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Montag, 25. Januar 2010

Sjömanshustru, die Frau des Seemanns, von Ivar Johnsson in Liseberg, Göteborg


Während man die Sjömanshustru, die alle Boote begrüßt, die den Göta Älv aufwärts fahren, nicht aus nächster Nähe betrachten kann, hat man die Möglichkeit das früher erstellte Modell dieses Symbols Göteborgs in Liseberg aus nächster Nähe zu betrachten.

Die Sjömanshustru in Liseberg wurde von Ivar Johannsson in Lebensgröße erstellt. Sehr deutlich kann man hier die im Wind fliegenden Haare, die betenden Hände, den in die Ferne gerichteten Blick und das dünne Sommerkleid betrachten und entdeckt in ihren Augen die Hoffnung, dass ihr Seemann doch noch zurückkommt und den Sturm überlebte. Die Skulptur der Frau des Seemannes kann hier in allen Details betrachtet werden und schildert das Schicksal so zahlreicher Sjömannshustrur.

Der schwedische Skulpteur Ivar Johnsson (1885 - 1970) wurde in Schonen geboren, lebte und arbeitete jedoch nahezu sein ganzes Leben lang auf Södermalm bei Stockholm. Ivar Johnsson ist vor allem wegen seiner öffentlichen Monumentalskulpturen bekannt, die man an zahlreichen Plätzen Schwedens finden kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 11. September 2009

Obelisken, der Obelisk, von Ivar Johnsson am Vasaplatsen in Göteborg


Den Vasaplatsen in Göteborg überragt ein 10 Meter hoher dreikantiker Monolit aus Hunnebostrandsgranit. Auch wenn der Obelisk deutlich sichtbar ist und im ersten Roman mit Kommissar Erik Winter von Åke Edwardson eine wichtige Rolle spielte, so kennen dennoch nur wenige der Betrachter die Bedeutung dieses von Ivar Johnsson geschaffenen Kunstwerks.

Wer die Inschriften auf der Basis des Obelisken liest, findet den Namen Torgny Segerstedt, die Person, an den das im Jahre 1955 enthüllte Monument erinnern soll. Torgny Segerstedt wurde 1917 Redakteur bei der Göteborgs Handels- und Sjöfartstidning und leitete diese Zeitung schließlich bis zu seinem Tode im Jahre 1945.

Ivar Johnsson, der den Obelisk geschaffen hat gravierte eine der bedeutendsten Aussagen Torgny Segerstedts in den Granitobelisk, die die Denkweise des Verfassers und seine Stellung zu Hitler ausdrückte. Im Jahre 1940 schrieb Segerstedt: „De fria fåglarna plöja sin väg genom rymden. Många av dem nå kanske ej sitt fjärran mål. Stor sak i det. De dö fria.“

Torgny Segerstedt deutete die Gedanken Hitlers seit dem Jahre 1933 völlig richtig und versuchte das Volk Schwedens seit Hitler an die Macht kam auf die Gefahren aufmerksam machen, obwohl Schweden noch 1936, während der Olympischen Spiele in Berlin, Hitler als großen Staatsmann sah. Segerstedt ließ sich weder vom Königshaus noch von der Stadtverwaltung Göteborgs in seinen Aussagen einschränken und unter Druck setzen. Das Denkmal soll an diesen weitsichtigen Mann erinnern und vor einer Wiederholung ähnlicher volksfeindlichen Machenschaften einzelner Politiker warnen.

Der Skulpteur Ivar Johnsson studierte Bildhauerei in Lund, Stockholm, Italien und Dänemark. Seine Monumentalskulpturen sind heute weltweit bekannt. In Göteborg hat er auch das Flickan med sjötrollen im Kungsparken (Königspark) geschaffen und die Sjömanshustrun oder Kvinna vid havet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 14. Juli 2009

Die Frau am Hafen oder des Seemanns Frau von Ivar Johnsson


Kvinna vid havet oder Die Frau am Hafen ist in Göteborg mehr als die Frau des Seemanns oder, genauer gesagt, als Sjömanshustrun bekannt. Die von Ivar Johnsson geschaffene Statue, die seit 1997 als Replik auch in Liseberg zu finden ist, drückt das vergebliche Warten aus und das Leiden aller Frauen, die in ihrer Familie einen Seemann haben.

Die Kvinna vid havet soll aber auch an all die schwedischen Seeleute erinnern, die im ersten Weltkrieg ihr Leben auf See gelassen haben. Am Fuße des 57 Meter hohen Turmes (ohne Statue) findet man die Namen der 690 Seeleute sowie die Namen der 98 Schiffe auf denen sie umkamen.

Ivar Ivar Johnsson, einer der bedeutendsten schwedischen Monumentalskulpteure, dessen Werke sich auf zahlreichen öffentlichen Plätzen Schwedens befinden schuf die Statue der Frau am Hafen neben dem Seefahrtsmuseum vermutlich 1932, da der Turm selbst bereits 1933 eingeweiht wurde.

Copyright: Herbert Kårlin