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Montag, 11. Januar 2010

Terpsichore von Carl Ahlborn auf dem Stora Teater (Storan) in Göteborg


Eine der griechischen Musen, die Carl Ahlborn auf dem Stora Teater (Storan) in Göteborg verewigte ist Terpsichore, die Muse des Tanzes, später auch des Chorgesangs. Sie gehört zu den Musen, die man an ihrer Leier erkennt, denn auf keiner Abbildung der Antike fehlt bei ihr dieses Instrument, mit dem sie nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Sagenwesen der Alten Welt spielte. Terpsichore wird in der Antike auch oft als die Mutter der Sirenen bezeichnet.

Wie auch die anderen sechs griechischen Musen ist Terpsichore ebenfalls eine Tochter von Zeus und Mnemosyn. Ihre Name bedeutet soviel wie "Freude am Tanz", warum auch zahlreiche Tanzvereinigung in der ganzen Welt Terpsichore zu ihren Namenspaten wählten.

Da Carl Ahlborn (1813 – 1899 ?) für die gesamte künstlerische Ausstattung des Stora Teatern in Göteborg verantwortlich war, hat er auch die Statue von Terpsichore geschaffen. Der aus Braunschweig stammende Künstler hat in Schweden mehrere bedeutende Bauwerke unter künstlerischem Auftrag, wobei er in mehreren künstlerischen Bereichen tätig war. Carl Ahlborn erhielt für seine Arbeiten mehrere internationale Preise, unter anderem auch in Brüssel und Paris.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 1. Januar 2010

Melpomene und Thalia von Carl Ahlborn auf dem Stora Teater in Göteborg


Auf den Außenseiten rechts und links des Haupteingans zum Stora Teatern in Göteborg, dem Großen Theater, hat Carl Ahlborg die beiden griechischen Musen gestaltet, die je eine Maske in der Hand tragen und damit zwei Kunstarten darstellen, die in jedem Theater der Welt zu Hause sind.

Auf der Seite zum Vallgraven hin findet man Melpomene, die Muse der Tragödie, die immer eine erste Theatermaske in der Hand hält. Melpomene, was «Die Singende» heißt, hat sehr viel Leid gesehen und will den Menschen durch ihren Trauergesang und die tragische Dichtung wieder neue Lebensfreude geben.

Auf der gegenüberliegenden Seite wird die griechische Muse Thalia abgebildet, die Muse der Komödie, was sich an der lachenden Theatermaske ausdrückt. Während Thalia, die Blühende, ursprünglich nur Freude durch komische Dichtung verbreiten wollte, galt sie später als Beschützerin aller Theater.

Carl Ahlborn (1813 - 1899 ?), der das Theater in Kalmar und das Storan in Göteborg künstlerisch gestaltete, war zu seiner Zeit für seine Dekorationen öffentlicher Gebäude bekannt, arbeitete jedoch auch als Designer für Stühle in adeligen Häusern und schuf, vor allem nach dem Tode seiner Frau Lea Ahlborn, zahlreiche Medaillen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 11. Dezember 2009

Polyhymnia von Carl Ahlborn auf dem Stora Teater in Göteborg


Als zwischen den Jahren 1855 und 1859 das Stora Teatern (Storan) in Göteborg gebaut wurde, sollte das Gebäude den Zeitgeist ausdrücken und das Gebäude sowohl innen wie außen als das kennzeichnen, was es lange Jahre über sein sollte, nämlich ein Tempel der Künste. In diesem Rahmen wurde auch der Bildhauer Carl Ahlborn gebeten die künstlerische Ausstattung des Gebäudes zu übernehmen.

Wenn man an die Bestimmung des Gebäudes denkt, so war es in der Logik der Zeit sich der klassischen griechischen Musen zu bedienen. Mehrere von ihnen wurden daher am und auf dem Gebäude von Carl Ahlborn verewigt. Eine von ihnen ist Polyhymnia, die Muse des Tanzes, der Poesie, der Hymne und der Pantomime, die sich durch ihre ausgewählte Wortwahl und der Feinheit ihrer Sprache hervor tat. Polyhymnia gilt in der griechischen Mythologie nicht nur als ausgezeichnete Rednerin, sondern auch als sehr ernst, nachdenklich und neigte zur Meditation. Die Muse Polyhymnia brachte den Verfassern unsterblicher Texte Reichtum und Ruhm.

Carl Ahlborn (1813 - 1899 ?), der Schöpfer von Polyhymnia auf dem Storan, war in Braunschweig geboren und kam im Jahre 1843 nach Schweden, wo er zahlreiche öffentliche Gebäude ausschmückte, jedoch auch als Designer für Stühle tätig war und nach dem Tode seiner Frau Lea Medaillen schuf. Carl Ahlborns Motta war: «Erledige, was du erledigen musst, aber führe es so schön wie möglich aus.» Der Künster Carl Ahlborg stand, trotz seiner überragenden Leistungen, als Künstler immer im Schatten seiner Frau, bildete jedoch zahlreiche ausgezeichnete Künstler, unter anderem Henrik Nerpin, aus, die bedeutende Preise in Paris oder Brüssel errangen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 3. August 2009

Våren, der Frühling, von Gunvor Svensson Lundkvist im Kungsparken von Göteborg


Die Skulptur Våren, der Frühling, ist keine typische Arbeit der Künstlerin Gunvor Svensson Lundkvist wie ihr "Johan Fredrik Carpelan", die sich beide im Kungsparken hinter dem Stora Teatern in Göteborg befinden, sondern gehört zu ihren wenigen Skulpturen, die sie im Laufe ihres Lebens geschaffen hat und die zu einer stilisierten Einfachheit neigen und damit erheblich von der französischen klassischen Schule abweichen.

Våren ist eine Bronzefrau, die in all ihrer Natürlichkeit aus einem Eisblock steigt und damit den Frühling einleitet. Als Eisblock dient schwarzer Granit, der gleichzeitig ein Symbol für den dunklen Winter ist. Die Bronzeskulptur Våren wurde 1996 im Kungsparken enthüllt, da auch der Park mit seinen unzähligen Frühlingsblumen den Frühling in Göteborg ausdrückt.

Gunvor Svensson Lundkvist wurde am 10. Juli 1916 in Göteborg geboren, hat jedoch die längste Zeit ihres Lebens in Stockholm verbracht, wo sie am 6. Mai 2009 mit fast 93 starb. Sie ist mehr bekannt für ihre zahlreichen Medaillen und Reliefe als ihre wenigen Skulpturen. Ihre vermutlich bekannteste Arbeit ist die 1968 geschaffene Medaille für die Nobelpreisträger in Wirtschaft, die sie in nur wenigen Tagen realisieren musste, da die schwedische Akademie für Wissenschaft vergessen hatte, dass zur Preisverleihung auch eine Medaille nötig war.

Copyright: Herbert Kårlin