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Donnerstag, 3. Juni 2010

Hände und Füße an der Smyckegatan in Göteborg


Wenn man durch das Wohngebiet an der Smyckegatan des Göteborger Stadtteils Tynnered bummelt, so entdeckt man überall Kunstwerke. Einige davon sind weder vom Künstler signiert noch in der Liste der Kunstwerke der Baugesellschaft zu finden. Bei einem dieser ungenannten Werke handelt es sich um ein mehrere Meter langes und etwa ein Meter hohes Mosaik.

Das Mosaik Hände und Füße besteht aus mehreren Bildern, die nur Hände oder Füße in verschiedenen Positionen und Situation darstellt. Da es sich bei diesem Werk um eine surrealistische Darstellung handelt, kann man die Bedeutung dieser Hände und Füße nur interpretieren, denn einige drücken Spiel aus, andere Hilfe oder Angst. Manche Füße gehören Kindern, andere Erwachsenen.

Das Werk Hände und Füße ist vollkommen in die architektonische Umgebung eingebettet und scheint das Leben in diesem Wohngebiet ausdrücken zu wollen, wobei die Begrenzungsmauer, an der das Mosaik angebracht ist, auch eine eine Grenze zwischen Beton und Grünfläche ist. Vor der Mauer kann man sich nur auf eine Bank setzen, hinter der Mauer auf Gras.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. Mai 2010

Mosaik an der Hafeneinfahrt in Donsö, Göteborg


An der Hafeneinfahrt in Donsö, einer der Schäreninseln Göteborgs, findet man ein Mosaik, das zu jenen Kunstwerken gehört, die nie in einer Liste aufgenommen wurden, da das Werk von einem lokalen Künstler geschaffen wurde, der seine künstlerisches Gefühl und seine handwerklichen Fähigkeiten benutzte um Donsö in Form eines Mosaiks darzustellen, ohne dies jedoch selbst als große Kunst zu betrachten.

Der ungenannte Künstler versuchte bei seinem Mosaik alles auszudrücken, was die kleine Insel charakterisiert. Man findet den Ort, die Seebuden, einen Öltanker und erfährt, dass Fischfang einst die bedeutendste Aktivität der Bewohner war. Sie widmeten sich nicht nur dem Fischfang, sondern hatten Fischräucherein, wovon eine heute noch aktiv ist, und es gab mehrere Salzereien. Wer durch die Insel streift, findet alle Elemente des Mosaiks wieder und entdeckt selbst ein altes Bergwerk, das schon lange verlassen auf einer Anhöhe liegt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 14. März 2010

Livets träd, der Baum des Lebens, von Pål Svensson in Göteborg


Seit 1988 findet man neben dem Eingang des Hauses Nummer 39, im Innenhof der Husargatan des Göteborger Stadtteils Haga ein dreidimensionales Mosaik, das der Künstler Livets träd, der Baum des Lebens, genannt hat.

Der Göteborger Künstler hat hier aus hunderten von Mosaikteilchen einen Baum von den Wurzeln bis zum Geäst geschaffen. Bedeutend wird dabei jedoch auch der Teil, der den Baum umgibt, denn hier kann man deutlich eine aufströmende Bewegung erkennen, die den Stoffwechsel des Baumes symbolisiert, wo der Wind dem Stamm zu streicheln scheint. Während das Geäst relativ zart aussieht, dominiert die Wurzel, die dem Baum seine Kraft verleiht.

Pål Svensson, der 1950 in Göteborg geboren wurde und die dortige Kunsthochschule Valand besuchte, hatte seine erste Ausstellung im Jahre 1985 in der Galleri Rotor. Als er 1988, nur wenige Jahre später, Livets träd in Haga schuf, arbeitete er noch mit verschiedenen Materialien. Sein frühes Werk ist bereits in die architektonische Umgebung integriert und die Stärke seiner Schaffenskraft ist bereits sichtbar, aber noch deutet wenig auf seine späteren Monumentalarbeiten hin, bei denen er häufig Granit und Wasser sprechen lässt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 5. März 2010

Per aspera ad astra an der Prüfungssaal der Viktoriagatan in Göteborg


Jeder Student, der zum Prüfungssaal der Göteborger Universität in der Viktoriagatan in Göteborg will, kommt an einem unsignierten Mosaik vorbei, das den Titel per aspera ad astra trägt und damit einen klassischen lateinischen Ausspruch trägt.

Das überdimensionale Mosaik zeigt mehrere klassischen Motive der alten Götter und Helden, die ihre Prüfungen leisten und damit zeigen, dass man an Kenntnisse, Wissenschaft oder auch andere Leistungen und Lösungen nur über eigene Anstrengungen kommt. Bereits die Interpretation dieses Mosaiks ist nur möglich, wenn man sich mit den klassischen Sagen beschäftigt hat und mindestens vier Worte in Latein versteht. Per aspera ad astra ist daher bereits die erste Herausforderung an alle Studenten, die sich hier einer Prüfung stellen.

Das Mosaik zeigt die zwölf Prüfungen des Altertums, die mit der Auszeichnung in der Mitte des Bildes enden. Diese Prüfungen wurden in jüngerer Zeit sowohl von Asterix und Obelix als auch von Pokemon in abgewandelter Weise übernommen und sollten daher jedem bekannt sein, der das Mosaik betrachtet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin