Posts mit dem Label Nanna Ullman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nanna Ullman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. März 2010

Skolflicka von Nanna Ullman am Kyrkbytorget in Lundby, Göteborg


Bereits als der Kyrkbytorget in Lundby entstand und die Häuser in dieser Gegend Göteborgs erbaut wurden, sollte den Markplatz eine Skulptur schmücken, die die dortige Aktivität und die Zukunft gleichzeitig ausdrückte. Es lag daher nahe, dass die Künstlerin Nanna Ullman hier ein bronzenes Skolflicka, ein Schulmädchen, schuf, die das aktive Leben und die Zukunft zeigen konnte.

Aus diesem Grund entstand im Zentrum des Kyrkbytorgets eine bronzenes Skolflicka mit Pferdeschwanz, entspanntem Ausdruck und zwei Büchern in der Hand. Wer die Skulptur betrachtet, erkennt auf Anhieb die Ähnlichkeit mit der Skulptur Diskussion am Korsvägen, die Nanna Ullmann im Jahre 1958 schuf, vier Jahr nachdem das Schulmädchen entstand. In gewisser Weise kann man daher das Skolflickan als erste Studie zur späteren Arbeit betrachten.

Nanna Ullman (1888-1964) wurde in Kopenhagen geboren, wo sie auch ihre künstlerische Ausbildung erhielt. Sie zog 1929 mit ihrem Mann Sigfrid Ullman nach Göteborg, wo sie zahlreiche öffentliche Werke schuf. Ihre Werke findet man heute auch in den bedeutendsten Museen in Stockholm, Göteborg und Oslo.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. Januar 2010

Syskonen, die Geschwister, von Nanna Ullman in der Trädgårdsföreningen in Göteborg


Unmittelbar am Eingang des Palmenhauses der Trädgårdsföreningen Göteborg stößt man auf eine kleinere Skulptur mit einem Wasserspiel, die die Künstlerin Syskonen, die Geschwister, nannte. Es handelt sich dabei um ein sehr junges Mädchen, das ihren Bruder trägt. Die beiden Figuren drücken die Nähe und ein sehr zärtliches Verhalten aus, die man häufig bei Kinderskulpturen der 20er und 30er Jahre findet.

Die Skulptur drückt in Form und Ausdruck die Vorkriegszeit aus, in der Kinder sehr häufig sehr früh eine große Verantwortung trugen und sich sehr zeitig um ihre Geschwister kümmern mussten. Die schwedische Künstlerin Nanna Ullman hat eine weitere Kindergruppe in Göteborg realisierte, die man am Korsvägen finden kann, nämlich die Gruppe Diskussion.

Nanna Ullman (1888 - 1964) wurde in Kopenhagen geboren und studierte an der Kunsthochschule in Göteborg, wo sie sich auch mit ihrem Mann, Sigrid Ullman, nieder ließ, als er Leiter der Kunsthochschule Valand wurde. Nanna Ullman hielt sich mehrere Jahre in Rom auf um italienische Skulptur zu erlernen. Sie stellte zeit ihres Lebens nur sehr wenige ihrer Kunstwerke aus, schuf jedoch einige öffentliche Werke in Göteborg. Heute findet man ihre Skulpturen in den Museen Stockholms, Oslos und Göteborgs.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 29. September 2009

Diskussion von Nanna Ullman am Korsvägen in Göteborg


Auf einer kleinen Grünfläche am Korsvägen und mit Blick auf das Universeum und das Världskulturmuséet stehen drei Bronzemädchen über ein Buch gebeugt und in eine rege Diskussion verstrickt. Die Skulptur, die auch den Namen Diskussion trägt steht seit 1958 an diesem Platz und wurde vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert.

Um die, auf den ersten Blick sehr einfach gehaltene Skulptur, zu verstehen muss man einen Schritt zurück in die 50er Jahre machen, denn 1955 war eine heiße Diskussion um die damaligen Inflationsrisiken in Gang, 1955 begann die zweite schwedische Radiostation ihre Sendungen und in den fünfziger Jahren steuerten Olof Palme und Tage Erlander die Diskussion zur sozialpolitischen Umstrukturierung Schwedens. Und in diesem Zusammenhang bekommt auch die Skulptur Diskussion von Nanna Ullman, der Wahlgöteborgerin, seine wahre Bedeutung.

Nanna Ullman, die Bildhauerin ist in Kopenhagen geboren wo sie auch Kunst studierte. Später hat sie ihre Fähigkeiten in Göteborg und Rom perfektioniert. 1929 zog sie mit ihrem Mann, Sigfrid Ullman, nach Göteborg wo sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1964 tätig war. Ihre öffentlichen Kunstwerke findet man in ganz Schweden und Dänemark sowie in den bedeutendsten Museen Skandinaviens.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin