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Donnerstag, 10. Juni 2010

Flätad Mur, geflochtene Mauer, von Berit Lindfeldt an der Smyckegatan in Göteborg


Im Wohngebiet Smyckeparken im Göteborger Stadtteil Tynnered darf natürlich auch architektonische Kunst nicht fehlen. Daher bekam das Ziegelhaus an der Smyckegatan 92 im Jahre 1992 auch an einer Ecke eine Ziegelskulptur, die die Künstlerin Flätad Mus, geflochtene Mauer, nannte und die sich auf zwei Seiten der südlichen Ecke bis zum Dach erstreckt.

Die Künstlerin ging hier von der alten traditionellen Herstellung von Ziegeln aus, die noch nass handgeformt wurden, um dann, in gebrannter Form eine gewisse Struktur, einen besonderen Charakter an das Bauwerk zu vermitteln. Im Fall des Wohngebietes Smyckeparken sollte das Werk Wachstum und Veränderlichkeit ausdrücken, was mit der Flätad Mur auch hervorragend gelang, da Berit Lindfeldt bei ihrer Arbeit die geflochtene Mauer dem Sonnenlicht, also dem Licht- und Schattenspiel anpasste.

Die 1947 in Stockholm geborene Künstlerin Berit Lindfeldt erstellt in ihrer Wahlheimat Göteborg eine sehr abwechslungsreiche Kunst bei der öffentliche Arbeiten wie Boll oder Hising Island mehr die Ausnahmen sind. Berit Lindfeldt studierte sowohl an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk als auch der Kunsthochschule Valand in Göteborg und unterrichtete Kunst in fast allJustifieren Teilen Schwedens. Die Künstlerin wird vor allem für ihr Vermögen Relationen in der Kunst unterzubringen und Proportionen zu meistern gerühmt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 8. Juni 2010

Akrobaterna, die Akrobaten, von Ronald Reyman an der Smyckegatan in Göteborg


Nur wenige Meter neben den Gårdsmusikanter (Hinterhof-Musikanten) findet man eine weitere Skulptur aus Aluminiumblech des gleichen Künstlers. Die Musikanten wurden hier jedoch gegen Akrobaten eingetauscht. Auch die Akrobaten an der Smyckegatan in Göteborg gehörten zu den Kindheitserinnerungen von Ronald Reyman, denn als er sich zum Göteborger entwickelte kamen oft fahrende Künstler in die Stadt, die dann an den verschiedensten Plätzen ihre Künste vorführten.

Wie bei all seinen Werken hat der Künstler auch in Tynnered zu einer surrealistischen Ausdrucksweise gegriffen, wobei er bei den Akrobaten auch zu seinen typischen Kontrasten bei der Farbwahl greift. Wer seine Werke kennt, erkennt sofort seinen Stil im Umgang mit Schwarz und Weiß. Das Werk an der Smyckegatan gehört zu einer Serie von drei Werken, die alle das Leben Majornas aus den 50er-Jahren beschreiben.

Ronald Reyman (1928 - 1998), der vor allem unter Endre Nemes an der Slöjdföreningen (heute HDK) und der Kunsthochschule Valand in Göteborg Kunst studierte, arbeitete vor allem als Maler. Aber auch bei seinen Skulpturen griff der Wahl-Göteborger Ronald Reyman zu einem poetischen Surrealismus, dessen Ausdruck er aus allem holte was ihn umgab. Ronald Reymans Werke findet man mittlerweile in den bedeutendsten Museen Schwedens.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 6. Juni 2010

Inbjudande att komma hem von Denice Zetterquist in Göteborg


An zwei Häusern an der Smyckegatan im Göteborger Stadtteil Tynnered findet man je ein dreiteiliges Kunstwerk, das mit seiner surrealistischen Farbenfreude die Blicke der Bewohner und Besucher anzieht. Das dreiteilige, teilweise abgebildete Werk besteht aus einer Fliesenmalerei an den beiden Türen zum Gebäude mit der Hausnummer 20.

Die Künstlerin suchte bei diesem Werk im Jahre 1992 keine bildliche Darstellung, sondern wollte, nach eigenen Aussagen, eine Art Einladungskarte anbringen, ein Inbjudande att komma hem, die Einladung in die eigene Wohnung. Denice Zetterquist benutzte hierfür leuchtende Farben und einen weichen Ausdruck in der Pinselführung. Jeder Bewohner des Gebäudes sollte sich hier bereits vor der Eingangstür willkommen fühlen.

Denice Zetterquist arbeitet als Malerin, Zeichnerin und Graphikerin. Sie wurde 1929 in Väröbacka in Halland geboren und studierte unter Endre Nemes an der heutigen Hochschule für Design und Kunsthandwerk und anschließend an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Denice Zetterquist malte zu Beginn ihrer Laufbahn vor allem Stillleben, wandte sich jedoch später mehr und mehr der abstrakten Kunst zu, wobei sie jedoch den weichen Farben in ihren Werken treu blieb.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. Juni 2010

Hände und Füße an der Smyckegatan in Göteborg


Wenn man durch das Wohngebiet an der Smyckegatan des Göteborger Stadtteils Tynnered bummelt, so entdeckt man überall Kunstwerke. Einige davon sind weder vom Künstler signiert noch in der Liste der Kunstwerke der Baugesellschaft zu finden. Bei einem dieser ungenannten Werke handelt es sich um ein mehrere Meter langes und etwa ein Meter hohes Mosaik.

Das Mosaik Hände und Füße besteht aus mehreren Bildern, die nur Hände oder Füße in verschiedenen Positionen und Situation darstellt. Da es sich bei diesem Werk um eine surrealistische Darstellung handelt, kann man die Bedeutung dieser Hände und Füße nur interpretieren, denn einige drücken Spiel aus, andere Hilfe oder Angst. Manche Füße gehören Kindern, andere Erwachsenen.

Das Werk Hände und Füße ist vollkommen in die architektonische Umgebung eingebettet und scheint das Leben in diesem Wohngebiet ausdrücken zu wollen, wobei die Begrenzungsmauer, an der das Mosaik angebracht ist, auch eine eine Grenze zwischen Beton und Grünfläche ist. Vor der Mauer kann man sich nur auf eine Bank setzen, hinter der Mauer auf Gras.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Juni 2010

Lövet, das Laub, von Leo Pettersson an der Smyckegatan in Göteborg


Am Rande des Wohngebiets an der Göteborger Smyckegatan, über einem der kleinen Gebäude, in denen der Abfall sortiert und untergebracht wird, entdeckt man eine Granitskulptur, die der Künstler Lövet, das Laub, genannt hat und ein fiktives Blatt darstellt. Heute mag diese Skulptur vielleicht etwas schlecht platziert scheinen, da das Wohngebiet mittlerweile von Bäumen umgeben ist.

Als der Künstler im Jahre 1992 im Stadtteil Tynnered dieses Werk schuf, gab es kaum Bäume und die Neupflanzungen wirkten eher trist. Leo Pettersson wollte daher den Blick von den kubischen architektonischen Werken ablenken und eine Art Bewegung in der Ziegelwelt schaffen, was ihm mit Lövet, dem Blatt, sehr gut gelungen ist, auch wenn man heute in der Smyckegatan fast das Gefühl bekommt in einem Wald zu wohnen, in dem eben einige Wohnblocks aufgestellt wurden.

Leo Pettersson, der 1952 in Partille bei Göteborg geboren wurde besuchte die Kunsthochschule Valand. Während er zu Beginn seiner Schaffenszeit vor allem großflächige Steinskulpturen schuf, wurden seine Werke in den letzten Jahren immer intimer. Leo Pettersson, der in Schweden auch für seine Gemälde und Zeichnungen bekannt ist, schuf mehrere öffentliche Werke in Göteborg, unter anderem die Klippdockan am Redbergsplatz.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 1. Juni 2010

Gårdsmusikanter, Hofmusikanten, von Ronald Reyman in der Smyckegatan in Göteborg


In der grünen Wohnanlage der Stenafastigheter in der Göteborger Smyckegatan im Stadtteill Tynnered findet man zahlreiche Skulpturen unterschiedlichsten Stils. Eines der Werke in Aluminiumblech heißt Gårdsmusikanter, Hofmusikanten, wobei der Hof hier nicht der Königshof ist, sonder die Innen- und Hintergärten bezeichnet.

Der Künstler dachte bei der Schaffung seiner Gårdsmusikanten an seine Zeit, die er im Stadtteil Majorna verbrachte, an eine Zeit, als man in den Hinterhöfen Göteborgs noch Musikanten spielen hörte, die von Hof zu Hof gingen und als Vorläufer der heutigen Straßenmusikanten bezeichnet werden können. Wie bei all seine Werken blieb der Künstler auch bei dieser Skulptur seinem Ruf als surrealistischer Künstler treu.

Ronald Reyman (1928 - 1998) wurde in Chicago geboren, studierte jedoch bereits ab 1948 an der heutigen Hochschule für Design und Kunsthandwerk und von 1951 bis 1955 an der Kunsthochschule Valand in Göteborg, wo er sich auch als Künstler nieder ließ. Auch wenn Ronald Reyman mehr als Maler und Grafiker bekannt wurde, so schuf er jedoch in Göteborg auch mehrere surrealistische Skulpturen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin