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Mittwoch, 26. Mai 2010

Hausdekoration an der Marklandsgatan in Göteborg


Die schmale Hausfront an der Ecke Marklandsgatan/Tunnlandsgatan verfügt an der Seite zum Kreisverkehr über eine moderne, farbige Wanddekoration, wo man auf den ersten Blick nur mathematische Figuren erkennen kann. Sobald man näher kommt, entdeckt man, dass das zentrale Zementelement aus einer Komposition von zahlreichen Früchten besteht und damit an den Schrebergarten erinnert, der sich hier früher befand.

An diesen Schrebergarten sollen auch die beiden Skulpturen im Vorgarten erinnern, denn die Ziegelpforte symbolisiert den Eingang zu den früheren Gärten und die Skulptur daneben an die Verzierungen auf den einstigen Pfeilern, die die Schrebergärten begrenzten.

Das an die Architektur angepasste Werk wurde von Hasse Ekdahl und Mia Frankedal im Jahre 1999 geschaffen. Mia Frankedal wurde 1957 in Göteborg geboren und studierte an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk. Sie arbeitet vor allem an Kunstwerken, die in eine architektonische Umgebung angepasst sind. Hasse Ekdahl ist mehr als Maler bekannt und studierte an der HDK und der Kunsthochschule Valand in Göteborg, sowie der Académie National des Beaux Arts in Paris. Seine Werke knüpfen in der Regel an Natur und Umwelt an.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. Mai 2010

PicNic von Barbara Häggdahl an der Tunnlandsgatan in Göteborg


Unter den Bäumen an der Tunnlandsgatan in Göteborg findet man ein Werk aus Beton und Bronze, das die Künstlerin PicNic genannt hat. Die Stelle ist ideal für ein Picknick, da die hohen Bäume im Sommer die ganze Zeit über Schatten spenden, und doch bleibt dieses PicNic nur ein Kunstwerk neben dem nur selten einmal jemand sein Brot auspacken wird.

Im Jahre 2002 schuf hier Barbara Häggdahl einen hohen Tisch aus Zement, auf dem sie eine Karaffe, eine Tasse, einen Paradiesapfel und einen Secateur aus Bronze platzierte. Die Zusammenstellung wirkt mehr wie eine Pause während der Feldarbeit als ein Picknick in der Stadt, was auch seine Logik hat, da hier im vorigen Jahrhundert noch Wiesen und Felder zu finden waren.

Barbara Häggdahl wurde 1951 in Borås geboren und studierte an der Kunsthochschule Valand in Göteborg Skulptur. Für ihre Arbeiten erhielt sie mehrere Stipendien und Auszeichnungen. Barbara Häggdahl lebt und arbeitet heute in Göteborg, wobei sie sehr viel ihrer Zeit der Ausbildung anderer Künstler widmet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 3. Mai 2010

Rörelse, Bewegung, von Poul Torjusen in Högsbo, Göteborg


Am Gebäude der Tunnlandsgatan 13 im Göteborger Stadtteil Högsbo findet man eine Mosaikarbeit, die Rörelse, also Bewegung ausdrückt. In sieben Bildern hat hier der Künstler jede Art von physikalischer Bewegung in surrealistischer Weise festgehalten. Der Künstler überlässt es jedoch jedem Betrachter selbst, die Geschichte, oder auch die einzelnen Bilder, zu interpretieren.

Poul Torjusen hat vor allem während der 60-er Jahre zahlreiche öffentliche Kunstwerke für einige Baugesellschaften in Göteborg realisiert, wobei alle diese Werke in die architektonische Umgebung eingepasst wurden, um den Bewohnern der Häuser Lebensfreud zu geben.

Ursprünglich war Poul Torjusen Maler und nahm an mehreren Sammelaustellungen teil, unter anderem auch in der Kunsthalle in Göteborg. De der Künstler selbst, der Mitglied im staatlichen Kunstrat war, sehr wenig Öffentlichkeitsarbeit betrieb, ist über ihn leider sehr wenig bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. April 2010

Jonas i valfiskens buk an der Tunnlandsgatan in Kaverös, Göteborg


Ein Kunstwerk, das in Zusammenhang mit der Arche Noah an der Barytongatan gesehen werden muss ist Jonas i valfiskens bu, also Jona im Magen des Wales. Beide Skulpturen bauen auf biblische Motive auf, haben die gleiche Größe und wurden in der gleichen Technik vom gleichen Künstler hergestellt.

Während jedoch die Geschichte von Noah in fast nüchterner Form erzählt wird, greift der Künstler bei Jona und dem Wal zu einer surrealistischen Darstellung der Szene. Der Magen des Wales wird fast wie eine Konservendose nach oben geöffnet und Jona, der dabei erscheint, ist nicht direkt im Magen sichtbar, sondern nur seine Beine reichen aus den Gedärmen hervor. Der Künstler Rolf Denman zeigt an diesen beiden Beispielen wie unterschiedlich biblische Legenden in der Kunst ausgedrückt werden können.

Der schwedische Künstler Rolf Denman (geboren 1923) hat seine künstlerische Ausbildung in Göteborg erworben, wo er sowohl die HDK als auch die Kunsthochschule Valand besuchte. Auch wenn man Rolf Denmans öffentliche Werke überall in Schweden finden kann, so kann man ihn jedoch mit Sicherheit am besten in Göteborg an Hand seiner Werke studieren, da man in der Stadt mehrere seiner Skulpturen finden kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 4. April 2010

Tegelrelief, Ziegelrelief, von Olle Zetterqvist in Kaverös, Göteborg


Als in den 60er Jahren die Wohnbauten an der Tunnlandsgatan in Kaverös, Stadtteil Högsbo in Göteborg, erbaut wurden, sollten zahlreiche Gebäude eine künstlerische Ausschmücken an der Eingangsfront erhalten. So erhielt der Wahl-Göteborger Künstler Olle Zetterqvist den Auftrag an der Tunnlandsgatant 7 ein Kunstwerk zu realisieren, das sowahl an die Umgebung als auch das Gebäude angepasst sei.

Der Künstler wählte hier die abstrakte Abbildung eines vogelartigen Gebildes, das im Gegenlicht vor der Sonne vorbeifliegt. Als Arbeitsmaterial benutzte er ausschließlich unterschiedlich gefärbte Ziegel, die er dann zu einem Tegelrelief, einem Ziegelrelief, zusammensetzte. Sowohl Arbeitsmaterial als auch Motiv passen sich hier vollkommen der Architektur des Gebäudes an und vereinen daher Baukunst und Architektur auf gekonnte Weise.

Der in Göteborg lebende und im Värmland geborene Künstler Olle Zetterqvist (86) hat relativ wenige öffentliche Werke erstellt, sondern widmete sich mehr der Grafik und der Malerei. Wie sein Bruder Jörgen Zetterqvist, studierte auch Olle an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Über Olle Zetterqvist, der mittlerweile aus Altersgründung kaum noch aktiv ist, ist sehr wenig bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 30. März 2010

Mosaikportfölj om flyg von Poul Torjusen in Högsbo, Göteborg


Am Eingang des Hauses Nummer 5 an der Tunnlandsgatan im Göteborger Stadtteil Högsbo (Kaverös) findet man eine Serie von Mosaiks in Beton, die der Künstler Mosaikportfölj om flyg, Portfolio ums Fliegen, genannt hat.

Elf verschiedene Mosaiktafeln haben das Thema Fliegen als Ausgangspunkt. Da der Künstler abstrakt arbeitete, ist es nicht immer einfach festzustellen, was ein Bild darstellt, denn er mischt Vögel, Vogelspuren, Flugzeuge und Raketen, die man bisweilen nur bei intensiverem, längeren Betrachten entdecken kann. Poul Torjusen lässt bei seinem Werk Träume und Natur leben, die jeder, der das Haus betritt mit in seine vier Wände nimmt. Das Kunstwerk ist eines der Beispiele, wo Kunst und Architektur Hand in Hand gehen und selbst die Gedankenwelt der Bewohner des Hauses prägen.

Poul Torjusen, über den leider sehr wenig bekannt ist, schuf das Mosaikportfölj om flyg im Jahre 1965 als die Häuser an der Tunnlandsgatan gebaut wurden. Torjusen hatte eine Ausstellung in der Kunsthalle in Göteborg und realisierte in den 60er Jahren mehrere öffentliche Werke in Göteborg, unter anderem die Spielskulptur Myran och ägget an der Lantmilsgatan.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin