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Dienstag, 16. Februar 2010

Emaljfris von Inger Hanmann am Hotel Opalen in Göteborg


Öffentliche Kunst findet man in Göteborg nicht nur an öffentlichen Plätzen und Gebäuden, sondern auch in privaten Anlagen oder, wie in der Engelbrektsgatan, auf der Frontseite des Hotel Opalen. Auf der gesamten Frontseite des Hotels findet man ein Emaljfris (Emailfries), das dem Hotel einen modernen, dynamischen Eindruck verleiht und wie eine musikalische Komposition wirkt.

Das Emailfries am Hotel Opalen hat keine direkte Aussage zu vermitteln, sondern ist ein Spiel mit Farbkompositionen und Mustern in überdimensionaler Form, die man nur selten bei Emailarbeiten findet. Die dänische Künstlerin hat hier ihr Werk in eine architektonische Struktur eingebettet, die die Fassade aufwertet und dem Hotel einen freundlichen Eindruck verleiht.

Inger Hanmann (1918 - 2007) war Anfangs mehr der Musik zugeneigt, aber der Besuch der Kunstindustrieschule für Frauen weckte ihr Interesse für Malerei und moderne Kunst. Sie besuchte daher anschließend die Rostrup Bøyesens Malerskolle in Kopenhagen, wo sie sich vor allem der Malerei und der Emailkunst widmete. Inger Hanmann hatte ihren Durchbruch, als die von den Schous Fabrikker den Auftrag erhielt künstlerischen Ausdruck und industrielle Emailtechniken zu verknüpfen. Dies führte auch dazu, dass Inger Hanmann im Anschluss mehr und mehr Aufträge erhielt Emailkompositionen zu schaffen, die einer architektonischen Umgebung angepasst waren.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Vågens tjusning von Per Hasselberg an der Vasakirche in Göteborg


An der Engelbrektsgatan, unmittelbar neben der Vasakirche (Vasakyrkan) findet man, fast versteckt, eine der ältesten Skulpturen Göteborgs, die von keinem geringeren Künstler geschaffen wurde als dem Skulpteur der Johanna am Brunnsparken. Die weibliche Skulptur Vågens tjusning (Anziehungskraft der Wogen) wurde 1888 erst in Gips von Göteborg erworben, aber im gleichen Jahr dann noch in Bronze. Seit 1922 steht Vågens tjusning nun am heutigen Platz, wenn auch nicht in der gleichen Umgebung.

Vågens tjusning repräsentiert ein junges Mädchen, das von einem Seetroll in die Tiefe des Wasser gelockt werden soll und nach Aussage des Künstlers Per Hasselberg die Schwachheit des Menschen ausdrückt. Die sensuelle Skulptur des Künstlers befand sich ursprünglich in einem kleinen Teich, der sich mangels Unterhaltung der Stadt mittlerweile in ein Unkrautfeld verwandelt hat und der nachts beleuchteten Skulptur seine Bedeutung nimmt. Eine besser platzierte Kopie der Vågens tjusning findet man noch im Rotternos Park im Värmland, die jedoch erst später gegossen wurde.

Per Hasselberg (1850 - 1894) war erst Schreiner, bis er nach Stockholm umzog, wo er begann für Nerpin zu arbeiten und abends die Slöjdskolan besuchte. Wenige Jahre später ging Per Hasselberg nach Paris, wo er mehreren kunsthandwerklichen Berufen nachging bis er 1877 in der Ecole des beaux arts in Paris aufgenommen wurde. Er erhielt für seine Werke zahlreiche Auszeichnungen und wurde unter anderem auch als Porträtist bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin