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Mittwoch, 21. April 2010

Fartyg i solnedgång von Pecka Söderberg in Kyrkbyn, Göteborg


An der Eketrägatan, fast am Rande des Göteborger Stadtteils Kyrkbyn, steht eine Skulptur in zwei Teilen, die dem Betrachter etwas zu denken gibt, den das fartyg, ein Schiff, das ein Öltanker sein könnte, in jedem Fall aber ein Lastkahn ist, steht vor einem schmutzig-gelben Gebilde, das auf den ersten Blick wie ein Kopf mit Ohren aussieht.

Wenn man sich auf gleiches Niveau wie das fartyg i solnedgång, das Schiff im Sonnenuntergang, begibt, so entdeckt man, dass es sich bei weitem nicht um einen Kopf handelt, sondern die, ursprünglich orange, Sonne, die gerade untergeht und teilweise von zwei Wolken verdeckt wird, die im Abendlicht die Farbe der Sonne angenommen haben. Der Künstler drückt mit diesem Werk die Nähe des Meeres aus, was bei Kyrkbyn, einem Teil Lundbys, in mehrfacher Hinsicht stimmt, da dieser Stadtteil auf der Göteborger Insel Hisingen liegt.

Pecka Söderberg wurde 1962 in Eda geboren und besuchte die KV-Konstskola in Göteborg, anschließend die Nordiska Konsthögskolan in Karleby (Finnland) um seine Ausbildung schließlich in der Kunsthochschule Valand in Göteborg zu beenden. Pecka Söderberg lebt und arbeitet in Göteborg, wobei er während der letzten Jahre vor allem mit der Künstlerin Lina Ekdahls zusammenarbeitet. Söderberg arbeiten mit den unterschiedlichsten Materialien, wobei man seine öffentlichen Werke in verschiedenen schwedischen Städten findet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 16. April 2010

Tufsen von Egon Möller-Nielsen in Kyrkbyn, Göteborg


Das Wort Tufsen hat mehrere Bedeutungen. Zum einen handelt es sich dabei um eine kleine Insel, zum anderen bezeichnet es eine unbedeutende Person. Aber es handelt sich dabei auch um einen schwedischen Kosename. Das Werk Tufsen in Kyrkbyn, einem Stadtteil Göteborgs erhielt seinen Namen nach der Tochter des Künstlers, die von ihren Eltern liebevoll Tufsen genannt wurde und maßgeblich an der Entstehung des Werkes beteiligt war.

Tufsen ist eine Spielskulptur am Spielplatz der Äringsgatan und animiert mit seinen Gängen und skurrilen Formen die Fantasie der Kinder. Tufsen war auch die erste Spielskulptur Stockholms und der Grundstein für alle späteren Spielskulpturen, die Kindern künstlerisches Empfinden nahe bringen. Das Werk in Göteborg ist eine der Abgüsse der Originalform, die sich bis heute in ganz Schweden weiter ausbreiten. Der Göteborger Tufsen gehört mit zu den ersten Werken des Künstlers und wurde bereits 1949 an seiner heutigen Stelle aufgestellt, knapp ein Jahr nachdem der erste Abguss in Stockholm seinen Platz fand.

Egon Möller-Nielsen (1915 - 1959) wurde zu einer Architekturausbildung gezwungen, hatte aber immer die Ambitionen zu einem Künstler. Der aus Dänemark stammende Künstler siedelte sich 1940 in Schweden an, als Dänemark vom Naziregime überrollt wurde. Egon Möller-Nielsen war am Ende seines relativ kurzen Lebens Lehrer am Konstfacket in Stockholm und hatte sich einen bedeutenden Ruf mit seinen Spielskulpturen und Buchillustrationen gemacht. Möller-Nielsen war ein Erneuerer der Kunst, der Kinder an Kunst teilhaben lassen wollte und Kunst zum Anfassen schuf. In Göteborg findet man vom gleichen Künstler auch die Spielfigur Ägget.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 28. März 2010

En röst från havet von Magnus Persson en der Eketrägatan in Göteborg


Auf einer Grünfläche neben der Eketrägatan im Göteborger Stadtteil Kyrkbyn kann man eine etwas kleinere, abstrakte Bronzeskulptur auf rotem Granit finden, die allgemein als "En röst från havet" bekannt ist und 1996 im Auftrage der Baugesellschaft dort aufgestellt wurde.

En röst från havet, eine Stimme vom Meer, gehört zu den surrealistischen Skulpturen Göteborgs und es ist sehr schwer zu sagen, ob die Skulptur eine Robbe darstellen soll oder eine anderes Gebilde, das mit dem Meer in Verbindung gebracht werden soll. Die Interpretation des Werkes muss mehr dem Betrachter überlassen werden als einer allgemeinen Aussage zu folgen.

Magnus Persson, der en röst från havet schuf, ist ein Künstler des "Konstruktivismus" und die meisten seiner Werke lassen sich sehr schwer interpretieren. Der schwedische Künstler Magnus Persson arbeitet als Maler, Grafiker und Bildhauer, wobei seine Werke jede Form und Größe annehmen können. Seine kleineren Skulpturen sind meist aus Holz. In Fachkreisen wurde Magnus Persson vor allem für seine Holzreproduktionen mittelalterlicher Skulptur bekannt, obwohl er zahlreiche öffentliche Skulpturen in Schweden schuf.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 27. März 2010

Vingslag, Flügelschlag, von Gudrun Eduards-Balldin an der Inägogatan in Göteborg


Auf einer Grünfläche inmitten von mehreren Wohngebäuden an der Inägogatan im Göteborger Kyrkbyn steht eine der bedeutendsten Skulpturen der Stadt, die mit Hagas Historia oder der Bohuslänsk Historia vergleichbar werden kann. Vingslag oder Flügelschlag bedeutet hier eine Reise durch die schwedische Geschichte, die auf den drei tragenden Elementen der Skulptur eingeschlagen wurde.

Der Vingslag in rotem und weißem Aluminium, der von Vögeln getragen zu sein scheint, die den Weg der Geschichte in eine noch ungewisse Zukunft weisen, muss nicht nur betrachtet, sondern gelesen werden. Die Geschichte Vingslags beginnt in der Vorgeschichte als noch Bisons Schweden bewohnten und führt dann über die Wikinger und mehr aktuelle Geschehnisse bis zur Gegenwart.

Die Göteborger Künstlerin Gudrun Eduards-Balldin wurde 1935 geboren und studierte Kunst in Schweden, USA, Holland, Italien und vor allem Mexiko, wo sie sich von 1958 bis 1964 aufhielt. Die ersten öffentlichen Werke Gudrun Eduards-Balldin stehen heute noch in Mexiko und erst ab 1967 wurde ihr der erste schwedische Auftrag in Göteborg erteilt. Heute findet man zahlreiche öffentliche Werke in der Stadt, aber auch Galerien und Museen interessieren sich seit etwa zehn Jahren mehr und mehr für Gudrun Eduards-Balldin, die in ihren Werken sehr häufig auf historische Ereignisse zurückgreift.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 26. März 2010

Björnar, Bären, von Arvid Knöppel in der Londongata im Göteborger Kyrkbyn


An einer mit Büschen bewachsenen Grünfläche an der Londongatan im Göteborger Stadtteil Kyrkbyn findet man seit 1961 eine Skulpturengruppe, die der Künstler Lekande Björnar, also spielende Bären, genannt hat und die vollständig in ihrer Umgebung integriert sind, so dass man sehr leicht an ihnen vorbeifährt ohne sie überhaupt zu entdecken.

Bei der Bronzegruppe Lekande Björnar handelt es sich um eine Bärenmutter, die liebevoll mit ihrem Nachkömmling spielt. Die Ausführung der spielenden Bären lässt unmittelbar auf den Künstler Arvid Knöppel schließen, der mit rund 70 öffentlichen Tierskulpturen bekannt wurde und auch hier die beiden Bären in ihrer Natürlichkeit darstellt, die man sonst nur in freier Wildbahn beobachten kann. Arvid Knöppel schuf mit seinen Tierskulpturen einen Zoo aus Bronze, der dem Interessierten die nordische Tierwelt näher bringen kann.

Arvid Knöppel (1892 - 1970) war nicht nur Tierskulpteur, sondern auch Maler und Zeichner. Der an der KKH (Kungliga Konsthögskolan) in Stockholm ausgebildete Künster Arvid Knöppel schuf auch zwei Kunstbücher mit Tierzeichnungen. Der in Luleå geborene Künstler verbrachte seine Zeit am liebsten im Wald, schuf aber an seinem Haus bei Arvika schuf er einen eigenen kleinen Zoo mit nordischen Tieren, die es ihm erlaubten Tiere und ihre Bewegungen intensiv zu studieren. In Vergnügungspark Liseberg kann man auch ein Lodjur Arvid Knöppels entdecken.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. März 2010

Mimi von Peter Linde an der Inägogatan in Kyrkbyn in Göteborg

Mimi von Peter Linde
Mimi ist ein junges Bronzemädchen, das seit 1998 an der Inägogatan in Göteborger Stadtteil Kyrkbyn steht und eine exakte Kopie einer Mimi ist, die der Künstler 1995 für Östersund schuf. Eine Abwandlung sdes Mädchens schuf er dann später mit „Mimi, 14 år“ im Jahre 2001 in Stockholm, die eine eindeutige Entwicklung in seinen Werken zeigt.

Das Bronzemädchen Mimi scheint etwas Unsichtbares in ihren Händen zu haben, das sie aufmerksam beobachtet, wobei die gesamte Skulptur in klassischer Weise geschaffen wurde und jeder Körperteil, jede Muskel von Peter Linde deutlich herausgearbeitet wurde. Die einzige Frage, die man sich bei diesem Werk stellen kann ist jene, warum Mimi nackt in einem Vorgarten steht und was uns der Künstler damit vermitteln will, falls er den Platz selbst gewählt hat, da Kunst und Architektur sich ergänzen sollen, an der Inägogatan jedoch zum Kontrast neigen.

Peter Linde, der 1946 in Karlshamn geboren wurde, studierte an der Konsthögskolan in Stockholm und leitet heute die dortige Konstakademien. Der schwedische Skulpteur Peter Linde gehört zur Gruppe der Bildhauer, die immer figurativ gearbeitet haben und den Regeln der klassischen Skulptur folgten. Eines seiner bedeutendsten Werke ist die Statue von Karin Boye an der Kungsportsavenyn in Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 23. März 2010

Känguru von Torsten Renqvist an der Eketrägatan in Göteborg


In einer der Grünflächen zwischen den Häusern an der Eketrägatan im Göteborger Stadtteil Kyrkbyn (Lundby) findet man eine der typischsten Skulpturen Torsten Renqvists, die die Denkweise des Künstlers am deutlichsten ausdrücken. Er wollte Skulptur als menschliche Kommunikation sehen von der auch Kinder angesprochen werden.

Sein Känguru an der Eketrägatan ist eines der typischen Beispiele einer liebevollen Karikatur eines Tieres, in diesem Fall eines Kängurus. Das Tier ist sehr einfach gehalten, aber es strahlt, wie auch seine anderen Holz- und Bronzetiere, eine Lebensfreude aus und regt die Fantasie der Kinder, die im Sommer auf der Wiese spielen, seit 1996 immer wieder aufs Neue an.

Torsten Renqvist (1924 - 2007) besuchte die Kunstakademie in Stockholm und Kopenhagen, sowie die School of Art in London. Ende der 50er Jahre war er drei Jahre lang Lehrer der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Ursprünglich wurde Torsten Renqvist als Maler und Grafiker bekannt und vertrat Schweden im Jahre 1964 auf der Biennale in Venedig. Niemand weiß, was in diesen Jahren in ihm vorging, aber wenig später verbrannte er alle seine Gemälde und widmete sich anschließend der Skulptur in Holz und Bronze. In Göteborg befinden sich mehrere öffentliche Werke Torsten Renqvists, darunter das Erinnerungsmonument an die Freiwilligen des Spanischen Krieges.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin