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Mittwoch, 14. April 2010

Babianen och Kråkan von Sture Collin im Stadtteil Guldheden in Göteborg


Am Doktor Fries Torg in Guldheden, einem Stadtteil Göteborgs, findet man eine Skulptur, die der Künstler Babianen och Kråkan, der Pavian und und die Krähe, genannt hat. Auf einem gewöhnlichen Fels sitzt ein Pavian, hinter dem eine bearbeitete Granitstange in die Höhe ragt auf der eine Krähe sitzt.

Seit 1998, als das Werk hier aufgestellt wurde, zieht es zahlreiche Kinder an, die vor allem den Pavian (Babianen) als Spielkameraden aussuchen. Gesamt gesehen sieht man jedoch zwischen dem Kunstwerk und seiner Umgebung keinerlei Zusammenhang, es sei denn, der Pavian soll der Beginn eines Zoos aus Bronze in Göteborg sein. Wenn man das Werk, das zweifellos eine künstlerische Skulptur ist, betrachtet, so fragt man sich jedoch unmittelbar was das Werk bedeuten soll oder ob die Baugesellschaft, die es finanziert hat, einfach Kunst um jeden Preis hier aufstellen wollte, denn es gibt hunderte von Stellen in Schweden, wo das Werk auch eine Bedeutung hätte. Und ein Künstler kann auch ein Werk schaffen, das eine Verbindung zu diesem relativ bedeutenden Platz hat.

Sture Collin wurde 1939 geboren und studierte an der Konsthögskolan in Stockholm. Der schwedische Bronze- und Betonkünstler wurde vor allem für seine öffentlichen Auftrage in verschiedenen Städten Schwedens bekannt. Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Künstlern des Landes hat sich Sture Collin wirklich auf die Schaffung von Skulpturen in unterschiedlichstem Material spezialisiert.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 22. September 2009

Ljusbåge, ein Lichtbogen, von Erik Åkerlund im Botanischen Garten in Göteborg


Wer die Stufen gegenüber dem Eingang zum Gewächshaus des Botanischen Gartens (Botaniska Trädgården) hinauf schreitet sieht von unten einen Steinblock mit einer Öffnung, die fast den Eindruck gibt, man müsste dort durchklettern um seinen Weg fortsetzen zu können.

Wenn man diesem Gebilde näher kommt, so entdeckt man einen Weg, der links an diesem Block vorbeiführt, der natürlich kein natürliches Gebilde ist sondern eine Granitskulptur, die Erik Åkerlund, der Künstler, Ljusbåge (Lichtbogen) genannt hat. Und die Öffnung im Stein ist daher nichts anderes als die Trennung von zwei Polen, die eine (elektrische) Entladung, die Schaffung eines Lichtbogens möglich machen.

Eine symbolische elektrische Entladung auf dieser Anhöhe lässt natürliche mehrere Deutungen zu, denn eine Entladung kann wie ein Blitzableiter reagieren und dadurch den Botanischen Garten vor Brand schützen, aber die Entladung kann der Erde auch Wärme zuführen, die den Pflanzen aus südlicheren Ländern das Leben ermöglicht. Aber ein Lichtbogen spendet auch Licht, das den Pflanzen den dunklen Winter erleuchtet und schließlich sind Lichtbogenlampen die ältesten elektrischen Lichtquellen und drücken dadurch auch, im übertragenen Sinne, die Entstehungsgeschichte aus.

Den 1,5 Meter hohen Lichtbogen im Botanischen Garten schuf Erik Åkerlund, der von 1969 bis 1977 Kunst im Konstfack und anschließend in der Konsthögskolan in Stockholm studierte und vor allem als Steinskulpteur tätig ist. Für einige seiner Kunstwerke benutzt er jedoch auch Bronze oder Holz. Åkerlund bildet in den letzten Jahren auch Bildhauer aus und ist sehr aktiv in der Konstnärernas Kollektivverkstad-Bohuslän.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin