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Sonntag, 2. Mai 2010

Snäckan, die Muschel, im Tunnel von Nordstan in Göteborg


Im Tunnel, der von Nordstan zum Hauptbahnhof in Göteborg führt, findet man auf einer Seite mehrere Kunstwerke, vor allem Mosaike, die dem Durchgang, zusammen mit der ausgeklügelten Beleuchtung, so etwas wie Gemütlichkeit verleihen, auch wenn die meisten, die den Tunnel benutzen in Eile sind und Straßenmusiker sich gerne vor die Kunstwerke stellen.

Die erste Skulptur, die man auf der Seite von Nordstan findet ist das Mosaik einer Snäckan, also einer Muschel, die in ihrem Erscheinungsbild an die Muschel entlang des Pilgerpfades nach Santiago de Campostela erinnert, wobei auch die Snäckan (Muschel) im Tunnel in gewisser Weise einen Pilgerpfad repräsentiert, da viele Reisende über diesen Weg nach Göteborg kommen oder aber auch Göteborg, zum Teil für immer, verlassen.

Wie auch die anderen Kunstwerke in diesem Tunnel, so trägt die Muschel keine Signatur des Künstlers und die öffentlichen Aufzeichnungen schweigen sich ebenfalls aus. Vermutlich handelt es sich jedoch um einen Absolventen der Kunsthochschule Valand.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 27. Januar 2010

Jokern, der Joker, auf der Fassade von Nordstan in Göteborg


Eines der größten öffentlichen Kunstwerke Göteborgs findet man an der Fassade des Einkaufzentrums Nordstan. Es handelt sich hierbei um ein Werk, das quer über das gesamte Einkaufszentrum erstreckt und daher zwei Hauptseiten hat, die eine an der Östra Hamngatan, die andere gegenüber dem Hauptbahnhof Göteborgs.

Von der Östra Hamngatan aus kann man über dem Haupteingang Nordstans einen Joker mit einer leeren Sprechblase entdecken, der in sehr eindringlicher Form darum bittet doch in das größte Kaufhaus Göteborgs einzutreten. Die Malerei ist dabei sehr einfach gehalten, da sie trotz der großen Fläche ihre Wirkung behalten soll.

Das Kunstwerk Joker wurde im Jahre 1995 realisiert und war eine Zusammenarbeit von vier Künstlern. Anna Ekholm und Magnus Blombergsson zeichneten für die Idee und Helene Andersson bemalte anschließend, zusammen mit Magnus Larsson, die Fläche.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 19. September 2009

Inner sources / Ursprung von Hagbart Solløs an der Centralstationen in Göteborg


Auf dem Nils Eriksonplatsen zwischen Nordstan und Centralstationen ragen drei schwarze Basaltsteine aus der Erde als ob sie neu geboren wären und eben erst aus dem Zentrum der Erde zu uns gefunden hätten. Der norwegische Skulpteur Hagbart Solløs hat hier eines seiner Zeichen hinterlassen, das er Inner sources und Ursprung genannt hat.

Viele Göteborger werden bei diesem Werk an die Trädgårdsföreningen denken, wo die drei Basaltskulpturen, die die Einheit Inner Sources / Ursprung ausmachen, seit 1987 ihren Platz hatten. Beide Stellen drücken mit ihrer unterschiedlichen „Wachstumsepoche“ eine Entstehungsgeschichte aus, denn Pflanzen kommen aus der Erde und ein Reisender fängt vielleicht sein Leben dann an zu leben wenn er den Göteborger Hauptbahnhof verlässt.

Hagbart Solløs hat eine Vorliebe für schwarzen Basalt, einen sehr harten Stein, der entsteht, wenn Magma an der Erdoberfläche austritt und dann sehr schnell erkaltet. Basalt zu verarbeiten bedeutet daher einem neuen Leben eine Form zu geben, die Zukunft zu schaffen. Der Künstler entreißt dem Basalt gewissermaßen sein Geheimnis und lässt es in Form eines Kunstwerkes dem Betrachter seine Geschichte erzählen. Inner sources macht hier keine Ausnahme, wobei die drei Einzelskulpturen mit ihrer unterschiedlichen Größe ebenfalls zu wachsen scheinen.

Hagbart Solløs ist in Norwegen geboren und studierte in Oslo Kunst und Bildhauerei bevor er sich an die Arbeit mit Stein machte. Seine Werke finden sich vor allem in Norwegen und Schweden. Sie drücken alle ein eigenes Leben aus und scheinen selbst im Schwarz die Sonne zu reflektieren und die Strahlung des heißen Magmas nach außen weiterzugeben.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 15. September 2009

Bohuslän von Claes Hake am Hauptbahnhof von Göteborg

Am Fußgängerübergang von Nordstan zum Hauptbahnhof findet man eine Skulptur, die fast beim Alteisenhändler gelandet wäre, weil die Direktion der Schwedischen Eisenbahn in Göteborg wenig mit der von einem Vorgänger erworbenen Skulptur anfangen konnte oder wollte, obwohl der Titel Bohuslän wie gegossen zur Eisenbahn Göteborgs passt.

Claes Hake hatte im Jahre 1982 im Auftrag der Bolaget Jernhusen eine Skulptur aus Bronze und Stein geschaffen, die die Meereswogen des Bohusläns spiegelt, der Region, die an Göteborg direkt angrenzt. Das Monument wurde an einem dafür vorgesehenen Platz neben den Gleisen aufgestellt.

Als die Ankunft des X2000 dann mehr Platz benötigte wurde die Skulptur kurzerhand in einen Lagerraum transportiert bis sie dann teilweise selbst zerlegt wurde um als Schrott verkauft zu werden. Als diese Tatsache an die Öffentlichkeit geriet wurde der Verkauf gestoppt bis die Firma Jernhusen, die die Bahnhöfe Schwedens verwaltet, auf die Idee kam, das Kunstwerk der Stadt Göteborg zu schenken. Die Skulptur Bohuslän wurde wieder repariert und dann an ihrem heutigen Platz aufgestellt.

Claes Hake wurde in Mölndal geboren und wird als Künstler meist als Göteborger und Bohuslänning bezeichnet. Er studierte Kunst in Göteborg und arbeitet seit 1970 als Bildhauer, anfangs mit Plastik, dann mit Gips, Lehm und Bronze bis er immer häufiger zu Stein griff. Claes Hake wurde im Jahre 2002 von der Lokstallet Konsthall in Strömstad zum Künstler des Jahres ernannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin