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Montag, 23. November 2009

Megalitisk Monument von Bård Breivik am Norra Älvstranden in Göteborg


Wenn man an einen Megalith denkt, so denkt man in erster Linie an einen hohen unbehauenen Stein in Granit der vor allem in der Jungsteinzeit und der Eisenzeit auf Gräbern aufgestellt wurde. Bård Breivik nannte sein Werk daher Megalitisk Monument, also megalithisches Monument, was dem ursprünglichen Gedanken eine neue Deutung gibt.

Ein Monument soll immer an etwas erinnern und im Falle der Skulptur am Norra Älvstranden in Göteborg vermutlich an die Zeit der ersten nachgewiesenen Besiedlungen in dieser Umgebung. Aber der Titel Megalitisk Monument lässt auch eine mehr zeitnahe Deutung zu, die auf die Beerdigung der glorreichen Werftzeit Göteborgs, deren Monumente nun endgültig unter Neubauten begraben werden und die Umgebung, die in nichts mehr an das erinnert, was hier früher zu finden war, nämlich Wald während der Eisenzeit, Wiesen als das nahe Lindholmer Schloss noch bestand und Arbeitshallen, die Göteborg einst Arbeit und Reichtum brachten.

Der Künstler Bård Breivik hat im Jahre 1995 für die Schaffung seiner Skulptur zum grünlichen Diabas gegriffen, einem Stein, der bis in die jüngere vulkanische Aktivität zurückreicht und oft als Grünstein bezeichnet wird. Es handelt sich hier um einen Basalt, der als relativ spröde gilt und dem megalitischen Monument sein typisches Aussehen verleiht.

Der norwegische Künstler Bård Breivik wurde 1948 in Bergen geboren und besuchte die Schule für Kunsthandwerk in Bergen sowie das College of Art and Design in London. Er lebt und arbeitet abwechseln in Norwegen, Schweden, New York und China. In Göteborg schuf er noch das öffentliche Kunstwerk Källan, die Quelle, an der Oper.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 19. September 2009

Inner sources / Ursprung von Hagbart Solløs an der Centralstationen in Göteborg


Auf dem Nils Eriksonplatsen zwischen Nordstan und Centralstationen ragen drei schwarze Basaltsteine aus der Erde als ob sie neu geboren wären und eben erst aus dem Zentrum der Erde zu uns gefunden hätten. Der norwegische Skulpteur Hagbart Solløs hat hier eines seiner Zeichen hinterlassen, das er Inner sources und Ursprung genannt hat.

Viele Göteborger werden bei diesem Werk an die Trädgårdsföreningen denken, wo die drei Basaltskulpturen, die die Einheit Inner Sources / Ursprung ausmachen, seit 1987 ihren Platz hatten. Beide Stellen drücken mit ihrer unterschiedlichen „Wachstumsepoche“ eine Entstehungsgeschichte aus, denn Pflanzen kommen aus der Erde und ein Reisender fängt vielleicht sein Leben dann an zu leben wenn er den Göteborger Hauptbahnhof verlässt.

Hagbart Solløs hat eine Vorliebe für schwarzen Basalt, einen sehr harten Stein, der entsteht, wenn Magma an der Erdoberfläche austritt und dann sehr schnell erkaltet. Basalt zu verarbeiten bedeutet daher einem neuen Leben eine Form zu geben, die Zukunft zu schaffen. Der Künstler entreißt dem Basalt gewissermaßen sein Geheimnis und lässt es in Form eines Kunstwerkes dem Betrachter seine Geschichte erzählen. Inner sources macht hier keine Ausnahme, wobei die drei Einzelskulpturen mit ihrer unterschiedlichen Größe ebenfalls zu wachsen scheinen.

Hagbart Solløs ist in Norwegen geboren und studierte in Oslo Kunst und Bildhauerei bevor er sich an die Arbeit mit Stein machte. Seine Werke finden sich vor allem in Norwegen und Schweden. Sie drücken alle ein eigenes Leben aus und scheinen selbst im Schwarz die Sonne zu reflektieren und die Strahlung des heißen Magmas nach außen weiterzugeben.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin