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Freitag, 18. September 2009

Gunnar Gren von Jan Steen am Eingang zum Gamla Ullevi in Göteborg


Wer sich dem Haupteingang zum neu errichteten Gamla Ullevi, der wichtigsten Sportarena Göteborgs, nähert, entdeckt eine der menschliche Legende der Stadt in Bronze. Seit 1993 steht hier die Bronzestatue von Gunnar Gren, dem bekanntesten Fußballspieler Göteborgs, der weit über Schweden hinaus bekannt wurde und auch in Italien als Fußballheld verehrt wurde.

Gunnar Gren wurde 1920 in Göteborg geboren und starb in seiner Heimatstadt im Jahre 1991. Seine Statue wurde zwei Jahre nach seinem Tod an der Fußballarena aufgestellt und musste nur während der Neubauarbeiten kurzfristig in einem Lager verschwinden. Als die Frage auftauchte, wie das neu erbaute Stadium heißen sollte, hofften viele Fußballfans, dass es Gunnar Grens Fotbollsstadion heißen sollte, was letztendlich dann jedoch nicht berücksichtigt wurde.

Die Statue Gunnar Grens, des Fußballers, der 1946 als erster den Goldenen Fußball überreicht bekam, wurde von Jan Steen geschaffen, der auch Charles Felix Lindberg in Bronze erstellte. Das Kunstwerk des ballspielenden Gunnar Grens wurde gemeinsam von der Göteborgs-Alliansen, Kanal Göteborg und dem Charles Felix Lindbergs Donationsfond bezahlt. Jan Steen studierte an der Slöjdföreningens skola und der Valand Kunsthochschule in Göteborg. Der Künstler starb im Jahre 1997.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 27. Juli 2009

John Ericsson von Ingel Fallstedt an der Avenyn in Göteborg


John Ericsson war einer der bedeutendsten Erfinder des vorletzten Jahrhundert. Er entwickelte den Schiffspropeller für das Kriegschiff Monitor, setzte die Dampfkraft ein, die aus Luft gewonnen wird und wurde mit seinen zahlreichen Erfindern vermutlich der best bekannte "Schwede" in Amerika, wo zahlreiche Statuen an Ericsson, der im Jahre 1839 nach New York auswanderte, erinnern.

Seine Verbindung zu Göteborg sind etwas vage, denn auch wenn die Chalmers Universität in Göteborg, eine Technische Hochschule, jedes Jahr die John Ericsson Medaille verleiht, so ist außer dem wissenschaftlichen Interesse keine Verbindung zwischen John Ericsson und der Stadt zu finden, im Gegensatz zu seinem Bruder Nils Ericson, der der Stadt erhebliche Dienste leistete ohne je eine Statue in Göteborg gewidmet zu bekommen.

Die Bronzestatue an der Kungsportsavenyn wurde von Ingel Fallstedt im Jahre 1899 fertig gestellt und am 6. Oktober desselben Jahres im Beisein von Olof Wijk enthüllt. Die Idee der Statue kam von Claes Adelsköld, einem Chalmers Absolventen und Miterbauer der Eisenbahn, initiiert, der dafür Geld sammelte.

Ingel Fallstedt, der Künstler, erlebte die Enthüllung seiner letzten Statue nicht. Er hatte das Bild Ericsson zu sehr in den Schmutz gezogen, indem er, zum Beispiel, von ungebügelten Hosen des Wissenschaftlers sprach. Üble Nachrede und ausbleibende Aufträge waren die Folge. Auf Grund des gesellschaftlichen Druckes erhängte sich Fallstedt daher vier Monate vor der Enthüllung der Statue.


Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 22. Juli 2009

Die Bande der Freundschaft von Wäinö Aaltonen am Näckrosdammen


"Bande der Freundschaft" oder "När vänskapsbanden knytes", eine Bronzestatue, die am Näckrosdammen in Göteborg neben dem Kinderspielplatz steht wurde am 8. Mai 1955 eingeweiht. Unter den Gästen befanden sich nicht nur die bedeutendsten Politiker Göteborgs, sondern auch eine Delegation aus dem finnischen Åbo.

Die Skulptur "När vänskapsbanden knytes" war nämlich ein Geschenk des finnischen Ortes Åbo (Turku),der damit den Göteborgern seine Dankbarkeit über die große Hilfe während der Kriegsjahre ausdrücken wollte. Das Werk wurde von keinem geringeren geschaffen als dem finnischen Skulpteur Wäinö Aaltonen, der die Statue "Kun ystävyyssuhteet solmitaan" nannte.

Das junge Paar auf Pferden wird von Aaltonen in trauter Zweisamkeit dargestellt, ein Treffen, das die tiefe Freundschaft zweier Personen ausdrückt. Wäinö Aaltonen, der Mitglied der Finnischen Akademie war und 1966 starb, realisierte einige der bedeutendsten Skulpturen Finnlands. Aaltonen wurde 1969 ein eigenes Museum in Turku gewidmet.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 8. Juli 2009

Karin Boye von Peter Linde vor der Stadtbibliothek in Göteborg


Karin Boye wurde 1900 in Göteborg geboren und beging mit 40 Selbstmord. Die Dichterin hat für Göteborger eine große Bedeutung, weshalb sie auch 1987 in Form einer Statue vor der Göteborger Stadtbibliothek verewigt wurde. Das Kunstwerk wurde von Peter Linde geschaffen, der sich dabei auf ihre Gedichte "Önskan" und "Jag vill möta" stützte. Der Bronzestatue "Karin Boye" wird von Göteborgern täglich eine Blume gereicht, die die Statue anschließend in ihrer rechten Hand trägt.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Juli 2009

Gustav II. Adolf von Erland Fogelberg auf dem Gustav Adolf Torg in Göteborg


Auf dem Gustav Adolf Torg, vor den Verwaltungsgebäuden Göteborgs, findet man die Monumentalskulptur des Stadtgründers Gustav II. Adolf (1594 - 1632). Am Sockel der Statue kann man folgende lesen: "Åt konung Gustaf Adolf den Store, Götheborgs grundläggare, af Stadens invånare, År 1849". Der Legende nach soll der ausgestreckte Finger Gustav II. Adolfs auf die Stelle zeigen an der die Stadt Göteborg liegen soll.

Auch wenn diese Legende, die sich auf die Stadt innerhalb des Wallgrabens richtet, glaubwürdig ist, so existierte Göteborg jedoch schon vor Gustav II. Adolf und falls die Legende stimmt, so stand er bei seiner Aussage nicht auf dem Gustav Adolf Torg, sondern auf dem Hügel Otterhällan. Die Statue selbst zeigt auch einen König, der weitaus älter ist als Gustav II. Adolf war als er die Stadt gründete.

Im Jahre 1845 bestellte Göteborg bei Erland Fogelberg die Statue Gustav II. Adolfs, wobei das Original leider nie nach Göteborg kam, denn die erste Gussarbeit, die in Rom stattfand, war schlechter Qualität und wurde nie ausgeliefert. Nach diesem ersten Versuch wurde ein Wachsmodell der Skulptur nach München geliefert, wo die zweite Statue Gustav II. Adolfs gegossen wurde. Das Schiff mit dem Kunstwerk sank jedoch in der Nordsee und die Bergungsfirma wollte eine so hohe Summe, dass Göteborg auf die Auslieferung verzichtete. Erst die dritte, ebenfalls in München gegossene Skulptur, wurde dann im Jahre 1854 auf dem Gustav Adolf Torg aufgestellt.

Bengt Erland Fogelberg (1786 - 1854) wurde in Göteborg geboren und machte mehrere Ausbildungen bis er schließlich die Konstakademien in Stockholm besuchte. Anschließend verbrachte er einige Jahre in Paris und vor allem in Rom. 1833 wurde er Lehrer an der Konstakademien und 1848 schließlich königlicher Statuenbildhauer. Erland Fogelberg war stak von den nordischen Gottheiten angetan, deren Statuen man in mehreren Museen Schwedens findet.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin