Posts mit dem Label Hochschule werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hochschule werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 13. Oktober 2009

Över Europa von Erland Brand in der Viktoriagatan in Göteborg


Över Europa (Über Europa), eine Skulptur im Innenhof der Viktoriagatan in Göteborg ist eine der typischsten Formen, die Erland Brand seinen Werken verleiht. Die Betrachtungsweise der Welt aus einer anderen Perspektive, die den Betrachter außerhalb des gewohnten Rahmens setzt und ihn zum Beobachter macht.

Bei Över Europa blickt ein Kopf, der um Europa zu kreisen scheint, von seiner Warte neuen Warte aus auf ein verzerrtes Europa, das man nur wiedererkennt, wenn man versucht die Warte des Kopfes einzunehmen, was jedoch unmöglich ist. Der Künstler bietet mit seiner Skulptur eine Reise in eine Welt, die ein Kind entdeckt wenn es nicht über das Fernsehen, sondern über Erzählungen eine andere Welt entdeckt, die sich mit einer Erzählung im Kopf entwickelt und eine parallele Welt wird in der man nur mit seiner Fantasie leben kann, so lange bis man in die Realität zurück geholt wird.

Erland Brand (geboren 1922) ist ein Künstler der die Göteborger Schule des 20. Jahrhunderts zur Perfektion ausdrückt. Er lässt die Grenze zwischen Wirklichkeit und Imagination verschwinden. Der Künstler ist weniger für seine Skulpturen, sondern mehr für seine Gemälde und Zeichnungen bekannt, wo er den gleichen Ausdruck und die gleiche Aussagekraft verarbeitet. Erland Brand lebt und arbeitet in Göteborg, wo er auch die Valand Kunsthochschule besuchte. Er gehört zu jenen Künstlern, denen die jährliche staatliche Einkommensgarantie für seine künstlerischen Leistungen zugesprochen wurde.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 6. Oktober 2009

Sekvens von Ingela Palmertz an der Hochschule für Fotografie in Göteborg


Vor dem Gebäude der Fotohögskolan, der Hochschule für Fotografie in Göteborg steht eine sechs Meter hohe Skulptur aus rostfreiem Stahl, die durch ihre geometrische Gesamtstruktur auffällt und mehr auf ein mathematisches Kalkül aufzubauen scheint als die sogenannte künstlerische Freiheit. Aber wie so oft in der Kunst täuscht der erste Eindruck. Die Sekvens (Sequenz) kann nicht losgelöst vom Künstler betrachtet werden, der das Werk schuf.

Ingela Palmertz schuf hier 1993 im Auftrage des Statens Konstråd eine für sie typische Arbeit, eine Skulptur die, ausgehend von einer Idee mehr und mehr zur Abstraktion wird und sich schließlich in ein rein mathematisches Kunstwerk verwandelt. Nur wer den Schritt zurückverfolgt entdeckt in der Sekvens die unterschiedlichen Aufnahmewinkel einer Person, die sich nach Anweisung eines außenstehenden Fotografen bewegt. Das Fotomodell nimmt vier verschiedene Positionen ein, die in der Sekvens festgehalten wurden, einem dreidimensionalen Raum.

Bevor Ingela Palmertz sich der Kunst widmete studierte sie Mathematik und organische Chemie, was ihr ermöglichte Kunst aus einer wissenschaftlichen Perspektive anzugehen. Ihre sitzenden oder gebeugten Figuren sind auf ein Minimum reduziert und die scheinbar geografischen Muster wiederholen sich daher in allen ihren Werken, sowohl den öffentlichen Skulpturen als auch ihren Grafiken. Ihre Werke wurden vermutlich von Künstlern wie Alberto Giacometti und Evert Lundkvist beeinflusst.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin