Sonntag, 31. Januar 2010

Cro-cro-dyl von Manuel Florencia im Botanischen Garten in Göteborg


In den Jahren, als in Göteborg an den verschiedensten Stellen zahlreiche Spielskulpturen errichtet wurden, erhielt auch eine der Wiesen im Botanischen Garten in Göteborg seine Spielskulpturen, die Kindern natürlich zum Klettern dienen, aber auch eine Aussage tragen und didaktische Zwecke erfüllen können.

In diesem Sinne wurden im Botanischen Garten (Botaniska Trädgården) in Göteborg mehrere Skulpturen aus Hartholz geschaffen, die die verschiedensten für Kinder etwas exotischen Tiere darstellen. Eines der Werke stellt ein Krokodil dar, das der Künstler in einer Mischung aus Kindersprache und wissenschaftlichem Namen Cro-cro-dyl genannt hat. Um damit besser spielen zu können hat Manuel Florencia das Krokodil nicht in seiner natürlichen Weise dargestellt, sondern mehr in aufrechter Stellung, die das Reptil fast schon wie einen Drachen aussehen lässt.

Obwohl Manuel Florencia mehrere Spielskulpturen für den Botanischen Garten in Göteborg schnitzte ist über den kubanischen Künstler, der zahlreiche Skulpturen mit afrikanischer Anknüpfung schuf, kaum etwas bekannt

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 30. Januar 2010

Sten-Åke Cederhök von Eino Hanski im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg


Wer durch den Vergnügungspark Liseberg spaziert, entdeckt mit Sicherheit die lebensgroße Skulptur eines Person, die in Göteborg im höchsten Grad mit Liseberg verknüpft wird, nämlich jene von Sten-Åke Cederhök. Sten-Åke Cederhök (1913 - 1990) arbeitete erst bei SKF und wurde später Inspekteur des Arbeitsamtes. Während seiner beruflichen Tätigkeit schrieb er bereits unzählige Revuen und spielte in zahlreichen von ihnen als Schauspieler mit.

Sten-Åke Cederhök übernahm ab dem Jahre 1958 nebenberuflich die wöchentliche Revue Lisebergs und setzte damit 25 Jahre lang fort. Auch außerhalb Göteborgs wurde Cederhök ab 1963 bekannt, als er im Fernsehen in einer Serie Lisebergs mitspielte, die jeden Samstag ausgestrahlt wurde. Seinen Ruhm, der selbst über Schweden hinaus reicht, errang er dann 1973, als er mit Tomas von Brömssen im Fernseherfolg Albert och Herbert einen Schrotthändler im Göteborger Stadtteil Haga spielte.

Für das Bronzeportrait von Sten-Åke Cederhök aus dem Jahre 1998 zeichnet Eino Hanski (1928 - 2000), der als Schriftsteller, Dramatiker und Bildhauer vor allem in Göteborg aktiv war, wo er auch starb. Eino Hanski starb, bevor er noch den letzten seiner sieben Romane über Masha und seiner russischen Chronologie zu Ende schreiben konnte.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 29. Januar 2010

Önskebrunnen, Wunschbrunnen, von Ile Munteanu im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg


Als im Jahre 1977 der Wunschbrunnen (Önskebrunnen) im Vergnügungspark Liseberg in Göteborg von König Carl XVI Gustav eingeweiht wurde handelte es sich noch um einen einfachen Springbrunnen, der jedoch schon damals die gleiche Bestimmung hatte wie heute. Es sollen sich nicht nur die Wünsche jener erfüllen, die eine Münze ins Wasser werfen, sondern der gesamte Ertrag geht auch an den WWF, der damit aktiven Artenschutz und Naturschutz betreibt.

Im Jahre 1984 bekam dann der Önskebrunnen seine Weltkugel in Eisen, die die weltweite Aktivität des WWF symbolisiert. Wasser, Eisen und Weltkugel sind hier als Einheit zu sehen um die Ressourcen der Erde aufzuzeigen und um gleichzeitig auf das nötige Gleichgewicht der Ressourcen hinzuweisen.

Der Önskebrunnen oder Wunschbrunnen in Liseberg entstand in einer Zusammenarbeit der Architektin Elsa-Brita Stjernberg, die mehrmals mit Liseberg zusammenarbeitete und dem Kunstschmied Ile Munteanu, der der Weltkugel seine Form gab.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Januar 2010

Flora von Gioacchino Frulli im Botanischen Garten von Göteborg


In der römischen Mythologie war Flora die Göttin der Blüte und sorgte vor allem dafür, dass Getreide eine reiche Ernte brachte. Flora erhielt im alten römischen Reich mehrere Tempel und wurde schließlich als Göttin der Blüte zum Symbol des Frühlings.

Die Marmorskulptur Flora, die sich heute am Eingang der Galerie von Floras Rike im Botanischen Garten Göteborgs steht wurde ursprünglich für den Garten des Schlosses Gunnebo erstellt, aber nach dem Tode Halls machte die Skulptur eine Reise durch mehrere Gärten Göteborgs, bis sie endlich im Jahre 1918 von einem Erben der Familie van Reis an den Charles Felix Lindbergs Donationsfond verkauft wurde und ihren Platz im Botanischen Garten Göteborgs fand. Zu Beginn war die Statue noch im Freien aufgestellt, aber als zu Beginn der 90er Jahre Erosionsschäden an ihr entdeckt wurden, wurde sie erst restauriert und anschließend in Floras Rike aufgestellt.

Gioacchino Frulli (1766 - 1801) war in Italien geboren. Als Frulli jedoch 1786 auf dem Weg nach Sankt Petersburg Göteborg besuchte, blieb er bis zu seinem Tode in der Stadt und heirate auch in Göteborg. Gioacchino Frullis größter Auftrag wurde die Ausschmückung des Schlosses Gunnebu bei Göteborg, das heute noch seine Handzüge aufweist. In diesem Rahmen hat er auch Flora geschaffen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 27. Januar 2010

Jokern, der Joker, auf der Fassade von Nordstan in Göteborg


Eines der größten öffentlichen Kunstwerke Göteborgs findet man an der Fassade des Einkaufzentrums Nordstan. Es handelt sich hierbei um ein Werk, das quer über das gesamte Einkaufszentrum erstreckt und daher zwei Hauptseiten hat, die eine an der Östra Hamngatan, die andere gegenüber dem Hauptbahnhof Göteborgs.

Von der Östra Hamngatan aus kann man über dem Haupteingang Nordstans einen Joker mit einer leeren Sprechblase entdecken, der in sehr eindringlicher Form darum bittet doch in das größte Kaufhaus Göteborgs einzutreten. Die Malerei ist dabei sehr einfach gehalten, da sie trotz der großen Fläche ihre Wirkung behalten soll.

Das Kunstwerk Joker wurde im Jahre 1995 realisiert und war eine Zusammenarbeit von vier Künstlern. Anna Ekholm und Magnus Blombergsson zeichneten für die Idee und Helene Andersson bemalte anschließend, zusammen mit Magnus Larsson, die Fläche.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 26. Januar 2010

Infödingskvinnan, die Eingeborene, von Wilhelm Henning am Packhusplatsen in Göteborg


Wenn man von einer Infödningskvinna spricht, so meint man in Schweden in der Regel eine Eingeborene Afrikas. Vor allem zu Mitte des vorigen Jahrhunderts dachte man dabei vor allem an die nackten Frauen, die große Lasten auf ihren Köpfen trugen und dem Relief am Gebäude Transatlantics entspricht.

Die Infödningskvinna von Wilhelm Henning am Packhusplatsen in Göteborg macht da keine Ausnahme, auch wenn man sich die Frage stellt, welche Rolle sie neben dem Relief von Poseidon spielt. In jedem Fall wollte der Künstler damit die Tätigkeit des Transatlantics-Unternehmen, das seinen Hauptsitz im Gebäude hatte, hervorheben, zumal der Handel mit Afrika in jener Zeit eine große Bedeutung für Skandinavien bekam.

Wilhelm Henning (1899 – 1955), der in Stockholm geboren wurde und Kunst sowohl in Paris, als auch in Nord- und Südamerika studierte, war vor allem als Maler bekannt, hat jedoch in Göteborg, wo er auch starb, auch Skulpturen und Reliefe hinterlassen. Seine Gemälde findet man vor allem im Modernen Museum in Stockholm.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 25. Januar 2010

Sjömanshustru, die Frau des Seemanns, von Ivar Johnsson in Liseberg, Göteborg


Während man die Sjömanshustru, die alle Boote begrüßt, die den Göta Älv aufwärts fahren, nicht aus nächster Nähe betrachten kann, hat man die Möglichkeit das früher erstellte Modell dieses Symbols Göteborgs in Liseberg aus nächster Nähe zu betrachten.

Die Sjömanshustru in Liseberg wurde von Ivar Johannsson in Lebensgröße erstellt. Sehr deutlich kann man hier die im Wind fliegenden Haare, die betenden Hände, den in die Ferne gerichteten Blick und das dünne Sommerkleid betrachten und entdeckt in ihren Augen die Hoffnung, dass ihr Seemann doch noch zurückkommt und den Sturm überlebte. Die Skulptur der Frau des Seemannes kann hier in allen Details betrachtet werden und schildert das Schicksal so zahlreicher Sjömannshustrur.

Der schwedische Skulpteur Ivar Johnsson (1885 - 1970) wurde in Schonen geboren, lebte und arbeitete jedoch nahezu sein ganzes Leben lang auf Södermalm bei Stockholm. Ivar Johnsson ist vor allem wegen seiner öffentlichen Monumentalskulpturen bekannt, die man an zahlreichen Plätzen Schwedens finden kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin