Posts mit dem Label Botaniska trädgården werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Botaniska trädgården werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. November 2009

Tulpan, Tulpe von Eva Lange im Botanischen Garten in Göteborg


Am Rande des Perennträdgården des Botanischen Gartens in Göteborg findet man eine Skulptur, die voll in seine Umgebung integriert ist und auf ersten Blick eher wie ein überdimensionaler Pflanzentopf aussieht. Wäre nicht seine Form etwas ungewöhnlich und fehlten nicht die entsprechenden Pflanzen.

In der Tat handelt es sich jedoch um Eva Langes Skulptur Tulpan, Tulpe, die die Perennenabteilung des Botaniska Trädgården begrenzt. Wer das Kunstwerk aus der Nähe betrachtet entdeckt die feine Bearbeitung des roten Vångagranits aus dem Bohuslän, den die schwedische Künstlerin zu einer 128 Zentimeter hohen Tulpe verarbeitet hat. Auch wenn die Skulptur nicht für den Botanischen Garten in Göteborg geschaffen wurde, sondern vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond während der Ausstellung Skulptur - från granit till gelé im Jahre 1995 erworben wurde, ist das Kunstwerk wie geschaffen für die Umgebung des Botaniska Trädgården.

Eva Lange, geboren 1935, studierte am Konstfack in Stockholm und machte sich vor allem einen Namen mit ihren Skulpturen in Alabaster, Granit, Marmor, Zement und Gips, deren Motive sie sehr häufig aus der Pflanzenwelt holt. Ihre öffentlichen Werke findet man heute in ganz Skandinavien. Eva Lange erhielt im Jahre 2001 ein Stipendium des Konstakademinsfond.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 22. September 2009

Ljusbåge, ein Lichtbogen, von Erik Åkerlund im Botanischen Garten in Göteborg


Wer die Stufen gegenüber dem Eingang zum Gewächshaus des Botanischen Gartens (Botaniska Trädgården) hinauf schreitet sieht von unten einen Steinblock mit einer Öffnung, die fast den Eindruck gibt, man müsste dort durchklettern um seinen Weg fortsetzen zu können.

Wenn man diesem Gebilde näher kommt, so entdeckt man einen Weg, der links an diesem Block vorbeiführt, der natürlich kein natürliches Gebilde ist sondern eine Granitskulptur, die Erik Åkerlund, der Künstler, Ljusbåge (Lichtbogen) genannt hat. Und die Öffnung im Stein ist daher nichts anderes als die Trennung von zwei Polen, die eine (elektrische) Entladung, die Schaffung eines Lichtbogens möglich machen.

Eine symbolische elektrische Entladung auf dieser Anhöhe lässt natürliche mehrere Deutungen zu, denn eine Entladung kann wie ein Blitzableiter reagieren und dadurch den Botanischen Garten vor Brand schützen, aber die Entladung kann der Erde auch Wärme zuführen, die den Pflanzen aus südlicheren Ländern das Leben ermöglicht. Aber ein Lichtbogen spendet auch Licht, das den Pflanzen den dunklen Winter erleuchtet und schließlich sind Lichtbogenlampen die ältesten elektrischen Lichtquellen und drücken dadurch auch, im übertragenen Sinne, die Entstehungsgeschichte aus.

Den 1,5 Meter hohen Lichtbogen im Botanischen Garten schuf Erik Åkerlund, der von 1969 bis 1977 Kunst im Konstfack und anschließend in der Konsthögskolan in Stockholm studierte und vor allem als Steinskulpteur tätig ist. Für einige seiner Kunstwerke benutzt er jedoch auch Bronze oder Holz. Åkerlund bildet in den letzten Jahren auch Bildhauer aus und ist sehr aktiv in der Konstnärernas Kollektivverkstad-Bohuslän.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 31. August 2009

Najad, die Wassernymphe, von Carl Milles im Botanischen Garten in Göteborg


Kaum ein Künstler hatte je die Chance in einer Stadt zwei Exemplare der gleichen Skulptur zu finden. Dieses Glück hatte jedoch Carl Milles mit seiner Skulptur Najad, Wassernymphe, selbst wenn die zweite Skulptur erst nach seinem Tode im Keilers Park in Göteborg aufgestellt wurde.

Die erste Version der 150 cm hohen Wassernymphe (Najad) ist ein Bronzespringbrunnen im Botanischen Garten Göteborgs die am Bassin unmittelbar am Eingang des Botaniska Trägården zu finden ist und dort bereits 1931 ihren Platz fand.

Milles schuf während seiner Schaffensperiode zahlreiche Najaden, wobei die bekannteste die Lilla Najaden ist, die er 1916 schuf und die heute im Millesgarten in Stockholm zu bewundern ist. Eine Najad ein mystisches Wasserwesen, das vor allem in Quellen, Grotten und Brunnen lebt, das aber bisweilen auch in Bächen, Flüssen und Strömen zu finden ist. Najaden oder Wassernymphen waren sterbliche mindere Gottheiten und galten in der Regel als Wohltäter. Mit ihrem Tod versiegt, nach alter Legende, auch die Quelle, die sie aufrecht erhielt oder der Wasserlauf, den sie unterhielt, versiegte.

Die Najad im Botanischen Garten in Göteborg ist daher in gewisser Weise auch als die Beschützerin des Gartens zu sehen, den sie mit Wasser versorgt, das die Grundlage des pflanzlichen Lebens ist.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin