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Samstag, 27. März 2010

Vingslag, Flügelschlag, von Gudrun Eduards-Balldin an der Inägogatan in Göteborg


Auf einer Grünfläche inmitten von mehreren Wohngebäuden an der Inägogatan im Göteborger Kyrkbyn steht eine der bedeutendsten Skulpturen der Stadt, die mit Hagas Historia oder der Bohuslänsk Historia vergleichbar werden kann. Vingslag oder Flügelschlag bedeutet hier eine Reise durch die schwedische Geschichte, die auf den drei tragenden Elementen der Skulptur eingeschlagen wurde.

Der Vingslag in rotem und weißem Aluminium, der von Vögeln getragen zu sein scheint, die den Weg der Geschichte in eine noch ungewisse Zukunft weisen, muss nicht nur betrachtet, sondern gelesen werden. Die Geschichte Vingslags beginnt in der Vorgeschichte als noch Bisons Schweden bewohnten und führt dann über die Wikinger und mehr aktuelle Geschehnisse bis zur Gegenwart.

Die Göteborger Künstlerin Gudrun Eduards-Balldin wurde 1935 geboren und studierte Kunst in Schweden, USA, Holland, Italien und vor allem Mexiko, wo sie sich von 1958 bis 1964 aufhielt. Die ersten öffentlichen Werke Gudrun Eduards-Balldin stehen heute noch in Mexiko und erst ab 1967 wurde ihr der erste schwedische Auftrag in Göteborg erteilt. Heute findet man zahlreiche öffentliche Werke in der Stadt, aber auch Galerien und Museen interessieren sich seit etwa zehn Jahren mehr und mehr für Gudrun Eduards-Balldin, die in ihren Werken sehr häufig auf historische Ereignisse zurückgreift.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 24. August 2009

Delawaremonument von Carl Milles am Stenpiren in Göteborg


Auch wenn manche Führung in Göteborg noch zum Delawaremonument von Carl Milles am Stenpiren führt, so bleibt dieses wuchtige Monument jedoch relativ unbeachtet, obwohl es einen Teil der schwedischen Geschichte erzählt, in der Göteborg die Hauptrolle spielt.

Da das Stenpiren, an deren Spitze das Delawaremonument steht erst 1844 gebaut wurde und die erste große Hafenanlage direkt am Göta älv war, so müsste das Monument vermutlich weiter innen am Stora Hamnkanalen stehen, wo die Geschichte wirklich spielte, auch wenn das Stenpiren beeindruckender ist und den Auswandertraum leichter nachträumen lässt.

Das Original des Delawaremonumentes wurde 1938 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums von Nya Sverige in Delaware enthüllt, wo Schweden im Auftrag von Axel Oxenstierna von den Delaware-Indianern Land in Übersee kaufte um dort eine schwedisch Siedlung zu errichten. Das Monument am Stenpiren ist identisch, wurde jedoch erst im Jahre 1956 in Göteborg aufgestellt, also nach dem Tode von Carl Milles.

Die schwedische Kolonie Nya Sverige wurde nur 18 Jahre nach der Ankunft der Mayflower (mit den englischen Pilgern) gegründet und lebte, im Gegensatz zu anderen Kolonien, in Eintracht mit den Indianern. Vermutlich lebten etwa 800 Schweden und Finnen in der Kolonie Nya Sverige. Die ersten Schiffe, die das Neue Schweden anliefen waren die Kalmar Nyckel und die Fågel Grip, die, wie auch alle folgenden Schiffe in Göteborg in See stachen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 10. August 2009

Bohuslänsk historia von Ivana Machackovas in Lindholmen, Göteborg


Am Älvstranden von Eriksberg und Lindholmen kann man mehrere Skulpturen von Ivana Machackova entdecken, einer Künstlerin, die mit dem Göteborger Kulturpreis ausgezeichnet wurde. Auch ihre größte und aufwendigste Skulptur fand hier seinen Platz: Die bohuslänsk historia, die Geschichte des Bohuslän.

Vier Jahre lang arbeitete Ivana Machackova an der bohuslänsk historia, die sie in 30 Tonnen Granit meißelte. Sechs Granitblöcke schildern am Lindholmplatsen die Geschichte des Bohuslän so wie sie sie als Künstlerin sieht und erlebt.

Jedes Bild hat eine Größe von 2 x 2,50 Meter und beschreibt eine eigene Epoche. Machackova beginnt mit der Bronzezeit, kommt dann zu den Wikingern und dem Mittelalter um schließlich über die Zeit der Fischerei und des Steinbruchs zum heutigen Tourismus zu gelangen. Zahlreiche Details bringen dem Betrachter mehrere Jahrhunderte an Geschichte näher.

Die Geschichte des Bohuslän ist nicht jene von Göteborg, auch wenn die Landschaft des Bohuslän an die Stadt grenzt, denn der Norden Göteborgs ist eng mit der norwegischen Geschichte verknüpft und hatte auch nie den wirtschaftlichen Einfluss, den Göteborg ausübte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin