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Samstag, 10. April 2010

Glasmosaik von Rolf Denman in Kaverös, Göteborg


Am Eingang an der Tunnlandgatan 9 in Kaverös, einem Teil des Göteborger Stadtteils Högsbo, findet man ein in Zement eingelassenes Glasmosaik, das von mehrfarbigen Leuchtröhren von hinten beleuchtet wird. Das Kunstwerk ist vollkommen abstrakt gehalten, strahlt jedoch in seiner Gesamtheit eine vollkommene Harmonie aus, die man sonst vor allem bei Kirchenkunst findet.

Die acht Teile des Gesamtwerkes gehen fast nahtlos ineinander über. Selbst wenn man die Bedeutung des Werke kaum erahnen kann, so strahlt es jedoch, vor allem nachts, ein Gefühl der Ruhe und der Sicherheit aus und wird damit zu einem Symbol für die Bewohner, die hier in einer Art Wohngemeinschaft zusammenleben. Das Glasmosaik bettet sich gleichzeitig in die architektonische Struktur des Gebäudes ein, das Mitte der 60er Jahre entstanden ist.

Der im Jahre 1923 geborene Rolf Denman hat mit seinem Glasmosaik in Kaverös ein Werk geschaffen, das zeigt, dass der Künstler sehr unterschiedliche Wege in der Kunst beschreiten kann. Rolf Denman, der in Göteborg die Hochschule für Kunst und Design, sowie die Kunsthochschule Valand besuchte, hat in Göteborg alle seine Werke der architektonischen Umgebung angepasst, was ihm auch mehrere künstlerische Aufträge von Seiten der Göteborger Bauunternehmen einbrachte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. April 2010

Jonas i valfiskens buk an der Tunnlandsgatan in Kaverös, Göteborg


Ein Kunstwerk, das in Zusammenhang mit der Arche Noah an der Barytongatan gesehen werden muss ist Jonas i valfiskens bu, also Jona im Magen des Wales. Beide Skulpturen bauen auf biblische Motive auf, haben die gleiche Größe und wurden in der gleichen Technik vom gleichen Künstler hergestellt.

Während jedoch die Geschichte von Noah in fast nüchterner Form erzählt wird, greift der Künstler bei Jona und dem Wal zu einer surrealistischen Darstellung der Szene. Der Magen des Wales wird fast wie eine Konservendose nach oben geöffnet und Jona, der dabei erscheint, ist nicht direkt im Magen sichtbar, sondern nur seine Beine reichen aus den Gedärmen hervor. Der Künstler Rolf Denman zeigt an diesen beiden Beispielen wie unterschiedlich biblische Legenden in der Kunst ausgedrückt werden können.

Der schwedische Künstler Rolf Denman (geboren 1923) hat seine künstlerische Ausbildung in Göteborg erworben, wo er sowohl die HDK als auch die Kunsthochschule Valand besuchte. Auch wenn man Rolf Denmans öffentliche Werke überall in Schweden finden kann, so kann man ihn jedoch mit Sicherheit am besten in Göteborg an Hand seiner Werke studieren, da man in der Stadt mehrere seiner Skulpturen finden kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 7. April 2010

Die Arche Noah (Noaks Ark) an der Barytongatan in Kaverös, Göteborg


An der Barytongatan 4 in Kaverös, das zum Göteborger Stadtteil Högsbo gehört, findet man am Eingang des Gebäudes eine Skulptur, die das biblische Motiv der Arche Noah (Noaks Ark) aufgreift. Die eine Seite des Eingangs zeigt die Längsseite des Schiffes, während zur anderen Seite des Eingangs das Boot in die Ferne zieht. Leider wird dieses Kunstwerk kaum unterhalten und zeigt bereits die ersten Schäden.

Die mehrere Meter breite Skulptur Noaks Ark, die mit allen ihren Details in starkes Blech geschlagen wurde und die den Längsschnitt des Schiffes zeigt, ist mit den unterschiedlichsten Tieren bevölkert. Etwa zwanzig Tiere und einige Pflanzen hat der Künstler der Arche Noah symbolisch mit auf die Reise gegeben, was man auch so sehen kann, dass das Gebäude selbst als Arche gesehen werden kann in der die Bewohner der verschiedensten Kulturen eine neue Gemeinschaft darstellen, die gemeinsam in ihre Zukunft fahren.

Rolf Denman wurde 1923 in Munkedal geboren und studierte erst an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk (damals Slöjdforeningens Skola) und dann an der Kunsthochschule Valand in Göteborg. Heute findet man von Rolf Denman etwa 50 verschiedene öffentliche Werke in Schweden. In Göteborg zeichnet Rolf Denman für mehrere öffentliche Werke, die er vor allem im Auftrag privater Bauunternehmer erstellte. Mit zu seinen bekanntesten Skulpturen in Göteborg gehören Dimman und Statisk Flykt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. März 2010

Dimman, der Nebel, von Rolf Denman an der Fiolgatan in Göteborg


Etwas hinter den Häusern der Fiolgatan in Göteborg verborgen entdeckt man seit 1966 eine überdimensionale Skulptur aus Beton und Gussaluminium, das der Künstler Dimman genannt hat, also Nebel.

Sicher fragen sich viele Betrachter von Dimman im ersten Moment was dieses kompliziert verwinkelte Werk mit Nebel zu tun hat. Wer jedoch versucht den Nebel als abstraktes, festes Gebilde zu sehen, entdeckt, dass sich die Aluminiumteile bewegen wie Nebelschwaden, die oft Wiesen, Seen und Wälder bedecken. Indem der Künstler seine Skulptur Dimman in die Höhe setzte, kann man davon ausgehen, dass er damit den Hochnebel ausdrücken wollte, der die Sicht am Boden frei lässt, uns es aber unmöglich macht in die Höhe zu blicken um träumerisch der Realität zu entschweben.

Rolf Denman wurde 1923 in Munkedal bei Göteborg geboren und besuchte sowohl die Slöjdförenigens skola als auch die Kunsthochschule Valand in Göteborg. Rolf Denman hat unter anderem in der Kunsthalle der Stadt ausgestellt. Seine Werke findet man in mehreren Städten Schwedens, wobei er auch für Göteborg mehrere Kunstwerke schuf. Rolf Denman erhielt 1996, unter anderen Preisen und Stipendien, auch das Kulturstipendium der Stadt Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 9. Januar 2010

Statisk flykt von Rolf Denman an der Lantmilsgatan in Göteborg


Auch wenn die Lantmilsgatan in Göteborg eine Sackgasse mit nur einigen Häuserblocks ist, so findet man auf einigen hundert Metern jedoch mehrere Kunstwerke. Eines dieser Werke ist die abstrakte Skulptur Statisk flykt von Rolf Denman, die eine der Rasenflächen dominiert.

Das Wasserspiel Statiskt flykt (Statische Flucht) gehört zu den abstrakten Werken des schwedischen Künstlers und wurde 1967 an der Lantmilsgatan aufgestellt um Kunst und Architektur in einen gemeinsamen Rahmen zu setzen. Die 3,50 Meter hohe Kupferskulptur wirkt auf der Wiese fast wie ein verlassenes Raumschiff, das aus zahlreichen Hochsegeln besteht und lässt jede Art von Deutung zu.

Rolf Denman, geboren 1923 in Munkedal, besuchte sowohl die Slöjdförenigens skola als auch die Kunsthochschule Valand in Göteborg. Er verzeichnet etwa 25 Einzelausstellungen, zahlreiche Sammelausstellungen und schuf in Schweden etwa 50 öffentliche Kunstwerke. Rolf Denman erhielt 1996 das Kulturstipendium der Stadt Göteborg.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin