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Dienstag, 20. Oktober 2009

Aphrodite von Knidos von Praxiteles vor dem Kunstmuseum in Göteborg


Eine der vier Bronzefiguren, die vor dem Kunstmuseum in Göteborg aufgestellt sind, ist den knidiska Afrodite oder die Aphrodite von Knidos. Wie auch bei den anderen Statuen vor dem Museum handelt es sich nicht um ein Original, sondern um einen Nachguss einer Gipsfigur, die ihrerseits eine Reproduktion einer römischen Kopie war. Die Kopie des Kopfes des Originals befinden sich in Berlin, der Körper aber im Vatikan. Aphrodite wurde 1931 vor dem Kunstmuseum Göteborgs aufgestellt.

Aphrodite ist nach der griechischen Mythologie die Göttin der Liebe, der Schönheit und der Begierde. Sie war eine der zwölf Götter des Olymps und wurde in späterer Zeit zur Liebesgöttin. Nach Plinius dem Älteren ist die die Aphrodite von Knidos die herrlichste Statue der alten Welt, wobei sie auch das bekannteste Werk von Praxiteles ist.

Bei sämtlichen uns bekannten Statuen von Praxiteles handelt es sich um römische Kopien, mit einer einzigen Ausnahme, seinem Hermes. Praxiteles schuf etwa 50 Statuen und gilt als der Schöpfer der jugendlichen Götterideale. Seine Werke zeichnen sich durch die außerordentliche Oberflächenbehandlung aus.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 11. September 2009

Obelisken, der Obelisk, von Ivar Johnsson am Vasaplatsen in Göteborg


Den Vasaplatsen in Göteborg überragt ein 10 Meter hoher dreikantiker Monolit aus Hunnebostrandsgranit. Auch wenn der Obelisk deutlich sichtbar ist und im ersten Roman mit Kommissar Erik Winter von Åke Edwardson eine wichtige Rolle spielte, so kennen dennoch nur wenige der Betrachter die Bedeutung dieses von Ivar Johnsson geschaffenen Kunstwerks.

Wer die Inschriften auf der Basis des Obelisken liest, findet den Namen Torgny Segerstedt, die Person, an den das im Jahre 1955 enthüllte Monument erinnern soll. Torgny Segerstedt wurde 1917 Redakteur bei der Göteborgs Handels- und Sjöfartstidning und leitete diese Zeitung schließlich bis zu seinem Tode im Jahre 1945.

Ivar Johnsson, der den Obelisk geschaffen hat gravierte eine der bedeutendsten Aussagen Torgny Segerstedts in den Granitobelisk, die die Denkweise des Verfassers und seine Stellung zu Hitler ausdrückte. Im Jahre 1940 schrieb Segerstedt: „De fria fåglarna plöja sin väg genom rymden. Många av dem nå kanske ej sitt fjärran mål. Stor sak i det. De dö fria.“

Torgny Segerstedt deutete die Gedanken Hitlers seit dem Jahre 1933 völlig richtig und versuchte das Volk Schwedens seit Hitler an die Macht kam auf die Gefahren aufmerksam machen, obwohl Schweden noch 1936, während der Olympischen Spiele in Berlin, Hitler als großen Staatsmann sah. Segerstedt ließ sich weder vom Königshaus noch von der Stadtverwaltung Göteborgs in seinen Aussagen einschränken und unter Druck setzen. Das Denkmal soll an diesen weitsichtigen Mann erinnern und vor einer Wiederholung ähnlicher volksfeindlichen Machenschaften einzelner Politiker warnen.

Der Skulpteur Ivar Johnsson studierte Bildhauerei in Lund, Stockholm, Italien und Dänemark. Seine Monumentalskulpturen sind heute weltweit bekannt. In Göteborg hat er auch das Flickan med sjötrollen im Kungsparken (Königspark) geschaffen und die Sjömanshustrun oder Kvinna vid havet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin