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Samstag, 19. Dezember 2009

Expo 98 i Lissabon von Johan Henrikson am Korsvägen in Göteborg


Bei der Weltausstellung 1998 in Lissabon wirkte nicht nur die Technische Hochschule Chalmers beim Thema «Die Zukunft der Ozeane» mit, sondern der schwedische Pavillon zeigte auch ein Stück Göteborgs. Der im Chalmers ausgebildete Architekt Johan Henrikson schuf ein Werk aus Stein und Beton, das den Göteborger Küstenstreifen mit imitierten Steinritzungen und die Bedeutung des westschwedischen Handels und Transports darstellte.

Die imitierten Steinritzungen symbolisieren die Bedeutung der Seefahrt und ergänzen die alten Zeichnungen mit Ritzungen von Autos und moderner Industrie um eine Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft zu schaffen. Teile dieser Ausstellung wurden nach der Messe als eine Art Steinfliesen am Korsvägen in Göteborg aus den Originalelementen aus Portugal wieder aufgebaut. Heute geht fast jeder, der zur Göteborger Messe kommt über dieses Werk, meist ohne es zur Kenntnis zu nehmen.

Das Werk Expo 98 wurde vom Golfarchitekt Johan Henrikson (48) hergestellt, der am Liebsten Golfplätze plant, aber auch immer wieder zu künstlerischen Aktivitäten findet, die Landschaft und Kunst mit Architektur vereinen. Nach gesundheitlichen Problemen bremst Johan Henrikson nun seine Schaffenskraft etwas und arbeitet vor allem als Designer von Golfbanen, wo er Hobby und Arbeit vereinen kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 29. September 2009

Diskussion von Nanna Ullman am Korsvägen in Göteborg


Auf einer kleinen Grünfläche am Korsvägen und mit Blick auf das Universeum und das Världskulturmuséet stehen drei Bronzemädchen über ein Buch gebeugt und in eine rege Diskussion verstrickt. Die Skulptur, die auch den Namen Diskussion trägt steht seit 1958 an diesem Platz und wurde vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert.

Um die, auf den ersten Blick sehr einfach gehaltene Skulptur, zu verstehen muss man einen Schritt zurück in die 50er Jahre machen, denn 1955 war eine heiße Diskussion um die damaligen Inflationsrisiken in Gang, 1955 begann die zweite schwedische Radiostation ihre Sendungen und in den fünfziger Jahren steuerten Olof Palme und Tage Erlander die Diskussion zur sozialpolitischen Umstrukturierung Schwedens. Und in diesem Zusammenhang bekommt auch die Skulptur Diskussion von Nanna Ullman, der Wahlgöteborgerin, seine wahre Bedeutung.

Nanna Ullman, die Bildhauerin ist in Kopenhagen geboren wo sie auch Kunst studierte. Später hat sie ihre Fähigkeiten in Göteborg und Rom perfektioniert. 1929 zog sie mit ihrem Mann, Sigfrid Ullman, nach Göteborg wo sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1964 tätig war. Ihre öffentlichen Kunstwerke findet man in ganz Schweden und Dänemark sowie in den bedeutendsten Museen Skandinaviens.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin