Posts mit dem Label Eriksberg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Eriksberg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 6. Februar 2010

Labyrint von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg

An der Straße längs des Norra Älvstranden liegt ein großer Granitblock, den die Künstlerin Labyrint genannt hat und nicht nur ein Labyrint darstellt, sondern auch zahllose Steinritzungen aufweist, die an die Vergangenheit des Bohuslän und seine frühen Kulturen erinnern. Die Ritzungen sind rein imaginär und bilden damit eine Brücke aus der Geschichte zu modernen Ritzungen, die auch unsere Gegenwart ausdrücken könnten.

Das Labyrint ist in grauen Granit aus dem Bohuslän geschlagen und wurde, bevor es an den Norra Älvstranden in Eriksberg kam, im Skulpturenpark in Ängelsberg ausgestellt, der vom 20. Mai bis zum 24. September 2006 unter dem Thema Modern Skulpturer i Världsarvsmiljö stand, ausgestellt. Das Labyrint kann daher nach der Suche nach einer Deutung der früheren Steinbilder ausdrücken, die sich, innerhalb des Labyrints, über den gesamten Steinblock verteilen.

Die aus Tjeckoslovakien stammende Künstlerin Ivana Machackova ist bei ihrem Werk Labyrint ihren Weg weitergegangen und zeigt erneut wie tief sie mit dem Bohuslän und seiner Geschichte verknüpft ist. Ivana Machackova drückt ihre Liebe zum Bohuslän nicht nur durch die künstlerische Leistung aus, sondern auch dadurch, dass ihr Vorzugsmaterial für ihre Werke auch Granit aus dem Bohuslän ist.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Solport von Görel Steg am Göta Älv in Göteborg


Ein Solport oder Sonnentor spielte in vielen Kulturen eine Rolle, egal ob man bei Kelten, Griechen, Indern oder Mayas sucht. Die Solport bietet immer eine Verbindung zwischen zwei Welten durch die sehr häufig Götter kommen. In der nordischen Mythologie öffnete sich eine Solport jeweils zur Sommersonnenwende, ähnlich der keltischen Mythologie.

Görel Steg schuf ihre Solport, die aus zwei Holzpollern besteht und am Norra Älvstranden des Göta Ålv in Göteborg steht, nicht wie üblich aus Stein, sondern schnitzte sie vor Ort in Holz, wobei die gewählte Stelle am Fluss an den alten Glauben der Mayas erinnert, als der Sonnengott aus dem Wasser stieg und durch das Sonnentor zum auserwählten Volk der Mayas kam.

Aber unabhängig, aus welcher Mythologie die Künstlerin ihre Anregung zum Kunstwerk Solport nahm, es soll die glorreiche Zukunft der Norra Älvstranden bei Eriksberg spiegeln und jeweils zur Sonnenwende Wohlstand und Glück über diesen Stadtteil Göteborgs bringen.

Görel Steg, geboren 1957, widmet sich heute der Malerei und studierte ursprünglich Innenarchitektur an der Göteborger Hochschule für Design und Kunsthandwerk (HDK), bevor sie an der Technischen Hochschule Chalmers ein Architekturstudium absolvierte. Im Auftrage der Eriksbergs Förvaltnings AB realisierte sie am Norra Älvstranden auch die Skulpturengruppe Främmande Fågel.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Schmiedezaun (smidda staket) von Miklos Fözö am Norra Älvstranden in Göteborg


Am Norra Älvstranden bei Eriksberg findet man zwei künstlerische schmiedeeisernen Zäune. Jener, der im Jahre 2000 aus einer Zusammenarbeit von Pål Svensson und Bert Johansson entstand, und ein zweiter den der Kunstschmied Miklos Fözö realisierte.

Auch das smidda staket von Miklos Fözo vereint Steinskulptur mit Schmiedeeisen und passt sich daher an das Milieu an, das neue Bauwerke und den Göta Älv verbindet. Der bedeutendste Unterschied zwischen den beiden Zäunen ist jedoch nicht nur ihre Form, sondern auch die Art der Darstellung der Fische, denn Miklos Fözö lässt seinen Fisch nicht im Wasser schwimmen, sondern hat ihn auf Spießen angebracht, als ob der Fisch bereits auf einem Grill wäre. Er drückt damit aus, dass die QWasserqualität des Göta Älv es erlaubt die dort gefangenen Fische zu essen. Auch die Form der Eisenstäbe erinnert bei Miklos Fözö, daran, dass er spezialisiert ist auf die Herstellung von Kerzenständern und er verstärkt mit der Wahl der Eisenstäbe damit den Ausdruck eines Grillfisches.

Der Kunstschmied Miklos Fözö studierte erst an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk (HDK) in Göteborg bevor er seine Ausbildung in der Stenebyskolan fortsetzte. Miklos Fözö ist heute im Fengerfors Bruk aktiv, wo zur Zeit unter dem Namen Not Quite 35 Künstler arbeiten, die ihre Werke gemeinsam vermarkten. Auch wenn der Künstler sich auf Schmiedekunst spezialisiert hat, so sind doch zahlreiche seiner Werke eine Mischung aus Eisen und Stein.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 21. Dezember 2009

Måsarna över havet von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg


Am äußersten Ende des Norra Älvstranden in Eriksberg entdeckt der Spaziergänger eine weitere Skulptur der Künstlerin Ivana Machackova, die kaum einen besseren Platz in Göteborg finden könnte. Måsarna över havet, Möwen über dem Meer, drückt all das aus, was Eriksberg einst war und für die Ostindiefararen Götheborg immer noch ist, der Weg zum offenen Meer.

Wenn man die Stufen auf der Rückseite des Werkes hoch geht, so verlässt man das Festland und landet, symbolisch, direkt im Wasser mit einem Blick über den Göta Älv und die Älvsborgsbron. Verständlich wird dieser Schritt, wenn man die Skulptur von Seiten des Göta Älv aus betrachtet, denn von hier aus entdeckt man deutlich die Wogen des Meeres, die von drei Möwen überflogen werden, die auf der Suche nach Futter sind. Eine der Möwen streift fast die Gischt des Meeres bei ihrem kunstvollen Flug.

Ivana Machackova schuf ihr Werk zu Beginn der 90er Jahre im Rahmen eines Entwicklungsprogramms des Norra Älvstranden, das Architektur und Kunst in Einklang bringen sollte. Die in Tjeckoslovakien geborene Künstlerin Ivana Machackova besuchte die Kunsthochschule in Göteborg und erhielt den Kulturpreis der Stadt Göteborg. Sie ist heute vor allem im Steinbildhauermuseum in Hunnebostrand aktiv.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 14. Dezember 2009

Schmiedezaun (smidda staket) von Pål Svensson und Bert Johannson in Göteborg


Wer den nördlichen Älvstranden in Göteborger Stadtteil Eriksberg entlang bummelt entdeckt auf der linken Seite zwei künstlerische, geschmiedete Zäune (smidda staket), die die etwas höher gelegenen Gärten zur Uferpromenade abgrenzen. Der abgebildete Zaun mit seinen Fischen wurde sehr deutlich seiner Umgebung angepasst, denn der Göta Älv liegt nur einen Steinwurf vom Zaun entfernt.

Der abgebildete Zaun ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Bildhauer Pål Svensson und dem Kunstschmied Bert Johansson, die durch diese Kooperation im Jahre 2000 Kunst und Kunsthandwerk vereinen konnten. Der Schmiedezaun wurde damit ein ideales Vorbild für andere Schmiedeisenzäune, die nicht nur Schutz bieten, sondern auch eine Aussage vermitteln.

Bert Johansson ist Kunstschmied in Mariehamn und arbeitet vor allem in der Gebrauchskunst und arbeitet nach eigenem Design, wobei er einen besonderen Wert auf die Behandlung eines fertigen Werkes legt, damit es eine haltbare Oberfläche behält. Der Göteborger Künstler Pål Svensson, der die Kunsthochschule Valand besucht hat, arbeitet vor allem als Steinbildhauer, interessiert sich jedoch für jede Kunstrichtung, die Kunst und Architektur verbindet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 8. Dezember 2009

Vindmobil von Jonas Lindmark am Norra Älvstranden in Göteborg


Ein Vindmobil ist nichts anderes als eine Art Windrad, also in der Regel ein Spielzeug für Kinder. Das Vindmobil in Erikberg, am Nördlichen Älvstrand von Göteborg, geht jedoch über dieses Spielzeug hinaus und hat mit ihm nur gemeinsam, dass es vom Wind in Bewegung gebracht wird, denn der Künstler Jonas Lindmark hat sein Vindmobil einem Seezeichen nachgebildet, das den Segelbooten auf dem Göta Älv Informationen über die Windrichtung geben kann und damit symbolisch für die Navigation gedacht ist..

Das Vindmobil von Jonas Lindmark steht auf dem Dockpiren in Eriksberg, direkt vor dem Restaurant und wurde 1997 dort vom Künstler aufgestellt. Es soll jedoch nur eine temporäre Skulptur an diesem Platz sein, da das Werk zum Verkauf steht.Stahlkonstruktion wurde an der Oberfläche nicht bearbeitet, damit die Witterung die Möglichkeit hat an der Skulptur weiterzuarbeiten. Es ändern sich daher die Farben und die Bewegungen des Vindmobils werden träger.

Obwohl Jonas Lindenark auch die Skulptur Vindöga in Göteborg realisiert hat, ebenfalls eine Skulptur, die mit Wind spielt, dieses Mal jedoch auf der Seite Klippans, ist über den Künstler wenig bekannt. Er ist in den letzten Jahren mit keinen neueren Skulpturen in Erscheinung getreten.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 5. Dezember 2009

Vattnets väg till havet von Pål Svensson am Norra Älvstranden in Göteborg


In Eriksberg, am Norra Älvstranden von Göteborg, findet man in einer etwas höher gelegenen Gartenanlage eine lang gestreckte Granitskulptur die Pål Svensson Vattnets väg till havet genannt hat, den Weg des Wassers zum Meer. Die Skulptur gehört mit zu den typischsten Arbeiten des Göteborger Künstlers, der häufig Stein und Wasser verknüpft und sagt, dass er den Stein als das Männliche und das Wasser als das Weibliche sieht und in seiner Skulptur daher Yin und Yang in einen Gleichklang bringt.

Der Granit der mehrteiligen Skulptur Vattnets väg till havet ragt wie drei Berge gegen den Himmel, wobei die Anhöhen in Richtung Meer immer geringer werden. Das Wasser entspringt jeweils an der höchsten Stelle dieser symbolischen Berge und nimmt je nach Struktur des Granits einen etwas anderen Weg zum Tal, der Ebene oder schließlich dem Meer (havet), das durch von Wasser geschliffene Kullersteine repräsentiert wird.

Das Werk Vattnets väg till havet (Der Weg des Wassers zum Meer) passt sich ideal in die umgebende Neubaulandschaft ein, wobei die Skulptur sich durch das im Sommer ständig rinnende Wasser langsam selbst abbaut und die Vergänglichkeit von Stein und Haus ausdrückt. Natürlich sieht der Künstler dies nicht als schnellen Prozess sondern vielmehr als eine langsame normale Entwicklung der Erdgeschichte.

Pål Svensson, der Vattnets väg till havet in seinem Atelier in Eriksberg im Jahre 1993 geschaffen hat, wurde 1950 geboren und besuchte die Kunsthochschule Valand in Göteborg. Er gehört zu den bekanntesten Gegenwartskünstlern Schwedens und hat nicht nur in Göteborg mehrere öffentliche Skulpturen geschaffen. Seine Werke kann man in mehreren europäischen Ländern an öffentlichen Plätzen, in Galerien und mehreren Kunstmuseen finden.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. November 2009

Fisken von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg


Nicht weit entfernt vom Bockkran in Eriksberg, am Norra Älvstranden Göteborgs, findet man die Skulptur Fisken, der Fisch, von Ivana Machackova, die für mehrere Skulpturen entlang des Göta Älv zeichnet. Die Künstlerin hat bei dieser Arbeit einen Fisch aus einem Granitblock geschnitten und dann auf dem Block plaziert. Während der ausgehöhlte Fisch gegen den Strom schwimmt, nimmt der bearbeitete Granitfisch den Weg zum offenen Meer. Fisken oder der Fisch hat keine tiefergehende Bedeutung sonder ist die künstlerische Darstellungsweise, die ihre Beziehung einzig allein zum Fluss und dem nahen Meer hat.

Die in Prag geborene Künstlerin hat bei diesem Kunstwerk, wie bei allen ihren Werken, zu Granit aus dem Bohuslän gegriffen, den sie fühlen kann und dem sie eine Form geben kann, die ihrem Inneren am nächsten kommt. Ihre Themen haben fast immer eine Beziehung zum Meer und den Geheimnissen des Lebens, wie sie auch bei ihrem Monumentalwerk Bohuslänsk Historia am Norra Älvstranden in Lindholmen beweist.

Ivana Machackova lebt seit über 30 Jahren in Schweden und hat ihr Atelier im Bohuslän, das sie als ihre Heimat betrachtet. Seit 13 Jahren schafft sie Skulpturen, die sowohl in ihrer Größe als auch ihrem Ausdruck beeindrucken. Ivana Machackova bildete sich in Göteborg zur Skulpteurin aus und arbeitet außer ihrem Lieblingsmaterial Granit auch mit Bronze, Beton, Holz und Glas. Für ihre Arbeiten erhielt sie mehrere bedeutende Preise.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. November 2009

Lekskulptur von Bengt Lundin in Eriksberg, Göteborg


Die Lekskulpur oder Spielskulptur am Kai von Eriksberg stellt ein Schiff dar in dem Kinder klettern können und vielleicht auch zum ersten Mal Seeräuber spielen. Die Lekskulptur, oder vielmehr das Spielschiff, bildet die Grenze zwischen Handwerk, Kunsthandwerk und künstlerischer Skulptur und passt wie angegossen zu seiner Umgebung, denn nur wenige Meter von der Lekskulpur legen die Älvsnabben an und in Sichtweite ankert die Götheborg.

Die Lekskulptur, die in Göteborg auch oft als Klätterbåt, also Kletterboot, bezeichnet wird wurde 1995 in Eriksberg im Auftrage der Baufirmen aufgebaut und ist im Grunde nur ein Werk in einer ganzen Serie von Kletterbooten, die Bengt Lundin an verschiedenen öffentlichen Plätzen Schwedens errichtete. Alle Holzboote des Künstlers haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind einmalige Werke und nie die Kopie eines anderen Bootes.

Bengt Lundin wurde 1924 in Trollhättan geboren und studierte an der Kunsthochschule Valand in Göteborg vor allem Malerei, wobei er sich auf Stilleben spezialisierte. Holzskulptur wurde nach seiner Ausbildung eine Leidenschaft, wobei Bengt Lundin sich selbst auch nicht als Skulpteur sieht, sondern mehr als Kunsthandwerker. Er hat im Laufe der Jahre zahlreiche Holzboote hergestellt, wobei sich eines seiner bekanntesten Werke in der Chalmers Bibliothek befindet, wo es, symbolisch, als Fliegender Holländer durch die Lüfte segelt.
Justificar a ambos lados
Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 2. Oktober 2009

Silverbåge von Pål Svensson an der Svenska Mässan in Göteborg


Vor dem Eingang zur Svenska Mässan in Göteborg steht die Skulptur Silverbåge, Silberbogen, der je nach der Einstrahlung der Sonne sein Aussehen ständig verändert und ein anderes Spiegelbild wiedergibt. Wenn man den Künstler Pål Svensson nach der Bedeutung seiner Skulptur fragt, so sagt er, dass sie keine direkte Aussage hat, sondern dass es ihm um die aufstrebende Form ging, die in gewisser Weise den Fortschritt, die Zukunft und das Positive bedeutet.

Pål Svensson, der vor allem als Steinbildhauer international bekannt ist, hat den 4,5 Meter hohen Silverbåge aus rostfreiem Stahl 2001 im Auftrag der Firma Skanska geschaffen, die die beiden Hotels neben der Svenska Mässan erbaute und die wie riesige Glaskubusse in den Himmel ragen. Skanska schenkte den Silberbogen der Göteborger Messe, deren Haupteingang sich hier befindet.

Der Göteborger Künstler Pål Svensson arbeitet vor allem mit Stein, dem er ein räumliches Verhalten gibt. Die Dimension des Raumes ist für ihn eine ständige Herausforderung. Pål Svensson absolvierte die Kunsthochschule Valand in Göteborg und erhielt für seine öffentlichen Kunstwerke zahlreiche Preise. Sein Atelier befindet sich in Eriksberg, wo auch auch mehrere seiner Werke, zum Beispiel die Sagan om ringen, den Norra Älvstranden zu einer Entdeckungsreise machen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. August 2009

Vindarnas Tempel von Per Kirkeby in Eriksberg, Göteborg


Am Kai von Eriksberg, dem nördlichen Älvstranden stößt der Wanderer auf dem Wege nach Lindholmen an ein Ziegelbauwerk, das Per Kirkeby Vindarnas Tempel, der Tempel der Winde, genannt hat und das auf den ersten Blick nur wenig an ein Kunstwerk erinnert. Diese rote Skulptur, die Kirkeby aus dänischem Ziegel hergestellt hat ist jedoch eine abstrakte Architektur, die einen poetischen Raum bildet und typisch für den dänischen Künstler Per Kirkeby ist. Er hat 1992 das wohl monumentalste Kunstwerk Göteborgs geschaffen, das den Winden aller Richtung ausgesetzt ist, aber seinen Besuchern gleichzeitig irgendwo Schutz gegen die gleichen Winde gewährt.

Per Kirkeby ist der zur Zeit weltweit best bekannte dänische Skulpteur, der in mehreren Kunstrichtungen tätig ist, aber gerade durch seine abstrakten architektonischen Werke, wie Göteborgs Tempel der Winde, in Ziegel bekannt wurde. Per Kirkeby hat ursprünglich arktische Geologie studiert, was sicher erklärt, warum er gerade architektonische Symbole in seiner Kunst verarbeitet und ein Material benutzt, das aus der Erde kommt.

Viele Betrachter halten seine architektonischen Skulpturen in Göteborg für monströs oder sprechen ihr gar jede Kunst ab, weil er Per Kirkeby in seinem Werk nicht auf die klassischen Materialien der Skulptur zurückgreift, sondern dafür zeitnahes Material wie roten Ziegel benutzt. Aber selbst seine Kritiker beachten und betrachten Vindarnas Tempel, egal ob sie am Älvstranden entlang bummeln, mit den Älvsnabben daran vorbeifahren oder das Monument von einer anderen Stelle aus sehen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 10. August 2009

Bohuslänsk historia von Ivana Machackovas in Lindholmen, Göteborg


Am Älvstranden von Eriksberg und Lindholmen kann man mehrere Skulpturen von Ivana Machackova entdecken, einer Künstlerin, die mit dem Göteborger Kulturpreis ausgezeichnet wurde. Auch ihre größte und aufwendigste Skulptur fand hier seinen Platz: Die bohuslänsk historia, die Geschichte des Bohuslän.

Vier Jahre lang arbeitete Ivana Machackova an der bohuslänsk historia, die sie in 30 Tonnen Granit meißelte. Sechs Granitblöcke schildern am Lindholmplatsen die Geschichte des Bohuslän so wie sie sie als Künstlerin sieht und erlebt.

Jedes Bild hat eine Größe von 2 x 2,50 Meter und beschreibt eine eigene Epoche. Machackova beginnt mit der Bronzezeit, kommt dann zu den Wikingern und dem Mittelalter um schließlich über die Zeit der Fischerei und des Steinbruchs zum heutigen Tourismus zu gelangen. Zahlreiche Details bringen dem Betrachter mehrere Jahrhunderte an Geschichte näher.

Die Geschichte des Bohuslän ist nicht jene von Göteborg, auch wenn die Landschaft des Bohuslän an die Stadt grenzt, denn der Norden Göteborgs ist eng mit der norwegischen Geschichte verknüpft und hatte auch nie den wirtschaftlichen Einfluss, den Göteborg ausübte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin