch war, so verfasste er seine Bücher jedoch auf Schwedisch.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 13. Februar 2010

Galionsfigur von Jill Lindström am Sannegårdshamnen in Göteborg


Im Auftrag der Göteborger Baufirmen Riksbyggen, Familjebostäder und HSB hat Jill Lindström am Sannegårdshamnen des Norra Älvstranden vier Skulpturen zum Thema "Erzählungen der sieben Meere" aus Bronze, Zement und Fliesenteilen erstellt. Eines dieser Kunstwerke nannte die Göteborger Künstlerin Galionsfigur.

Sie hat hierzu aus Zement den Bug eines Schiffes gestaltet, der von Fliesenteilen ummantelt ist, die an die letzte Fracht der Ostindiefararen Götheborg erinnern, die an der Einfahrt zum Göta Älv unterging. Bei der Galionsfigur handelt es sich um eine der typischsten Figuren, nämlich eine Seejungfrau, die oft mit Venus gleichgestellt wird. In der Regel hatten nur Segelboote eine Galionsfigur, die als der Schutzpatron eines Schiffes angesehen wurde. Allein eine Beschädigung der Figur war schon ein böses Omen und beschwor ein Unglück bei der nächsten Reise.

Die Göteborger Künstlerin Jill Lindström studierte sowohl an der Hovedskous mälarskolan als auch an der Kunsthochschule Valand bevor sie ein Jahr lang Skulptur im ehemaligen Jugoslawien studierte. Jill Lindström erhielt für ihre Arbeiten zahlreiche Preise und Stipendien, wobei sie sich künstlerisch auch in Grafiken oder Videorealisationen ausdrückt. Die Künstlerin übernimmt auch oft und gerne pädagogische Aufträge im Kunstbereich.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 6. Februar 2010

Labyrint von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg

An der Straße längs des Norra Älvstranden liegt ein großer Granitblock, den die Künstlerin Labyrint genannt hat und nicht nur ein Labyrint darstellt, sondern auch zahllose Steinritzungen aufweist, die an die Vergangenheit des Bohuslän und seine frühen Kulturen erinnern. Die Ritzungen sind rein imaginär und bilden damit eine Brücke aus der Geschichte zu modernen Ritzungen, die auch unsere Gegenwart ausdrücken könnten.

Das Labyrint ist in grauen Granit aus dem Bohuslän geschlagen und wurde, bevor es an den Norra Älvstranden in Eriksberg kam, im Skulpturenpark in Ängelsberg ausgestellt, der vom 20. Mai bis zum 24. September 2006 unter dem Thema Modern Skulpturer i Världsarvsmiljö stand, ausgestellt. Das Labyrint kann daher nach der Suche nach einer Deutung der früheren Steinbilder ausdrücken, die sich, innerhalb des Labyrints, über den gesamten Steinblock verteilen.

Die aus Tjeckoslovakien stammende Künstlerin Ivana Machackova ist bei ihrem Werk Labyrint ihren Weg weitergegangen und zeigt erneut wie tief sie mit dem Bohuslän und seiner Geschichte verknüpft ist. Ivana Machackova drückt ihre Liebe zum Bohuslän nicht nur durch die künstlerische Leistung aus, sondern auch dadurch, dass ihr Vorzugsmaterial für ihre Werke auch Granit aus dem Bohuslän ist.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. Januar 2010

Gränslös Tanke von Eino Hanski am Norra Älvstranden in Göteborg


In Lindholmen, am Norra Älvstranden von Göteborg, findet man eine Skulptur, die vor allem wegen dem symbolischen Gehirn am obersten Teil des Werkes zu denken gibt. In der Tat handelt es sich hier um die Bronzeskulptur Gränslös Tanke, Gedanke ohne Grenzen, von Eino Hanski, der mit diesem Kunstwerk ein Denkmal an alle bekannten und unbekannten Erfinder schaffen wollte.

Lindholmen ist vor allem als Science Park und für eine Abteilung der Technischen Hochschule Chalmers bekannt, was auch die Stelle für diese Skulptur erklärt. Eino Hanski hat bei seiner aus dem Jahre 1997 stammenden Skulptur Gränslös Tanke eine Vielzahl von Symbolen verarbeitet, was mehrere Minuten an Betrachtung und Denkarbeit vom Betrachter fordert. Durch seine Symbolsprache will der Künstler nicht auf die bekanntesten Erfindungen aufmerksam machen, sondern vielmehr darauf hinweisen, dass unsere Gegenwart von hunderten von kleinen Erfindungen profitiert.

Eino Hanski (1928 - 2000) ist karelisch-russischer Herkunft und kam im Jahre 1945 nach Schweden, wobei er sich in Göteborg niederließ, wo er anfangs den unterschiedlichsten Beschäftigungen nachging, bis er sich als Schriftsteller und Skulpteur einen Namen machte. Auch wenn Eino Hanski international mehr als Schriftsteller bekannt ist als als Skulpteur, so findet man in Göteborg mehrere bedeutende öffentliche Werke von ihm, so auch die Statue von Evert Taube an der Göteborger Oper.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. Januar 2010

Skeppskatt, Schiffskatze, von Jill Lindström am Sannegårdshamn in Göteborg


Jill Lindström schuf am Sannegårdshamn am Norra Älvstranden (Nördlichen Alvstrand) in Göteborg vier Skulpturen zum Thema ”Från de sju haven”. Eine der Skulpturen aus Bronze, Beton und Fliesen nennt sich Skeppskatt, Schiffskatze, und stellt eine schwarze Katze dar, die gerade dabei ist aus ihrem Haus zu kommen. Wie schon der Sälgubbe läd auch diese Skulptur zu einer Reise in die vergangene Seefahrt ein.

Auf den früheren Segelfahrzeugen fand man immer Mäuse und Ratten, die Lebensmittel fraßen oder sie verdarben und damit die Seeleute manchmal in große Bedrängnis brachten. Dies war auch der Grund, warum man immer eine Katze mit auf die Reise nahm, die den Nagern das Garaus machen sollte. Aber es konnte nicht irgendeine Katze sein, denn für Seeleute galt nur eine schwarze Katze als Glücksbringer. Allerdings musste die schwarze Katze, die Skeppskatten, an Bord sein, denn kreuzte ein Seemann eine schwarze Katze während er zum Schiff ging, so bedeutete dies ein Unglück. Und wer die schwarze Skeppskatten während der Fahrt über Bord warf verursachte damit unmittelbar einen Orkan, der das Schiff zum Untergang brachte.

Jill Lindström studierte an der früheren Hovedskous målarskola in Göteborg zuerst Skulptur und anschließend Grafik. Nach ihrem Studium ging sie für ein Jahr nach Belgrad um ihre Ausbildung zu perfektionieren. Die Göteborger Künstlerin Jill Lindström besuchte auch Kurse für Holzskulptur, Bronze gießen, Schweißen, sowie Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik. Ihre Werke finden sich in mehreren schwedischen Museen und zahlreichen öffentlichen Plätzen des Landes. Jill Lindström erhielt für ihre Arbeiten mehrere Stipendien, unter anderem das Kulturstipendium der Stadt Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Solport von Görel Steg am Göta Älv in Göteborg


Ein Solport oder Sonnentor spielte in vielen Kulturen eine Rolle, egal ob man bei Kelten, Griechen, Indern oder Mayas sucht. Die Solport bietet immer eine Verbindung zwischen zwei Welten durch die sehr häufig Götter kommen. In der nordischen Mythologie öffnete sich eine Solport jeweils zur Sommersonnenwende, ähnlich der keltischen Mythologie.

Görel Steg schuf ihre Solport, die aus zwei Holzpollern besteht und am Norra Älvstranden des Göta Ålv in Göteborg steht, nicht wie üblich aus Stein, sondern schnitzte sie vor Ort in Holz, wobei die gewählte Stelle am Fluss an den alten Glauben der Mayas erinnert, als der Sonnengott aus dem Wasser stieg und durch das Sonnentor zum auserwählten Volk der Mayas kam.

Aber unabhängig, aus welcher Mythologie die Künstlerin ihre Anregung zum Kunstwerk Solport nahm, es soll die glorreiche Zukunft der Norra Älvstranden bei Eriksberg spiegeln und jeweils zur Sonnenwende Wohlstand und Glück über diesen Stadtteil Göteborgs bringen.

Görel Steg, geboren 1957, widmet sich heute der Malerei und studierte ursprünglich Innenarchitektur an der Göteborger Hochschule für Design und Kunsthandwerk (HDK), bevor sie an der Technischen Hochschule Chalmers ein Architekturstudium absolvierte. Im Auftrage der Eriksbergs Förvaltnings AB realisierte sie am Norra Älvstranden auch die Skulpturengruppe Främmande Fågel.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Schmiedezaun (smidda staket) von Miklos Fözö am Norra Älvstranden in Göteborg


Am Norra Älvstranden bei Eriksberg findet man zwei künstlerische schmiedeeisernen Zäune. Jener, der im Jahre 2000 aus einer Zusammenarbeit von Pål Svensson und Bert Johansson entstand, und ein zweiter den der Kunstschmied Miklos Fözö realisierte.

Auch das smidda staket von Miklos Fözo vereint Steinskulptur mit Schmiedeeisen und passt sich daher an das Milieu an, das neue Bauwerke und den Göta Älv verbindet. Der bedeutendste Unterschied zwischen den beiden Zäunen ist jedoch nicht nur ihre Form, sondern auch die Art der Darstellung der Fische, denn Miklos Fözö lässt seinen Fisch nicht im Wasser schwimmen, sondern hat ihn auf Spießen angebracht, als ob der Fisch bereits auf einem Grill wäre. Er drückt damit aus, dass die QWasserqualität des Göta Älv es erlaubt die dort gefangenen Fische zu essen. Auch die Form der Eisenstäbe erinnert bei Miklos Fözö, daran, dass er spezialisiert ist auf die Herstellung von Kerzenständern und er verstärkt mit der Wahl der Eisenstäbe damit den Ausdruck eines Grillfisches.

Der Kunstschmied Miklos Fözö studierte erst an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk (HDK) in Göteborg bevor er seine Ausbildung in der Stenebyskolan fortsetzte. Miklos Fözö ist heute im Fengerfors Bruk aktiv, wo zur Zeit unter dem Namen Not Quite 35 Künstler arbeiten, die ihre Werke gemeinsam vermarkten. Auch wenn der Künstler sich auf Schmiedekunst spezialisiert hat, so sind doch zahlreiche seiner Werke eine Mischung aus Eisen und Stein.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 21. Dezember 2009

Måsarna över havet von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg


Am äußersten Ende des Norra Älvstranden in Eriksberg entdeckt der Spaziergänger eine weitere Skulptur der Künstlerin Ivana Machackova, die kaum einen besseren Platz in Göteborg finden könnte. Måsarna över havet, Möwen über dem Meer, drückt all das aus, was Eriksberg einst war und für die Ostindiefararen Götheborg immer noch ist, der Weg zum offenen Meer.

Wenn man die Stufen auf der Rückseite des Werkes hoch geht, so verlässt man das Festland und landet, symbolisch, direkt im Wasser mit einem Blick über den Göta Älv und die Älvsborgsbron. Verständlich wird dieser Schritt, wenn man die Skulptur von Seiten des Göta Älv aus betrachtet, denn von hier aus entdeckt man deutlich die Wogen des Meeres, die von drei Möwen überflogen werden, die auf der Suche nach Futter sind. Eine der Möwen streift fast die Gischt des Meeres bei ihrem kunstvollen Flug.

Ivana Machackova schuf ihr Werk zu Beginn der 90er Jahre im Rahmen eines Entwicklungsprogramms des Norra Älvstranden, das Architektur und Kunst in Einklang bringen sollte. Die in Tjeckoslovakien geborene Künstlerin Ivana Machackova besuchte die Kunsthochschule in Göteborg und erhielt den Kulturpreis der Stadt Göteborg. Sie ist heute vor allem im Steinbildhauermuseum in Hunnebostrand aktiv.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 14. Dezember 2009

Schmiedezaun (smidda staket) von Pål Svensson und Bert Johannson in Göteborg


Wer den nördlichen Älvstranden in Göteborger Stadtteil Eriksberg entlang bummelt entdeckt auf der linken Seite zwei künstlerische, geschmiedete Zäune (smidda staket), die die etwas höher gelegenen Gärten zur Uferpromenade abgrenzen. Der abgebildete Zaun mit seinen Fischen wurde sehr deutlich seiner Umgebung angepasst, denn der Göta Älv liegt nur einen Steinwurf vom Zaun entfernt.

Der abgebildete Zaun ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Bildhauer Pål Svensson und dem Kunstschmied Bert Johansson, die durch diese Kooperation im Jahre 2000 Kunst und Kunsthandwerk vereinen konnten. Der Schmiedezaun wurde damit ein ideales Vorbild für andere Schmiedeisenzäune, die nicht nur Schutz bieten, sondern auch eine Aussage vermitteln.

Bert Johansson ist Kunstschmied in Mariehamn und arbeitet vor allem in der Gebrauchskunst und arbeitet nach eigenem Design, wobei er einen besonderen Wert auf die Behandlung eines fertigen Werkes legt, damit es eine haltbare Oberfläche behält. Der Göteborger Künstler Pål Svensson, der die Kunsthochschule Valand besucht hat, arbeitet vor allem als Steinbildhauer, interessiert sich jedoch für jede Kunstrichtung, die Kunst und Architektur verbindet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 8. Dezember 2009

Vindmobil von Jonas Lindmark am Norra Älvstranden in Göteborg


Ein Vindmobil ist nichts anderes als eine Art Windrad, also in der Regel ein Spielzeug für Kinder. Das Vindmobil in Erikberg, am Nördlichen Älvstrand von Göteborg, geht jedoch über dieses Spielzeug hinaus und hat mit ihm nur gemeinsam, dass es vom Wind in Bewegung gebracht wird, denn der Künstler Jonas Lindmark hat sein Vindmobil einem Seezeichen nachgebildet, das den Segelbooten auf dem Göta Älv Informationen über die Windrichtung geben kann und damit symbolisch für die Navigation gedacht ist..

Das Vindmobil von Jonas Lindmark steht auf dem Dockpiren in Eriksberg, direkt vor dem Restaurant und wurde 1997 dort vom Künstler aufgestellt. Es soll jedoch nur eine temporäre Skulptur an diesem Platz sein, da das Werk zum Verkauf steht.Stahlkonstruktion wurde an der Oberfläche nicht bearbeitet, damit die Witterung die Möglichkeit hat an der Skulptur weiterzuarbeiten. Es ändern sich daher die Farben und die Bewegungen des Vindmobils werden träger.

Obwohl Jonas Lindenark auch die Skulptur Vindöga in Göteborg realisiert hat, ebenfalls eine Skulptur, die mit Wind spielt, dieses Mal jedoch auf der Seite Klippans, ist über den Künstler wenig bekannt. Er ist in den letzten Jahren mit keinen neueren Skulpturen in Erscheinung getreten.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 5. Dezember 2009

Vattnets väg till havet von Pål Svensson am Norra Älvstranden in Göteborg


In Eriksberg, am Norra Älvstranden von Göteborg, findet man in einer etwas höher gelegenen Gartenanlage eine lang gestreckte Granitskulptur die Pål Svensson Vattnets väg till havet genannt hat, den Weg des Wassers zum Meer. Die Skulptur gehört mit zu den typischsten Arbeiten des Göteborger Künstlers, der häufig Stein und Wasser verknüpft und sagt, dass er den Stein als das Männliche und das Wasser als das Weibliche sieht und in seiner Skulptur daher Yin und Yang in einen Gleichklang bringt.

Der Granit der mehrteiligen Skulptur Vattnets väg till havet ragt wie drei Berge gegen den Himmel, wobei die Anhöhen in Richtung Meer immer geringer werden. Das Wasser entspringt jeweils an der höchsten Stelle dieser symbolischen Berge und nimmt je nach Struktur des Granits einen etwas anderen Weg zum Tal, der Ebene oder schließlich dem Meer (havet), das durch von Wasser geschliffene Kullersteine repräsentiert wird.

Das Werk Vattnets väg till havet (Der Weg des Wassers zum Meer) passt sich ideal in die umgebende Neubaulandschaft ein, wobei die Skulptur sich durch das im Sommer ständig rinnende Wasser langsam selbst abbaut und die Vergänglichkeit von Stein und Haus ausdrückt. Natürlich sieht der Künstler dies nicht als schnellen Prozess sondern vielmehr als eine langsame normale Entwicklung der Erdgeschichte.

Pål Svensson, der Vattnets väg till havet in seinem Atelier in Eriksberg im Jahre 1993 geschaffen hat, wurde 1950 geboren und besuchte die Kunsthochschule Valand in Göteborg. Er gehört zu den bekanntesten Gegenwartskünstlern Schwedens und hat nicht nur in Göteborg mehrere öffentliche Skulpturen geschaffen. Seine Werke kann man in mehreren europäischen Ländern an öffentlichen Plätzen, in Galerien und mehreren Kunstmuseen finden.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. November 2009

Fisken von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg


Nicht weit entfernt vom Bockkran in Eriksberg, am Norra Älvstranden Göteborgs, findet man die Skulptur Fisken, der Fisch, von Ivana Machackova, die für mehrere Skulpturen entlang des Göta Älv zeichnet. Die Künstlerin hat bei dieser Arbeit einen Fisch aus einem Granitblock geschnitten und dann auf dem Block plaziert. Während der ausgehöhlte Fisch gegen den Strom schwimmt, nimmt der bearbeitete Granitfisch den Weg zum offenen Meer. Fisken oder der Fisch hat keine tiefergehende Bedeutung sonder ist die künstlerische Darstellungsweise, die ihre Beziehung einzig allein zum Fluss und dem nahen Meer hat.

Die in Prag geborene Künstlerin hat bei diesem Kunstwerk, wie bei allen ihren Werken, zu Granit aus dem Bohuslän gegriffen, den sie fühlen kann und dem sie eine Form geben kann, die ihrem Inneren am nächsten kommt. Ihre Themen haben fast immer eine Beziehung zum Meer und den Geheimnissen des Lebens, wie sie auch bei ihrem Monumentalwerk Bohuslänsk Historia am Norra Älvstranden in Lindholmen beweist.

Ivana Machackova lebt seit über 30 Jahren in Schweden und hat ihr Atelier im Bohuslän, das sie als ihre Heimat betrachtet. Seit 13 Jahren schafft sie Skulpturen, die sowohl in ihrer Größe als auch ihrem Ausdruck beeindrucken. Ivana Machackova bildete sich in Göteborg zur Skulpteurin aus und arbeitet außer ihrem Lieblingsmaterial Granit auch mit Bronze, Beton, Holz und Glas. Für ihre Arbeiten erhielt sie mehrere bedeutende Preise.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 23. November 2009

Megalitisk Monument von Bård Breivik am Norra Älvstranden in Göteborg


Wenn man an einen Megalith denkt, so denkt man in erster Linie an einen hohen unbehauenen Stein in Granit der vor allem in der Jungsteinzeit und der Eisenzeit auf Gräbern aufgestellt wurde. Bård Breivik nannte sein Werk daher Megalitisk Monument, also megalithisches Monument, was dem ursprünglichen Gedanken eine neue Deutung gibt.

Ein Monument soll immer an etwas erinnern und im Falle der Skulptur am Norra Älvstranden in Göteborg vermutlich an die Zeit der ersten nachgewiesenen Besiedlungen in dieser Umgebung. Aber der Titel Megalitisk Monument lässt auch eine mehr zeitnahe Deutung zu, die auf die Beerdigung der glorreichen Werftzeit Göteborgs, deren Monumente nun endgültig unter Neubauten begraben werden und die Umgebung, die in nichts mehr an das erinnert, was hier früher zu finden war, nämlich Wald während der Eisenzeit, Wiesen als das nahe Lindholmer Schloss noch bestand und Arbeitshallen, die Göteborg einst Arbeit und Reichtum brachten.

Der Künstler Bård Breivik hat im Jahre 1995 für die Schaffung seiner Skulptur zum grünlichen Diabas gegriffen, einem Stein, der bis in die jüngere vulkanische Aktivität zurückreicht und oft als Grünstein bezeichnet wird. Es handelt sich hier um einen Basalt, der als relativ spröde gilt und dem megalitischen Monument sein typisches Aussehen verleiht.

Der norwegische Künstler Bård Breivik wurde 1948 in Bergen geboren und besuchte die Schule für Kunsthandwerk in Bergen sowie das College of Art and Design in London. Er lebt und arbeitet abwechseln in Norwegen, Schweden, New York und China. In Göteborg schuf er noch das öffentliche Kunstwerk Källan, die Quelle, an der Oper.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. November 2009

Granit von Claes Hake in Eriksberg, Norra Älvstranden in Göteborg


Auch wenn Claes Hake eigentlich Maler ist, so hat er dennoch seine Liebe zur Steinskulptur entdeckt und seit den 80er Jahren schmücken mehr und mehr seiner Monumentalskulpturen die öffentlichen Plätze dieser Welt. Granit, eines seiner kleineren Werke kann man in Eriksberg, am Norra Älvstranden, einem Stadtteil Göteborgs, entdecken. Wie so oft hat hier der Künstler seinem Werk einen sehr einfachen und relevanten Namen gegeben: Granit.

Bei der Skulptur Granit handelt es sich natürlich nicht um irgendeinen Granit, sondern um Granit aus dem Bohuslän, den der Künstler jeweils selbst vor Ort auswählt. Die Skulptur Granit ist natürlich auch nicht nur irgend ein Granitstück, sondern wird in verarbeiteter Form geboten. Der Betrachter kann am Kunstwerk den Unterschied von unbearbeitetem und bearbeiteten Granit sehen, aber er kann auch die Struktur und die natürliche Maserung des Steines auf das Deutlichste sehen, seinen Formen folgen. Claes Hake lässt dem Stein sein Leben, gibt ihm jedoch einen Ausdruck, der nur in der Gesamtheit zwischen Umgebung und Kunstwerk ihre Erklärung findet.

Claes Hake wurde 1945 in Mölndal bei Göteborg geboren und studierte an der Kunsthochschule Valand in Göteborg Malerei. Er entdeckte sehr bald seine Neigung für Skulptur und arbeitete die letzten jahre über vor allem mit Granit aus dem Bohuslän. Während der Künstler kaum über seine Kunstwerke und deren Bedeutung reden will, spricht er jedoch gerne über Granit und die Kriterien, die ein guter Granit aufweisen muss, damit er ihn in ein Kunstwerk verwandelt. Eines seiner anderen Werke in Göteborg ist der Solringen und die Wassertreppen daneben.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 2. Oktober 2009

Silverbåge von Pål Svensson an der Svenska Mässan in Göteborg


Vor dem Eingang zur Svenska Mässan in Göteborg steht die Skulptur Silverbåge, Silberbogen, der je nach der Einstrahlung der Sonne sein Aussehen ständig verändert und ein anderes Spiegelbild wiedergibt. Wenn man den Künstler Pål Svensson nach der Bedeutung seiner Skulptur fragt, so sagt er, dass sie keine direkte Aussage hat, sondern dass es ihm um die aufstrebende Form ging, die in gewisser Weise den Fortschritt, die Zukunft und das Positive bedeutet.

Pål Svensson, der vor allem als Steinbildhauer international bekannt ist, hat den 4,5 Meter hohen Silverbåge aus rostfreiem Stahl 2001 im Auftrag der Firma Skanska geschaffen, die die beiden Hotels neben der Svenska Mässan erbaute und die wie riesige Glaskubusse in den Himmel ragen. Skanska schenkte den Silberbogen der Göteborger Messe, deren Haupteingang sich hier befindet.

Der Göteborger Künstler Pål Svensson arbeitet vor allem mit Stein, dem er ein räumliches Verhalten gibt. Die Dimension des Raumes ist für ihn eine ständige Herausforderung. Pål Svensson absolvierte die Kunsthochschule Valand in Göteborg und erhielt für seine öffentlichen Kunstwerke zahlreiche Preise. Sein Atelier befindet sich in Eriksberg, wo auch auch mehrere seiner Werke, zum Beispiel die Sagan om ringen, den Norra Älvstranden zu einer Entdeckungsreise machen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. September 2009

Tempel för tvivel och hopp von Kent Karlsson in Lindholmen, Göteborg


Im Sannegårdshamnen in Lindholmen, am Norra Älvstranden, schwimmt ein besonderes Bauwerk, der Tempel för tvivel och hopp von Kent Karlsson. Dieser 19 Meter hohe Tempel bewegt sich mit den Strömungen des Wassers und spiegelt in der Sonne auf immer neue Weise. Das fiktive Gebäude verändert sich daher kontinuierlich.

Der Tempel aus italienischem Stahldraht in Lindholmen wurde im Jahre 2004 ins Wasser gelassen und an seiner Unterseite mit einem länglichen Betonklotz versehen, der seine Bewegungen ermöglicht.

Der Tempel fär tvivel och hopp, der Tempel für Zweifel und Hoffnung, lässt sich auf vielfältige Weise interpretieren, zumal Kent Karlsson sich mit seinen Kunstwerken auch mit den Problemen des Gazastreifens und der jüdischen Vergangenheit auseinandersetzt.

Ursprünglich ist ein Tempel einer bestimmten nichtchristlichen Gottheit gewidmet, später wurde er ein Symbol für alle Glaubensrichtungen und rituelle Handlungen. Kent Karlssons Tempel ist wie eine Kirche errichtet, jedoch ohne Glocken und in einer Neubaugegend wo zwar die Wissenschaften einen bedeutenden Platz einnehmen, Kirchen jedoch nicht mehr eingeplant werden.

Kent Karlsson, der seit Jahren seit Atelier am Norra Älvstranden hat und auch das Erinnerungsmonument Mörker, väx morgondag geschaffen hat, beschäftigt sich viel mit der Geschichte der Religionen in seinen Werken, lässt aber die Interpretation in weiten Linien dem Betrachter des Werkes. Sein Tempel för tvivel och hopp ist nicht irgendein Tempel, denn er beinhaltet den Zweifel (an wem und was?) und er drückt Hoffnung aus, die Hoffnung auf eine gerechtere Welt?

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 14. September 2009

Främmande fågel von Görel Steg am Norra Älvstranden in Göteborg


Am nördlichen Älvstranden Göteborgs findet man einige der wenigen Holzskulpturen der Göteborger Künstlerin Görel Steg. Sie hat einen der Holzpoller in die Skulptur Främmande fågel, der fremde Vogel, verwandelt. Die farbenfrohe Skulptur zeigt bereits den Weg, den sie wenig später ergriffen hat und der ihre Kraft deutlicher zum Ausdruck bringt.

Främmande fågel entstand bereits 2004, also vor dem bekannten Kriminalroman Anna Janssons und zeigt die Naturnähe der Künstlerin, einen unbekannten Vogel, den man in der Natur hört, aber nicht sieht. Die Skulptur zeigt genau das Gegenstück, denn der Vogel ist sichtbar, aber er bleibt stumm, auch wenn man nicht weiß, warum er stumm ist. Ob er den Geräuschen des Göta älvs lauscht oder ob er erstummt als die Bautätigkeiten seine Wohnfläche zerstörten. Jeder Betrachter muss sich selbst die Antwort geben.

Görel Steg arbeitete 10 Jahre lang als Bildhauerin bis sie sich im Jahre 1995 entschloss, diese Tätigkeit völlig aufzugeben und ihre Kraft in die Malerei zu legen, wo sie ein begonnenes Werk wieder verändern und wachsen lassen kann. Um der Natur näher zu sein zog sie auch von einer Stadtwohnung in ein ruhigeres Gebiet am Delsjövägen. Sie sucht auch in der Malerei das, was sie bei ihren Skulpturen suchte: Gefühl.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin