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Dienstag, 27. April 2010

Helikopter von Olle Zetterqvist in Kaverös, Göteborg


Olle Zetterqvist schuf in den 60er Jahren zwei Ziegelreliefe an der Tunnlandsgatan in Kaverös, dem Göteborger Stadtteil Högsbo. Während das erste Gebilde an einen fliegenden Vogel, unter Umständen einer Wildgans ähnelt, zeigt das zweite Gebilde einen Hubschrauber, der von einem Lotsen an seinen endgültigen Platz geleitet wird.

Wie auch bei seiner ersten Ziegelskulptur, greift der Künstler bei seinem Hubschrauber zu einer etwas abstrakte Abbildung, was sicher auch mit der Wahl des Materials zusammenhängt. Der Helikopter wird vom Künstler weitaus kleiner abgebildet als der Fluglotse, was den Betrachter des Werkes zum Nachdenken anregt, da es sich, wenn man die Größenverhältnisse betrachtet, weder um ein Helikoptermodell handeln kann, noch um einen realistischen Hubschrauber.

Olle Zetterqvist (86) wurde im Värmland geboren, siedelte sich jedoch nach seinem Kunststudium an der Kunsthochschule Valand in Göteborg an, wo er heute noch wohnt. Da Olle Zetterqvist vor allem als Grafiker arbeitete, sind seine beiden Ziegelskulpturen an der Tunnlandsgatan von besonderer Bedeutung und zeigen die Vielfalt des Künstlers, der sehr wenig an die Öffentlichkeit tritt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 10. April 2010

Glasmosaik von Rolf Denman in Kaverös, Göteborg


Am Eingang an der Tunnlandgatan 9 in Kaverös, einem Teil des Göteborger Stadtteils Högsbo, findet man ein in Zement eingelassenes Glasmosaik, das von mehrfarbigen Leuchtröhren von hinten beleuchtet wird. Das Kunstwerk ist vollkommen abstrakt gehalten, strahlt jedoch in seiner Gesamtheit eine vollkommene Harmonie aus, die man sonst vor allem bei Kirchenkunst findet.

Die acht Teile des Gesamtwerkes gehen fast nahtlos ineinander über. Selbst wenn man die Bedeutung des Werke kaum erahnen kann, so strahlt es jedoch, vor allem nachts, ein Gefühl der Ruhe und der Sicherheit aus und wird damit zu einem Symbol für die Bewohner, die hier in einer Art Wohngemeinschaft zusammenleben. Das Glasmosaik bettet sich gleichzeitig in die architektonische Struktur des Gebäudes ein, das Mitte der 60er Jahre entstanden ist.

Der im Jahre 1923 geborene Rolf Denman hat mit seinem Glasmosaik in Kaverös ein Werk geschaffen, das zeigt, dass der Künstler sehr unterschiedliche Wege in der Kunst beschreiten kann. Rolf Denman, der in Göteborg die Hochschule für Kunst und Design, sowie die Kunsthochschule Valand besuchte, hat in Göteborg alle seine Werke der architektonischen Umgebung angepasst, was ihm auch mehrere künstlerische Aufträge von Seiten der Göteborger Bauunternehmen einbrachte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. April 2010

Jonas i valfiskens buk an der Tunnlandsgatan in Kaverös, Göteborg


Ein Kunstwerk, das in Zusammenhang mit der Arche Noah an der Barytongatan gesehen werden muss ist Jonas i valfiskens bu, also Jona im Magen des Wales. Beide Skulpturen bauen auf biblische Motive auf, haben die gleiche Größe und wurden in der gleichen Technik vom gleichen Künstler hergestellt.

Während jedoch die Geschichte von Noah in fast nüchterner Form erzählt wird, greift der Künstler bei Jona und dem Wal zu einer surrealistischen Darstellung der Szene. Der Magen des Wales wird fast wie eine Konservendose nach oben geöffnet und Jona, der dabei erscheint, ist nicht direkt im Magen sichtbar, sondern nur seine Beine reichen aus den Gedärmen hervor. Der Künstler Rolf Denman zeigt an diesen beiden Beispielen wie unterschiedlich biblische Legenden in der Kunst ausgedrückt werden können.

Der schwedische Künstler Rolf Denman (geboren 1923) hat seine künstlerische Ausbildung in Göteborg erworben, wo er sowohl die HDK als auch die Kunsthochschule Valand besuchte. Auch wenn man Rolf Denmans öffentliche Werke überall in Schweden finden kann, so kann man ihn jedoch mit Sicherheit am besten in Göteborg an Hand seiner Werke studieren, da man in der Stadt mehrere seiner Skulpturen finden kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 7. April 2010

Die Arche Noah (Noaks Ark) an der Barytongatan in Kaverös, Göteborg


An der Barytongatan 4 in Kaverös, das zum Göteborger Stadtteil Högsbo gehört, findet man am Eingang des Gebäudes eine Skulptur, die das biblische Motiv der Arche Noah (Noaks Ark) aufgreift. Die eine Seite des Eingangs zeigt die Längsseite des Schiffes, während zur anderen Seite des Eingangs das Boot in die Ferne zieht. Leider wird dieses Kunstwerk kaum unterhalten und zeigt bereits die ersten Schäden.

Die mehrere Meter breite Skulptur Noaks Ark, die mit allen ihren Details in starkes Blech geschlagen wurde und die den Längsschnitt des Schiffes zeigt, ist mit den unterschiedlichsten Tieren bevölkert. Etwa zwanzig Tiere und einige Pflanzen hat der Künstler der Arche Noah symbolisch mit auf die Reise gegeben, was man auch so sehen kann, dass das Gebäude selbst als Arche gesehen werden kann in der die Bewohner der verschiedensten Kulturen eine neue Gemeinschaft darstellen, die gemeinsam in ihre Zukunft fahren.

Rolf Denman wurde 1923 in Munkedal geboren und studierte erst an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk (damals Slöjdforeningens Skola) und dann an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Heute findet man von Rolf Denman etwa 50 verschiedene öffentliche Werke in Schweden. In Göteborg zeichnet Rolf Denman für mehrere öffentliche Werke, die er vor allem im Auftrag privater Bauunternehmer erstellte. Mit zu seinen bekanntesten Skulpturen in Göteborg gehören Dimman und Statisk Flykt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 4. April 2010

Tegelrelief, Ziegelrelief, von Olle Zetterqvist in Kaverös, Göteborg


Als in den 60er Jahren die Wohnbauten an der Tunnlandsgatan in Kaverös, Stadtteil Högsbo in Göteborg, erbaut wurden, sollten zahlreiche Gebäude eine künstlerische Ausschmücken an der Eingangsfront erhalten. So erhielt der Wahl-Göteborger Künstler Olle Zetterqvist den Auftrag an der Tunnlandsgatant 7 ein Kunstwerk zu realisieren, das sowahl an die Umgebung als auch das Gebäude angepasst sei.

Der Künstler wählte hier die abstrakte Abbildung eines vogelartigen Gebildes, das im Gegenlicht vor der Sonne vorbeifliegt. Als Arbeitsmaterial benutzte er ausschließlich unterschiedlich gefärbte Ziegel, die er dann zu einem Tegelrelief, einem Ziegelrelief, zusammensetzte. Sowohl Arbeitsmaterial als auch Motiv passen sich hier vollkommen der Architektur des Gebäudes an und vereinen daher Baukunst und Architektur auf gekonnte Weise.

Der in Göteborg lebende und im Värmland geborene Künstler Olle Zetterqvist (86) hat relativ wenige öffentliche Werke erstellt, sondern widmete sich mehr der Grafik und der Malerei. Wie sein Bruder Jörgen Zetterqvist, studierte auch Olle an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Über Olle Zetterqvist, der mittlerweile aus Altersgründung kaum noch aktiv ist, ist sehr wenig bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 30. März 2010

Mosaikportfölj om flyg von Poul Torjusen in Högsbo, Göteborg


Am Eingang des Hauses Nummer 5 an der Tunnlandsgatan im Göteborger Stadtteil Högsbo (Kaverös) findet man eine Serie von Mosaiks in Beton, die der Künstler Mosaikportfölj om flyg, Portfolio ums Fliegen, genannt hat.

Elf verschiedene Mosaiktafeln haben das Thema Fliegen als Ausgangspunkt. Da der Künstler abstrakt arbeitete, ist es nicht immer einfach festzustellen, was ein Bild darstellt, denn er mischt Vögel, Vogelspuren, Flugzeuge und Raketen, die man bisweilen nur bei intensiverem, längeren Betrachten entdecken kann. Poul Torjusen lässt bei seinem Werk Träume und Natur leben, die jeder, der das Haus betritt mit in seine vier Wände nimmt. Das Kunstwerk ist eines der Beispiele, wo Kunst und Architektur Hand in Hand gehen und selbst die Gedankenwelt der Bewohner des Hauses prägen.

Poul Torjusen, über den leider sehr wenig bekannt ist, schuf das Mosaikportfölj om flyg im Jahre 1965 als die Häuser an der Tunnlandsgatan gebaut wurden. Torjusen hatte eine Ausstellung in der Kunsthalle in Göteborg und realisierte in den 60er Jahren mehrere öffentliche Werke in Göteborg, unter anderem die Spielskulptur Myran och ägget an der Lantmilsgatan.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin