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Samstag, 21. November 2009

Möte, das Treffen, von Inga-Louise Lindgren am Hvitfeldtsplatsen in Göteborg


Bei der Skulptur Möte, das Treffen, begegnen sich zwei Hunde auf offener Straße. Während einer der Hunde wie unbeteiligt zur Seite sieht ist der andere Hund in einer ungewissen Stellung. Der Betrachter kann nicht entscheiden, ob er sich unterwirft oder zum Angriff übergehen wird. Diese etwas paradoxe Situation gibt der Szene einen etwas unnatürlichen Einschlag.

Die Bronzearbeit Möte am Hvitfeldtsplatsen in Göteborg zeigt jedoch eine sehr typische Arbeit der schwedischen Künstlerin Inga-Louise Lindgren, die in Göteborg auch die Skulpturen Klotet, Lejonet och Tvillingarna und Barnmorskan geschaffen hat. Ihre Bronzekörper wirken immer irgendwie roh, was ihre Arbeiten von der klassischen französischen Schule deutlich unterscheidet und ein Zeichen ihrer persönlichen Arbeiten sind.

Inga-Louise Lindgrens Skulpturgruppe Möte wurde 1985 am Hvitfeldtsplatsen aufgestellt und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert. Inga-Louise Lindgren, geboren 1928, lebt und arbeitet in Lerum, Nahe Göteborg, und besuchte sowohl die Hochschule für Design und Kunsthandwerk als auch die Kunsthochschule Valand in Göteborg. Sie realisierte zahlreiche öffentliche Kunstwerke in Göteborg und nahm an über 30 Sammelausstellungen teil. Sie erhielt für ihre künstlerischen Leistungen mehrere Stipendien.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 18. Oktober 2009

Klotet, lejonet och tvillingarna von Inga-Louise Lindgren in Göteborg


Auf dem oberen Teil des Radiotorget in Högsbo, Göteborg, blickt eine Bronzelöwe auf dem zwei Kinder zu reiten scheinen auf den niederer liegenden Teil des Platzes. Der Löwe scheint, auf den ersten Blick, auf der Erdkugel, dem klotet zu sitzen und diesen zu bewachen. Erst wenn man sich der Skulptur Klotet, lejonet och tvillingarna nähert, entdeckt man die Symbolik des Kunstwerkes.

Inga-Louise Lindgren hat bei ihrer Skulptur Klotet, lejonet och tvillingarna den zwölf Sternzeichen eine Art Denkmal aus Bronze gesetzt, das im Jahre 1994 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurde. Die Skulptur repräsentiert die zwölf Sternzeichen, wobei zehn der Zeichen die Kugel zu umrunden scheinen, die daher das Firmament darstellt und nicht die Erde. Zwei der Sternzeichen nehmen eine besondere Stellung ein. Zum einen der Löwe, der dem Volksglauben nach Göteborg verteidigt. Die Zwillinge können eine Anspielung auf Romulus und Remus sein, die Rom gründeten. Die Göteborger Zwillinge wurden jedoch nicht von einem Wolf, sondern einem Löwen groß gezogen und ihr Name bleibt uns verborgen.

Die Kugel, der Löwe und die Zwillinge mussten bereits im Jahre 1995 restauriert werden, da das Kunstwerk vandalisiert wurde. Ein anderes Kunstwerk der Künstlerin wurde wenige Jahre später ebenfalls teilweise zerstört, wobei der jugendliche Täter vorgab sich an nichts erinnern zu können.

Inga-Louise Lindgren ist 1928 in Göteborg geboren, wo sie sowohl den Vorgänger der HDK (Slöjdföreningens skola) besuchte als auch die Kunsthochschule Valand. Die Göteborger Künstlerin erhielt mehrere Stipendien für ihre Leistungen und realisierte einige öffentliche Kunstwerke in Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin