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Mittwoch, 11. November 2009

Di-edersekvensen von Gert Marcus am Lindholmens-Kai in Göteborg


Wer mit dem Älvsnabben von Lilla Bommen nach Lindholmen fährt, entdeckt am Kai des Göta Älv einen Platz, der übersät ist von merkwürdigen farbigen Gebilden, die sich dann bei näherem Betrachten als lackierte gebogene Stahlskulpturen entpuppen. In der Tat handelt sich bei diesem farbenprächtigen Gebilde um das Kunstwerk Di-edersekvensen von Gert Marcus, der hier im Jahre 1994 ein Gebilde, das Farbe und Raum zu einer Einheit macht, geschaffen hat.

Gert Marcus hat mit diesem Werk bereits 1964 in Frankreich begonnen, wurde jedoch erst 1969 mit dem Werk fertig, das dann wiederum erst viele Jahre später in Lindholmen seinen endgültigen Platz fand. Der Name Di-edersekvensen kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Sequenz von zwei Oberflächen.

Di-edersekvensen bedeutet, dass sich zwei farbige Flächen an einem Punkt treffen und dadurch eine neue Form annehmen, was das Werk zu einer Skulptur macht. Mehrere dieser einzelnen Skulpturen auf einer größeren Fläche schaffen dann eine skulpturale Welt, was der Betrachter des oft menschenleeren Platzes sehr deutlich sehen kann.

Gert Marcus (1914 - 2008) wurde in Hamburg geboren, floh im Jahre 1933 vor den Nationalsozialisten nach Stockholm und verbrachte zahlreiche Jahre in Frankreich und Italien. Er gehört zu den wenigen Autodidakten, die mit ihrer Kunst in ganz Europa bekannt wurden, nicht zuletzt auch durch seine einzigartige Formsprache in seinen Skulpturen. Der Platz in Lindholmen auf dem die Di-edersekvensen von Gert Marcus zu sehen sind wurde nach Göteborger Humor als Marcusplatsen bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 6. September 2009

August Kobb von Christian Eriksson im Schlosswald von Göteborg


Am großen Teich vom Schlosswald (Slottsskogen) in Göteborg findet man eine in Granit gemeiselte Büste von August Kobb, der dem Schlosswald sein Aussehen gab und dem auch einer der Teiche und einer der Wege gewidmet sind. Für viele gilt August Kobb sogar als Gründer des Schlosswaldes.

August Kobb gehörte zu den bedeutendsten Geschäftsleuten Göteborgs, der während seiner Handelsreisen nach London die englischen Parkanlagen entdeckte und in Göteborg eine Anlage nach englischem Muster schaffen wollte. Wenn August Kobb also auch nicht allein den Slottskogen schaffen konnte, so hat er ihm doch in großen Linien sein heutiges Aussehen gegeben.

Die Granitbüste im Schlosswald wurde 1905 vom schwedischen Künstler und Bildhauer Christian Eriksson geschaffen, dessen öffentliche Werke vor allem in Stockholm zu finden sind. Christian Eriksson war ursprünglich Möbelarchitekt bevor er sich in Hamburg und anschließend in Paris der Skulptur widmete. Seine ersten Werke waren daher stark von der französischen klassischen Schule inspiriert. Eriksson war, als Kunsthandwerker einer der Pioniere für Jugendstil in Schweden.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin